AT233253B - Verfahren zur Herstellung von feinverteiltes Siliziumdioxyd enthaltenden Polyesterharzen mit erhöhter Fließgrenze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von feinverteiltes Siliziumdioxyd enthaltenden Polyesterharzen mit erhöhter Fließgrenze

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AT233253B
AT233253B AT798360A AT798360A AT233253B AT 233253 B AT233253 B AT 233253B AT 798360 A AT798360 A AT 798360A AT 798360 A AT798360 A AT 798360A AT 233253 B AT233253 B AT 233253B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von feinverteiltes Siliziumdioxyd enthaltenden Polyesterharzen mit erhöhter Fliessgrenze 
Die Erfindung betrifft die Herstellung eines feinverteiltes Siliziumdioxyd enthaltenden reaktiven Gemisches, welches im wesentlichen aus nur einem ungesättigten Polyester oder einem Gemisch von mehreren ungesättigten Polyestern und einer ungesättigten polymerisierbaren Verbindung, wie   z.     B.   CH2 =   = c   Gruppen enthaltenden Verbindungen besteht und gewünschtenfalls die üblichen Zusätze, wie Farbstoffe, Weichmacher   u.   dgl. enthält. 



   Ungesättigte Polyester werden im allgemeinen aus mehrwertigen Alkoholen und ungesättigten mehrwertigen Karbonsäuren hergestellt. Weiterhin können noch gesättigte Polykarbonsäuren und ungesättigte Alkohole, einwertige Alkohole, wie   z. B.   Äthanol und Monokarbonsäuren, z. B. Essigsäure, in das Reaktionsprodukt aufgenommen sein. 



   Geeignete mehrwertige Alkohole sind   z. B.   Äthylenglykol, Propylenglykol, Butylenglykol, Diäthylenglykol und Dipropylenglykol. 



   Geeignete ungesättigte mehrwertige Polykarbonsäuren, welche brauchbar sind, sind z. B. Maleinsäure, Fumarsäure, Itakonsäure, Mesakonsäure, Zitrakonsäure und substituierte Maleinsäuren. Gesättigte Polykarbonsäuren, welche in das Reaktionsprodukt aufgenommen sein können, sind z. B. Phthalsäure, Adipinsäure, Sebacinsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure, Bernsteinsäure und Azelainsäure. 



   Die ungesättigten Polyesterharze werden im allgemeinen durchgehärtet, indem man sie   mitCH = C    Gruppen enthaltenden Verbindungen, wie Styrol, Divinylbenzol, Vinyltoluol, Vinylazetat, Allylazetat, Methylacrylat, Diallylphthalat und   andern   Vinyl- oder Allylgruppen enthaltenden Verbindungen reagieren lässt. 



   Zu diesem Zweck wird vielfach ein Katalysatorsystem verwendet, welches   z. B.   aus einem Peroxyd oder Wasserstoffperoxyd und einer Metallseife besteht. 



   Bekannte Katalysatoren für die Durchhärtungsreaktion sind   z. B. Benzoylperoxyd, Cyc1ohexanonperoxyd.   



    Methyläthylketonperoxyd.   Cumenhydroperoxyd, Cumenperoxyd und   p -Mentanhydroperoxyd. Metallseifen   werden manchmal im Reaktionsgemisch als Beschleuniger für die Durchhärtungsreaktion verwendet. Als solche werden in gewissen Fällen organische Kobaltverbindungen, insbesondere Kobaltnaphthenat, verwendet. 



   Das reaktive Gemisch kann als Giessharz, Lackharz, Imprägnierharz   u. dgl.   verwendet werden und, entsprechend dem Verwendungszweck, werden dem reaktiven Gemisch noch Pigmente, Füllmittel und weitere Stoffe zugesetzt. 



   Sehr üblich, insbesondere bei Lacken oder Farben auf Polyesterbasis, ist ausserdem der Zusatz von feinverteiltem Siliziumdioxyd, um eine bestimmte Fliessgrenze des reaktiven Gemisches zu bewirken. Insbesondere wird es hiedurch   möglich, vertikal angeordnete Flächen   mit dem Gemisch zu bedecken, ohne   dass   sie sich unter der Einwirkung der Schwerkraft senken. 



   Die in diesem Zusammenhang üblichen Mengen betragen ungefähr   0,     5 - 50/0.   



   Es hat sich ergeben, dass eine weitere Erhöhung der Fliessgrenze erzielbar ist, wenn dem reaktiven, feinverteiltes Siliziumdioxyd'enthaltenden Gemisch   0, 1-0, 5 Gew.- o   Wasser zugesetzt wird. Es wurde weiterhin festgestellt, dass eine Wassermenge bis   0, 5 Gew.- o im   reaktiven Gemisch die Trocknung, Durch- 

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 härtungsgeschwindigkeit, die Haftung an einer Unterlage und die Qualität des endgültig erzielten durchgehärteten Erzeugnisses nicht beeinflusst. 



