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Einrichtung zur Entnahme von Zigaretten aus einem Vorrat und deren Reihung und Einbringung in Hülsen, Schachteln u. dgl.
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der Verpackungsvorgang durch stufenweise Einbringung der Reihen bis zum Vorschub der letzten Reihe verzögert wird, wodurch die Leistung der Maschine sinkt. Die ebenen Böden der fachartigen Kammer haben bei den bisherigen Ausführungen zur Folge, dass bei sehr flachen Zigaretten die Vorschubleiste oder die Ausstossorgane auch mehrere Schichten oder Reihen von Zigaretten ergreifen können, welche die Wand der Fachkammer zwar nicht hindurchlässt, sondern deformiert, was auch eine bestimmte Störanfälligkeit mit sich bringt, den Betrieb verzögert, die Leistung herabsetzt und die Erzeugung verteuert.
Die Füllung der Zigaretten unmittelbar in die Schachteln (österr. Patentschrift Nr. 128245) ist auch nicht vorteilhafter, insbesondere bei Verwendung von weichen Materialien.
Die erwähnten Nachteile werden durch den Gegenstand der Erfindung beseitigt, dessen Wesen darin besteht, dass aus der fachartigen Kammer die untersten Zigaretten mit Hilfe von kippbaren Mitnehmer- leisten entnommen werden, die mittels winkelförmiger, zweiarmiger Hebel auf beiden Seiten in je einer festen Kulisse geführt und in bestimmten Abständen voneinander auf zwei parallelen, endlosen Ketten be- festigt sind, wobei jeweils die einen Arme der Hebel mit der Kette drehbar verbunden sind, während je- weils zwei einander gegenüberliegende Arme der Hebel miteinander durch die quer zur Bewegungsrichtung angeordnete Mitnehmerleiste verbunden sind und die Scheitel der Hebel Rollen tragen, die in Nuten laufen, welche in den Seitenwänden der Kulisse gleichlaufend mit den endlosen Ketten derart vorgesehen sind,
dass die Nut entlang einem Teil der Kettenbahn verläuft, der parallel zu dem für den Vorschub der Zigaretten dienenden Steg liegt, jedoch an der Stelle, wo die endlose Kette auf das Zugkettenrad anläuft, nach einem abwärts gerichtetenBogen zu einer halbkreisförmigen Bahn um die Welle des Zugrades im Bereiche zwischen dieser und dem Umfang des Zugzahnrades verläuft bis zur Stelle, wo die endlose Kette das Zug- zahnrad wieder verlässt, worauf die Nut annähernd entlang der Kette wieder auf die obere Seite der endlosen Kette zum Beginn der Nut geführt ist, so dass die Mitnehmerleiste im oberen Trum der Kette die Zigaretten bis nach dem Einschieben derselben in die Gruppierhülse vor sich schiebt und sich dann durch eine Abwärtsbewegung von den Zigaretten löst,
worauf die Rückbewegung der Mitnehmerleiste in ihrer abgekippten Lage erfolgt, bis sie wieder auf der Oberseite der Kette anlangt und eine weitere Zigarettenreihe aus der Fachkammer entnimmt.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ermöglicht eine wesentliche Leistungserhöhung. Die kippbaren Mitnehmerleisten sind jeweils zur Mitnehme von zwei oder mehreren Gruppen von Zigaretten aus im Abstand nebeneinander angeordneten Kammern entsprechend lang ausgebildet und unter diesen geführt. Am Ende der im wesentlichen horizontalen Bahn der Mitnehmerleisten sind die den Kammern zugeordneten Gruppierungshülsen jeweils um eine der Zigarettenlage entsprechenden Höhe versetzt auf einer quer zur Bewegungsrichtung der Mitnehmerleisten angeordneten Transportvorrichtung, die eine schräge Vorschublage nach unten entsprechend dem fortschreitenden Füllen der Gruppierungshülsen und eine dem Füllen der Hülsen entsprechende Geschwindigkeit aufweist, vorgesehen, so dass in einem Arbeitsgang die Gruppierungshülsen durch Einschieben der notwendigen Lagen Zigaretten gefüllt werden.
Die jeweilige. Entnahme nur der einzigen, untersten Reihe, insbesondere bei ovalen Zigaretten (flaches Oval) aus der fachartigen Kammer wird durch eine weitere Ausbildung des Erfindungsgegenstandes ermöglicht, deren Merkmal dadurch gekennzeichnet ist, dass die Rinne unterhalb der in Fächer unterteilten Kammer gegenüber dem Steg abgeschrägt ist und auch diese Weise den schrägen Boden der Kammer bildet.
Ein praktisches Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen veranschaulicht. Darin zeigen Fig. 1 eine Gesamtansicht der Einrichtung, teilweise im Schnitt, Fig. 2 einen Querschnitt durch die Einrichtung, Fig. 3 einen Schnitt durch den Unterteil der fachartigen Kammer in einer Seitenansicht und Fig. 4 eine Vorderansicht dieses Teiles der Kammer.
