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Verpackung für feuerfeste Steine
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verpackung für feuerfeste Steine mit einem Gehalt an gebranntem Dolomit.
Ein Zweck der Erfindung besteht darin, Steine der angeführten Art vor ihrer Verwendung auf solche Weise zu lagern, dass eine Verschlechterung der Steine verhindert wird.
Die Erfindung besteht in ihrem Wesen darin, dass die Steine nach ihrer Herstellung für einen Transport und/oder eine Lagerung auf Stapelunterlagen gestapelt werden, auf dem Stapel ein Gefäss, in dem sich ein hydrophiler Stoff bzw. ein Trocknungsmittel befindet, angeordnet wird und die Stapelunterlage 1 der Stapel von Steinen und das Gefäss mit dem hydrophilen Stoff in einer geschlossenen Umhüllung aus Polyäthylen oder einem andern geeigneten Material eingeschlossen werden.
In den Zeichnungen sind nur einige wenige der zahlreichen möglichen Ausführungsformen der Erfindung dargestellt, wobei die gezeigten Ausführungsformen vom Standpunkt der Einfachheit der Darstellung, einer zufriedenstellenden Arbeitsweise bzw. Handhabung und einer klaren Erläuterung der angewandten Grundsätze ausgewählt worden sind.
Fig. 1 ist eine schaubildliche Darstellung einer Verpackung gemäss der Erfindung. Fig. 2 ist eine auseinandergezogene schaubildliche Darstellung der Verpackung gemäss Fig. l. Fig. 3 ist eine schaubildliche Ansicht der in Fig. 1 wiedergegebenen Verpackung vor dem Zusammenbau und dem Verschliessen der Enden. Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 1. Fig. 5 ist eine schaubildliche Ansicht einer abgeänderten Ausführungsform gemäss der Erfindung.
Feuerfeste Steine, die zur Gänze aus gebranntem Dolomit mit einer Teerbindung oder aus Mischungen von Dolomit mit gebranntem Magnesit oder andern feuerfesten Materialien bestehen, haben in neuerer Zeit eine beträchtliche Bedeutung für die Auskleidung von Konvertern für die Herstellung von Stahl nach dem sogenannten Sauerstoffblasverfahren erlangt. Diese Steine werden auf die Weise hergestellt, dass die auf geeignete Art zerkleinerten bzw. gemahlenen feuerfesten Materialien mit heissem Teer oder Pech vermischt werden, worauf die Mischung unter Druck verformt wird und die Formlinge gekühlt werden, wonach sie für eine Verwendung im Ofen geeignet sind.
Nachteiligerweise müssen solche Steine bisher unmittelbar nach der Herstellung zu dem Ofen, in welchem sie verwendet werden sollen, transportiert und verwendet werden. Wenn diese Steine auch nur wenige Tage unter gewöhnlichen Bedingungen der Einwirkung der Atmosphäre ausgesetzt sind, wird der Dolomit von der Atmosphäre angegriffen und die Steine zerfallen oder verlieren ihre Steineigenschaften.
Zur Überwindung dieser Schwierigkeit werden die Steine von manchen Stahlwerkern bzw. Hütten- leuten an der Stelle, wo sich die Öfen befinden, hergestellt. Selbst bei dieser Vorgangsweise ist es jedoch schwierig, eine genügende Anzahl von Steinen zu lagern, bevor der Ofen für eine Neuzustellung in einem geeigneten Zustand ist. Man geht daher auf die Weise vor, dass die Herstellung der Steine gerade in dem Augenblick beendet ist, in welchem der Ofen für eine Neuzustellung abgestellt wird. Häufig wird der Ofenbetrieb verzögert, weil die Steine noch nicht fertig sind.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Aufbewahrung von Steinen der genannten Art nach ihrer Herstellung über einen Zeitraum von einigen Wochen oder sogar Monaten zu gestatten. Dadurch wird es möglich,
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die Steine an einem von dem betreffenden Ofen entfernten Ort herzustellen, sie, wenn dies erforderlich ist, am Herstellungsort zu lagern und nach dem Transport an die Stelle, an der sich der Ofen befindet, für ihre nachfolgende Verwendung zu lagern. Durch die Erfindung wird ausreichend Zeit zwischen der Her- stellung und der Verwendung der Steine gewonnen, so dass die Herstellung von Steinen in zentral gelege- nen Anlagen, die sich in beträchtlicher Entfernung von den Öfen, in welchen die Steine verwendet wer- den sollen, befinden, möglich wird.
Die Erfindung gestattet auch eine Lagerung der Steine in der Fa- brikanlage oder in der Nähe des zuzustellenden Ofens, so dass immer ein ausreichendes Lager von Stei- nen zur Verfügung steht.
