AT236007B - Wässerige Wachsemulsionen für Zwecke des Oberflächen- und Korrosionsschutzes - Google Patents

Wässerige Wachsemulsionen für Zwecke des Oberflächen- und Korrosionsschutzes

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AT236007B
AT236007B AT591061A AT591061A AT236007B AT 236007 B AT236007 B AT 236007B AT 591061 A AT591061 A AT 591061A AT 591061 A AT591061 A AT 591061A AT 236007 B AT236007 B AT 236007B
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Austria
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wax
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weight
corrosion protection
wax emulsions
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AT591061A
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Willy Dr Presting
Karl Steinbach
Gerhard Goepke
Helmut Curt Greif
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Akad Wissenschaften Ddr
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Wässerige Wachsemulsionen für Zwecke des   Oberflächen- und  
Korrosionsschutzes 
Die Erfindung betrifft wässerige Wachsemulsionen für Zwecke des   Oberflächen- und   Korrosionsschut- zes von Maschinen, Maschinenteilen, Fahrzeugen, Gussstücken,   Schweiss- und   Zieherzeugnissen und anderem Halbzeug mit blanken, lackierten oder Verbundoberflächen. 



   Es ist bekannt, für diesen Zweck beispielsweise Rostschutzöle und-fette zu verwenden, doch sind die leichte Abwischbarkeit oder die während der Lagerung eintretende Schmutzaufnahme nachteilig, und die Schutzwirkung ist kurzfristig. 



     Wachsüberzügegewähren   dagegen einen sehr langfristigen, sicheren   Oberflächenschutz ;   sie sind nicht abwischbar und nehmen Staub und Schmutz weit weniger als   ÖI- oder Fettüberzüge   an. Durch Eintauchen in Wachsschmelzen lassen sich jedoch nur kleinere Maschinenteile schützen. Der Spritzauftrag von Wachsschmelzen haftet schwer und setzt überdies die vorherige Erwärmung des Schutzobjektes voraus. Wachslösungen lassen sich zwar verwenden, erfordern jedoch im Falle brennbarer oder/und gesundheitsschädlicher Lösungsmittel,   z.

   B.   chlorierter Kohlenwasserstoffe, entsprechende Vorsichtsmassregeln bei der Anwendung.   Wässerige Wachsemulsionen bekannter Art   eignen sich zwar für gestrichene oder lackierte Oberflächen, nicht aber für blanke Eisenteile, da sie hierauf unter Rosterscheinungen auftrocknen. Ausserdem können die im aufgetrockneten Wachsüberzug verbleibenden Emulgatoren diesen unter dem Einfluss von Luftfeuchtigkeit oder Regen hygroskopisch machen und hiedurch Unterrostung bewirken. Aschebildende Bestandteile in der Emulsion erfordern im Falle einer Löt- oder Schweissbehandlung die vorherige Entfernung des Wachsüberzuges von der   Löt- bzw.   Schweissstelle. 



     Eswurdegefunden,   dass man blanke oder lackierte oder   auch Verbundoberflächen   von Maschinen usw. langfristig konservieren kann, wobei auch das Spritzauftragen zur Anwendung kommt, wenn man sie mit wässerigen Wachsemulsionen behandelt, die erfindungsgemäss aus
2 - 5 % technischen Montansäuren oder montansäurehaltigen Wachsen,   l-l, 5%   wachsartigen Oxydationsprodukten von Synthese- oder andern Paraffinen, deren Säurean- teil gegebenenfalls teilweise als Amid vorliegt,
3 - 5 %   wachsartiger   Kohlenwasserstoffe entsprechend der angestrebten   Wärme- oder   Kältebe- ständigkeit,   10 - 15 % Kohlenwasserstoff - Lösemitteln,      l-l, 5%   wässerigem Ammoniak mit 28%   NH   und dem Rest aus Wasser bestehen,

   wobei die Montansäuren sowie die Säuren der weichwachsartigen Oxydationsprodukte von Paraffinen mit dem Ammoniak verseift vorliegen. 



   Die Ammoniumseifen bilden hiebei den Emulgator. Die Emulsion zeichnet sich dadurch aus, dass sie frei ist von aschebildenden Bestandteilen, wie Emulgatoren mit aschebildenden Kationen, so dass eine spätere   Schweiss- oder   Lötarbeit an der behandelten Oberfläche in Gegenwart des Schutzüberzuges erfolgen kann. 



   Die erfindungsgemässe wässerige Wachsemulsion wird durch Streichen oder Spritzen aufgetragen. Bereits während des Auftragens beginnt das bisher in Form der Ammoniumseifen gebundene Ammoniak zu entweichen, so dass die Emulsion zerfällt und zu einem gegen Feuchtigkeit inerten Wachsüberzug austrocknet, in dem nach wenigen Stunden praktisch kein Ammoniak mehr nachweisbar ist. Während der 

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 Trocknung wirken die Bestandteile des Emulgators in dem noch schwach alkalischen Milieu zugleich als Korrosionsinhibitoren, besonders bei Anwesenheit von   pettsäureamiden,   wohingegen nach dem Trocknen der hydrophobe Wachsüberzug die behandelte Oberfläche schützt. 



   Die erhaltenen   Wachsüberzüge   sind besonders   dünn und   dicht, wenn sie durch Spritzauftrag entstehen. 



  Da sie schwach transparent sind, lassen sie den Farbanstrich des Objekts noch zur Wirkung kommen. Durch Sudan- oder andere wachslösliche Farbstoffe, aber auch durch Zusatz von Farbpigmenten lässt sich die Emulsion anfärben, so dass man auch auf stärker reflektierenden Metalloberflächen während oder nach dem Auftragen die Ausbildung des angestrebten Wachsüberzuges erkennt. 



