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Elektromagnetisches Schaltgerät
Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Schaltgerät mit einem an einer Grundplatte abgefe- dert gehaltenen Schaltmagneten, dessen beweglicher Anker Kontakte betätigt, z. B Schaltschütz.
Es ist bekannt, den Schaltmagneten durch Kernlamellen durchsetzende Keile an dem Schützgehäuse festzulegen. Bei einer andern bekannten Ausführung geht vom Schützgehäuse ein Bügel aus, in dem ein den Magneten durchdringender Bolzen gefasst ist, wodurch der Magnet am Schützgehäuse festgelegt ist (österr. Patentschrift Nr. 184633).
Bei derartigen Geräten ist es erforderlich, dass der Luftspalt des sich selbst überlassenen Schaltmagne- ten eine ganze bestimmte, konstruktionsbedingte Breite hat. Werden bestimmte Toleranzen überschritten, so ergibt sich bei erregtem Magneten infolge verschiedener Luftspaltbreiten ein verschieden grosser Anker- hub. Der Ankerhub beeinflusst die Kontaktkräfte, die Unterspannungssicherheit und die Brummanfälligkeit.
Bei der maschinellen Fertigung der verschiedenen Teile kann der ungünstige Fall eintreten, dass die
Fertigungstoleranzen der einzelnen Teile sich nicht aufheben, sondern addieren. Es muss dann beim Zu- sammensetzen eines solchen Gerätes eine Justierung erfolgen.
Eine wesentliche Verbesserung ergibt sich erfindungsgemäss dadurch, dass Ansätze der Decklamellen des Schaltmagneten Schlitze einer Auflageplatte durchtreten und jenseits der Auflagefläche Ausschnitte aufweisen, deren Weite ein Mehrfaches der Stärke eines den Magneten an der Auflageplatte haltenden Riegels haben, welcher Riegel gleichzeitig als Distanzstück (Kaliber) wirkt, sich an der der Auflagefläche abgekehrten Wand der Auflageplatte (Grundplatte) des Schaltgerätes abstützt und einerseits dem Ma- gneten eine Bewegung in der Schaltrichtung zulässt, anderseits auswechselbar, aber nach Einsetzen selbst gegen Lagenänderung durch Anlage an Wandteilen gesichert ist und den Magneten in dem benötigten Abstand von einer durchdie Auflageplatte gegebenen Bezugsebene hält.
Dadurch hat man auf besonders einfa- che Art die Möglichkeit, durch Auswahl von Riegeln erforderlicher Stärke den gewünschten Abstand zwischen den Polen des Schaltmagneten und seines Ankers einzustellen. Dass der Schaltmagnet mit seinen Decklamel- len Schlitze der Auflageplatten durchsetzt, hat weiter den Vorteil einer kippfreien Parallelführung. Im Falle eines gehäuseumschlossenen Gerätes ist der Boden des Gehäuses die dem Aufbau des Magneten dienende Grundplatte. Die Justierungdes Schaltmagneten und damit des Ankerhubes kann bei einem gehäuseumschlossenen Schaltschütz bei fertig montiertem Gerät mit einfachen Mitteln von aussen erfolgen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt, u. zw. zeigt die Fig. l im. Schnitt ein Schaltschütz, Fig. 2 ist ein Schnitt entlang A - B von Fig. 1, wobei nur das Schützgehäuse und die Eisenteile des Magneten dargestellt sind, Fig. 3 ist ein Grundriss zu Fig. 1.
Das erfindungsgemässe Schütz ist in einem aus Isolierstoff gefertigten Gehäuse 1 aufgebaut. Der die Grundplatte bildende Boden des Gehäuses 1 weist zwei Kanäle oder Aussparungen zo 12 auf, durchdie Ansätze 21, 22 der Decklamellen 2 des Elektromagnetkernes treten. Die Ansätze sind mit Aussparungen 3 versehen, in die als Riegel wirkende Platten 4 verschiedener Stärke einsetzbar sind. Der Kern des Schaltmagneten stützt sich auf einer am Boden des Gehäuses gehaltenen Blattfeder 5 ab.
Der Anker 6 des Schaltmagneten ist in einem ebenfalls aus Isolierpressstoff bestehenden Schaltkopf 7 gefasst und mit diesem gelenkig durch einen Bolzen 8 verbunden. Der Schaltkopf 7 wird von den Ankerrückstellfedern 9 in seiner Ruhelage gehalten und entgegen der Wirkung dieser Federn von dem Magneten
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