   Weiterhin hat sich überraschenderweise   ergeben, dass   die angegebenen Wassermengen auch dann eine Erhöhung der Fliessgrenze bewirken, wenn diese Gliessgrenze nach dem Zusatz des feinverteilten Siliziumdioxyds zum reaktiven Gemisch aus irgendeinem Grunde nicht den Wert angenommen hat, der auf Grund der zugesetzten Siliziumdioxydmenge erwartet werden konnte, oder abgenommen hat. Dies stellt einen wesentlichen Vorteil des Verfahrens nach der Erfindung dar. 



   Eine der Ursachen, welche eine Herabsetzung der Fliessgrenze zur Folge haben kann, ist   z. B.   das Vorhandensein von Metallseifen im reaktiven Gemisch, welche als Beschleuniger für die Durchhärtungsreaktion dienen können. Als solche können z. B. Kobaltnaphthenat, Kobalt-oktoat, Ferrohexoat, Mangannaphthenat und ähnliche Verbindungen vorhanden sein. 



   Es hat sich weiterhin ergeben, dass die Fliessgrenze nach dem Zusatz des Wassers zum Gemisch nicht sofort ihren endgültigen Wert erreicht. Dies kann für bestimmte Anwendungen noch einen zusätzlichen Vorteil bedeuten. 



   Das Verfahren wird an Hand nachfolgender Beispiele näher erläutert. 



   Beispiel   l : Zwei Gemischen, die   je aus 49 Gew.-% eines ungesättigten Polyesters und 51   Geweid   Styrol bestehen, werden 1 bzw. 2,5 Gew.-% feinverteiltes Siliziumdioxyd (wie   z. B.   unter der Handelsmarke "Aerosil" erhältlich) und 0,5 Gew.-% bzw. 0,2 Gew.-% Wasser zugesetzt. Der Einfluss auf die Fliessgrenze des Gemisches ergibt sich aus nachstehender Tabelle. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Zugesetzte <SEP> Menge <SEP> SiO2 <SEP> Fliessgrenze <SEP> Fliessgrenze <SEP> Fliessgrenze
<tb> nach <SEP> Zusatz <SEP> von <SEP> nach <SEP> Zusatz <SEP> von
<tb> 0,5% <SEP> H2O <SEP> 0,2% <SEP> H2O
<tb> 1 <SEP> Gew. <SEP> -% <SEP> 0*) <SEP> 10 <SEP> dyn/cm2 <SEP> -
<tb> 2, <SEP> 5 <SEP> Gew.-% <SEP> 35 <SEP> dyn/cm2 <SEP> - <SEP> 52.5 <SEP> dyn/cm2
<tb> 
 *) Das Gemisch hatte keine Fliessgrenze, zeigte wohl aber Strukturviskosität. 
 EMI2.2 
 
Zusatz von   0. 45 Gew. -0/0   Wasser zu einem andern Teil bewirkte eine Zunahme der Fliessgrenze des Gemisches auf 85   dyn/cm2..   



   Beispiel 3 : Ein käuflich erwerblicher Lack, der aus einem Gemisch eines ungesättigten Polyesters, 
 EMI2.3 
 gleichfalls 2 h. 



   Bemerkt wird, dass der Zusatz von Wasser mit einem andern Zweck, nämlich zwecks Verlängerung der "potlife", und in grösseren Mengen, nämlich 0,5-12 Gew.-%, zu reaktiven Flüssigkeiten, die aus einem ungesättigten Polyester, CH2 = C Gruppen enthaltenden Verbindungen und einem Peroxydkatalysator bestehen, aus der USA-Patentschrift Nr.2,843,556 bekannt ist. Das beschriebene reaktive Gemisch härtet aber erst befriedigend durch, nachdem gemäss dieser Patentschrift das zugesetzte Wasser verdampft ist. 



   Weiter ist bekannt (s. dazu brit. Patentschrift Nr.691.010). den reaktiven Flüssigkeiten durch Zusatz 

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 von Füllmitteln und einem Benetzungsmittel thixotrope Eigenschaften zu verleihen. Ein solches Gemisch bedarf weiter der Anwesenheit einer geringen Menge Wasser. Gemäss der Erfindung wird bei Verwendung eines Füllmittels, das ohne die Anwesenheit eines Benetzungsmittels dem reaktiven Gemisch thixotrope Eigenschaften verleiht, eine Verbesserung desselben durch Zusatz von Wasser allein erhalten. Aus der   brit. Patentschrift Nr. 691, 010   ist nicht abzuleiten, dass auch dann, wenn kein Benetzungsmittel anwesend ist, der Zusatz von Wasser dazu imstande ist. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines reaktiven Gemisches, welches im wesentlichen aus einem oder mehreren ungesättigten Polyestern, einer ungesättigten, polymerisierbaren Verbindung und feinverteiltem Siliziumdioxyd besteht und gewünschtenfalls die üblichen Zusätze wie Weichmacher, Farbstoffe und Füllmittel enthält, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erhöhung der Fliessgrenze des Gemisches   0, 1   bis 
 EMI3.1 
 

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  1. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT798360A 1959-10-28 1960-10-25 Verfahren zur Herstellung von feinverteiltes Siliziumdioxyd enthaltenden Polyesterharzen mit erhöhter Fließgrenze AT233253B (de)

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