AT234692B - Verfahren zur Herstellung von Isochinolin-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Isochinolin-Derivaten

Info

Publication number
AT234692B
AT234692B AT181762A AT181762A AT234692B AT 234692 B AT234692 B AT 234692B AT 181762 A AT181762 A AT 181762A AT 181762 A AT181762 A AT 181762A AT 234692 B AT234692 B AT 234692B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
methyl
methanol
solution
preparation
general formula
Prior art date
Application number
AT181762A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hoffmann La Roche
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoffmann La Roche filed Critical Hoffmann La Roche
Application granted granted Critical
Publication of AT234692B publication Critical patent/AT234692B/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Other In-Based Heterocyclic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Isochinolin-Derivaten 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von bekannten IsochinolinDerivaten der allgemeinen Formel III : 
 EMI1.1 
 worin R Halogen und n einen der Werte 1, 2 oder 3 bedeutet, und A ein Anion darstellt, und deren durch Absättigung der C=N-Doppelbindung und der olefinischen Doppelbindung entstehenden Hydrierungsprodukte, welches Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel I : 
 EMI1.2 
 worin A die obige Bedeutung besitzt, in Gegenwart eines Kondensationsmittels mit einem kernhalogenierten Benzaldehyd der Formel II :

   
 EMI1.3 
 worin R und n die obige Bedeutung haben, kondensiert und das dabei erhaltene Kondensationsprodukt der allgemeinen Formel III gegebenenfalls zum entsprechend substituierten   l-Phenäthyl-2-methyl-l, 2, 3, 4-   tetrahydroisochinolin der Formel IV : 
 EMI1.4 
 worin R und n die obige Bedeutung besitzen, hydriert. 



   In den obigen Formeln I und III bedeutet A - vorzugsweise ein Halogen-Anion, wie das Chlor-, Brom- oder Jod-Anion, oder das Methylsulfat-Anion. Beispiele von kemhalogenierten Benzaldehyden der Formel II sind   4- (Fluor,   Chlor oder   Brom)-benzaldehyd   und die entsprechenden 3, 4-Dihalogenbenzaldehyde. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren bietet die Möglichkeit, die Verbindungen der Formeln III und IV in einfacher Weise aus leicht zugänglichen Ausgangsmaterialien herzustellen. 



   Die Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel I können leicht aus   1-Methyl-6, 7-dimethoxy-     3, 4-dihydroisochinolin   durch Behandlung mit einem geeigneten Quaternisierungsmittel erhalten werden. 



   Solche sind z. B. Methylhalogenide, wie Methyliodid, Methylbromid, Methylchlorid oder Dimethyl- sulfat. Die   Quaternisierung   wird   zweckmässigerweise   in einem geeigneten organischen Lösungsmittel, wie Aceton oder Essigester, durchgeführt. Eine geeignete Ausführungsform besteht darin, dass man die
3,4-Dihydroisochinoline mit einer äquivalenten Menge des Quaternisierungsmittels in Acetonlösung bei Raumtemperatur stehen lässt. Die quaternären 2-Methyl-3,4-dihydro-isochinolinium-Verbindungen fallen dabei in der Regel aus und stellen meist kristalline Substanzen dar, die in Wasser löslich sind. 



   Die   erfindungsgemäss   durchzuführende Kondensation wird vorzugsweise in Gegenwart eines basischen
Kondensationsmittels vorgenommen, z. B. in Gegenwart von Alkalien, wie Natriummethylat, Natrium- äthylat, oder von sekundären und tertiären organischen Basen, wie Dimethylamin, Triäthylamin, Piperidin,
Pyridin. Organische Basen, z. B. Piperidin, sind besonders geeignet. Zweckmässigerweise gibt man den Reaktionspartnem ein geeignetes organisches Lösungsmittel zu, z. B. einen Alkohol, wie Methanol oder Äthanol. Als Kondensationsmittel kann auch Natriumacetat-Eisessig angewendet werden. Die Kondensation kann z. B. schon durch Stehenlassen der Lösung bei Raumtemperatur bewirkt werden. Um die Reaktionszeit abzukürzen, kann jedoch auch bei Siedehitze kondensiert werden.

   Die Kondensationsprodukte der allgemeinen Formel III sind gelb bis orange gefärbte Substanzen und kristallisieren zum Teil spontan aus oder können zum Teil durch Einengen der Lösung und Zugabe von Wasser kristallin erhalten werden. 



