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Vorrichtung zur Beimengung von Zusatzstoffen zu einer strömenden Flüssigkeit
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Beimengung von Zusatzstoffen zu einer in einer
Leitung strömenden Flüssigkeit. Solche Beimischungen sind beispielsweise bei der Beregnung von land- schaftlichen Flächen erforderlich, wobei als Zusatzstoffe dem in der Beregnungsleitung strömenden Wasser oder der Gülle beispielsweise Düngemittel, wie Kunstdünger, Spurenelemente, Schädlingsbekämpfungs- mittel usf., zugesetzt werden können.
Bekannte Vorrichtungen dieser Art bestehen aus einem die Zusatz- stoffe enthaltenden Behälter, welchem ein von der die Flüssigkeit führenden Leitung abgezweigter Flüs- sigkeitsstrom zugeführt wird, welcher dann, mit den Zusatzstoffen angereichert, wieder in die Leitung über eine Rückführleitung zugeführt wird. Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art wird dieser Teilstrom im oberen Bereich des Behälters zugeführt und aus dem unteren Bereich in die Leitung zurückgeführt.
Sol- che Vorrichtungen weisen den Nachteil auf, dass die Flüssigkeit, welche durch die gesamte Füllung des Behälters hindurchfliesst, den Inhalt des Behälters zu einer kompakten Masse verdichtet, so dass der Durchgang der Flüssigkeit durch den Behälter und durch das an der Austrittsstelle angeordnete Sieb erschwert oder überhaupt verhindert wird. Diese Gefahr besteht insbesondere bei Kunstdünger, welcher unter der Wirkung der Feuchtigkeit zu einer kompakten Masse zusammenbackt.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, bei einer solchen Vorrichtung diese Nachteile zu vermeiden und besteht im wesentlichen darin, dass Zuleitung und Rückführleitung im unteren Bereich des Behälters münden. Auf diese Weise werden die Zusatzstoffe im unteren Bereich des Behälters von der Flüssigkeit gründlich durchspült, so dass ein Zusammenbacken verhindert wird. Es wird laufend die unterste Zone des Behälters durch die Flüssigkeit ausgewaschen, wobei die durch die Flüssigkeit nur wenig beeinträchtigten Mengen der Zusatzstoffe aus dem oberen Bereich des Behälters nachsinken. Zweckmässig liegen die Austrittsöffnung oder Austrittsöffnungen aus der Zuleitung in dem Behälter an der tiefsten Stelle desselben, so dass sich verfestigende Rückstände am Boden des Behälters vermieden werden.
Die Rückführleitung vom Behälter zu der die Flüssigkeit führenden Leitung kann hiebei von einem oberhalb des Zuführungsraumes angeordneten Raum weggeführt sein, welcher in an sich bekannter Weise durch ein Sieb abgeschlossen ist.
Dadurch, dass dieses Sieb sich nicht an der tiefsten Stelle, sondern oberhalb der Eintrittsstellen des Flüssigkeitsstromes in den Behälter befindet, wird ein Verstopfen dieses Siebes vermieden.
Der von der die Flüssigkeit führenden Leitung abgezweigte Strom wird unter einem gewissen Überdruck dem Behälter zugeführt und es wird daher gemäss der Erfindung der Behälter druckdicht abgeschlossen. Zur Erzeugung dieses Überdruckes kann in einfacher Weise zwischen den Abzweigstellen eine Blende in der die Flüssigkeit führenden Leitung eingeschaltet sein, vor welcher, in der Strömungsrichtung gesehen, die Zuleitung abgezweigt ist und hinter welcher die Rückführleitung einmündet. Durch diese Blende wird ein Druckgefälle erzeugt, welches durch auswechselbare Anordnung der Blende einstellbar gemacht sein kann. Beregnungsleitungen od. dgl. sind üblicherweise von Rohren mit Schnellverschlusskupplung gebildet.
Bei einer zweckmässigen Ausführungsform sind die Blende und die Abzweigungen der Zuleitung und der Rückführleitung in einem mit Schnellverschluss in die Leitung eingeschalteten Rohrstück vorgesehen. Diese Abzweigungen sind durch Ventile absperrbar und an diese Abzweigungen können Zuleitung zum Behälter und Rückführleitung vom Behälter angeschlossen werden. Es können daher an verschiedene Rohrstränge oder verschiedenen Stellen eines Rohrstranges solche Rohrstücke eingeschaltet sein,
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wobei der Behälter ortsbeweglich, beispielsweise fahrbar, ausgebildet ist und im Bedarfsfall mittels Schläu- chen an den verschiedenen Stellen angeschlossen werden kann.
, In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht.
