AT232998B - Verfahren zur Herstellung von neuen Polyhydrophenanthrenverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Polyhydrophenanthrenverbindungen

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AT232998B
AT232998B AT423363A AT423363A AT232998B AT 232998 B AT232998 B AT 232998B AT 423363 A AT423363 A AT 423363A AT 423363 A AT423363 A AT 423363A AT 232998 B AT232998 B AT 232998B
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  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Polyhydrophenanthrenverbindungen 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Polyhydrophenanthrenverbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin R eine niedere Alkylgruppe,   li   eine niedere Alkylgruppe, eine Vinyl- oder Äthinylgruppe und Y eine Gruppe der Formel 
 EMI1.2 
 bedeutet. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 einem Alkalimetallacetylid umsetzt, erwünschtenfalls die nach Umsetzung mit einem Alkalimetallacetylid erhaltene Äthinylverbindung zur entsprechenden Vinyl- oder Äthylverbindung reduziert, nötigenfalls die Carbonylgruppe in Gruppen   (A2)   bzw. (A3) freimacht und gewünschtenfalls in den so erhaltenen Verbindungen der Formel 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 worin   Y* sowie R und R   die obige Bedeutung besitzen, eine Gruppe    (Al)   durch Reduktion und Hydrolyse in die Gruppe   (A)   und/oder eine Gruppe (A2) durch Reduktion in die Gruppe   (Ag)   und/oder eine Gruppe   (Ag)   durch Reduktion in die Gruppe (A4) umwandelt. 
 EMI2.2 
 



     (A(A   überführen. 



   Eine Verbindung der Formel III mit der Atomgruppierung    (Al)   kann durch Behandlung mit Lithium in flüssigem Ammoniak und anschliessende Hydrolyse des Reduktionsproduktes in eine Verbindung mit der Atomgruppierung   (A)   umgewandelt werden. 



   Eine Verbindung der Formel III mit der Atomgruppierung   (A,)   kann   z. B.   mit Lithium in flüssigem Ammoniak zu einer Verbindung mit der Atomgruppierung (As) reduziert werden. 



   Eine Verbindung der Formel III mit der Atomgruppierung   (As)   kann z. B. mit einem komplexen Metallhydrid oder mit Aluminiumisopropylat zu einer Verbindung mit der Atomgruppierung   (A)   reduziert werden. 



   Verbindungen der Formel 
 EMI2.3 
 können erfindungsgemäss wie folgt erhalten werden :
Verbindungen der Formel Ia, worin R und R, niedrige Alkylgruppen bedeuten, können aus den entsprechenden, in 2-Stellung eine -CO-Rl Gruppe aufweisenden Verbindungen nach der Methode von Grignard erhalten werden. Verbindungen der Formel IV mit R = Niederalkyl und   R   =   Äthinyl lassen sich   aus denselben   2- (CO-R,)-Verbindungen durch Umsetzung   mit einem Alkalimetallacetylid, wie z. B. Lithiumacetylid, gewinnen. Die Äthinylgruppe der erhaltenen Äthinylcarbinole lässt sich durch partielle, katalytische Hydrierung zur Vinylgruppe hydrieren, wobei Verbindungen der Formel la mit R = Niederalkyl und R2 = Vinyl erhalten werden. 



   Verbindungen der Formel 
 EMI2.4 
 können   erfindungsgemäss   wie folgt erhalten werden :
Verbindungen der Formel Ib, worin R und R2 niedere Alkylgruppen bedeuten, werden vorteilhaft dadurch erhalten, dass man ein   7- (1-Pyrrolidinyl)-2- (CO-R)-1, 2, 3, 4, 4a, 4b, 5, 6, 10, 10a-decahydropher-   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 anthren nach   der Methode von Grignard,   z. B. mitMethylmagnesiumbromid, umsetzt und das Umsetzungs-   produkt mit Wasser oder wässeriger Säure hydrolisiert. Verbindungen der Formel Ib mit Rl = Niederalkyl undR = Äthinyl lassen sich zweckmässig aus deneben genannten 7- (l-Pyrrolidinyl)-2- (CO-R)-decahydro-    phenanthrenen durch Umsetzung mitLithiumacetylid und anschliessende Hydrolyse erhalten.

