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Verpackungsmaschine
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verpackungsmaschine zum Verpacken von Waren in aus einer gefalteten Kunststoffbahn gebildeten Umhüllungen. Es ist bekannt, eine derartige Verpackungsmaschine mit einer nach unten fördernden Zuführvorrichtung für die Kunststoffbahn und einer beheizten Schneid- vorrichtung zum Abtrennen der für jeweils eine Verpackung erforderlichen Länge von der Bahn und zum Versiegeln der beim Abtrennen entstandenen Kanten, sowie mit einer Ausbreitvorrichtung zum Ausbrei- ten der offenen Seite der gefalteten Bahn zu versehen. Bei solchen Maschinen bestand bisher immer die
Gefahr, dass die Bedienungsperson mit der Hand in die beheizte Schneidvorrichtung gelangt und dadurch
Verletzungen erleidet.
Die Erfindung sucht diesen Nachteil zu vermeiden und besteht im wesentlichen darin, dass die be- heizte Schneidvorrichtung unterhalb der Ausbreitvorrichtung angeordnet ist und dass eine Schutzvorrich- tung für die Schneidvorrichtung und zumindest ein von der Schutzvorrichtung gesteuertes Steuerventil für die Schneidvorrichtung vorgesehen ist. Durch diese Anordnung wird eine Verletzung des Bedienungsper- sonals sowie eine Schädigung der Maschine durch irgendeine Hemmung oder Störung mit Sicherheit ver- mieden. Zweckmässig ist dabei im Rahmen der Erfindung die Schutzvorrichtung nachgiebig auf einem
Träger für die Schneidvorrichtung angeordnet. Auf diese Weise umgibt die Schutzvorrichtung immer die
Schneidvorrichtung in deren Ruhestellung automatisch, so dass eine unbeabsichtigte Berührung der
Schneidvorrichtung vermieden wird.
Vorzugsweise sind gemäss der Erfindung die Steuerventile der Schutzvorrichtung benachbart ange- ordnet und werden durch diese oder deren Träger unmittelbar betätigt. Durch diese Anordnung wird eine einfache und betriebssichere Arbeitsweise der erfindungsgemässen Maschine gewährleistet.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung so getroffen, dass die
Schneidvorrichtung an zwei zueinander vorzugsweise mittels eines eine gleichmässige, verklemmungslo- se Bewegung sichernden Getriebemechanismus bewegbaren Rahmen angeordnet ist, wobei der eine Rah- men zugleich den Träger für die nachgiebige Lagerung der Schutzvorrichtung bildet.
Durch diese Anordnung wird eine Verklemmung der Schneidvorrichtung mit Sicherheit vermieden und eine genaue Einhaltung der Sollage der beiden Rahmen, welche die miteinander zusammenwirken- den Teile der Schneidvorrichtung tragen, sichergestellt. Die durch eine Schiefstellung eines der beiden
Schneidvorrichtungsteile in bezug zum andern bedingte Beeinträchtigung der Funktion der Sicherheitsvor- richtung, durch welche bei zu spätem Ansprechen der Sicherheitsvorrichtung eine Verletzung der Bedie- nungsperson nicht oder nicht völlig ausgeschaltet würde, wird durch diese Anordnung vermieden.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch erläutert.
Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Vorrichtung gemäss der Erfindung, Fig. 2 stelltden oberen Teil der Vorrichtung im Seitenriss und Fig. 3 den Mittelteil der Vorrichtung im Seitenriss dar.
Fig. 4 zeigt ein Detail der erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 5 stellt eine Draufsicht nach Linie 5-5 von Fig. 1 auf die Schneidvorrichtung in ihrer Ruhestellung, Fig. 6 eine Draufsicht auf die Schneidvor- richtung in ihrer Arbeitsstellung und Fig. 7 einen Vertikalschnitt nach Linie 7-7 von Fig. 6 dar. Fig. 8 zeigt ein Detail der Zuführungsvorrichtung. Fig. 9 stellt die Schutzvorrichtung für die Schneidvorrichtung dar. Fig. 10 zeigt einen Querschnitt nach Linie 10-10 von Fig. 9 und Fig. 11 eine Ansichteines
Details der Schneidvorrichtung.
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dem Endteil 66'des äusseren Rahmenteiles des Schneidrahmens 5 gehalten.
Das Schneidmesser 79 ist von einer Schutzvorrichtung umgeben, welche Träger mit einem Bodenteil 103 und Seitenteilen 101 auf- weist, an welchen auf gegenüberliegenden Seiten des Schneidmessers und parallel zu diesem Platten 102 befestigt sind. Die Platten 102 sind so abgesetzt, dass ihre freien Enden relativ nahe am-Messer liegen.
! Die Bodenteile 103 weisen jeweils einen Vorsprung 104 auf, der sich durch eine Aussparung 105 im Rah- menendteil 66'erstreckt. Zwischen dem Endteil 66'des Schneidrahmens und dem Boden 103 des Trägers ist eine Spiralfeder 104a eingefügt, welche den Träger nachgiebig in der in den Fig. 9 und 10 darge- stellten Lage halten, wobei sich die freien Enden der Platten 102 der Schutzvorrichtung über die Schneid- kante des Messers 79 hinaus erstrecken.
