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Zeilendrucker
EMI1.1
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Durch die Erfindung wird der Vorteil erreicht, dass die Streuung deseigentlichenAbdruckvorganges zwischen den ersten und den letzten Stellen einer Druckzeile verringert wird, so dass der Typenträger eine nur geringere Zeit in Ruhelage gehalten werden muss. Während durch die Massnahme gemäss der Erfindung dieBewegungsgeschwindigkeit der einzelnen Hämmer unterschiedlich ist, wird die Einheitlichkeit der abgedruckten Zeichen nicht beeinflusst, da die jedem einzelnen Hammer erteilte Bewegungsenergie, also auch die durch den Hammer gegen die Type wirksam werdende Bewegungsenergie einheitlich ist.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel beschrieben.
Es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht eines Druckhammers, aus der die Anordnung der Ansätze gemäss der Erfindung deutlich wird, Fig. 2 eine Vorderansicht der Anordnung einer Druckhammerreihe einer Zeile, in der die einzelnen Gruppen der Hämmer unterschiedlicher Masse sichtbar sind, Fig. 3 ein Zeitdiagramm eines Hammerdruckwerkes üblicher Ausführung und Fig. 4 ein Zeitdiagramm eines Hammerdruckwerkes mit der Anordnung gemäss der Erfindung.
Der in der Fig. 1 dargestellte Druckhammer 10 besteht aus einem Hammerkörper 11 mit einem Schlitz 12, mittels dessen der Hammer schwenkbar auf einer Achse 13 gelagert ist ; ein vom Hammerkörper 11 nach oben ragender Schenkel 14 trägt an seinem oberen Ende einen seitwärts hervorstehenden Arm 15, dessen freies Ende die Anschlagfläche des Hammers bildet. Am Schenkel 14 und Arm 15 ist nach oben ein Ansatz 16 gebildet, dessen Grösse weitgehend die Drehmasse des Hammers und damit dessen Trägheit bei seiner Drehbeschleunigung bestimmt. Ein vom unteren Rand des Hammerkörpsrs 11 etwas schräg abstehender Hebel 17 dient im Zusammenwirken mit einer (nicht dargestellten) Antriebsfeder zum Anschlagen des Hammers. Fig. 2 zeigt, dass die Druckhämmer auf der Achse 13 in einer Reihe montiert sind.
Für jede Druckstelle einer Zeile ist ein Hammer angeordnet, wobei die Hämmer in Gruppen eingeteilt sind, u. zw. im vorliegenden Beispiel in zehn Gruppen von je 15 Hämmern, so dass 150 Druckstellen vorhanden sind. Die Ansätze 16 der Hämmer innerhalb einer Gruppe sind jeweils gleich, sie unterscheiden sich jedoch von denen der benachbarten Gruppen, u. zw. ist die Höhe der Ansätze, also die Drehmasse der Hämmer von Gruppe zu Gruppe von links nach rechts fortschreitend gleichförmig stufenweise verringert.
Die die Hämmer 1 - 15 umfassende Gruppe 18 hat demnach die grössten Ansätze, während die die Druckhämmer 136 - 150 umfassende Gruppe 19 die kleinsten Ansätze aufweist. Die Grösse der Ansätze der übrigen Gruppen ändert sich in gleichförmiger Abstufung zwischen diesen beiden äusseren Werten.
In Fig. 3 ist für ein Druckwerk üblicher Ausführung die Zeit für die Hammerbetätigung in Millisekunden für jede Druckstelle eines 150-stelligen Zeilendruckers graphisch aufgetragen. Diese HammerBetätigungszeit setzt sich zusammen aus der Zeit für die freie Bewegung des Hammers, der Hammer-Ankunftszeit und der Hammer-Typenstangen-Berührungszeit, in der der eigentliche Abdruck stattfindet. Diese Zeiten sind für jede Druckstelle gleich, und nur die Speicherabtastzeit ändert sich von Druckstelle zu Druckstelle. Die Zeit der freien Bewegung des Hammers entspricht dem für die Freigabe des Hammers und seine Schwenkung gegen die Type erforderlichen minimalen Zeitbedarf und beträgt, wie aus Fig. 3 ersichtlich, 3, 7 ms.
Die Hammerankunftszeitist ein Zuschlag von 1, 5 ms und berücksichtigt Unterschiede und Veränderungen in der Zeit der Freigabe der einzelnen Hämmer sowie sonstige untergeordnete Ver- änderungen in der freien Bewegungszeit. Jeder einzelne Hammer kann z. B. gelegentlich hängen oder kleben bleiben und dadurch eine im Vergleich zu einem benachbarten Hammer langsamere Freigabe verursachen. Ausserdem hat jeder Hammer unvermeidlich eine eigene Arbeitscharakteristik, indem ein Hammer rechtzeitig ausgelöst werden kann und nur das Minimum der Bewegungszeit erfordert, während ein benachbarter Hammer langsamer ausgelöst werden kann und für seine freie Bewegung eine grössere Zeit benötigt.
Die Typenstangen-Berührungszeit von annähernd 0,8 ms entspricht der Zeitspanne, während der der Hammer tatsächlich in Berührung mit der Type ist, während der also der eigentliche Druckvorgang stattfindet. Die Speicherabtastzeit entspricht der für jede Druckstelle unterschiedlichen, zur Abtastung des Speichers für jede einzelne Druckstelle erforderlichen Zeit.
