AT237612B - Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolinon- und Imidazolidinonderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolinon- und Imidazolidinonderivaten

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AT237612B
AT237612B AT886362A AT886362A AT237612B AT 237612 B AT237612 B AT 237612B AT 886362 A AT886362 A AT 886362A AT 886362 A AT886362 A AT 886362A AT 237612 B AT237612 B AT 237612B
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imidazolinone
new
hydrogen atom
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imidazolidinone derivatives
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolinon- und
Imidazolidinonderivaten 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer   Imidazolinon- und Imidazolidinon-   derivate. 



   Diese Verbindungen entsprechen der allgemeinen Formel I : 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 in der R... R für zwei nicht miteinander verbundene Methyl- oder Äthylreste oder für eine Methylengruppe steht, Alk einen geraden Alkylenrest mit   1 - 3   Kohlenstoffatomen darstellt,    Rl   ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen bedeutet, R ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe darstellt,    Ra   für ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe steht und das    Symbol-----in dem heteroeyclischen   Rest entweder eine Doppelbindung oder die reduzierte Einzelbindung darstellt. 



   Die neuen Verbindungen werden erfindungsgemäss hergestellt, indem ein Ureidoacetal der allgemeinen Formel II : 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 ein Wasserstoffatom bedeutet, einer Alkylierung unterworfen werden. 



   Die neuen Verbindungen sind wertvolle Therapeutika mit Wirkung auf das Zentralnervensystem. 



   Insbesondere wirken die neuen Verbindungen als Tranquillizers. Sie sind wegen ihrer geringen Giftigkeit von besonderem Wert ; Nebenwirkungen ernsterer Art sind nicht beobachtet worden. 



   Bevorzugte Verbindungen entsprechen der Formel I, in der R... R für zwei Methoxygruppen, Alk für einen Äthylenrest und   Ru four   Wasserstoff oder Methyl steht. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Die Ausgangsstoffe der Formel II können durch Umsetzung eines Salzes eines Aminoacetals der allgemeinen Formel   ICI :   
 EMI2.1 
 in der   R...R,R,R und   Alk obige Bedeutungen haben, mit einer Kaliumcyanatlösung hergestellt werden. 



     Die Imidazolidinone   können aus den Imidazolinonen durch Reduktion, z. B. durch katalytische Hydrierung, erhalten werden. 



   Verbindungen mit einem nichtsubstituierten Stickstoff im heterocyclischen Ring   (Formell, R =H)   können mit einem geeigneten Alkylierungsmittel, z. B. einem Alkylsulfat in einem alkalischen Medium, alkyliert werden, wobei Verbindungen gemäss Formel I erhalten werden, in der    R   für eine niedere Alkylgruppe steht. 



   Die folgenden Beispiele erläutern erfindungsgemässe Verfahrensweisen. 



     Beispiel l :   Eine Lösung von 64 gKaliumcyanat in 400 cm3Wasser wird unter Rühren einer Lösung von 150 g 2-(3,4-Dimethoxyphenyl)-äthylaminoacetaldehyd-diäthylacetal in 500   cm3 Äthanol unterRüh-   ren zugesetzt. Die Mischung wird   auf -150C   gekühlt, wonach tropfenweise 300 cm3 2n-Salzsäure unter Rühren hinzugefügt werden. Hierauf wird die Temperatur   auf-5 C   erhöht und nach 1 h wieder   auf -150C   herabgesetzt. Sodann werden 75   cm3   2n-Salzsäure zugesetzt, wonach die Mischung 2 h   bei -50C   und dann 1 h bei Raumtemperatur gerührt wird. Der Äthanol wird im Vakuum abgedampft und die zurückbleibende Mischung mit Chloroform extrahiert.

   Der Extrakt wird über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel hierauf im Vakuum abgedampft. 



   Der aus Ureidoacetal bestehende Rückstand wird in 1200   cm3   Äthanol aufgelöst. Die Lösung wird auf   00C   gekühlt, wonach 300   cm3 0, 4n-Schwefelsäure zugesetzt   werden. 



   Die Lösung wird, nachdem sie 3 Tage bei Raumtemperatur stehen gelassen worden war, mit Kaliumhydrogencarbonat neutralisiert und der Äthanol hierauf im Vakuum abgedampft. Der Rückstand wird mehrmals mit Chloroform extrahiert ; die kombinierten Extrakte werden über Magnesiumsulfat getrocknet, worauf das Lösungsmittel abdestilliert wird. Der Rückstand wird in einem gleichen Volumen heissem Äthylacetat aufgelöst. Nach Abkühlen und Stehenlassen über Nacht scheidet die Lösung eine kristalline 
 EMI2.2 
 acetal kann wie folgt erhalten werden :
Eine Mischung von 1 Mol 2-(3,4-Dimethoxyphenyl)-äthylamin, 1 Mol Chloracetaldehyd-diäthylacetal und 2,5 Mol Kaliumcarbonat wird 18 h unter Rühren auf 1300C erhitzt. Sodann wird das Reaktionsgemisch mit Benzol extrahiert, der Extrakt filtriert und das Lösungsmittel abdestilliert.