Wie aus den Fig. 1-4 ersichtlich ist, fallen aus der in Fächer unterteilten Kammer 1 die Zigaretten 2 auf eine schräge Leitrinne 3, die weiter in der Vorschubrichtung in einen Steg 4 übergeht, der in seinem Endteil durch eine Führung 5 verdeckt ist und dessen Fortsetzung eine Gruppierungshülse 6 bildet. Auf einer den unteren Teil der Einrichtung unterhalb der Fachkammer und dem Steg 4 bildenden festen Kulisse 7 sind an deren beiden Seiten endlose Ketten 8 angeordnet, die von einem Antriebsvorgelege einen veränderbaren Antrieb erhalten, und auf zwei Zug- und Spannkettenrädern 9 und 10 umlaufen.
Die endlosen Ketten 8 sind in bestimmten Abständen mit gabelförmigen Hebeln 11 versehen, die derart angebracht sind, dass sie mit einem Arm 12 drehbar an der Kette 8 befestigt sind, während ihre Scheitel die Rollen 13 tragen, die in einer in der Kulisse 7 ausgefrästen Nut 14 laufen, die entlang der langen horizontalen Kettentrume und um das Zugrad 9 herum parallel an der Aussenseite der Kette verlaufen, während an der Stelle, wo die Kette auf das Zugrad 10 anläuft, die Nut 14 abweicht und in einer Kurve auf die
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Innenseite der Kette in den ringförmigen Raum zwischen der Welle 15 des Kettenrades und der Kette übergeht, um dann wieder an der Stelle, wo die Kette das Zugrad 10 verlässt, von der Innenseite der Kette auf ihre Aussenseite überzutreten.
Die weiteren, jeweils gegenüberliegenden zwei Arme der gabelförmigen Hebel jeder Kette sind durch eine Mitnehmerleiste 16 miteinander verbunden, die somit über der Rinne 3 und dem Steg 4 verläuft. Die ganze Einrichtung wird durch einen Kontrollapparat 17 bekannter Bauart zur Kontrolle der Zigarettenanzahl vervollständigt und weist weiter eine bekannte Konstruktion der Gruppierungshülse 6 auf, wobei mehrere solche Hülsen auf einer endlosen Kette angeordnet sind, die die Hülsen senkrecht zum Steg und in schräger Lage vorwärts bewegt und schliesslich bekannte Distanzstäbe 19, die den Steg 4 tragen.
In der Fachkammer 1 wird ein Vorrat von Zigaretten 2 gebildet, die zwischen den Fächern durch ihr Eigengewicht auf die schräge Leitrinne 3 fallen, wo sie nebeneinander zu liegen kommen. Die von der endlosen Kette getragene Mitnehmerleiste 16 erfasst nur die unterste Zigarettenschicht und verschiebt sie in die auf dem Steg 4 angeordneten Nuten, schiebt die Zigaretten entlang des Steges vorwärts und weiter unter den die Zigarettenanzahl kontrollierenden Apparat 17 und unter die Führung 5, bis sie die Zigarettenschicht in die Gruppierungshülse 6 einschiebt.
Eine Anzahl solcher Gruppierungshülsen ist auf der endlosen Kette angeordnet, die sie in einer zur bisherigen Bahn der Zigaretten senkrechten Ebene und in schräger Lage vorwärtsschiebt, so dass die Mitnehmerleiste, die, wie bereits angeführt, jeweils die volle Zigarettenanzahl für die Verpackung gleichzeitig, d. h. zwei oder drei Zigarettenschichten, je nach Bedarf, entnimmt, in die eine Hülse die unterste Reihe, in die benachbarte Hülse die mittlere Reihe und in eine weitere Hülse die obere Reihe der Zigaretten einbringt.
Da nach dem Einschieben einer Reihe der Schichten sofort eine weitere Reihe von Schichten folgt, muss die Mitnehmerleiste rasch von der Bahn der Zigaretten weggekippt werden und dies erfolgt mittels der erfindungsgemässen Einrichtung, bei welcher die Mitnehmerleiste auf einer gekrümmten Bahn die Nut in der Kulisse derart verfolgt, dass sie unter den Steg taucht, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, wo die einzelnen Lagen mit a, b, c und d bezeichnet sind.
Dieses Herabtauchen wird eben durch die gabelförmige Gestalt der Hebel 11 und ferner dadurch erzielt, dass der eine Arm von der Kette in einer kreisförmigen Bahn gezogen wird und der Scheitel bzw. die Rolle 13 eine andere Bahn verfolgt. Nach dem Übergang der Leiste von der inneren auf die äussere Bahn tritt die Mitnehmerleiste wieder in ihre wirksame Stellung über. Die Verschiebung der Mitnehmerleiste wird derart ausgeführt, dass sie mit einer veränderlichen Geschwindigkeit stattfindet und dass die
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eine minimale Geschwindigkeit aufweist, wogegen der übrige Vorschub der Zigaretten entlang des Steges mit einer grösseren Geschwindigkeit erfolgen kann.
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