AT237438B - Kontaktmaterial zur Herstellung von Positiven mit Hilfe der gerbenden Entwicklung nach dem Wärmeentwicklungsverfahren - Google Patents

Kontaktmaterial zur Herstellung von Positiven mit Hilfe der gerbenden Entwicklung nach dem Wärmeentwicklungsverfahren

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AT237438B
AT237438B AT952062A AT952062A AT237438B AT 237438 B AT237438 B AT 237438B AT 952062 A AT952062 A AT 952062A AT 952062 A AT952062 A AT 952062A AT 237438 B AT237438 B AT 237438B
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Austria
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sep
contact material
tanning
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positives
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AT952062A
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Hildegard Dr Haydn
Anita Von Dr Koenig
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Agfa Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Kontaktmaterial zur Herstellung von Positiven mit Hilfe der gerbenden Entwicklung nach dem Wärmeentwicklungsverfahren 
In der   brit. Patentschrift Nr. 821, 506   wird ein Verfahren zur Herstellung seitenrichtiger Positivkopien beschrieben, das sich der sogenannten gerbenden Entwicklung unter Anwendung von Wärme bedient. Die für dieses Entwicklungsverfahren verwendeten Entwicklersubstanzen zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei der Reduktion des Halogensilbers die Gelatine so verändern, dass diese unschmelzbar undunquellbar wird. Die Gelatine wird an den unbelichteten Stellen nicht beeinflusst und kann zum Aufbau eines positi- ven Bildes verwendet werden.

   Dies kann in der Weise durchgeführt werden, dass das belichtete Material während oder nach der Entwicklung'in Kontakt mit einem Kontaktmaterial gebracht wird, an dem die
Gelatine der unbelichteten Stellen fest haftet, so dass beim Trennen der beiden Materialien diese Gela- tineteile aus dem lichtempfindlichen Material herausgerissen werden. Dabei wird auf dem Kontaktmaterial ein Gelatinerelief, das ein seitenrichtiges Positiv des Originals darstellt, erhalten. Diese Re- liefschicht enthält noch unverbrauchtes Halogensilber und Entwicklersubstanzen und kann nach diffuser
Belichtung und Wärmeentwicklung geschwärzt werden.

   Nach spezieller Ausführungsform des bekannten
Verfahrens können dem Kontaktmaterial Verbindungen zugesetzt werden, die entweder eine Reduktion des
Silberhalogenids bewirken oder dieses in schwarz gefärbte Verbindungen   überführen.   Dadurch erübrigt sich eine Zweitbelichtung. 



   Die besonderen Vorteile des oben beschriebenen bekannten Verfahrens beruhen darauf, dass sowohl die Entwicklung als auch die Übertragung nur durch Erwärmung und ohne wässerige Behandlungsbäder erfolgt. 



   Als Kontaktmaterial werden für das bekannte Verfahren präparierte oder unbehandelte Papiere, Kunststoffunterlagen, Gewebe oder Metallfolien verwendet. Zur Schwärzung dienen heterocyclische Verbindungen und schwefelhaltige Substanzen, unter anderem Thioacetamid. 



   Wenn auch das oben genannte Verfahren insbesondere wegen der Vermeidung wässeriger Behandlungsbäder vorteilhaft ist, so haften ihm doch gewisse Mängel an, die darauf zurückzuführen sind, dass das übertragene Gelatinerelief noch einmal diffus belichtet werden muss. Es hatte sich nämlich herausgestellt, dass die Verwendung der bekannten Verbindungen zur Schwärzung der übertragenen lichtempfindlichen Schicht nur eine ungenügende Schwärzung bewirken. Den erhaltenen Bildern mangelt es vor allem an Farbtiefe. 



   Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass diese Nachteile durch die Verwendung von Alkyl-, Aryl- oder Acyl-thiosemicarbaziden vermieden werden. 



   Diese Verbindungen kann man nun entweder zusammen mit einem Bindemittel vergiessen oder einen Rohstoff damit tränken, oder einem Rohstoff bei der Herstellung sofort zugeben. Die Anwendungskonzentration dieser Verbindungen bewegt sich zwischen 0, 2 und 2   g/m   des   Kontaktmaterials.   



   Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Materials setzt man den Positivpapieren ausserdem solche Verbindungen zu, die einen gewissen Gehalt an Restfeuchtigkeit in dem Kontaktmaterial gewährleisten wie Polyglykole, Triäthylenglykol, Glyzerin, Glykol, Sorbit usw., ferner Verbindungen die Kristallwasser enthalten wie Natriumacetat, Natriumsulfat u. a. Man kann aber auch statt dieser Zusätze das Papier rückseitig schwach mit Wasser anfeuchten. Die rückseitige Anfeuchtung des Papiers wirkt sich besonders vorteilhaft auf die Planlage des verarbeiteten Papiers aus, da durch die An- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 feuchtung die völlige Austrocknung während der Verarbeitung des Papiers verhindert wird. 