   Die Äthinylgruppe lässt sich durch partielle, katalytische Hydrierung zur Vinylgruppe reduzieren, wobei Verbindungen der Formel Ib mit Rl   =   Niederalkyl und   R   = Vinyl erhalten werden. 



   Verbindungen der Formel 
 EMI3.1 
 werden vorteilhaft aus den entsprechenden Verbindungen der Formel Ib durch selektive Hydrierung der Ringdoppelbindung hergestellt, z. B. mit Lithium und Ammoniumchlorid in flüssigem Ammoniak. Eine gegebenenfalls vorhandene Äthinylgruppe kann anschliessend zur Vinyl- oder zur Äthylgruppe reduziert werden. 



   Verbindungen der Formel 
 EMI3.2 
 können durch Reduktion, z. B. mit einem komplexen Metallhydrid oder Aluminiumisopropylat, aus entsprechenden Verbindungen der   Formel Ic, z. B.   mit einem komplexen Metallhydrid oder Aluminiumisopropylat, erhalten werden. 



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen Polyhydrophenanthrenverbindungen enthalten asymmetrische Kohlenstoffatome und treten demgemäss in verschiedenen stereoisomeren Formen auf. 



   Die Verfahrensprodukte wirken cholesterinspiegelsenkend und/oder hormonal bzw. antihormonal. Sie können als Heilmittel mit   cholesterinspiegelsenkender, anti-gonadotroper, anti-androgener,   östrogener oder anabolischer Wirkung verwendet werden ; z. B. in Form pharmazeutischer Präparate, welche sie in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten pharmazeutischen, organischen oder anorganischen inerten Trägermaterial, wie z. B. Wasser, Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzlichen Ölen, Gummi, Polyalkylenglykolen, Vaseline usw., enthalten. 



  Dit. pharmazeutischen Präparate können in fester Form,   z. B.   als Tabletten, Dragées, Suppositorien, Kapseln oder in   flüssiger Form, z. B. als Lösungen,   Suspensionen oder Emulsionen, vorliegen. Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthaltenHilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netzoder Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten. 



     Beispiel l :   2-   (1*-Hydroxyisopropyl)-7-methoxy-l, 2, 3, 4, 4a, 9, 10, 10a-octahydrophenanthren   (Ringe B/C, trans) :
Zu einer Lösung von Methylmagnesiumbromid (hergestellt aus 2, 8 g Magnesium in 15 ml Äther und 11, 6 g Methylbromid in 100 ml Äther) fügt man eine Lösung von 20 g   2 - Acetyl - 7 - methoxy -     - l, 2, 3, 4, 4a, 9, 10, 10a-octahydrophenanthren   (Ringe B/C trans) in 100 ml Benzol. Man rührt die Mischung bei Raumtemperatur 1 h, fügt dann eine gesättigte Ammoniumchloridlösung zu und isoliert das 
 EMI3.3 
    ther-Äthylenchlorid (2, 5 : 1).hydrophenanthren (Ringe B/C   trans) mit dem Fp.   75-760C.   Nach Umkristallisation aus Äther-Hexan betragt der Schmelzpunkt   76-770C.   

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



    Diese Verbindung wirkt anti-gonadotrop. 