   Werden Wachsüberzüge gefordert, die Tropentemperaturen aushalten müssen, so wird der Anteil der über   700C   schmelzenden Hartwachse erhöht oder auf die Anwesenheit aller unter   700C   schmelzenden Wachse verzichtet. 



   Im Fall kältefester Überzüge erniedrigt man den Hartwachsanteil zu Gunsten von Wachsen mit tief liegendem Brechpunkt, indem man die Ozokerit- oder Petrolatummenge erhöht. 



   Die Emulsionen enthalten zur Erhöhung ihrer Stabilität einen Zusatz von Testbenzin, der so bemessen ist, dass die im Spritzauftrag verdüste Wachsemulsion an einer offenen Flamme nicht entzündet wird. 



   An nachstehenden Beispielen ist die erfindungsgemässe Wachsemulsion näher erläutert :
1. Wachsemulsion, die tropenfeste Wachsüberzüge bildet. 



   3, 6   Gew.-Teile Montanwachsraffinat (SZ   95, VZ 135, Ep. 78/790C) 
 EMI2.1 
    -Teile Synthesehartparaffin1, 0 Gew. -Teile Anoxydat   von Syntheseparaffin (SZ 75, VZ 150)   13, 0 Gew.-Teile   Testbenzin   1, 4 Gew. -Teile   Ammoniak   (28%   NH3)   78, 0 Gew.-Teile   Wasser   100, 0 Gew. -Teile (Schmelzpunkt   des aufgetrockneten Wachsüberzuges =   78 C)   
2. Wachsemulsion, die kältebeständige Wachsüberzüge bildet. 



   3,0 Gew.-Teile doppelt gebleichtes Montanwachs (Ep. 72/74 C, SZ 63)   1, 8 Gew. -Teile   gebleichter Schwerölgatsch (Ep. 50 C)
0, 7 Gew.-Teile Ozokerit, synthetisch (Ep.   71/720C)     l, l Gew.-Teile   Weichparaffin (Ep.. 46/480C)   1, 0 Gew. -Teile   Anoxydat von Syntheseparaffin (wie Beispiel   1,   jedoch Fettsäure- anteil bei 170/1800C durch    NH -Behandlung   amidiert)   11, 0 Gew.-Teile   Testbenzin   1, 4 Gew.

   -Teile   Ammoniak   (28%     NHJ     80, 0 Gew.-Teile   Wasser   100, 0 Gew.-Teile   
Die Entfernung des Schutzüberzuges erfolgt nach Beendigung der Schutzzeit durch Abwaschen beispielsweise mit Testbenzin, wobei die entstehende Wachspaste einen Glanz und Schutz der lackierten   Oberflächenteile   bewirkt. Man kann den Wachsüberzug aber auch einfach durch Behandeln mit warmem Wasser unter Zusatz von Industriereinigern entfernen. 



   Sehr vorteilhaft ist die Verwendung der erfindungsgemässen Wachsemulsionen für die Zwischenlagerung von Halbzeugen, Maschinenteilen und Schiffssektionen oder ganzer Schiffskörper sowie aller. der Witterung ausgesetzten Fahrzeuge und Geräte, ferner im Stahlbau, wenn eine nachträgliche Schweissbearbeitung erforderlich wird. So geben beispielsweise Bleche ohne vorherige Entfernung des Wachsüberzuges beim Verschweissen einen einwandfreien Verband. Der Wachsüberzug verbrennt entweder aschefrei oder zieht sich unter der Schweissflamme bzw. dem Lichtbogen weg und verdampft. 



   Der Oberflächenschutz mit Hilfe der erfindungsgemässen Wachsemulsionen im Schiffbau ist deshalb besonders vorteilhaft, weil hier der durch Rostschutzöle und-fette gewährleistete Korrosionsschutz mit Rücksicht auf die Länge der Bauzeit viel zu gering ist und Schutzanstriche durch Bleifarben ein späteres   Zusammenschweissen   der Bleche usw. aus Gründen des Gesundheitsschutzes verbieten würden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Wässerige Wachsemulsionen für Zwecke des Oberflächen- und Korrosionsschutzes, dadurch gekennzeichnet, dass 100 Gew.-Teile aus 2 - 50/0 technischen Montansäuren oder montansäurehaltigen Wachsen, <Desc/Clms Page number 3> l-l, 5% wachsartigen Oxydationsprodukten von Synthese- oder andern Paraffinen, deren Säureanteil gegebenenfalls teilweise als Amid vorliegt, 3 - 50/0 wachsartigen Kohlenwasserstoffen entsprechend der angestrebten Wärme- oder Kältebeständigkeit, 10 - 15% Kohlenwasserstoff - Lösemitteln, 1 - 1,5% wässerigem Ammoniak mit 28% NH3 und dem Rest aus Wasser bestehen, wobei die Montansäuren sowie die Säuren der weichwachsartigen Oxydationsprodukte von Paraffinen mit dem Ammoniak verseift vorliegen.
AT591061A 1961-07-31 1961-07-31 Wässerige Wachsemulsionen für Zwecke des Oberflächen- und Korrosionsschutzes AT236007B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0022212A1 (de) * 1979-06-29 1981-01-14 Hoechst Aktiengesellschaft Wasserhaltiges, flüssiges Konservierungsmittel auf Wachsbasis und seine Verwendung zum temporären Schützen von Metall- und Lackoberflächen und ein Verfahren hierzu

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0022212A1 (de) * 1979-06-29 1981-01-14 Hoechst Aktiengesellschaft Wasserhaltiges, flüssiges Konservierungsmittel auf Wachsbasis und seine Verwendung zum temporären Schützen von Metall- und Lackoberflächen und ein Verfahren hierzu

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