Es kann in diesem Zusammenhang noch festgehalten werden, dass auch schon zahlreiche andere Ver- fahren entwickelt worden sind, die darauf abzielen, die bei Dolomitsteinen vorhandene starke Neigung zur Hydratation, die durch den Kalkgehalt bedingt ist, zu beseitigen bzw. zu vermindern. Diese Verfah- ren beruhen entweder darauf, dass für die Herstellung der Steine ein Material verwendet wird, in welchem der Kalk durch Zusätze teilweise (halbstabilisierte Dolomitsteine) oder zur Gänze (stabilisierte Dolomit- steine) abgebunden wird, oder aber die an sich fertigen Dolomitsteine nach dem Brennen mit einer Schutz- schicht aus insbesondere Teer überzogen werden.
Demgegenüber brauchen gemäss der Erfindung die Dolo- mitsteine weder stabilisiert bzw. halbstabilisiert, noch mit Teer überzogen zu werden, sondern sie werden in Form eines Stapels von Sternen in eine gasundurchlässige Umhüllung eingeschlossen, in der zusätzlich ein hydrophiles Mittel angeordnet ist, das eine allenfalls vorhandene oder eindringende geringe Feuchtig- keitsmenge aufnimmt und dadurch unschädlich macht. Diese Lösung ist gegenüber den angeführten be- kanntenlösungen zumSchutzvonDolomitsteinen gegen Hydratation verhältnismässig einfach und dennoch sicher.
Es kann hier erwähnt werden, dass auch schon daran gedacht worden ist, einzelne Dolomitsteine in verpackter Form zu versenden. Hiebei ergibt sich jedoch der Nachteil, dass für eine solche Verpackung ein wesentlich höherer Zeit-und Kostenaufwand erforderlich ist als für eine in Stapeln erfolgende Verpackung einer grossenAnzahlvonSteinen und dennoch nicht die Schutzwirkung wie bei einer stapelweisen Verpakkung erreicht werden kann. Diese Schutzwirkung lässt sich bei einer Verpackung von einzelnen Steinen deshalb nicht erreichen, weil in diesem Fall ein hydrophiles Mittel praktisch nicht auf die Weise angewendet werden kann wie bei einem Stapel von Steinen und überdies bei einem einzelnen Stein die zu schützende Oberfläche im Verhältnis zum Steingewicht wesentlich grösser ist als bei einem Steinstapel.
Schliesslich ist in diesem Zusammenhang noch festzuhalten, dass es beispielsweise bereits bekannt ist, Holzklötzchen auf einer als Stapelunterlage dienenden Palette zu stapeln und mit einer Umhüllung zu versehen, sowie Waren auf die Weise zu verpacken, dass in der Umhüllung ein hydrophiles Material angeordnet ist. Eine Anwendung solcher Massnahmen zum Schutz von hydratationsempfindlichen Dolomitsteinen wurde bisher jedoch nicht in Betracht gezogen, sondern man versuchte vielmehr, wie sich aus den obigen Ausführungen ergibt, das Problem, die Lagerfähigkeit von Dolomitsteinen zu erhöhen, immer durch Anwendung von besonderen Massnahmen an den einzelnen Steinen als solchen zu lösen.
In den Zeichnungen ist im einzelnen eine Stapelunterlage 20 mit Trägern 21 und 22, die eine Platte 23 von geeigneter Grösse abstützen, dargestellt. Ein Beispiel für eine geeignete Grösse ist eine solche von etwa 91, 4 cm Breite und 121, 9 cm Länge. Auf der Oberseite 24 der Platte 23 liegt eine Bahn aus einem geeigneten gasundurchlässigen Material 25, wie Polyäthylen, auf. Eine geeignete Dicke für die Bahn aus Polyäthylen beträgt etwa 0, 01 cm, doch ist darauf hinzuweisen, dass die Dicke vom Grad der Undurchlässigkeit des Materials und auch der Festigkeit des Materials abhängt.
Eine Kartonschicht 26, die zweckmässigerweise die gleiche Grösse wie die Platte 23 aufweist, wird auf die undruchlässige Bahn 25 aufgelegt und mit der Platte 23 ausgerichtet. Auf den Karton werden Dolo- mitsteine 27 in Lagen über der Fläche des Kartons 26 aufgeschlichtet. In dem Stapel 28 von Steinen kann irgendeine geeignete Anzahl von Lagen von Steinen 27 vorliegen. Eine geeignete Höhe für einen Stapel vonDolomitsteinen beträgt etwa 45,7 cm. Obenauf auf den Stapel 28 und zweckmässigerweise in zentraler Lage wird ein Gefäss 30 gestellt, das von den Steinen an der mit 31 bezeichneten Stelle getragen wird. Das Gefäss weist einen Boden 31 und eine Seitenwand 32 auf. Der obere Rand der Seitenwand 32 hat eine Kontur 33 mit Erhöhungen 34 und Ausbuchtungen 35. Der Zweck dieser Kontur wird weiter unten erläutert werden.