   Zur Gewinnung von Produkten der allgemeinen Formel IV werden die Produkte der allgemeinen Formel III hydriert. Die Hydrierung wird vorzugsweise in Gegenwart eines Katalysators, wie z. B. Platin, Platinoxyd, Palladium usw., mit Wasserstoff und in einem geeigneten organischen Lösungsmittel, z. B. einem niederen Alkohol, wie Methanol, oder in einem wässerigen organischen Lösungsmittel, z. B. in einem Methanol-Wasser-Gemisch, durchgeführt. Es ist nicht nötig, dass vor der Hydrierung die Kondensationsprodukte III in reiner, kristalliner Form vorliegen. Im Falle von wasserlöslichen Kondensationsprodukten kann auch die Kondensationslösung direkt hydriert werden.

   In einer geeigneten Ausführungsweise wird dabei so vorgegangen, dass die Lösung des Kondensationsproduktes zuerst eingeengt und hernach zwischen Wasser und Äther verteilt wird, um ätherlösliche Verunreinigungen abzutrennen. 



  Die quaternären Salze befinden sich in der wässerigen Phase und werden nach Zugabe der nötigen Menge 
 EMI2.1 
 ben hydriert. 



   Beispiel 1: 7 g 1,2-Dimethyl-6,7-dimethoxy-3,4-dihdroisochinoliniumjodid (hergestellt aus 1-Methyl-   6, 7-dimethoxy-3, 4-dihydroisochinolin   und Methyljodid in Aceton, Stehenlassen bei Raumtemperatur, Abfiltrieren und Umlösen des Rückstandes aus Methanol-Äther ; Schmelzpunkt 163-165 C und 2, 8 g p-Chlorbenzaldehyd werden in 100 ml Methanol unter leichtem Erwärmen gelöst und die noch warme Lösung mit 3 Tropfen Piperidin versetzt. Anschliessend wird während 1   hunter Rückfluss   gekocht, eingeengt und mit Wasser versetzt. Das nach dem Stehen über Nacht kristallisierte l- (p-Chlor-styryl)-2-   methyl-6, 7-dimethoxy-3, 4-dihydroisochinolinium-jodid   wird abfiltriert, aus heissem Wasser und anschlie- ssend aus   Methanol/Äther   umgelöst.

   Das Produkt bildet goldgelbe Kristalle vom Schmelzpunkt 123- 125  C. Das   U. V.-Spektrum   in Feinsprit zeigt ein Maximum bei 332   mp, c   = 22'000. 



     2, 35   g der obigen Verbindung werden in 200 ml Methanol gelöst und bei Raumtemperatur über 100 mg Platinoxyd hydriert. Nach beendeter Wasserstoffaufnahme wird vom Katalysator abfiltriert, das Filtrat eingeengt und der Rückstand zwischen Natronlauge und Chloroform verteilt. Der Chloroformextrakt liefert nach dem Einengen und Umlösen des Rückstandes aus   Methanol1- (p-Chlor-phenäthyl) -2-methyl-   
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 16'600,8'650 und 9'000. 



   6 g der obigen Verbindung und 2, 8 g p-Chlor-benzaldehyd werden in 30 ml Methanol warm gelöst und die noch warme Lösung wird mit 1 ml Piperidin versetzt. Nach dem Stehen über Nacht wird eingeengt, der Rückstand in Wasser aufgenommen und die orangegefärbte wässerige Lösung mit Äther gewaschen. Nach Abtrennung der ätherischen Schicht wird die wässerige Phase mit dem gleichen Volumen Methanol versetzt. Die   wässerig-alkoholische   Lösung wird in Gegenwart von 200 mg Platinoxyd bei Raumtemperatur hydriert. Nach Abfiltrieren des Katalysators und Einengen des Filtrates wird das Konzentrat zwischen Natronlauge und Chloroform verteilt. Nach Abtrennen und Einengen der organischen Lösung wird der Rückstand in Benzol aufgenommen und an der zehnfachen Menge Aluminiumoxyd filtriert.

   Nach dem Einengen der benzolischen Lösung und Umlösen des Rückstandes ausMethanol erhält man 1-(p-Chlor-phenäthyl)-2-methyl-6,7-dimethoxy-1,2,3,4-tetrahydroisochinolin vom Schmelzpunkt   105-107  C.    

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 benen Bedingungen und nach dem Aufarbeiten wie in Beispiel 1 beschrieben erhält man l- (p-Chlor-styryl)-   2-methyl-6, 7-dimethoxy-3, 4-dihydroisochinolinium-methylsulfat   vom Schmelzpunkt 118-120  U. V.Absorptions-Maximum bei 331   mu;;   = 23'000 (in Feinsprit). Die Reduktion des Produktes nach den Angaben in Beispiel 1 liefert   l- (p-Chlor-phenäthyl) - 2-methyl-6, 7-dimethoxy-l, 2, 3, 4-tetrahydroisochino-   lin vom Schmelzpunkt   106-107  C.   