Fig. 1, 2 und 3 zeigen den Behälter, wobei Fig. 1 einen Schnitt nach Linie I-I der Fig. 2, Fig. 2 einen i SchnittnachLinieII-IIderFig. l darstellt und Fig. 3 eine Draufsicht darstellt. Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch das in die Leitung eingeschaltete Rohrstück, an welches der Behälter angeschlossen wird.
Der Behälter 1 ist mit zwei Laufrädern 2 und einer Stütze 3 ausgebildet, wodurch bei stehender An- ordnung des Behälters eine Dreipunktauflage gebildet ist. Am oberen Ende weist der Behälter eine Ein- füllöffnung 4 auf, welche durch einen um eine Achse 5 schwenkbaren Deckel 6 druckdicht abgeschlossen ist. Der Deckel weist einen Lappen 7 auf, welcher in der Schliessstellung von einem am Behälter ange- lenkten, von einem Bolzen 8 und einer Schraubenmutter 9 gebildeten Schraubverschluss gefasst wird. An zwei Armen 10 ist um eine Achse 11 schwenkbar ein Einfülltrichter 12 angeordnet, welcher zum Zwecke des Füllens des Behälters in die in der Zeichnung dargestellte Stellung geschwenkt werden kann, in wel- cher er gleichzeitig als Sackauflage dient. Die beiden Räder 2 ermöglichen, den Behälter nach Art eines
Schubkarrens zu verfahren.
An seinem Boden 13 weist der Behälter zwei Schlauchanschlüsse 14 und 15 auf. Der Anschluss 14 stellt die Zuleitung zum Behälter und der Anschluss 15 die Rückführleitung zu der die Flüssigkeit führenden Lei- tung dar.
In die die Flüssigkeit führende Leitung ist ein Rohrstück 16 mittels von Kugelgelenken 17,18 gebil- deten Schnellverschlüssen eingeschaltet. Dieses Rohrstück weist eine ringförmige Sicke 19 auf, welche die
Begrenzung für eine in das Rohrende eingesetzte Blende 20 bildet. Durch drei axial verlaufende Stege 21 ist die Blende 20 gegen Verkanten gesichert und durch die Sicke 19 ist sie in der durch den Pfeil 22 al- gedeuteten Strömungsrichtung der Flüssigkeit abgestützt. In der Strömungsrichtung vor der Sicke weist das
Rohr einen Anschlussstutzen 23 auf, welcher einen Schlauchanschluss 24 aufweist und mit der Zuleitung 14 am Behälter verbunden wird.
In der Strömungsrichtung hinter der Blende 20 ist ein zweiter Anschlussstutzen
25 angesetzt, welcher wieder mit einem Schlauchanschluss 26 ausgebildet ist, der mit einem Schlauch mit der Rückführleitung 15 am Behälter verbunden ist. Der Rohrstutzen 25 ragt in das Rohr 16 nach innen, so dass die mit Zusatzstoffen angereicherte Flüssigkeit in die Mitte der Strömung gelangt. Durch Ventile 27 und 28 sind die Anschlüsse 23 und 25 absperrbar, so dass der Behälter 1 wahlweise unter Vermittlung der Schläuche an an verschiedenenstellen vorgesehenerohrstücke 16 angeschlossen werden kann, wobei einfach nach Gebrauch die Ventile 27, 28 abgesperrt werden.
Je nach der erforderlichen Druckdifferenz zwischen Zuführung und Rückführung können Blenden 20 verschiedener Grösse in das Rohrstück 16 einge- setzt werden.
Am Boden 13 des Behälters 1 ist der in der Draufsicht kreisförmige Zuführraum 29 angeordnet, in welchen die Zuführungsleitung 30 mündet. Dieser Zuführraum weist horizontal und schräg zu den Radialen, d. h. also ungefähr tangential gerichtete Austrittsöffnungen 31 auf, aus welchen die Flüssigkeit am Boden
13 des Behälters austritt. Dadurch wird der austretenden Flüssigkeit eine rotierende Bewegung erteilt. Oberhalb des Zuführraumes ist der durch ein zylindrisches Sieb 32 und einen Deckel 33 abgeschlossene Rückführraum 34 angeordnet. Der Deekel 33 ist durch einen Schraubenbolzen 35 verspannt. In diesen Rückführraum 34 mündet die Rückführleitung 36.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Beimengung von in einem Behälter befindlichen Zusatzstoffen, beispielsweise Kunstdünger, zu einer in einer Leitung strömenden Flüssigkeit, wobei eine abgezweigte Zuleitung zum Behälter und eine Rückführleitung vom Behälter von der Leitung abgezweigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass Zuleitung (30) und Rückführleitung (36) im unteren Bereich des Behälters (1) münden.