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Vorrichtung zur gleichmässigen Verteilung eines pulverförmigen Schmiermittels auf der oberen Fläche eines Metallblock
Bekanntlich wird das warme Presslochen von auf hohe Temperatur gebrachten Metallvollblöcken, wie z. B. Stahl, dadurch wesentlich erleichtert, dass zwischen der Lochscheibe und dem Metallblock ein Material angeordnet wird, das unter der Wirkung der Hitze ganz oder teilweise schmilzt, aber eine genügend hohe Viskosität bewahrt, um zwischen dem Metallblock und der Lochscheibe eine Schmiermittelschiçht zu bilden, welche den in Berührung mit der Lochscheibe kommenden Teil des Blocks bedeckt und denselben bis zur Beendigung des Vorganges von der Lochscheibe isoliert.
Dieses Material, das beispielsweise Glas, ein Salz, ein Oxyd oder Schlacke sein kann, wird auf den Block in Form eines Gewebes, eines Pulvers oder einer Scheibe aus zusammengepresstem Pulver abgelagert. Dieses Verfahren ist Gegenstand der franz. Patentschrift Nr. 988. 870 der Patentinhaberin.
Es ist aber auch bekannt, dass eine zufriedenstellende Zentrierung nur erhalten wird, wenn das Schmiermittel vorher auf jenem Teil der oberen Fläche des Blocks, der mit der Lochscheibe in Berührung kommt, gleichmässig verteilt wird. Eine solche gleichmässige Verteilung kann durch Verwendung einer Scheibe aus zusammengepresstem Pulver erzielt werden. Es ist jedoch manchmal wirtschaftlicher und bequemer, das Schmiermittel in Pulverform zu verwenden. Nur ist es dann unbedingt erforderlich, seine gleichmässige Verteilung auf der Berührungsfläche zu gewährleisten.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche diese gleichmässige Verteilung gewährleistet.
Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Behälter, dessen Boden mit im gleichen Abstand voneinander liegenden Öffnungen versehen ist, die durch eine Platte verschlossen werden können, welche ebenfalls in gleicher Weise mit solchen Öffnungen versehen und unterhalb des Bodens des Behälters verschiebbar ist. Der Behälter, der mit einem Scharnierdeckel versehen ist, ist auf einem Zylinderteil angeordnet, welcher seine Zentrierung auf dem Aufnehmer der Lochpresse bewirkt. Die verschiebbare Platte ist mittels eines Gestänges betätigbar.
Da der Boden des Behälters in gleicher Weise mit Öffnungen versehen ist wie die verschiebbare Platte, können durch Betätigung der Platte die Öffnungen im Boden des Behälters entweder vollständig abgedeckt oder freigegeben werden, damit das Pulver gleichmässig verteilt werden kann.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt eine schaubildliche Ansicht der Vorrichtung. Fig. 2 einen Senkrechtschnitt durch die Vorrichtung.
Die Vorrichtung besteht aus einer Grundplatte l, an welcher ein (nur in Fig. 2 dargestellter) Zentrierzylinder 10 angeschweisst ist, aus vier aus Winkeleisen bestehenden Flissen 2, von welchen zwei das Scharnier des Deckels 3 tragen und aus einer Platte 4, die an die vier Füsse angeschweisst ist und die von zwei dreieckigen Flanschen 5 begrenzt ist, welche die Drehachsen eines Handgriffs 6 tragen. Der Behälter für das Schmiermittelpulver wird durch einen an der Platte 4 angeschweissten senkrechten Zylinder 7 gebildet. Unterhalb der Platte 4 ist eine verschiebbare Platte 8 angeordnet, die durch ein Gestänge 9 betätigbar ist.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Nachdem die verschiebbare Platte in die Stellung gebracht ist, in welcher sie die Öffnungen im Bo-
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den des Behälters verschliesst, wird im Behälter die erforderliche Menge Schmiermittelpulver angeordnet, die im allgemeinen grösser ist als die zu verteilende Menge. Das Pulver wird beispielsweise in den Behälter geschütter und der über eine bestimmte Höhe hinausgehende Überschuss mittels eines Abstreifers entfernt, der sich auf dem Rand des Behälters abstutzt. Hierauf wird der Deckel heruntergeklappt, um das Pulver vor jeder äusseren Verunreinigung zu schützen. Sodann wird die Vorrichtung derart auf den Aufnehmer eingesetzt, dass der Zentrierzylinder in denselben eintritt.