Am Endteil 66'des Schneidrahmenteiles ist mittels Stiften 107 ein Winkelträger 106 nachgiebig an- geordnet. Ein solcher Stift 107 ist an jedem Ende des Trägers vorgesehen und erstreckt sich durch den End- teil 66'des äusseren Rahmenteiles, wobei Träger 106 und Rahmenendteil 66'durch auf die Stifte aufge- schobene Zwischenscheiben 110 aus federndem Material im Abstand gehalten werden. Auf jedem
Stift 107 sitzt weiters eine Spiralfeder 107a, die zwischen dem Endteil 66'des äusseren Schneidrahmen- teiles und-einem Anschlag 108 am Stiftende zusammengedrückt wird. Die Anschläge sind weiter so an- geordnet, dass sie an den Endteil 67'des inneren RÅahmenteiles während der Schneidarbeit anstossen und den Träger 106 im Abstand von den Vorsprüngen 104 halten.
Am Träger 106 ist für jeden der Vorsprünge 104 ein Steuerventil 106a vorgesehen, das jeweils mit der zu der Zylinderkolbeneinheit 26 der Schneidvorrichtung führenden Luftleitung 109 verbunden ist.
Diese Steuerventile sind vorzugsweise in geringem Abstand von den Enden der Vorsprünge 104 des
Schneidschutzes angeordnet und werden von den Vorsprüngen berührt, wenn die Schneidarbeit beendet ist, um die Schneidrahmen zurückzuziehen oder zu trennen. Dementsprechend wird, während das Schneidmes- ser 79 das Schneidwiderlager 80 berührt, die Schutzvorrichtung zurückgeschoben ; die Vorsprünge 104 be- tätigen die Steuerventile 106a, wodurch das Schneidorgan vom Schneidwiderlager entfernt wird. Der fe- dernd angeordnete Träger 106 ermöglicht die Ausübung eines gleichmässigen Druckes gegen alle Steuer- ventile 106a.
Wenn die Hand der Bedienungsperson oder eine sonstige Hemmung durch Versehen in die Schneid- vorrichtung zwischen Messer 79 und Schneidwiderlager 80 gelangen sollte, wird die Schutzvorrichtung zurückgeschoben, wodurch die Steuerventile 106a betätigt werden und die Bewegung des Schneidmes- sers 79 und des Schneidwiderlagers 80 zur Ruhestellung hin umgekehrt wird. Die Vorrichtung kann aber auch mittels der Ventile von Hand so betätigt werden, dass das Schneidmesser und das Schneidwiderla- ger zurückgeführt werden, um die Schneidarbeit zu Ende zu führen.
Beim'Betrieb der erfindungsgemässen Vorrichtung wird ein zu verpackender Körper in die Ausbreit- vorrichtung eingebracht, über welche die Folie mit den auseinandergebreiteten Seiten geführt wird. Der eingebrachte Körper betätigt den Steuerhebel 25, der in der Ausbreitevorrichtung angeordnet ist. Hie- durch wird die Kolbenzylindereinheit für die Zahnstange in Bewegung gesetzt, die eine weitere Beutel- länge von der Vorratsrolle abzieht. Die Beutellänge wird dabei durch die an der Zahnstange vorgesehene einstellbare Stange geregelt, die ein Entlüftungsventil am Kopf der Säule berührt. Während dieser Zu- fuhr der Folie von der Vorratsrolle ist die Bremse gelöst.
Am Schluss der Zufuhr einer Beutellänge wird das Ventil der Zylinderkolbeneinheit der Schneidvorrichtung automatisch in Betrieb gesetzt, um das Ar- beiten der Schneidvorrichtung einzuleiten, wobei eine Zeitsteuerung erfolgt, derart, dass die gefüllte
Beutellänge abgeschnitten und gelöst und die Schneidkante der nächsten Beutellänge versiegelt wird, die dann mit einem weiteren zu verpackenden Körper gefüllt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verpackungsmaschine zum Verpacken von Waren in aus einer gefalteten Kunststoffbahngebilde- ten Umhüllungen, mit einer nach unten fördernden Zuführvorrichtung für die Kunststoffbahn und einer be- heizten Schneidvorrichtung zum Abtrennen der für jeweils eine Verpackung erforderlichen Länge von der
Bahn und zum Versiegeln der beim Abtrennen entstandenen Kanten sowie mit einer Ausbreitvorrichtung zum Ausbreiten der offenen Seite der gefalteten Bahn, dadurch gekennzeichnet, dass die beheizte
Schneidvorrichtung (79,80) unterhalb der Ausbreitvorrichtung (18) angeordnet ist und dass eine Schutz- vorrichtung (101,102, 103) für die Schneidvorrichtung (79,80) und zumindest ein von der Schutzvor- richtung gesteuertes Steuerventil (106a) für die Schneidvorrichtung vorgesehen ist.