AT236982B - Verfahren zur Herstellung von Estern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Estern

Info

Publication number
AT236982B
AT236982B AT175862A AT175862A AT236982B AT 236982 B AT236982 B AT 236982B AT 175862 A AT175862 A AT 175862A AT 175862 A AT175862 A AT 175862A AT 236982 B AT236982 B AT 236982B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
acid
reaction
added
esterified
dimethylformamide
Prior art date
Application number
AT175862A
Other languages
English (en)
Inventor
Joao Villax
Original Assignee
Joao Villax
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Joao Villax filed Critical Joao Villax
Application granted granted Critical
Publication of AT236982B publication Critical patent/AT236982B/de

Links

Landscapes

  • Steroid Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Estern 
Die Veresterung komplizierter und nicht stabiler Verbindungen, die gegenüber hohen Temperaturen oder einem sauren PH empfindlich sind, bietet oft unüberwindliche Schwierigkeiten, zumal für die meisten Veresterungsverfahren über Raumtemperatur liegende Temperaturen, eine lange Reaktionszeit von vielen Stunden und manchmal auch die Gegenwart freier Mineralsäuren erforderlich sind, wodurch die meisten biologischen Verbindungen, wie Antibiotica, Hormone usw., wenigstens teilweise zerstört werden. Als Beispiel sei die Veresterung von Penicillinsäuren und die Phosphorylierung von Steroiden angegeben. 



   Gemäss der Erfindung erfolgt die Herstellung von Estern der allgemeinen Formeln   ACOOR   bzw.    A, OR,   in der Weise, dass man die zu veresternde organische Säure ACOOH oder anorganische   Sauerstoffsäure Al0H   mit einem niederen Alkylchlor-,-brom-oder-jodcarbonat der Formel R2OCOHal zu Verbindungen der Formeln 
 EMI1.1 
 wenn organische Säuren verwendet werden bzw. 
 EMI1.2 
 wenn organische Sauerstoffsäuren verwendet werden, umsetzt, und hierauf die erhaltenen Verbindungen mit dem zu veresternden Alkohol ROH reagieren lässt, wobei A einen Kohlenwasserstoffrest, Al den Rest einer anorganischen Sauerstoffsäure, R1 einen gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest und R 2 eine niedere Alkylgruppe bedeuten. 



   Die Säure kann in Form eines Metallsalzes oder eines tertiären Aminsalzes eingesetzt, als Reaktions- 
 EMI1.3 
 
Das erfindungsgemässe Verfahren hat den Vorteil, dass die Veresterung schnell bei niedrigen Temperaturen von vorzugsweise-20 bis   500C   durchgeführt werden kann ; die Veresterung als solche irreversibel ist, innerhalb eines grossen pH-Bereiches   verläuft-wenn   auch ein neutraler oder leicht alkalischer   pH-   Wert vorzuziehen ist, und kein Wasser freigesetzt wird. 



   Die Umsetzung eines   gemischtenCarbonsäure-kohlensäure-monoesteranhydridsdervorstehend   angegebenen Formel mit dem zu veresternden Alkohol verläuft wie folgt 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
Wenn R gleich    R   ist, dann nähert sich die Ausbeute   100%.   Wenn R ungleich R ist, dann beläuft sich die Ausbeute auf   40-50%.   Wenn R ungleich R2 und der zu veresternde Alkohol der teure, die Säure dagegen der billige Reaktant ist, kann die auf den Alkohol bezogene Umsetzung dadurch wesentlich verbessert werden, dass man einen Überschuss an einem der oben angegebenen Kohlensäure-monoester-anhydride verwendet. 