  Beispiel 2 : 2- (1' -Hydroxyisopropyl)-7-oxo-1, 2, 3, 4, 4a, 4b, 5, 6, 7, 9, 10, 10a-dodecahydrophen- anthren (Ringe A/B/C anti-trans) : Zu einer Lösung von 48, 5 g Methylmagnesiumbromid (hergestellt aus 48, 5 g Magnesium in 194 ml Äther und 209 gMethylbromid in 1940 mlÄther) gibt man im Verlaufe von 35 min unter Rühren eine Lösung von 66 g 7- (1-Pyrrolidinyl)-2-acetyl-1, 2, 3, 4, 4a, 4b, 5, 6, 10, 10a-decahydrophenanthren (Ringe A/B/C anti-trans) in 1160 mlBenzol und 1160 mlÄther. Man erhitzt die Mischung unter Rückfluss 10 min, kühlt dann ab und behandelt mit l l gesättigter Ammoniumchloridlösung. Dann wird mit 400 ml Wasser verdünnt, durch Cellit filtriert, die wässerige Schicht abgetrennt und zweimal mit Äther extrahiert.

   Der organische Extrakt wird mit Wasser, dann mit gesättigter Ammoniumchloridlösung gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. 



  Zum erhaltenen Öl gibt man eine Pufferlösung von 186 g Natriumacetat, 465 ml Wasser, 86 ml Eisessig und 2S20 ml Methanol. Die Mischung wird 1 h in Stickstoffatmosphäre unter Rückfluss erhitzt. Dann wird abgekühlt und das Methanol im Vakuum abgedampft. Zu der entstehenden Suspension gibt man 3 1 3n-Salzsäure und extrahiert dann dreimal mit Äther-Methylenchlorid (2, 5 : 1). Der organische Extrakt wird dreimal mit 5% iger Natriumbicarbonatlösung gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrock-   
 EMI4.1 
   Umkristallisation aus Äther-Hexanvom Fp. 116-118, 50C.    



   Diese Verbindung wirkt antigonadotrop, androgen und anabolisch. 



    Beis p iel 3 : 2- (li -Hydroxyisopropyl) -7-oxo-l, 2, 3, 4, 4a, 4b, 5, 6, 7, 9, 10, 10a-dodecahydrophen-    anthren (Ringe A/B/C anti-trans) : 
 EMI4.2 
 Äthanol im Verlaufe von 20 min zu einer Lösung von 50 g Lithium in 5000 ml flüssigem Ammoniak. Man rührt während 20 min, fügt dann 500 ml Äthanol zu und dampft das Ammoniak ab. Die überschüssigen Lösungsmittel werden im Vakuum entfernt, der Rückstand wird mit 3 1 Wasser verdünnt und das Produkt mit Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wird mit Wasser gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet'und eingedampft. Man erhält so nach Umkristallisation aus Äther/Hexan 13, 9 g   (69go)   farbloses   2 (1'-Hydroxyisopropyl)-7-methoxy-1, 2, 3, 4, 4a, 5, 8, 9, 10, 10a-decahydrophenanthre. n (RingeBICtrans)    vom Fp. 89-91, 50C.

   Nach weiteren zwei Umkristallisationen aus Äther-Hexan erhält man ein Produkt   vom Fp. 91, 5-92, 50C.    



   Eine Lösung von 12, 18 g des erhaltenen Decahydrophenanthrens in 250 ml Methanol und 50 ml 3n-Salzsäure wird über Nacht bei Raumtemperatur in Stickstoffatmosphäre stehen gelassen. Die Lösung wird dann inEiswasser gegossen und das Produkt mit Äther isoliert. Der Ätherextrakt wird mit   5% figer   Natriumbicarbonatlösung und   gesättigter Natriumchloridlösung   gewaschen, dann über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Nach Umkristallisation aus Äther-Hexan erhält man 10, 14 g   (88je)     farbloses2- (1'-Hydroxyisopropyl)-7-oxo-1, 2, 3, 4, 4a, 4b, 5, 6, 7, 9, 10, 10a-dodecahydrophenanthren   (Ringe A/B/C anti-trans) vom Fp. 118-119, 50C. Nach weiteren zwei Umkristallisationen aus Äther-Hexan erhält man die reine Verbindung mit dem Fp. 119, 5-120, 50C. 