In diesem Gefäss befindet sich ein hydrophiles Material oder Trocknungsmittel 36, wie Kalziumchlorid.
Ein länglicher Teil 36'des gasundurchlässigen Materials erstreckt sich quer über den oberen Teil der Stapelunterlage 20 unter dem Karton 26 bei 37. Die Bahn ist der äusseren Umrissform des Kartons 26 und des Stapels 28 an den unteren Längskanten 38 und 40 nach oben entlang des Stapels angepasst. Der längliche Teil 36'des gasundurchlässigen Materials hat vor dem Verpacken die Form eines Rechtecks, das
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eine über die Länge der Platte hinausgehende Breite 362 aufweist, so dass vor der endgültigen Verpackung die Bahn über den Stapel hinausgeht, wie dies bei 41 in Fig. 3 zu sehen ist. Die gasundurchlässige Bahn umschliesst den Stapel entlang aer Längsseiten bei 42 und 43 und ihre Konturen folgen dann der Kontur des Stapels 28 bei den oberen Kanten 44 und 45.
Die Bahn überlappt entlang des oberen Teiles 46 des Stapels in einer geeigneten Länge, die etwa 5, 08 cm betragen kann, bei 46' ; sie umhüllt sowohl das Ge- fäss 30, als auch den oberen Teil des Stapels. Zweckmässig wird die Bahn bei 47 durch Anwendung von
Wärme oder durch Aufbringen eines druckempfindlichen Bandes über der Stossstelle geschlossen bzw. ver- siegelt.
Es ist zu ersehen, dass die Bahn, wenn sie mit dem Gefäss 30 in Berührung kommt, bei den Erhöhun- gen 34 abgestützt ist, so dass die den Stapel umgebende Atmosphäre zu dem in dem Gefäss befindlichen
Material 36 durch die Ausbuchtungen 35 Zugang hat. Eine am Ende angeordnete Bahn 48 von rechtecki- ger Form, wie sie in Fig. 3 zu sehen ist, mit einer Länge 50, die gleich der Stapelbreite ist, und einer
Höhe 51, die der Stapelhöhe entspricht, steht mit dem Stapel 28 am Ende 52 in Berührung. Nach dem
Zusammenbau folgen die vorragenden Teile der Längshülle 41 der äusseren Umrissform des Stapels an Sei- ten 53 und 54 und Kanten 55 und 56 entlang des Endes 52 des Stapels, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.
Die Umhüllung wird bei 57 durch Anwendung von Hitze oder durch Verwendung eines druckempfindlichen
Bandes oder Streifens geschlossen bzw. versiegelt.
Um die Bahn erstrecken sich bei 61 und 62 Stahlstreifen 60, deren Enden 63 auf an sich bekannte
Weise miteinander verbunden sind. Es ist ersichtlich, dass diese Stahlstreifen unter der Platte 23 der Sta- pelunterlage durchgehen, so dass ein Gabelstapler od. dgl. durch Bewegen bzw. Lenken der Stapelunter- lage 20 die gesamte Packung steuern und tragen kann.
Beispielsweise kann erwähnt werden, dass bei einer Anwendung der Erfindung eine rechteckige Bahn von Polyäthylen mit einer Dicke von 0, 01 cm und Abmessungen von 132. 284, 48 cm als längliche Hülle
36'verwendet wurde. Diese längliche Hülle wurde in der Weise angeordnet, dass ihre Seite mit der Ab- messung von 132 cm entlang der etwa 122 cm langen Längsseite einer Platte einer Abmessung von etwa 91, 4. 122 cm zu liegen kam, so dass die Bahn an jedem Ende bei 41 vor der endgültigen Zusammenstel- lung etwa 5 cm über die Kante der Platte vorstand, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist.
Die Seite einer Ab- messung von etwa 284, 48 cm erstreckte sich dabei entlang der Breite der Platte von etwa 91, 4 cm und ragte vor dem Falten entlang der Längswände des Stapels bei 38 und 40 in jeder Richtung bei 369 etwa
96,5 cm über die Kante der Platte vor. Wenn die längliche Hülle in die in Fig. 1 gezeigte Lage gefaltet wurde, überlappen die Enden der Hülle bei 46'um etwa 5,08 cm. In dieser Packung wurden die Steine in einer Höhe von etwa 45, 7 cm aufgestapelt. Für die Herstellung des Gefässes 30 wurde eine übliche
Platte mit einem Durchmesser von etwa 25, 4 cm verwendet und in dieses Gefäss wurden etwa 0, 45 kg ge- gebranntes Kalziumchlorid als Trocknungsmittel eingebracht. Die Bahn bestand aus Polyäthylen.