Die in einer Zeile zu druckenden Schriftzeichen werden in einem 150 Stellen-Pufferspeicher gespeichert, u. zw. ein Schriftzeichen für jede Druckstelle. Die einzelnen Typen des Typenträgers werden dann in bekannter Weise abgetastet und mit den entsprechenden Speicherstellen verglichen. Bei Übereinstimmung wird der der betreffenden Druckstelle zugeordnete Druckhammer ausgelöst. Die für einen Vergleichsvorgang mit dem Pufferspeicher erforderliche Zeit beträgt 12 fis. Da aber der Speicher für jede einzelne Druckstelle abgetastet wird, werden aufeinanderfolgend von links nach rechts 150 Vergleichsumläufe ausgeführt, so dass die gesamte Speicher-Abtastzeit für 150 Druckstellen 1, 8 ms beträgt. In den üblichen, für hohe Geschwindigkeiten geeigneten Druckern sind alle Hämmer gleich ausgeführt.
Daher besteht, abgesehen von den Unterschieden der einzelnen Hämmer-Arbeitscharakteristiken, der einzige Unterschied in der Zeit für die Hammerbetätigung in der aufeinanderfolgenden, ansteigenden SpeicherAbtastzeit.
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Für einen sauberen Abdruck eines nicht mit"fliegendem Druck"arbeitenden Druckers muss der Typenträger während der gesamten Zeit der Berührung zwischen Hämmern und Typen unbewegt bleiben. Die Längsbewegung des Typenträgers muss daher vor dem Beginn der Berührung zwischen dem ersten Hammer und der entsprechenden Type beendet sein und kann nicht neu beginnen, bevor die Berührung zwischen dem letzten Hammer und der Typen beendet ist. Die Vorschubbewegung der Typenstange muss also bis zum Ende der freien Bewegungszeit des Hammers Nr. 1 vollendet sein und kann nicht wieder beginnen vor dem Ende der Typenstangen-Berührungszeit des Hammers 150, da die Typenstange während der gesamten dazwischenliegenden Zeit unbewegt sein muss. Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass diese Zeit 4, 1 ms beträgt.
Da der Vorschubschritt der Typenstange nur 4,0 ms erfordert, werden für die Vollendung jedes Arbeitsspieles der Typenstange eine Mindestzeit von 8, 1 ms benötigt.
Um die unterschiedliche Speicherabtastzeit zu kompensieren und daher die für ein Arbeitsspiel der Typenstange benötigte Zeit zu verringern, wird gemäss der Erfindung die Streuung der gesamten Druckzeit (Hammer-Ankunftszeit plus Typenstangen-Berührungszeit) zwischen den Hämmern 1 und 150 verkürzt. Dies kann an sich auf zwei Arten erreicht werden, u. zw. entweder durch eine entsprechende Beschleunigung des Hammers 150 oder eine entsprechende Verringerung der Geschwindigkeit des Hammers 1.
Wie Fig. 4 zeigt, wird gemäss der Erfindung der Anstieg der Druckzeiten von Hammer 1 - 150 durch eine gleichförmig von rechts nach links fortschreitende Verringerung der Hammergeschwindigkeit ausgeglichen, indem mittels der Ansätze 16 die Zeiten der freien Bewegung der Hämmer nach links zu vergrössert werden, um die unterschiedliche Speicherabtastzeit auszugleichen. Die Bewegungszeit des Hammers 1 wird auf 5 ms erhöht, während die des Hammers 150 die Dauer von 3,7 ms beibehalten wird. Durch die Veränderung der Höhe der Ansätze an den einzelnen Druckhämmern werden die Bewegungszeiten der dazwischenliegenden Hämmer fortschreitend verändert. Dadurch wird die Zeit vom Beginn der Ankunftszeit des Hammers 1 bis zum Ende der Typenstangen-Berührungszeit des Hammers 150 von 4, 1 ms auf 2,8 ms verringert.
Ein Drucker der genannten Art kann also bei einem Arbeitsspiel von 7 ms (4 ms Schrittbewegung und 3 ms Ruhe) mit einem wesentlichen Sicherheitsfaktor arbeiten ; da die Typenstange nur für die Dauer von 2, 8 ms (von insgesamt zur Verfügung stehenden 3 ms Ruhezeit) bewegungslos zu bleiben braucht, sind 0, 2 ms als Sicherheitsspielraum verfügbar, um sicherzustellen, dass die Typenstange vor dem Beginn der Berührung zwischen den Hämmern und der Typenstange wieder in Ruhe ist.
Zur Vereinfachung der Herstellung sind die Hämmer in Gruppen von je 15 gleichen Hämmern angeordnet. Die Änderung der Hammer-Flugzeiten tritt daher stufenweise von Gruppe zu Gruppe ein, während die Hammerbewegungszeiten der Hämmer jeder Gruppe untereinander gleich sind, wenn man von den geringfügigen Unterschieden der Hammer-Arbeitscharakteristiken absieht.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Zeilendrucker mit einem zeilenparallel an einer der Stellenzahl einer Zeile entsprechenden Anzahl von Druckhämmern vorüberbewegten, mindestens einen vollständigen Satz Zeichen tragenden Typenträger, bei dem die Auswahl der zu betätigenden Druckhämmer durch Vergleich der Typenträgerstellung mit einem den zu druckenden Inhalt der Zeile enthaltenden Speicher erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckhämmer (10) zum Ausgleich der unterschiedlichen Speicherabtastzeiten untereinander unterschiedliche Massen (16) aufweisen.