    Beispiel 4 : 2- (1'-Hydroxyisopropyl)-7-6xo-l, 2, 3, 4, 4a, 4b, 5, 6, 7, 9, 10, 10a-dodecahydrophen-    anthren (Ringe B/C cis) :
102,   5g2-Acetyl-7-methoxy-1, 2, 3, 4, 9,'10-hexahydrophenanthren   (hergestellt gemäss Beispiel 2 der   USA-Patentschrift Nr. 2, 894,   958)   in 3000 mlÄthylacetat werden in Gegenwart   von 10 g eines 10%igen Palladium/Kohle-Katalysators bei Raumtemperatur und Normaldruck hydriert. Die theoretische Menge an Wasserstoff wird im Verlaufe von 1 h aufgenommen. Das Lösungsmittel wird entfernt und der Rückstand   ausPetrolätherumkristallisiert. Manerhält75, 6 g 2-Acetyl-7-methoxy-l, 2, 3, 4, 4a, 9, 10, 10a-octahydro-    phenanthren (vorwiegendes Isomeres : Ringe B/C eis) mit dem Fp.   85-86 C;   Ausbeute   71%.   



   Aus den Mutterlaugen erhält man 21 g   2-Acetyl-7-methoxy-l, 2, 3, 4, 4a, 9, 10, 10a-octahydrophen-   anthren (stabiles Isomeres ; Ringe B/C cis) vom Fp.   65-66 C ; Ausbeute 21%.   



   Das erstgenannte Isomere kann mittels Natriumäthylat in das stabile Isomere umgewandelt werden. 



   Zu 4, 2 g Magnesiumspänen in 25 ml wasserfreiem Äther gibt man eine Lösung von 17, 4 g Methylbromid in 150 ml Äther. Nach beendigter Zugabe fügt man   29,   1 g   2-Acetyl-7-methoxy-     -1, 2, 3, 4, 4a, 9, 10, 10a-octahydrophenanthren (stabilesIsomeres : Ringe   B/C eis) in 150 ml Benzol zu. Die Mischung wird 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Das überschüssige Grignard-Reagens wird durch sorgfältige Zugabe einer gesättigten Ammoniumchloridlösung zersetzt. Man trennt dann die Schichten, extra- 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 hiert die wässerige Schicht zweimal mit Äther, vereinigt die Ätherextrakte, trocknet über wasserfreiem Natriumsulfat und dampft zur Trockne ein. Der Rückstand wird aus n-Hexan umkristallisiert.

   Man erhält so 25, 3 g 2-   (l*-Hydroxyisopropyl)-7-methoxy-1, 2, 3, 4, 4a, 9, 10, 10a-octahydrophenanthren (Ringe B/C   cis) vom Fp. 102-1030C ; Ausbeute   850/0.   



   Zu 5   l   flüssigem Ammoniak gibt man unter Rühren   20,   3   g 2- (1' -Hydroxyisopropyl) -7-methoxy-     - 1, 2, 3, 4, 4a, 9, 10, 10a-octahydrophenanthren (Ringe B/C cis) in 11 Äther.   Dann gibt man im Verlaufe von 1 h 45 g Lithium-Draht in kleinen Stücken zu. Man rührt 1 h weiter und gibt dann tropfenweise 700 ml Äthanol zu. Dann lässt man das Ammoniak abdampfen, gibt 2   l   Wasser zu und extrahiert das Produkt mit Äther. Der Ätherextrakt wird mit Wasser und mit gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen, dann getrocknet und zur Trockne eingedampft. Man erhält 22 g Rohprodukt.

   Nach Umkristallisation aus Äther erhält man   15,   6g 2-   (1' -Hydroxyisopropyl) -7-methoxy-l, 2, 3, 4, 4a, 5, 8, 9, 10, 10a-decahydrophenanthren   (Ringe   B/C   eis) vom Fp. 94-960C ; Ausbeute   76go.   



