AT232987B - Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Cyclohexandicarbonsäure-dialkylestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Cyclohexandicarbonsäure-dialkylestern

Info

Publication number
AT232987B
AT232987B AT842462A AT842462A AT232987B AT 232987 B AT232987 B AT 232987B AT 842462 A AT842462 A AT 842462A AT 842462 A AT842462 A AT 842462A AT 232987 B AT232987 B AT 232987B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
weight
parts
cyclohexanedicarboxylic acid
dialkyl
preparation
Prior art date
Application number
AT842462A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Leo Dr Rer Nat Huelsmann
Gustav Dr Rer Nat Renckhoff
Original Assignee
Chemische Werke Witten Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Witten Gmbh filed Critical Chemische Werke Witten Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT232987B publication Critical patent/AT232987B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellungvon   l, 4-Cyclohexandicarbonsäure-dialkylestern   
Es ist bekannt,   1, 4-Cyclohexandicarbonsäure-dimethylester   durch Hydrierung von Terephthalsäuredimethylester in reiner piger Essigsäure in Gegenwart von Platinoxyd darzustellen. (Helv. Chim. 
 EMI1.1 
 gen des Arbeitens mit Eisessig als Lösungsmittel zudem unbequem. 



   Es ist ferner bekannt,   1, 4-Cyclohexandicarbonsäure-dialkylester   durch Hydrieren der entsprechenden Terephthalsäure-dialkylester mit Wasserstoff unter erhöhtem Druck und bei höheren Temperaturen in Gegenwart von Nickelkatalysatoren herzustellen. (J. Am. Chem.   Soc. 81 [1959], S. 5394.) Dabei   tritt jedoch in weit stärkerem Umfange Reduktion einer der beiden Estergruppen zur Methylgruppe ein als bei der Hydrierung der o-und m-Benzoldicarbonsäure-dialkylester, die unter analogen Bedingungen praktisch quantitativ zu den entsprechenden 1, 2- bzw. 1,3- Cyclohexandicarbonsäure - dialkylestern hydriert werden (USA-Patentschrift Nr. 2, 070, 770). Bis zu etwa 25% des eingesetzten Terephthalsäure-dialkylesters gehen in   p-Toluylsäure-alkylester   und   4-Methylcyclohexancarbonsäure-alkylester   über.

   Das bedeutet einen beträchtlichen Verlust an wertvollem   1, 4-Cyclohexandicarbonsäureester.   Die Hydrierung kommt zudem häufig zum Stillstand, bevor der gesamte eingesetzte Terephthalsäureester hydriert ist. Ein Zusatz von niedermolekularen Alkanolen führt zu keiner Erhöhung der Ausbeute an 1, 4-Cyclohexandicarbonsäuredialkylestern   (J.   Pharm. Soc. Japan. 76,1956, S.   954-955 ; i-efsriert   C. A.

   Band 51,   [1957],   Spalte 2589C). 
 EMI1.2 
 quantitativer Ausbeute hergestellt werden können, wenn man die Hydrierung des entsprechenden Terephthalsäure-dialkylesters unter Zusatz von mindestens 10   Gel.-%,   vorzugsweise 15 bis 25   Gew. -0/0, bezo -   gen auf den eingesetzten Terephthalsäure-dialkylester, an   p-Toluylsäure-alkylester   und/oder 4-Methylcyclohexancarbonsäure-alkylester bei Temperaturen von 150 bis 250oC, vorzugsweise 160 bis 200 C, und Wasserstoffdrucken von 20 bis 300 atü, vorzugsweise 100 bis 200 atü, in Gegenwart eines metallischen Hydrierungskatalysators, ausgenommen die Edelmetalle, vorzugsweise Nickel auf einem silikatischen Trägermaterial, durchführt.

   Der Einsatz der genannten Mengen monofunktioneller Ester bewirkt den erfindungsgemässen technischen Fortschritt und gewährleistet gleichzeitig eine günstige Raum-Zeit-Ausbeute. Die erfindungsgemäss zu verwendende Katalysatormenge beträgt 0, 1 bis 5,   00/0,   bezogen auf den eingesetzten Terephthalsäure-dialkylester. 



   Die Hydrierung des Terephthalsäure-dialkylesters im Gemisch mit den monofunktionellen Estern kann gegebenenfalls auch in Gegenwart von 10 bis 50   Gew. -0/0,   bezogen auf den zu hydrierenden Terephthalsäure-dialkylester, an einwertigen Alkanolen durchgeführt werden, wobei zweckmässig dasjenige Alkanol verwendet wird, das im betreffenden Terephthalsäure-dialkylester vorliegt. Durch den Alkanolzusatz wird unter den Reaktionsbedingungen die Hydrolyse der Ester durch die geringen Wassermengen, die 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   infolge der Reduktion von Estergruppen entstehen, zurückgedrängt. 