   Das 2-(3,4-Dimethoxyphenyl)-äthylaminoacetaldehyd-diäthylacetal siedet bei   148-149 C/0, 4mm.   Aus-   beute : 65%.    



   In analoger Weise werden hergestellt : 2-(3,4-Diäthoxyphenyl)-äthylaminoacetaldehyd-diäthylacetal, Sp. 160 - 190 C/0,3 mm, 2-(3,4-Dimethoxyphenyl)-propylaminoacetaldehyd-diäthylacetal, Sp. 155-1600C/1 mm, und 2-[2-(3,4-Dimethoxyphenyl)-äthylamino]-propionaldehyd-diäthylacetal, Sp.   14S-145 C/0, 2mm.   



   Beispiel 2: In der gleichen Weise wie in Beispiel 1 beschrieben, jedoch unter Verwendung von 
 EMI2.3 
 



   (3, 4-Diäthoxyphenyl)-äthylaminoacetaldehyd-diäthylacetalBeispiel 3 : Wenn man   wie in den vorstehenden Beispielen verfährt, jedoch von 2- (3, 4-Dimeth-     oxyphenyl)-propylaminoacetaldehyd-diäthylacetalausgeht,   erhält man das   1-[2- (3, 4-Dimethoxyphenyl) -     - propyl]-2-imidazolinon.   F =   128-1290C,   Ausbeute : 70%. 



   Beispiel 4: Einer Lösung von 10 g von 1-[2-(3,4-Dimethoxyphenyl)-äthyl]-2-imidazolinon in 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 100 cm3 Methanol werden 100 mg Platindioxyd zugesetzt. Die Mischung wird in einer Wasserstoffatmosphäre bei Raumtemperatur geschüttelt. Nachdem die berechnete Wasserstoffmenge aufgenommen ist, wird der Katalysator filtriert und das Lösungsmittel im Vakuum eingedampft. Das erhaltene Produkt kann aus Äthylacetat umkristallisiert werden. Man erhalt reines   1-[2- (3, 4-Dimethoxyphenyl) -äthy1]-2-imid-   azolidinon. F =   1230C.   
 EMI3.1 
 abgekühlt, wonach 15   cir   2n-Salzsäure zugesetzt werden. Nach 1 h werden unter Rühren 4   cm ?   2n-Salzsäure hinzugefügt.

   Insgesamt muss das Reaktionsgemisch 4 h unter 0 C gehalten werden, wonach es die Raumtemperatur annehmen gelassen und, wie in Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet wird. Das erhaltene Ureidoacetalwird auf dem Wasserbad 2 h mit 2n-Essigsäure erwärmt. Nach Abkühlen der Lösung scheidet sich ein Niederschlag ab, der abfiltriert und aus Äthylacetat umkristallisiert wird. Das so erhaltene 
 EMI3.2 
 einer   zuigen   wässerigen Lösung von Natriumhydroxyd wurde unter Rühren bei Raumtemperatur tropfenweise Dimethylsulfat (8,4 cm3) zugesetzt. Das Rühren wurde 1 h bei   300C   fortgesetzt. Nicht in Reaktion getretenes Dimethylsulfat wurde durch Zusatz einer 20% wässerigen Lösung von Natriumhydroxyd und einstündiges Erhitzen der Mischung auf dem Wasserbad zersetzt. Das Produkt konnte aus der Mischung mit Chloroform extrahiert werden.

   Gefärbte Verunreinigungen wurden durch Durchleiten der Lösung über eine Aluminiumoxydsäule entfernt. Das Rohprodukt wurde aus einer Mischung von Benzol und Leichtbenzin umkristallisiert. Ausbeute :   5g. F = 83-84 C.  

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolinon- und Imidazolidinonderivaten der allgemeinen Formel I : EMI3.3 in der R... R für zwei nicht miteinander verbundene Methyl- oder Äthylreste oder für eine Methylengruppe steht, Alk einen geraden Alkylenrest mit 1 - 3 Kohlenstoffatomen darstellt, Rl ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen bedeutet, R2 ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe darstellt, R3 für ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe steht und das Symbol-----in dem heterocyclischen Rest entweder eine Doppelbindung oder die reduzierte Einzelbildung darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ureidoacetal der allgemeinen Formel II : EMI3.4 <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1
AT886362A 1961-11-17 1962-11-12 Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolinon- und Imidazolidinonderivaten AT237612B (de)

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