   Zu einer Lösung von 11, 9 g des erhaltenen Decahydrophenanthrens in 500 ml Methanol gibt man bei 150C und unter Stickstoff langsam 120 ml 3n-Salzsäure zu. Die Mischung wird dann auf   600C   erhitzt und 1 h bei dieser Temperatur gehalten. Dann gibt man 2   l   Wasser zu und extrahiert das Produkt mit Methylenchlorid. Der organische Extrakt wird mit Wasser und Natriumchloridlösung gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft. Nach Umkristallisation aus Aceton erhält man 4, 4 g 2-   (1' - Hydroxyisopropyl) -7- oxo-l, 2, 3, 4, 4a, 4b, 5, 6, 7, 9, 10, 10a-dodecahydrophenanthren   (Ringe B/C eis) vom Fp.   164-1700C.   Durch eine weitere Umkristallisation steigt der Schmelzpunkt auf   110 -172QC ;   Ausbeute   39To.   



   Diese Verbindung wirkt anti-gonadotrop. 



    Beispiel 5 : 2- (1'-Äthinyl-l'-hydroxyäthyl)-7-oxo-l, 2, 3, 4, 4a, 4b, 5, 6, 7, 9, 10, 10a-dodecahy-    drophenanthren (Ringe A/B/C anti-trans) :
Man bläst einen langsamen Strom Acetylen durch eine gekühlte Lösung (Trockeneis-Aceton) von 
 EMI5.1 
 



  25 min wird das Kältebad entfernt und ersetzt durch ein Bad mit warmem Wasser. Nachdem alles Ammoniak abgedampft ist, fügt man 800 ml Benzol zu und rührt die Mischung unter Stickstoff bei Raumtemperatur über Nacht. Dann wird das Lösungsmittel im Vakuum abgedampft und der Rückstand mit 900 ml Äther verdünnt. Das Reaktionsgefäss wird dann in Eiswasser gekühlt und die Mischung mit 2   l   gesättigter Ammoniumchloridlösung behandelt. Die organische Phase wird abgetrennt und die wässerige Schicht zweimal mitÄther-Methylenchlorid (2, 5 : 1) extrahiert. Der organische Extrakt wird einmal mit Wasser, dann zweimal mit gesättigter Ammoniumchloridlösung gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Man erhält 61 g eines rötlichen Öls. 



   Zu diesem Öl gibt man eine Pufferlösung (bestehend aus 96, 5 g Natriumacetat, 219 ml Wasser, 
 EMI5.2 
 chlorid (2, 5 : 1). Der organische Extrakt wird 4mal mit   5% iger Natriumbicarbonatlösung   gewaschen, getrocknet (wasserfreies Natriumsulfat) und eingedampft. Man erhält so 40, 7 g eines Öls, welches man aus einer Lösung von Benzol-Hexan (3 : 1) an 625 g neutralem Aluminiumoxyd adsorbiert.

   Nach Elution mit Benzol und Benzol-Äther (4 : 1) und Kristallisation aus Methylenchlorid-Äther erhält man 20, 2 g   (340/0)   rohes 2- (1'-Äthinyl-1'-hydroxyäthyl)-7-oxo-1,2,3,4,4a,4b,5,6,7,9,10,10a-dodecahydrophenanthren (Ringe A/B/C anti-trans) vom Fp.   119-144 C.   Aus der Mutterlauge erhält man weitere 1, 12 g vom Fp.   113-1250C.   Durch viermalige Umkristallisation aus wässerigem Methanol erhält man reine farblose Substanz vom Fp.   144-1550C.   