Durch Betätigung des Gestänges wird schliesslich die verschiebbare Platte in die Stellung gebracht, in welcher die Öffnungen im Boden des Behälters und in der Platte übereinanderliegen, so dass das Pulver durch diese Öffnungen hindurchgehen kann.
Alle diese Vorgänge können in den automatischen Arbeitsablauf einer Lochpresse aufgenommen werden.
In Fig. 2, wo die verschiedenen Bezugsziffern die gleiche Bedeutung wie in Fig. l haben, ist eine mit der Hand bedienbare Vorrichtung im senkrechten Schnitt dargestellt, welche die nachstehend angegebenen Merkmale aufweist und welche in Verbindung mit dem Aufnehmer von 270 mm Durchmesser einer Lochpresse verwendet werden kann. Die Vorrichtung besteht 1\US Stahlblech von 2 mm Dicke, mit Ausnahme der gelochten Platten, die eine Dicke von 3 mm haben.
Die Grundplatte 1 hat die Form eines Kreisrings mit den Durchmessern von 296 mm und 196 mm ; unter ihr ist der Zentrierzylinder 10 angeschweisst, der einen Durchmesser von 244 mm und eine Höhe von 25 mm aufweist und der in den Aufnehmer 11 hineinragt. An die Grundplatte 1 sind die vier pus Winkeleisen bestehenden Füsse 2 angeschweisst, die eine Höhe von 72 mm haben. Die Platte 4 ist eine viereckige Platte von 204 mm Seitenlänge. Der senkrechte Zylinder 7 hat einen Durchmesser von 180 mm und eine Höhe von 7 mm.
Die verschiebbare Platte 8 ist viereckig mit einer Seitenlänge von 199 mm. Sie ist mit 88 kreisförmigen Öffnungen von 10 mm Durchmesser versehen, die relativ zu den Seiten des Vierecks zickzackförmig angeordnet sind. Die Abstände zwischen den Mittelpunkten der Öffnungen sind parallel zu den Seiten des Vierecks gleich 25 mm. Die den Boden des Behälters bildende Platte 4 ist in gleicher Weise mit den gleichen Öffnungen versehen.
Als Anwendungsbeispiel hat diese Vorrichtung zum Schmieren von Vollblöcken aus gewöhnlichem Stahl mit einem Durchmesser von 275 mm und einer Länge von'745 mm gedient, die zu einem Hohlblock mit einem Loch von 150 mm Durchmesser lochgepresst wurden. Nachdem zehn Blöcke lochgepresst worden sind, wurde die Exzentrizität an jedem Ende gemessen. Die durchschnittliche Exzentrizität betrug l, 610.
Wenn das Schmiermittel ohne besondere Vorsichtsmassnahmen auf der oberen Fläche des Blocks abgelagert wurde, betrug die durchschnittliche Exzentrizität 3%.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur gleichmässigen Verteilung eines pulverförmigen Schmiermittels auf der oberen Fläche eines Metallblocks, der in den Aufnehmer einer senkrechten Warmlochpresse eingesetzt ist, gekennzeichnet durch einen Behälter (7), dessen Boden (4) mit im gleichen Abstand voneinander liegenden Öffnungen versehen ist, welche durch eine in gleicher Weise mit solchen Öffnungen versehene und unterhalb des Bodens des Behälters verschiebbare Platte (8) entweder verschlossen oder freigegeben werden können, um die gleichmässige Verteilung des Pulvers zu ermöglichen.