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Fräsmaschine zum Trennen eines sich drehenden und in axialer
Richtung vorschiebenden Rohres
Das Patent Nr. 229103 bezieht sich auf eine Fräsmaschine zum Trennen eines sich drehenden und in axialer Richtung vorschiebenden Rohres, welche Maschine ein in Achsrichtung des Rohres verlaufendes Bett besitzt, auf dem ein Schlitten in Abhängigkeit von der Vorschubgeschwindigkeit des Rohres verschiebbar gelagert ist. Dieser Schlitten trägt neben dem Fräser samt Antriebsmotor auch die Kupplungseinricntung des Schlittens mit dem Rohr, welche aus zwei beiderseits der Schnittebene angeordneten Spannböcken besteht.
Jeder Spannbock enthält zwei in seinem Gehäuse gelagerte, über ein Differentialgetriebe und ein Zwischenrad gekuppelte. gleichsinnig frei drehbare, jedoch bei gegenläufiger Drehung die mit ihnen verbundenen Spannglieder an das Rohr anlegende Spannkränze, zu deren relativer Verdrehung ein das Gehäuse des Differentialgetriebes verschwenkendes Getriebe vorgesehen ist.
Bei der Fräsmaschine gemäss dem Stammpatent waren die Spannglieder entweder als Spannbacken oder aber als Spannbänder ausgebildet. Während die Spannbänder dem rauhen Betrieb nicht immer gewachsen waren, ermöglichten die Spannbacken auch bei harter Beanspruchung eine zuverlässige Einspannung des Rohres,'vorausgesetzt, dass dieses kreisrund war und keine Durchmesserabweichungen hatte, Bedingungen, die in der Praxis nicht immer eingehalten werden konnten. Ausserdem war das Auswechseln der Backen bei Umstellung der Maschine auf einen andern Rohrdurchmesser mühsam und zeitraubend.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, die Fräsmaschine gemäss dem Stammpatent dahingehend zu verbessern, dass Rohre verschiedener Durchmesser ohne Auswechseln von Spannbacken zuverlässig gespannt werden können. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Spannglieder als Spannhebel ausgebildet sind, deren jeder mit dem vom Werkstück entfernten Ende auf einer Welle befestigt ist, welche in einem Spannkranz drehbar gelagert ist und ein Zahnrad trägt, das in einen Zahnkranz des zweiten Spannkranzes eingreift.
Um weiters auch gewisse Abweichungen von der Kreisform kompensieren zu können, sind gemäss einem andern Merkmal der Erfindung die Spannhebel federnd ausgebildet.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. l einen Spalmbock in Vorderansicht und Fig. 2 denselben in teilweiser geschnittener Seitenansicht.
Ein Spannbock 2 ist auf dem Schlitten 1 der Fräsmaschine befestigt. Im Gehäuse des Spannbockes 2 sind zwei gleichsinnig frei drehbare Spannkränze 5, 6 gelagert. Beide Spannkränze 5, 6 sind über Stirnräder 8, 9, ein nicht dargestelltes Differentialgetriebe und ein gleichfalls nicht dargestelltes Zwischenrad miteinander gekuppelt.
Um die beiden Spannkränze 5, 6 relativ zueinander zu verdrehen, ist das Gehäuse des Differentialgetriebes mit einem Zahnsegment versehen, in das eine nicht dargestellte Zahnstange eingreift. Diese trägt an ihrem einen Ende einen von einem Druckmedium beaufschlagbaren Kolben, der in einem Zylinder 10 gleitet. Sämtliche Getriebeteile sind in einem Getriebekasten 7 untergebracht.
In dem einen Spannkranz 5 sind über seinen Umfang gleichmässig verteilt Wellen 11 parallel zur Achse des Rohres 25 drehbar gelagert, die an ihrem einen Ende einen Spannhebel 14, an ihrem andern
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Ende hingegen ein Zahnrad 12 tragen. Am freien Ende jedes Spannhebels 14 ist eine im wesentlichen Vförmig ausgebildete Spannklaue 15 gelenkig gelagert. Jeder Spannhebel 14 ist im Querschnitt verhältnismässig schmal ausgeführt, so dass er sich unter dem Einfluss des Anpressdrehmomentes elastisch durchbiegt, wodurch eine Beschädigung des festzuspannenden Rohres verhindert wird. Das auf der Welle 11 aufgekeilte Zahnrad 12 greift in einen Zahnkranz 13 des zweiten Spannkranzes 6 ein.
Soll das Rohr 25 festgespannt werden, so wird zunächst dem Zylinder 10 Druckmittel zugeführt. Dadurch wird der im Zylinder 10 gleitende Kolben verschoben und gleichzeitig mittels der Zahnstange das auf dem Gehäuse des Differentialgetriebes angeordnete Zahnsegment verschwenkt. Dies ruft eine relative Verdrehung der beiden Spannkränze 5, 6 hervor. Dieser Vorgang hat wieder ein Abrollen des Zahnrades 12 am Zahnkranz 13 und damit ein Verschwenken der Spannhebel 14 bzw. der an letzteren gelenkig angeordneten Spannklauen 15 gegen das Rohr 25 hin zur Folge. Damit ist aber der Spannvorgang beendet, und die Spannkränze 5, 6 werden vom rotierenden Rohr 25 mitgedreht. Das Lösen der Spannhebel 14 erfolgt durch Verschieben der Zahnstange bzw. des Kolbens in entgegengesetzter Richtung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fräsmaschine zum Trennen eines sich drehenden und in axialer Richtung vorschiebenden Rohres, welche Maschine ein in Achsrichtung des Rohres verlaufendes Bett besitzt, auf dem ein Schlitten in Abhängigkeit von der Vorschubgeschwindigkeit des Rohres verschiebbar gelagert ist, der neben dem Fräser samt Antriebsmotor auch die Kupplungseinrichtung des Schlittens mit dem Rohr trägt, welche aus zwei beiderseits der Schnittebene angeordneten Spannböcken besteht, wobei jeder Spannbock zwei in seinem Gehäuse gelagerte, über ein Differentialgetriebe und ein Zwischenrad gekuppelte, gleichsinnig frei drehbare, jedoch bei gegenläufiger Drehung die mit ihnen verbundenen Spannglieder an das Rohr anlegende Spannkränze enthält, zu deren relativer Verdrehung ein das Gehäuse des Differentialgetriebes verschwenkendes Getriebe vorgesehen ist, nach Patent Nr.
229103, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannglieder als Spannhebel (14) ausgebildet sind, deren jeder mit dem dem Werkstück (25) entfernten Ende auf einer Welle (11) befestigt ist, welche in einem Spannkranz (5) drehbar gelagert ist und ein Zahnrad (12) trägt, das in einen Zahnkranz (13) des zweiten Spannkranzes (6) eingreift.