AT230321B - Verfahren zur Herstellung echter Färbungen und Drucke auf Fasern oder Folien aus synthetischen Materialien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung echter Färbungen und Drucke auf Fasern oder Folien aus synthetischen Materialien

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AT230321B AT973261A AT973261A AT230321B AT 230321 B AT230321 B AT 230321B AT 973261 A AT973261 A AT 973261A AT 973261 A AT973261 A AT 973261A AT 230321 B AT230321 B AT 230321B
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  Verfahren zur Herstellung echter Färbungen und Drucke auf Fasern oder Folien aus synthetischen Materialien 
Es wurde gefunden, dass man echte Färbungen und Drucke auf Fasern oder Folien aus synthetischen
Materialien, insbesondere solchen aus aromatischen Polyestern, Polyamiden, Celluloseacetat oder Cellu- losetriacetat, herstellen kann, indem man die genannten Gebilde mit Dispersionsfarbstoffen, die durch Be- handeln von   1, 5-Diaminoanthrachinon oder 1, 8-Diaminoanthrachinon bzw. von   Gemischen aus diesen bei- den Verbindungen mit Brom zwischen etwa   40'und 1000   in Wasser, verdünnter, konzentrierter oder anhydridhaltiger Schwefelsäure und anschliessendes Erhitzen mit anhydridhaltiger Schwefelsäure in Ge- genwart von Borsäure zwischen etwa   120'und 1900   erhalten werden, bei höheren Temperaturen behandelt. 



   Die verwendeten Farbstoffe bzw. Farbstoffgemische enthalten zwischen 15 und   19ojo   Sauerstoff und zwi- schen 20 und 381o Brom. 



   Das Färben erfolgt zweckmässig aus wässeriger Suspension in Gegenwart von Carriern zwischen etwa
80 und 1100 oder in Abwesenheit von Carriern zwischen etwa 110 und   1400. Die   im einzelnen Fall anzu- wendende optimale Färbetemperatur hängt hiebei in beträchtlichem Masse von der Art des zu färbenden Materials ab. So werden beispielsweise Fasern oder Folien aus Celluloseacetat oder Cellulosetriacetatbei milderen Bedingungen,   d. h.   bei niederen Temperaturen, gefärbt als beispielsweise Gebilde aus Poly- amiden oder aromatischen Polyestern. Sofern die angewendeten Farbstoffe bzw. Farbstoffgemische nicht schon vom Herstellungsprozess her   Dispergier- oder Netzmittel   enthalten, ist der Zusatz solcher Mittel beim Färben vorteilhaft. 



   Das Bedrucken der genannten Gebilde kann so durchgeführt werden, dass man eine wässerige Druckpaste, die die genannten Farbstoffe oder Farbstoffgemische enthält, auf das Substrat aufdruckt und bei Gegenwart eines Carriers zwischen etwa 95 und 1100 oder in Abwesenheit eines Carriers zwischen etwa
120 und 1400   dämpft. Schliesslich kann   auch so verfahren werden, dass man die bedruckte Ware kurzfristig einer trockenen Hitzebehandlung bei höheren Temperaturen, zweckmässig zwischen etwa 180 und   220    unterwirft (Thermosolieren). Was vorstehend hinsichtlich der Anwendung milder Bedingungen, beispielsweise niederer Temperaturen, beim Färben empfindlicher Materialien, wie beispielsweise solcher aus Celluloseacetat oder Cellulosetriacetat, gesagt wurde, gilt selbstverständlich in gleichem Masse auch für das Bedrucken. 



   Es ist vorteilhaft, die Farbstoffe bereits vor dem Färben oder Drucken in eine feine Verteilung zu bringen, was durch Vermahlen mit einem Dispergiermittel in Rollmühlen in bekannter Weise erreicht werden kann. 



   Die genannten Farbstoffe und Farbstoffgemische besitzen zu Fasern und Folien aus synthetischen Materialien, insbesondere solchen aus aromatischen Polyestern, Polyamiden, Celluloseacetat oder Cellulosetriacetat, ein hervorragendes Ziehvermögen und ergeben hierauf rotstichig bis grünstichig blaue Färbungen, die sich durch gute   Wasch-, Thermofixier-, Bilgel-, Lösungsmittel-und   Lichtechtheiten auszeichnen. 