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Isochinolin-Derivaten der allgemeinen Formel III : 
 EMI3.2 
 worin R Halogen und n einen der Werte 1, 2 oder 3 und A ein Anion bedeuten, und deren durch   Absätt'-   gung der C=N-Doppelbindung und der olefinischen Doppelbindung entstehenden Hydrierungsprodukte, 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 
 EMI3.5 
 Benzaldehyd der Formel II : 
 EMI3.6 
 worin R und n die obige Bedeutung haben, kondensiert und das dabei erhaltene Kondensationsprodukt der allgemeinen Formel III gegebenenfalls zum entsprechend substituierten   l-Phenäthyl-2-methyl-l, 2, 3, 4-   tetrahydroisochinolin der allgemeinen Formel IV : 
 EMI3.7 
 worin R und n die obige Bedeutung haben, hydriert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation in Gegenwart eines basischen Kondensationsmittels durchgeführt wird. EMI3.8
AT181762A 1961-04-14 1962-03-06 Verfahren zur Herstellung von Isochinolin-Derivaten AT234692B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH234692X 1961-04-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT234692B true AT234692B (de) 1964-07-10

Family

ID=4458642

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT181762A AT234692B (de) 1961-04-14 1962-03-06 Verfahren zur Herstellung von Isochinolin-Derivaten

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT234692B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1138779B (de) Verfahren zur Herstellung von in der Aminogruppe substituierten 10-(Aminoalkyl)-trifluormethyl-phenthiazinderivaten.
DE2342709A1 (de) Neue berberinderivate
AT234692B (de) Verfahren zur Herstellung von Isochinolin-Derivaten
CH498823A (de) Verfahren zur Herstellung von mono- und bis-quaternären Ammoniumverbindungen von Conessinen
DE1620105A1 (de) Verfahren zur Herstellung von neuen organischen Nitroverbindungen
DE1158082B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylendiaminderivaten und deren Salzen
DE728326C (de) Verfahren zur Herstellung von im stickstoffhaltigen Kern aralkylsubstituierten und in einem aromatischen Kern freie Hydroxylgruppen enthaltenden hydrierten Isochinolinverbindungen
AT213877B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen basisch substituierten Diphenylalkan-Derivaten und deren Säureadditionssalzen bzw. quartären Ammoniumsalzen
DE1468283C (de)
AT203501B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Derivate des Piperazins
AT265530B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Isochinolinderivaten
AT202132B (de) Verfahren zur Herstellung von gemischten, sekundären Aminen und deren Salzen
AT233566B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Tetrahydroisochinolin-Derivaten
AT229873B (de) Verfahren zur Herstellung 1, 4-disubstituierter Piperazinderivate
DE1137025B (de) Verfahren zur Herstellung von Phenthiazinderivaten
DE1644636C (de) Saure, diamino-substituierte vom Di arylamin abgeleitete Tnarylmethanfarb stoffe
AT214899B (de) Verfahren zur Gewinnung von praktisch wasserfreiem Hydrazin aus einer wässerigen Hydrazinlösung
DE644075C (de) Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen der 1, 2, 3, 4-Tetrahydrochinolinreihe
AT256111B (de) Verfahren zur Herstellung der razemischen und der (+)-Form des neuen 1-(2&#39;,4&#39;,5&#39;-Trichlor-phenäthyl)-2-methyl-6,7-dimethoxy-1,2,3,4-tetrahydroisochinolins und deren Säureadditionssalze
AT230376B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Piperidinderivate
AT202134B (de) Verfahren zur Herstellung von gemischten, sekundären Aminen und deren Salzen
DE731561C (de) Verfahren zur Herstellung von im stickstoffhaltigen Kern aralkylsubstituierten und in einem aromatischen Kern freie Hydroxylgruppen enthaltenden hydrierten Isochinolinverbindungen
DE1445895C (de) Verfahren zur Herstellung von 2 Dehydroemetinderivaten
AT212314B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, in threo- oder erythro-Form, als Racemat oder als optisch aktive Verbindungen vorliegenden Derivaten des Piperidyl-(2)-phenylmethanols
AT278801B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 1-substituierten 3-alkyl-3-carbalkoxy-6,7-dimethoxy-3,4-dihydroisochinolinen und ihren salzen