Die Fu- gen wurden durch einen druckempfindlichen Streifen mit einer Breite von etwa 5, 08 cm geschlossen bzw. versiegelt. Die Endbahnen 48 bestanden aus Polyäthylen einer Abmessung von etwa 45, 7. 91,4 cm. Die
Faltung 41 hatte eine Breite von 5, 08 cm. Es ist ersichtlich, dass die vertikalen Flächen des Stapels zwi- schen dem Stapel 28 und der undurchlässigen Bahn zum Zwecke eines weiteren mechanischen Schutzes in geeigneter Weise mit Karton bedeckt werden können.
Obwohl in den vorhergehenden Ausführungen nur eine Form einer Umhüllung aus Polyäthylen erörtert worden ist, so ist doch darauf hinzuweisen, dass auch andere Formen solcher Umhüllungen im Rahmen der Erfindung verwendet werden können. Beispielsweise kann die Polyäthylenbahn in Form eines Sackes
65 hergestellt werden, der mit Ausnahme einer oben befindlichen öffnung nahtlos ist, wie dies in Fig. 5 gezeigt ist. Der Sack kann auf die Platte oder die Stapelunterlage aufgebracht werden und dann können die Steine und das hydrophile Material darin angeordnet werden. Der Stapel und das hydrophile Material können hierauf durch Verschliessen bzw. Versiegeln des offenen Endes des Sackes oberhalb des oberen Tei- les des Steinstapels bei 66 eingeschlossen werden.
Obgleich oben die Verwendung einer Platte in Form einer für den Transport geeigneten Stapelunter- lage beschrieben worden ist, ist es doch offensichtlich, dass auch eine andere Platte als Stapelunterlage verwendet werden kann. Es kann jedes flache Element für diesen Zweck verwendet werden, das aus- reichend fest ist, um einen Steinstapel zu tragen ; ein solches Element kann beispielsweise nur für Lage- rungszwecke verwendet werden und z. B. aus einem flachen Brett oder einer metallischen Bahn bestehen.
An Stelle von Polyäthylen können andere gasundurchlässige Bahnen, wie Teerpappe od. dgl. verwen- det werden, doch wird im allgemeinen Polyäthylen bevorzugt.
An Stelle von Kalziumchlorid können auch andere hydrophile Stoffe bzw. Trocknungsmittel, wie
Silikagel, aktivierte Tonerde u. dgl., Anwendung finden. Die Verwendung von Kalziumchlorid ist in
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Hinblick auf dessen Preis vorteilhaft und das Kalziumchlorid kann nach seiner Verwendung verworfen werden. Aktivierte Tonerde u. a. ähnliche Stoffe können nach der Sättigung erhitzt und wiederholt verwendet werden.
Es ist selbstverständlich, dass dampfdichte Zutrittsöffnungen oder Handlöcher mit geeigneten Deckeln und Verschlüssen, wie sie an sich in der Technik für eine Lagerung über längere Zeiträume bekannt sind, vorgesehen sein können, um eine Entnahme und Erneuerung des Trocknungsmittels zu ermöglichen, so oft dies gewünscht wird, damit eine niedrige relative Feuchtigkeit in der Atmosphäre innerhalb des Gefässes aufrechterhalten werden kann.
Es ist ferner verständlich, dass dann, wenn dies gewünscht wird, Indikatoren für die Bestimmung der relativen Feuchtigkeit, beispielsweise solche Indikatoren, die durch dampfdichte transparente Fenster sichtbar sind, wie sie an sich bekannt sind, verwendet werden, um anzuzeigen, ob das Trocknungsmittel ersetzt oder regeneriert werden soll.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Verpackung für feuerfeste Steine mit einem Gehalt an gebranntem Dolomit, die einem Angriff durch die Atmosphäre unterliegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Steine (27) in Form eines Stapels (28) auf einer Platte (23) angeordnet und in einer Umhüllung von Bahnform (25) aus gasundurchlässigem Material eingeschlossen sind und innerhalb dieser Umhüllung ein Gefäss (30) mit einem hydrophilen Stoff bzw. Trocknungsmittel (36) angeordnet ist, wobei dieses Trocknungsmittel mit den Steinen nicht in Berührung steht, jedoch der Atmosphäre innerhalb der Umhüllung zugänglich ist.