   Wenn die Säure der teure Reaktant und R ungleich R2 ist, dann wird die Umsetzung so durchgeführt, dass man eine abgekühlte Lösung einer der beiden Kohlensäure-monoester-anhydride langsam dem zu veresternden Alkohol zusetzt, der mit einem inerten Lösungsmittel gemischt ist, dessen Siedepunkt höher ist als der des während der Umsetzung gebildeten Alkohols   (R-OH),   der nach seiner Bildung im Vakuum sofort entfernt wird. Man stellt das Vakuum derart ein, dass das Lösungsmittel, in dem sich die Umsetzung vollzieht, nicht siedet,   aber'das RpOH,   bei dem es sich im allgemeinen um Methanol oder Äthanol handelt. Auf diese Weise können Ausbeuten von 60 bis   90%   erhalten werden. 



   Die erfindungsgemässe Veresterung kann durch tertiäre Amine katalytisch beeinflusst werden, so dass die Umsetzung, wenn sie wegen der für die Durchführung der Veresterung gewählten sehr niedrigen Temperatur nicht spontan einsetzt, durch einige wenige Tropfen von mit dem Lösungsmittel verdünntem Tri- äthylamin sofort   ausgelöst   werden kann. 



   Die Isolierung des Endproduktes erfolgt auf bekannte Weise im allgemeinen durch Destillation, Fällung durch Zusetzen eines   Lösungsmittels,   wenn das Endprodukt unlöslich ist, oder durch Extraktion mittels eines nicht mischbaren Lösungsmittels usw. 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Mono- oderchlorcarbonat in 10 cms Aceton werden langsam zugesetzt und das Reaktionsgemisch 1/2 h gerührt, worauf 23, 4 g Diäthylaminoäthanol in 25   cm ? Aceton   zugegeben   werden. DasDiäthylaminoäthylbenzoat   wird in Form eines Niederschlages erhalten ; die Ausbeute beträgt 48%. 



   Beispiel6 :Eswerden10,9cm3Äthylchlorcarbonat,diemit15cm3Dimethylformamidgemischt sind,   bei-25 C   langsam 14, 5 g Natriumbenzoat in 100 cm 3Dimethylformamid zugesetzt. Das während   1 h auf -250C   gehaltene Reaktionsgemisch wird dann tropfenweise zu 23, 4 g Diäthylaminoäthanolin 25 ca Dimethylformamid bei   100 C   in ein mit einem Destillationsaufsatz versehenes Reaktionsgefäss gegeben und das freigesetzte Äthanol durch Destillation entfernt. Die Ausbeute an Dimethylaminobenzoat beträgt   89%.   



   Beispiel 7 : Es wird eine konzentrierte Lösung von 10, 4 g Malonsäure in Tetrahydrofuran tropfenweise mit 21, 4 g Äthylchlorcarbonat in 42   cm3     Tetrahydrofuran bei -l00C versetzt. Es werden dann   15,8 g Pyridin und 30 min später 23 g Äthanol zugesetzt. Nach dem Rühren während 1 h bei Raumtemperatur wird in einem Ölbad destilliert und die zwischen   192 - 2000C übergehende   Fraktion aufgesammelt. Ausbeute   87%   Diäthylmalonat. 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 Der Niederschlag wird filtriert, mit Aceton und Äther gewaschen, dann getrocknet und wieder zweimal mit Wasser gewaschen. Es wird das Jodat des Diäthylaminoäthylesters des Penicillins G erhalten. Ausbeute   74%.   Schmelzpunkt   170-178 C.   



     Beispiel 9 :   Es werden 12 g Calciumpantothenat in 75   en   warmem Dimethylformamid gelöst und dann auf 25 - 300C gekühlt. Es werden 5,5   en     Äthylchlorcarbonat   in 10 cmS Dimethylformamid, gekühlt   auf-5 C,   zugesetzt. 1/4 h später werden 17 g Chloramphenicol in 30   en   Dimethylformamid und 1 ca Pyridin in 5   en   Dimethylformamid zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wird dann 1 h erwärmt und destilliert, bis ein Öl erhalten ist, das in 50   cms   Chloroform aufgelöst wird. Es werden 150   cm ? Petrol-   äther zugesetzt. Nach dem Stehenlassen über Nacht werden die Lösungsmittel langsam verdampft, wobei das Reaktionsprodukt zu kristallisieren beginnt.