   Diese Verbindung wirkt anti-androgen. 
 EMI5.3 
 phenanthren (Ringe A/B/C anti-trans) :
Eine Lösung von 9,0 g des gemäss Beispiel 5 erhaltenen Äthinylcarbinols in 210 ml Hexan, 73 ml Pyridin und 0, 42 ml Chinolin wird mittels 850   mgLindlar-Katalysator (USA-Patentschrift Nr. 2,   681,938) hydriert (Temperatur 23 C, Druck 764 mm). Nach der Aufnahme von 735 ml Wasserstoff (0,92 Mol) nimmt die Wasserstoffaufnahme deutlich ab und die Reaktion wird unterbrochen. Der Katalysator wird mittels Filtration durch Cellit abgetrennt. Das Filtrat wird mit Wasser verdünnt und dreimal mit Äther extrahiert. Der organische Extrakt wird dreimal mit Wasser, dann zweimal mit 3n-Salzsäure und zwei- 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 Fp. 106-132 C.

   Nach   zweimaliger   Umkristallisation aus Äther-Hexan erhält man ein farbloses Produkt mit dem Fp. 115-123 C. 



   Die Verbindung wirkt anti-androgen. 
 EMI7.1 
 
9 : 2- (l'-Athyl-l'-hydroxyäthyl)-7-oxo-l, 2. 3, 4, 4a, 4b, 5, 6. 7. 8, 8a, 9, 10, 10a-tetra-decahydrophenanthren (Ringe A/B/C trans-anti-trans) :
Eine   Lösung von9, 34g2- (l'-Äthinyl-l'-hydroxyäthyl)-7-oxo-1, 2, 3, 4, 4a, 4b, 5, 6, 7, 8, 8a, 9, 10, 10a-     - tetradecahydrophenanthren (Ringe   A/B/C trans-anti-trans) (hergestellt gemäss Beispiel 8) in 138 ml Benzol und 107 ml Hexan wird in Gegenwart eines 5%igen Palladium/Calciumcarbonat-Katalysators hydriert (Temperatur 23 C, Druck 762 mm). Nach der Aufnahme von 1410 ml Wasserstoff (theoretische Menge von 2 Mol = 1660   ml) hört die Wasserstoffaufnahme   praktisch auf. Der Katalysator wird mittels Filtration durch Cellit entfernt und das Filtrat im Vakuum zur Trockne eingedampft.

   Der Rückstand wird aus Äther-Hexan umkristallisiert. Man erhält 7, 22 g (76%) eines hellgelben Produktes mit dem   Fp. 86-96, 50C.   Eine kleine Menge dieses Produktes wird durch neutrales Aluminiumoxyd filtriert und aus Äther-Hexan umkristallisiert. 



  Dabei   rentiert 2- (1*-Äthyl-1'-hydroxyäthyl)-7-oxo-l, 2, 3, 4, 4a, 4b, 5, 6, 7, 8, 8a, 9, 10, 10a-tetradeca-   hydrophenanthren (Ringe A/B/C trans-anti-trans) als farblose Substanz mit dem   Fp. 89-980C.   



   Diese Verbindung wirkt anti-androgen. 



   Beispiel10 :2-(1'-Vinyl-1'-hydroxyäthyl)-7-oxo-1,2,3,4,4a,4b,5,6,7,8,8a,9,10,10a-tetradecahydrophenanthren (Ringe A/B/C trans-anti-trans) :
Eine Lösung von 8 g 2- (1'-Äthinyl-1'-hydroxyäthyl)-7-oxo-1,2,3,4,4a,4b,5,6,7,8,8a,9,10,10a-   - tetradecahydrophenanthren   (Ringe A/B/C trans-anti-trans) in 185 ml Hexan, 65 ml Pyridin und 0, 35 ml Chinolin wird in Gegenwart von 745 mg Lindlar-Katalysator hydriert (Temperatur 230C, Druck 755 mm). 



  Nach der Aufnahme von 550 ml Wasserstoff (theoretische Menge für 1 Mol = 714 ml) hört die Wasserstoffaufnahme praktisch auf. 