   An brauchbaren Verbindungen seien die folgenden genannt : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Nr. <SEP> Produkt <SEP> Literatur <SEP> bzw. <SEP> Schmelzpunkt <SEP> 
<tb> 1 <SEP> Thiosemicarbazid <SEP> Beilstein <SEP> III, <SEP> S. <SEP> 195
<tb> 2 <SEP> 4- <SEP> Methylthiosemicarbazid <SEP> Houben-Weyl <SEP> Bd. <SEP> 9, <SEP> S. <SEP> 908 <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 4-Äthylthiosemicarbazid <SEP> Houben-WeylBd. <SEP> 9, <SEP> S. <SEP> 908 <SEP> 
<tb> 4 <SEP> 4n-Hexylthiosemicarbazid <SEP> F: <SEP> 48  <SEP> 
<tb> 5 <SEP> 4n <SEP> -Dodecylthiosemicar <SEP> bazid <SEP> F <SEP> : <SEP> 650 <SEP> 
<tb> 6 <SEP> 4-Cyclohexylthiosemicarbazid <SEP> F <SEP> : <SEP> 147  <SEP> 
<tb> 7 <SEP> 4- <SEP> (4-Methylcyclohexyl)-thiosemicarbazid <SEP> F <SEP> :

   <SEP> 146  <SEP> 
<tb> 8 <SEP> 4-Pienylthiosemicarbazid <SEP> Houben-Weyl <SEP> Bd. <SEP> 9, <SEP> S. <SEP> 908 <SEP> 
<tb> 9 <SEP> 4- <SEP> (4-Toluyl)-thiosemicarbazid <SEP> F <SEP> : <SEP> 150  <SEP> 
<tb> 10 <SEP> 4- <SEP> (4-Methoxyphenyl)-thiosemfcarbazid <SEP> F-1580 <SEP> 
<tb> 11 <SEP> 4-Benzylthiosemicarbazid <SEP> F <SEP> : <SEP> 1270 <SEP> 
<tb> 12 <SEP> 4-8-Phenyläthylthiosemicarbazid <SEP> F <SEP> : <SEP> 116  <SEP> 
<tb> 13 <SEP> 1- <SEP> Phenylthiosemicarbazid <SEP> Beilstein <SEP> XV, <SEP> S. <SEP> 294 <SEP> 
<tb> 14 <SEP> 1-Formylthiosemicarbazid <SEP> Beilstein <SEP> III, <SEP> S. <SEP> 196
<tb> 15 <SEP> 1- <SEP> Acetylthiosemicar <SEP> bazid <SEP> Beilstein <SEP> III, <SEP> 5. <SEP> 196 <SEP> 
<tb> 16 <SEP> 1-Methylthiosernicarbazid <SEP> DP <SEP> 855 <SEP> 252
<tb> 
 
 EMI2.2 
 
4-7Wasser.

   Dazu setzt man 5 g Cyclohexanonbisulfit, 150 g kristallwasserhaltiges Natriumacetat und 0, 05 g Benzotriazol oder die entsprechende Menge eines andern Stabilisators. Die Emulsion wird auf Papier oder einen andern Schichtträger vergossen und getrocknet. 



   Positivpapier. 



   Zu 200 cm3 einer   5% gen   wässerigen Lösung von Polyvinylalkohol (Moviol 30/90-Handelsname der Farbwerke Hoechst AG) gibt man 1 g Thiosemicarbazid in wenig Wasser gelöst und vergiesst die Mischung auf ein geeignetes Papier und trocknet. 



   Verarbeitung. 



   Nach der Belichtung wird das Negativ mit der Schichtseite des Positivpapiers in Kontakt gebracht. 
 EMI2.3 
 das Positivpapier mit einer geringeren Temperatur beheizt werden. Nach dem Auseinanderziehen erhält man auf dem Positivpapier ein tief schwarzgefärbtes positives Bild der kopierten Vorlage. 



     Beispiel 2 :   Negativschicht wie in Beispiel 1. 



   Positivpapier. 



   Ein Hartpostpapier wird in einer   0,75'1gen   Lösung von 1-Phenylthiosemicarbazid in Alkohol kurz gebadet und getrocknet. 



   Verarbeitung. 



   Nach der Belichtung wird das Negativ mit dem Positivpapier in Kontakt gebracht. Dann wird je nach dem zu verwendenden Entwicklungsgerät, entweder die Rückseite des Positivs oder die Rückseite des Negativs oder die Rückseite beider Papiere etwas angefeuchtet und zwischen Heizwalzen auf zirka 1200C gebracht. Nach dem Auseinanderziehen haftet die Gelatine der unbelichteten Stellen auf der Übertragsschicht als schwarzes positives Bild der Vorlage.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Kontaktmaterial zur Herstellung von Positiven mit Hilfe der gerbenden Entwicklung nach dem Wärmeentwicklungsverfahren, unter Übertragung der nicht oder weniger stark gehärteten Bildstellen auf das nicht lichtempfindliche Kontaktmaterial, unter Verwendung lichtempfindlicher Materialien, deren Halogensilberemulsionsschicht gerbende Entwickler enthält. dadurch gekennzeichnet. dass das Kontaktmaterial Alkyl-, Aryl- oder Acylthiosemicarbazide enthält.
    2. Kontaktmaterial nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich solche Substanzen enthält, die Wasser abspalten oder eine hohe Restfeuchtigkeit gewährleisten.
    3. Kontaktmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es 1-Phenylthiosemlcarb- azid enthält.
AT952062A 1961-12-08 1962-12-05 Kontaktmaterial zur Herstellung von Positiven mit Hilfe der gerbenden Entwicklung nach dem Wärmeentwicklungsverfahren AT237438B (de)

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