   Die Kristalle haben noch einen etwas bitteren Geschmack, was auf das Vorliegen freien Chloroforms hinweist. Durch Chromatographie des Produktes über eine Säule von Aluminiumoxyd"Brockmann", der eine Eluierung mit einer Mischung aus Chloroform und Petroläther (3 : 8) folgt, wird Chloramphenicolpantothenat in reinem Zustand erhalten. 



   Beispiel 10 : Das Beispiel 8 wird wiederholt, indes an Stelle von Penicillin G werden 24 g des Kaliumsalzes der 6-Aminopenicillansäure 
 EMI3.3 
 umgesetzt. Die Ausbeute beläuft sich auf 40% des   Iodats   des Diäthylaminoäthylesters der 6-Aminopeni-   cillansäure.   



   Beispiel 11: Das Beispiel 9 wird wiederholt, indes an Stelle des Caleiumpantothenats werden 13 g Kaliumpalmitat umgesetzt und als Lösungsmittel Aceton verwendet. Nach der Beendigung der Umsetzung werden dem Reaktionsgemisch mehrere   Vol.-Teile   Wasser zugesetzt. Der gebildete Niederschlag wird filtriert, getrocknet und mit Benzol und   Petroläther   gewaschen. Das erhaltene Chloramphenicol-   palmitat schmilzt bei 89-90 C. 



  Beispiel 12 : Es werden 1,4 cm3 Triäthylamin in 20 cm3 Aceton und 1,1 cm3 Äthylchlorcarbonat     bei -100C 3,   5 g   Gibberellinsäure zugesetzt, l Omin   später werden 1, 8 g Methanol zugegeben und das Reaktionsgemisch 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Es wird dann destilliert, bis ein Öl erhalten ist, das aus 
 EMI3.4 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

    wird. SchmelzpunktBeispiel 13 :   Das Beispiel 12 wird wiederholt, jedoch 1,8 g Indolessigsäure und 1 cm3 Methylchlorcarbonat umgesetzt. Die Abscheidung erfolgt durch Zusetzen von Wasser. Ausbeute an Methylester der Indolessigsäure   87%.   



    Beispiel 14 : 2. 5cmso-Phosphorsäure (85%) werden bei 1500CunterVakuumgetrocknet, dann gekühlt und mit 21,5 cm Acetonitril und 5, 3 cm Triäthylamin versetzt. Das Reaktionsgemisch wird dann auf -200C abgekühlt und mit 4,3 cm Äthylchlorcarbonat in 5 cm Acetonitril versetzt. Es wird 1/4 h ge-   rührt, dann 3,6 g Prednisolon in 16,5   en   Acetonitril und dann 5,3   cms   Triäthylamin zugesetzt. Das Re-   aktionsgemisch wird so lange gerührt, bis kein Gas mehr entsteht, und dann wird es 1 h unter Rücklauf erhitzt. Es werden 28,6 cm Methanol und 38,5 cm 2. N-Natriummethylat in Methanol zugesetzt und fil-   triert. Das Filtrat wird bis auf 133   en   konzentriert und 400 cm3 Äthyl zugesetzt, wodurch das Natriumsalz des Prednisolon-21-phosphats gefällt wird.

   Zum Trocknen dient ein Exsikkator, Ausbeute 66%. 



   Beispiel 15 : Das Beispiel 14 wird wiederholt, jedoch an Stelle von Prednisolon werden 4 g   9-&alpha;-Fluor-16-ss-methylprednisolon umgesetzt.   Ausbeute 75%   9-&alpha;-Fluor-16-ss-methylprednisolon-21-   - phosphatnatrium. 



