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Gleiter zur Befestigung von Gardinen, Vorhängen od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf Gleiter zum Befestigen von Gardinen, Vorhängen od. dgl. an Gleit- schienen.
Es ist bereits ein vorzugsweise aus Kunststoff bestehender Gleiter bekanntgeworden, der ein als bei- spielsweise kreisförmige Scheibe ausgebildetes Gleitstück aufweist, an das sich ein der lichten Weite und
Höhe des Längsschlitzes des Gleitkanals angepasster zylindrischer Halsteil anschliesst, der in ein an seiner
Unterseite mit einem Haken ausgerüstetes Anschlagstück übergeht, dessen Durchmesser grösser als der des
Gleitstückes ist.
Dieser bekannte Gleiter, der gegenüber sonstigen bekannten Gleitern bereits wesentlich verbessert ist, leidet jedoch noch unter dem Mangel, dass seine Gängigkeit auf Vorhangschienen bisher nicht mit der not- wendigen Sicherheit vorbestimmt werden konnte. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den beschriebenen bekannten Gleiter in der Weise zu verbessern, dass auch bei Herstellung in Massenproduktion die Gängigkeit jedes einzelnen Gleiters sichergestellt ist.
Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass die Gängigkeit des vorliegenden Gleiters von zwei entgegengesetzten Wirkungen abhängig ist, die die Abstimmung der einzelnen Gleiterelemente auf- einander und damit d ie fúr die Massenherstellung unbedingt notwendige verhältnismässig weite Tolerierung besonders kritisch und schwierig erscheinen lassen. Wird nämlich bei dem in Frage stehenden Gleiter das senkrechte Spiel in der Gleitschiene, d. h. die Differenz zwischen der Halslänge und der Längsschlitzhöhe des Gleitkanals klein gewählt, dann besteht die Gefahr einer Schwergängigkeit des Gleiters. Wird dieses
Spiel grösser gewählt, dann ergibt sich beim Ziehen an der Gardine am Gleiterhals eine Kräfteverteilung, die das Entstehen erheblicher Klemmkräfte zulässt.
Zudem kann auch bei grösserem Spiel der Fall ein- treten, dass aufeinanderfolgende Gleiter sich mit ihrer Stossrosette jeweils zwischen die Unterseite der Vor- hangschiene und die Oberseite der Stossrosette des vorhergehenden Gleiters legen.
Es hat sich nun überraschend herausgestellt, dass sich durch eine besondere Abstimmung der Gleiterelemente aufeinander diese Schwierigkeiten und Mängel in sehr einfacher Weise beheben lassen. Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass das in der Lange des Halsteiles vorgesehene für den Lauf des Gleiters notwendige Spiel (S) gegenüber der Höhe des Gleitkanalschlitzes zu der Summe des Halbmessers (R) des Anschlagstückes und des Halbmessers (r) des Gleitstückes in einem Verhältnis :
S : (R+r) =1 : 10 ausgebildet ist, während die Höhe (A) des Anschlagstückes etwa den dreifachen Betrag des Spieles (S) also (asz ausmacht.
Durch diese gegenseitige Abstimmung der Elemente des Gleiters ist auch bei in Massenfabrikation hergestellten Gleitern und Vorhangschienen ein sicherer, glatter und reibungsloser Lauf der Gleiter in der Schiene gewährleistet.
Als besonders zweckmässig hat sich in Verbindung mit der Erfindung herausgestellt, wenn der Halsteil mit rundem Querschnitt ausgebildet ist. Hiedurch ist die gute Gängigkeit des Gleiters wie sie durch die Erfindung erzielt wird, auch dann sichergestellt, wenn sich der Gleiter nach der einen oder andern Richtung um seine senkrechte Achse verdrent.
Um bei dem Gleiter nach der Erfindung durch das notwendige Ausüben einer Zugkraft am Haken einer- seits ein Verklemmen und aiderseits ein Aushängen der an der Gardine angebrachten Schlaufen zu vermei-
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den, hat sich eine Hakenform in Verbindung mit der Erfindung als besonders günstig herausgestellt, bei der der an der Unterseite des Anschlagstückes angebrachte Haken an seinem Einlass zu einer einwärts ge- zogenen flachen Lippe ausgebildet ist, die sich bis dicht an die Unterseite des Anschlagstückes erstreckt.
Dazu kann dieser einwärts gezogenen Lippe eine, ihr gegenüberstehende an der Unterseite des Anschlag- stückes angeordnete Nase zugeordnet sein. Hiedurch ist bei sehr leichtem ungehindertem Einsetzen einer
Schlaufe od. dgl. in den Haken jegliches unbeabsichtigtes Aushaken unterbunden. Der Gleiter nach der Er- findung kann ständig, d. h., auch während des Waschvorganges an den Gardinen oder Vorhängen verblei- ben.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung beispielshalber erläu- tert. Es zeigen : Fig. 1 den Gleiter in Vorderansicht auf die Stirnfläche des Hakens gesehen und Fig. 2 den
Gleiter nach Fig. 1 in Seitenansicht.