     Beispiel l : 0, 3 Gew.-Teile   des durch Umsetzen von 1   Mol 1, 5-Diaininoanthrachinon mit 1   Mol Brom in Wasser, verdünnter, konzentrierter oder anhydridhaltiger Schwefelsäure und anschliessendes Er- 

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 hitzen in 20   Gew.-%   Anhydrid enthaltender Schwefelsäure in Gegenwart von Borsäure auf 1500 erhaltenen Farbstoffes (Bromgehalt zwischen 32 und   34%,   Sauerstoffgehalt zwischen 16 und   18ça)   werden nach Zusatz des als Dispergiermittel wirkenden   Kondensationsproduktes aus Naphthalin-2-sulfonsäure   und Formaldehyd 
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 Natriumdithionit und 2   Gew.-Teile   eines nichtionogenen Waschmittels (Additionsprodukt von Äthylenoxyd an ein   Alkylphenol) in 1000 Vol.

   -Teilen   Wasser enthält, zur Entfernung von oberflächlich anhaftendem Farbstoff reduktiv nachbehandelt. Man erhält eine klare blaue Färbung von guten Echtheitseigenschaften. 



   An Stelle des vorstehend genannten Gewebes kann auch loses Material (Flocke), Garn oder Kammzug aus Polyäthylenterephthalat in derselben Weise und mit demselben Ergebnis gefärbt werden. 



     B eispi el 2 : 1 Gew.-Teil   des durch Umsetzen von 1   Moll, 5-Diaminoanthrachinon   mit 1/2 Mol Brom in Wasser, verdünnter, konzentrierter oder anhydridhaltiger Schwefelsäure und anschliessendes Erhitzen in anhydridhaltiger Schwefelsäure in Gegenwart von Borsäure erhältlichen Farbstoffes (Bromgehalt 
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   Man erhält eine rotstichig blaue Färbung von guten Echtheitseigenschaften. 



     Beispiel 3 : 0, 3 Gew.-Teile des   in Beispiel 1 beschriebenen Farbstoffes werden unter Zusatz des als Dispergiermittel wirkenden Kondensationsproduktes aus   2-Naphthol-6-sulfonsäure,   Kresol und Form- 
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 bei 1000. Es wird gemäss Beispiel 1 nachbehandelt. 



   Man erhält eine klare blaue Färbung von guten Echtheitseigenschaften. 



   Beispiel 4 : 20   Gew.-Teile   des in Beispiel 1   beschriebenenFarbstoffes werden unter   Zusatz des als Dispergiermittel dienenden Kondensationsproduktes aus 2-Naphthol-6-sulfonsäure, Kresol und Formalde- 
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 Verdickungsmittel ausgewaschen und zur Erzielung der optimalen Reibechtheit, wie in Beispiel 1 beschrieben, reduktiv nachbehandelt. 



   Man erhält einen blauen Druck von guter Wasch-, Thermofixier-und Bügelechtheit. 



   Beispiel 5 : 5   Gew.-Teile   eines Polyamidgewebes werden 1 h bei 98 in einem Bade gefärbt, das   0, 04 Gew.-Teile   des in   Beispiel l genannten Farbstofiesin   200 Gew.-Teilen Wasser in dispergierter Form enthält. 



   Die erhaltene Blaufärbung wird gut gespült und anschliessend mit 1 Gew.-Teil eines nichtionogenen Waschmittels (Äthylenoxydadditionsprodukt) in'100 Gew.-Teilen Wasser 10 min bei 500 gewaschen. 



   Beispiel 6 : 5   Gew.-Teile   eines Gewebes aus Celluloseacetat werden 1 h bei 850 in einem Bad gefärbt, das   0, 04 Gew.-Teile   des in Beispiel 2 genannten Farbstoffes in dispergierter Form in 200 Gew.Teilen Wasser enthält. 



   Anschliessend wird bei 500 gespült und gemäss Beispiel 5 gewaschen. 



   Man erhält eine rotstichige Blaufärbung von guten Echtheiten. 



   Beispiel 7 : 5   Gew.-Teile   eines Garnes aus    Cellulosetriacetat werden 1 h bei 98   in einem Bad gefärbt, das 0, 1 Gew.-Teil des dispergierten, in Beispiel 1 genannten Farbstoffes in 200   Gew.-Teilen   Wasser enthält. 



   Die blaue Färbung wird anschliessend 10 min bei 500   mit l Gew.-Teil   eines nichtionogenen Waschmittels (Umsetzungsprodukt eines Alkylphenols mit Äthylenoxyd) in 100   Gew.-Teilen   Wasser gewaschen. 