  Die Hydrierung nach dem erfindungsgemässen Verfahren kann sowohl chargenweise als auch kontinuierlich erfolgen. 



  Die erfindungsgemäss hergestellten 1, 4-Cyclohexandicarbonsäure-dialkylester sind beispielsweise wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung von Ausgangsstoffen für die Faser- und Kunststoffindustrie. 



  Beispiel l : Ein Gemisch von 1000 Gew.-Teilen Terephthalsäure-dimethylester, 44 Gew.-Teilen 4-Methylcyclohexancarbonsäuremethylester, 102 Gew. -Teilen p-Toluylsäuremethylester, 250 Vol.-Teilen Methanol und 50 Gew.-Teilen eines Ni-Trägerkatalysators mit einem Nickelgehalt von 25 Gel.-% werden in einem mit Rührwerk versehenen Autoklaven auf 1600C erhitzt. Nach Erreichen dieser Temperatur wird Wasserstoff unter einem Druck von 200 atü aufgedrückt. Unter Temperaturanstieg auf 1900C bei gedrosselter Heizung des Autoklaven tritt lebhafte Aufnahme von Wasserstoff ein. In Abständen von jeweils 15 min wird der Ausgangsdruck wieder hergestellt. Nach 3 h ist die Wasserstoffaufnahme beendet. 



  Der Autoklav wird abgekühlt, entspannt und der Inhalt filtriert. Das leichtbewegliche, farblose Filtrat wird vom Methanol befreit und anschliessend im Vakuum destilliert. Nach Abdestillieren des Vorlaufes, der aus 98 Gew.-Teilen 4-Methylcyclohexanearbonsäure-methylester (Kp, 5 78 bis 850C) und 53 Gew.-Tei- len einer bis 1390C/15 Torr siedenden, hauptsächlich p-Toluylsäuremethylester enthaltenden Fraktion besteht, gehen 998 Gew.-Teile reiner cis-trans-1, 4-Cyclohexandicarbonsäure-dimethylester (kip, 139 bis 1420C) über. Die Säurezahl beträgt 0, 4 ; die Verseifungszahl 559 (berechnet 560). Die Ausbeute ent-, spricht 96, 8% der Theorie, bezogen auf den eingesetzten Terepthalsäure-dimethylester. 



  Beispiel 2 : Ein Gemisch von 1000 Gew.-Teilen Terephthalsäure-dimethylester, 150 Gew.-Teilen p-Toluylsäuremethylester, 250 Vol. -Teilen Methanol und 50 Gew.-Teilen eines Ni-Trägerkatalysators, der 25 Gew.-% metallisches Ni enthält, wird in einem mit Rührwerk versehenen Autoklaven bei 160 bis 1900C und 140 atü Wasserstoffdruck hydriert. Es tritt lebhafte Wasserstoffaufnahme ein. Nach jeweils 15 min wird der Ausgangsdruck durch Zuspeisen von Wasserstoff wieder hergestellt. Nach 3 1/2 h ist die Wasserstoffaufnahme beendet. Nach Abfiltrieren des Katalysators wird das Hydrierungsprodukt vom Methanol befreit und anschliessend im Vakuum destilliert. Nach Abdestillieren von 175 Gew.-Teilen Vorlauf innerhalb der Siedegrenzen 78 bis 138 C/15 Torr werden 993 Gew.-Teile reiner cis-trans-1, 4-Cy- clohexandicarbonsäure-dimethylester (KPt/i 139 - 1420C) erhalten.

   Die Säurezahl des Esters beträgt 0, 5 ; Die Verseifungszahl 560 (berechnet 560). Die Ausbeute entspricht 96, 3% der Theorie, bezogen auf den eingesetzten Terephthalsäure-dimethylester. 



  Im folgenden Beispiel 3 wird Terephthalsäure-dimethylester in Gegenwart desselben Katalysators, wie er im Beispiel 1 verwendet wird, jedoch ohne einen Zusatz von p-Toluylsäuremethylester, 4-Methylcyclohexancarbonsäure-methylester und Methanol hydriert. 