     -   Beispiel 16 : Das Beispiel 14 wird wiederholt, jedoch an Stelle von o-Phosphorsäure werden 3,9 g konzentrierte Schwefelsäure ohne vorherige Trocknung angewendet. Es wird das Natriumsalz des Predni-   solon-21-sulfats   erhalten. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. Beispiel 17 : Das Beispiel 16 wird wiederholt, jedoch an Stelle von Prednisolon werden4g EMI4.1 et- Fluor-16- ex-methylprednisolonPATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Estern der allgemeinen Formeln ACOOR1 bzw. A10R1'dadurch gekennzeichnet, dass man die zu veresternde organische Säure ACOOH oder anorganische Sauerstoffsäure A OH mit einem niederen Alkylchlor-, -brom- oder -jodcarbonat der Formel R2OCOHal zu Verbindungen der Formeln EMI4.2 wenn organische Säuren verwendet werden bzw. EMI4.3 wenn anorganische sauerstoffsäuren verwendet werden, umsetzt, und hierauf die erhaltenen Verbindungen mit dem zu veresternden Alkohol R OH reagieren lässt, wobei A einen Kohlenwasserstoffrest, Al den Rest EMI4.4 <Desc/Clms Page number 5>
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Säure in Form eines Metallsalzes oder eines tertiären Aminsalzes eingesetzt, als Reaktionsmedium ein inertes Lösungsmittel, wie Dime- thylformamid, Acetonitril, Aceton, verwendet und die Umsetzung bei -20 bis +IOO C durchgeführt wird.
AT175862A 1961-03-03 1962-03-02 Verfahren zur Herstellung von Estern AT236982B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
PT236982X 1961-03-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT236982B true AT236982B (de) 1964-11-25

Family

ID=20081566

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT175862A AT236982B (de) 1961-03-03 1962-03-02 Verfahren zur Herstellung von Estern

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT236982B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1468753C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Oxapentan-1,2,4,5-tetracarbonsäure und Apfelsäure
DE69021455T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Ascorbinsäure.
DE2902438C2 (de)
DD142713A1 (de) Verfahren zur herstellung von lysergol-derivaten
DE3308922A1 (de) Verfahren zur herstellung von fettsaeureestern der ascorbinsaeure
DE2922519A1 (de) Verfahren zum trennen von gemischen aus 3- und 4-nitrophthalsaeure
AT236982B (de) Verfahren zur Herstellung von Estern
DE2950608C2 (de)
US2926167A (en) Process of esterifying ib-hydroxy
DE2065698A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2isopropyl-6-methyl-4(3h)-pyrimidon
DE1948368A1 (de) Verfahren zur optischen Aufspaltung von O-Acetylpantolacton
CH653334A5 (de) Verfahren zur herstellung von vinkaminsaeureestern.
DE1803911C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 7-Chlor-2-methylamino-5-phenyl-3H-l,4benzodiazepin-4-oxid
AT326638B (de) Verfahren zur herstellung von n(beta-diäthylaminoäthyl) -4-amino-5-chlor-2-methoxybenzamid
DE1200822B (de) Verfahren zur Herstellung von Estern mit saeure- oder temperaturempfindlicher Saeure- oder Alkoholkomponente
AT385991B (de) Verfahren zur herstellung von vincamin-teprosilat
AT245729B (de) Verfahren zur Gewinnung von sedativ und spasmolytisch wirksamen Estern aus Radix valerianae
AT205036B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinderivaten
DE2059296C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Estern der 3-Methylflavon-8-carbonsäure mit N-tert-Aminoalkoholen
DE1050765B (de) Verfahren zur Herstellung von Testan-3a-ol-ll-on und seinen Estern
AT288363B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen β-Aroyl- β-halogenacrylsäuren
DE2227651C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Pyridyl-2-aminomethylenmalonsäurederivaten
AT228189B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen γ-Lactons der 2,3-Dihydroxycyclododecen-(1)-carbonsäure und seiner Salze mit Alkalimetallen
DE2151718C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Aminosäureestern
DE883897C (de) Verfahren zur Herstellung von 17-(ª‡)-Oxy-20-ketopregnanen