Wiedie Zeichnung zeigt, schliesst sich bei dem Gleiter, nach der Erfindung ein scheibenförmiges Gleitstück l. nach unten ein zylindrischer Halsteil 2 mit rundem Querschnitt an. Der Halsteil 2 ist in sei- nerLängeH, wieweiterunten näher erläutert, der Höhe h des Längsschlitzes 10 der Vorhangschiene 11 an- gepasst. An seinem unteren Ende geht der Halsteil 2 an ein mit dem Haken 4 ausgerüstetes zylindrisches
Anschlagstück 3 über, dessen Durchmesser R grösser als der Durchmesser r des Gleitstückes 1 sein kann, während seine Höhe A mit der Höhe H des Halsteiles 2 und der Höhe h des Gleitschienenschlitzes 10, wie später näher erläutert wird, abgestimmt ist.
Der Haken4 ist vorzugsweise scheibenförmig ausgebildet und ist an seinem Einlass 5 zu einer einwärts gezogenen flachen Lippe 6 ausgebildet, die sich bis dicht an die Unterseite 7 des Anschlagstückes 3 erstreckt. Die Ausbildung des Hakens kann dabei so sein, dass der Hakenanfang 8 auf der Unterseite 7 des Anschlagstückes 3 bis in den Bereich oberhalb der Lippe 6 läuft. Im Bereich oberhalb der Lippe 6 trägt die Anschlagstückunterseite 7 ausserdem eine Nase 9, die der Lippe 6 gegenüberstehend angeordnet ist.
Die Nase 9 bietet dabei den wesentlichen Vorteil, dass der Hakeneinlass 5 von aussenher verhältnismässig weit ist und sich Kräuselbandschlaufel1 od. dgl. leicht einführen lassen, während der Einlass 5 an seiner Innenseite verhältnismässig eng ausgebildet ist und damit ein unbeabsichtigtes Lösen des Hakens 4 von einer Schlaufe od. dgl. unmöglich macht. Wenn in Fig. 2 der Gleiter in einer Lage dargestellt ist, in welcher auf den Haken 4 eine Zugkraft in Richtung des Pfeiles 12 ausgeübt wird, so ist bei umgekehrter Betätigung eines Vorhangs oder einer Gardine die Zugkraft umgekehrt gerichtet. Dies hat auf den Hakenausgang 5 die Wirkung, dass sich die Lippe 6 noch dichter an die Nase 9 heranlegt und damit den Hakeneingang 5 praktisch völlig verschliesst.
Ein Herausgleiten einer Schlaufe aus dem Haken 4, während der Betätigung des Vorhanges oder der Gardine, ist somit völlig ausgeschlossen.
Um auch bei allen denkbaren Betriebsbedingungen ein sicheres glattes Laufen des Gleiters in der Vorhangschiene 11 sicherzustellen und damit eine Massenfertigung der Gleiter auch bei den dafür erforderlichen weiten Toleranzen zu ermöglichen, werden durch die Erfindung die folgenden Abstimmungsmassnahmen der drei oberen Gleiterelemente, nämlich der Gleitscheibe 1 des Halses und des Anschlagstückes 3 vorgeschlagen :
Die Hohe H des Halsteiles 2 ist derart auf die Höhe h des Schlitzes 10 der Vorhangschiene 11 abzustimmen, dass in jedem Fall noch ein geringfügiges Spiel 5 verbleibt, damit auch bei Unebenheiten und beidenbeider Vorhangschienenherstellungunvermeidlichen Toleranzen in der Höhe h des Schlitzes 10 der Vorhangschiene 11 jegliches Verklemmen und Festsetzen des Gleiters ausgeschaltet ist.
Anderseits soll aber nach der Erfindung das Spiel S auch auf den Halbmesser r des Gleitstückes 1 und den Halbmesser R des Anschlagstückes 3 in der Weise abgestimmt sein, dass das Spiel zu der Summe dieser beiden Halbmesser in einem Verhältnis steht, das gleich oder kleiner als 1 : 10 ist.
Es hat sich herausgestellt, dass bei einer derartigen gegenseitigen Grössenabstimmung der Verschwenkungswinkel os der Gleiterachse gegenüber der Senkrechten noch hinreichend klein bleibt, um keine störende Kraftkomponente an den Berührungspunkten 13 der Oberkante des Anschlagstückes 3 und den Be-
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artige Kraftkomponenten würden nämlich zu einer wesentlichen Erhöhung der Reibung führen und ein Verklemmen des Gleiters zur Folge haben.
Wie nach der Erfindung überraschend festgestellt wurde, lassen sich die entgegengesetzten Bedingungen, nämlich einerseits der Mindestgrösse des Spieles S und anderseits des zulässigen Höchstbetrages des Verschwenkungwinkels oc bei dem vorliegenden Gleiter noch in der Weise erfüllen, dass ein in jedem Falle sicheres und glattes Laufen des Gleiters gegeben ist.
Um auch beim Zusammenstossen der Gleiter nach der Erfindung jegliches Verklemmen zu vermeiden, schlägt die Erfindung als Zusatzbedingung vor, dass die Höhe A des Anschlagstückes 3 etwa den dreifachen Betrag wie das Spiel S haben soll. Auch diese Bedingung lässt sich durch die Erfindung in überraschend einfacher Weise erfüllen, auch wenn man verhältnismässig weite. Toleranzen voraussetzt.