  Beispiel 3 : 1000 Gew.-Teile Terephthalsäure-dimethylester werden in Gegenwart von 50 Gew. - Teilen des auch im Beispiel 1 verwendeten Ni-Trägerkatalysators unter den dort angegebenen Bedingungen hydriert bis keine Wasserstoffaufnahme mehr erfolgt. Es werden an Vorlauf 37, 8 Gew.-Teile 4-Methylcyclohexancarbonsäure-methylester mit dem Siedeintervall 76-90 C/16 Torr und 94,6 Gew.-Teile p-Toluylsäuremethylester-Fraktion mit dem Siedeintervall 90-126 C/14 Torr erhalten. Nach einem Zwischenlauf bis 137 C/14 Torr gehen 672 Gew.-Teile cis-trans-1,4-Cyclohexandicarbonsäure-dimethylester bei 13T - 1400C bei 14 Torr über. Die Säurezahl des Esters beträgt 1, 7 ; die Verseifungszahl 554 (berechnet 560). 148,5 Gew.-Teile unveränderter Terephthalsäure-dimethylester werden zurückgewonnen.

   Die Ausbeute an 1, 4-Cyclohexandicarbonsäure-dimethylester beträgt 76. 60/0 der Theorie, bezogen auf umgesetzten Terephthalsäure-dimethylester. 



  PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von 1,4-Cyclohexandicarbonsäure-dialkylestern einwertiger Alkanole mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen durch Hydrieren der entsprechenden Terephthalsäure-dialkylester bei Temperaturen von 150 bis 2500C und Wasserstoffdrucken von 20 bis 300 atü, in Gegenwart von 0, 1 bis 5,0 Gew. -0/0 eines metallischen Hydrierungskatalysators, dadurch gekennzeichnet, dass den Terephthalsäure-dialkylestem mindestens 10 Gew.- p-Toluylsäure-alkylester und/oder 4-Methylcyclohexancarbonsäure-alkylester zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydrierung bei Temperaturen von 160 bis 2000C vorgenommen wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Wasserstoffdrucken von 100 bis 200 atü gearbeitet wird. <Desc/Clms Page number 3>
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Nickel auf einem mineralischen Trägermaterial als Katalysator verwendet wird.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass p-Toluylsäure-alkylester und/oder 4-Methylcyclohexancarbonsäure-alkylester in Mengen von 15 bis 25 Gew.-% dem Terephthalsäure-dialkylester zugesetzt werden.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydrierung in Gegenwart von 10 bis 50 Gew. -0/0, bezogen auf den eingesetzten Terephthalsäure-dialkylester, an einwertigen Alkanolen durchgeführt wird.
AT842462A 1962-02-23 1962-10-24 Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Cyclohexandicarbonsäure-dialkylestern AT232987B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE232987X 1962-02-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT232987B true AT232987B (de) 1964-04-10

Family

ID=5883754

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT842462A AT232987B (de) 1962-02-23 1962-10-24 Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Cyclohexandicarbonsäure-dialkylestern

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT232987B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1944381C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,1-Dihydroperfluoralkanolen
CH422769A (de) Verfahren zur Herstellung von 1,4-Cyclohexandicarbonsäure-dialkylestern
EP0007520B1 (de) Verfahren zur Herstellung von cis-2,6-dimethylmorpholin
AT232987B (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Cyclohexandicarbonsäure-dialkylestern
DE1059904B (de) Verfahren zur Herstellung von Cyclododecanderivaten
EP0010656B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Acyloxy-2-methyl-crotonaldehyden
DE1182651B (de) Verfahren zur Herstellung von AEthern mit besonderen Riechstoffeigenschaften
US2911444A (en) Hydrogenation of esters of perfluorinated dicarboxylic acids
DE3201300A1 (de) Verfahren zur herstellung von phthalid
DE1643145C3 (de) Verfahren zur Herstellung von E-Caprolacton
DE2825347C2 (de) Verfahren zur Herstellung von p-Hydroxymethylbenzoesäurealkylestern
DE912810C (de) Verfahren zur Herstellung von monomeren Vinylestern
DE1099520B (de) Verfahren zur Herstellung von Monoglyceriden von Fettsaeuren mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen
AT235271B (de) Verfahren zur Herstellung von 7-Phenylheptandiol-(1,4)
DE2652202C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 3,7-Dimethyl-octan-7-ol-1-al oder dessen Ester
DE3538132A1 (de) Verfahren zur herstellung von hydroxymethylcyclopropan (cyclopropylmethanol)
DE743075C (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Tetrahydropyranreihe
AT206883B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Cyclododecanderivaten
EP0549618B1 (de) Verfahren zur herstellung von trans-3,3,5-trimethylcyclohexylethylether
DE1099527B (de) Verfahren zur Herstellung von cycloaliphatischen Alkoholen
AT239213B (de) Verfahren zur Herstellung von β-[2-(5-substituierten)-furyl]-propionsäureestern
DE1176115B (de) Verfahren zur Herstellung primaerer Alkohole
DE950284C (de) Verfahren zur Herstellung von Cyclohexen
DE1468027A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Methylendicarboxylaten
DE1135454B (de) Verfahren zur Herstellung von Hydratisierungsprodukten der Cyclooctadiene