   Der Katalysator wird mittels Filtration durch Cellit entfernt und das Filtrat mit Wasser verdünnt und dann zweimal mit Äther-Methylenchlorid (2,5 : 1) extrahiert. Der organische Extrakt wird zweimal mit 3n-Salzsäure und zweimal mit Natriumbicarbonatlösung gewaschen. Der organische Extrakt wird über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft. Man erhält so 7, 25 g (90%) eines sehr hellgelb gefärbten Produktes mit dem Fp. 98-103 C Eine kleine Probe dieses Produktes wird durch neutrales Alu-   mfniumoxyd   filtriert und   aus Äther/Hexan   umkristallisiert.

   Man erhält so 2- (1'-Vinyl-1'-hydroxyäthyl)- -7-oxo-1,2,3,4,4a,4b,5,6,7,8,8a,9,10,10a-tetradecahydrophenanthren (Ringe   A/B/C   trans-anti-trans) als farblose Substanz mit dem Fp.   83-103 C  
Diese Verbindung wirkt anti-androgen. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen Polyhydrophenanthrenverbindungen der allgemeinen Formel EMI7.2 worin R eine niedere Alkylgruppe, R2 eine niedere Alkylgruppe, eine Vinyl- oder Äthinylgruppe und Y eine Gruppe der Formel EMI7.3 bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel <Desc/Clms Page number 8> EMI8.1 worin R dieobige Bedeutung hat und Y' för eine der Gruppen (A1), (A2) oder (A steht, nötigenfalls nach Schutz der Carbonylgruppe in Gruppen (A,) bzw.
    (AJ, mit einem Alkylmagnesiumhalogenid oder einem Alkalimetallacetylid umsetzt, erwünschtenfalls die nach Umsetzung mit einem Alkalimetallacetylid erhaltene Äthinylverbindung zur entsprechenden Vinyl- oder Äthylverbindung reduziert, nötigenfalls die Carbonylgruppe in Gruppen (A) bzw. (A3) freimacht und gewünschtenfalls in den so erhaltenen Verbindungen der Formel EMI8.2 worin Y' sowie R1 und R2 die obige Bedeutung besitzen, eine Gruppe (Al) durch Reduktion und Hydrolyse in die Gruppe (A) und/oder eine Gruppe (A) durch Reduktion in die Gruppe (Ag) und/oder eine Gruppe (Ag) durch Reduktion in die Gruppe (A4) umwandelt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel III mit der Atomgruppierung (Al) durch Behandlung mit Lithium in flüssigem Ammoniak und anschliessender Hydrolyse des Reduktionsproduktes in eine Verbindung mit der Atomgruppierung (A2) umwandelt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel III mit der Atomgruppierung (A2) mit Lithium in flüssigem Ammoniak zu einer Verbindung mit der Atomgruppierung (A3) reduziert.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 2 - Acetyl - 7 - methoxy - - l, 2,3, 4,4a, 9, 10, 10a-oetahydrophenanthren als Ausgangsstoff verwendet.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 2 - Acetyl - 7 - oxo - -1, 2.-3, 4,4a, 4b, 5,6, 7, 9, 10, 10a-dodecahydrophenantren als Ausgangsstoff verwendet.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Acetyl-7-oxo- -1,2,3,4,4a,4b,5,6,7,9,10,10a-dodecahydrophenanthren mit Pyrrolidin in Gegenwart eines sauren Katalysators zum 2-Acetyl-7- (l-pyrrolidinyl)-l, 2,3, 4, 4a, 4b, 5, 6, 10, 10a-decahydrophenanthren umsetzt, dieses mitMethylmagnesiumbromid behandelt und das Umsetzungsprodukt zum 2- (1'-Hydroxyisopropyl)- -7-oxo-1, 2, 3, 4,4a,4b,5,6,7,9,10,10a-dodecahydrophenanthren hydrolysiert.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen l und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man 2- (1*-Athinyl-1'-hy- EMI8.3
AT423363A 1961-05-15 1962-04-20 Verfahren zur Herstellung von neuen Polyhydrophenanthrenverbindungen AT232998B (de)

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US232998XA 1961-05-15 1961-05-15

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