   Beispiel 8t Ein Polyäthylenterephthalatgewebe wird mit einer Paste bedruckt, die aus 8 Gew.Teilen des in Beispiel 1 genannten Farbstoffes, der mit 12   Gew.-Teilen   des als Dispergiermittels wirkenden Kondensationsproduktes aus   Naphtalin-2-sulfonsäure   und Formaldehyd in feine Verteilung gebracht wurde, 600 Gew.-Teilen Stärke-Tragant-Verdickung und 380   Gew.-Teilen   Wasser besteht. 



   Die bedruckte Ware wird getrocknet und dann 2 min bei   2000   mit Heissluft fixiert. 



   Der so erhaltene blaue Druck wird gemäss Beispiel 4 nachbehandelt. 

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   Beispiel   9 : 1 Gew. -Teil   des durch Umsetzen von 1   Mol1, 8-Diaminoanthrachinon   mit 1 Mol
Brom in Wasser, verdünnter, konzentrierter oder anhydridhaltiger Schwefelsäure und anschliessendes Er- hitzen in anhydridhaltiger Schwefelsäure in Gegenwart von Borsäure erhältlichen Farbstoffes (Bromgehalt zwischen   32 und 34%, Sauerstoffgehalt zwischen 16und 18%) wirdin 3000 Gew.-Teilen   Wasser dispergiert. 



   In dieses Bad bringt man 100   Gew.-Teile   eines Gewebes aus Polyäthylenterephthalat und färbt 90 min bei
1200. Manbehandelt gemäss Beispiel 1 reduktiv nach und erhält eine klare blaue Färbung von guten Echt-   heitseigenschaften.   



   Eine ähnliche blaue Färbung wird erhalten, wenn man einen Farbstoff verwendet, der aus einem Gemisch von   l,     5- und 1, 8-DiamirlOanthrachinon   auf die beschriebene Weise hergestellt worden ist. 



     Beispiel 10 :   20 Gew.-Teile des in Beispiel 9 beschriebenen Farbstoffes werden unter Zusatz des als Dispergiermittel dienenden Kondensationsproduktes aus 2-Naphthol-6-sulfonsäure, Kresol und Formaldehyd in feine Verteilung gebracht, dann in 380   Gew.-Teilen   Wasser dispergiert und in 600   Gew.-Teile   Stärke-Tragant-Verdickung eingearbeitet. Mit der so erhaltenen Druckpaste wird ein Gewebe aus Poly- äthylenterephthalat bedruckt, getrocknet und 15 min bei   1,     5-2 atü   gedämpft. Anschliessend wird das Verdickungsmittel ausgewaschen und zur Erzielung der optimalen Reibechtheit, wie in Beispiel 1 beschrieben, reduktiv nachbehandelt. 



   Man erhält einen blauen Druck von guter Wasch-,   Thermofixier-und Bügelechtheit.   



   Ein blauer Druck von den gleichen guten Eigenschaften wird erhalten, wenn man von einem Farbstoff ausgeht, der aus einem Gemisch von   1, 5- und 1, 8-Diaminoanthrachinon   hergestellt worden ist. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung echter Färbungen und Drucke auf Fasern oder Folien aus synthetischen Materialien, insbesondere solchen aus aromatischen Polyestern, Polyamiden, Celluloseacetat oder Cellulosetriacetat, dadurch gekennzeichnet, dass man die genannten Gebilde mit Dispersionsfarbstoffen, die durch Behandeln von   1, 5-Diaminoanthrachinon   oder   1, 8-Diaminoanthrachinon   bzw. von Gemischen aus diesen beiden Verbindungen mit Brom zwischen etwa 40 und 1000 in Wasser oder   verdünnter, konzentrier-   ter oder anhydridhaltiger Schwefelsäure und anschliessendes Erhitzen mit anhydridhaltiger Schwefelsäure in Gegenwart von Borsäure zwischen etwa 120 und 1900 erhalten werden, in wässerigem Medium in Gegenwart von Carriern zwischen etwa 8.

   0 und   110    oder in Abwesenheit von Carriern zwischen etwa 110 und 1400 färbt bzw. nach dem Bedrucken dämpft, oder nach dem Bedrucken einer kurzfristigen trockenen Hitzebehandlung zwischen etwa 180 und 2200 unterwirft. 
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Claims (1)

  1. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Fasern oder Folien aus Polyäthylenterephthalaten färbt oder bedruckt.
AT973261A 1960-12-24 1961-12-22 Verfahren zur Herstellung echter Färbungen und Drucke auf Fasern oder Folien aus synthetischen Materialien AT230321B (de)

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