CH388902A - Verfahren zum Färben von Textilfasern aus hydrophobem Material mit 1-Phenylamino-2-nitro-benzol-4-sulfonsäurephenylamid - Google Patents

Verfahren zum Färben von Textilfasern aus hydrophobem Material mit 1-Phenylamino-2-nitro-benzol-4-sulfonsäurephenylamid

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CH388902A
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CH634362A
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Sandoz Ag
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/16General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using dispersed, e.g. acetate, dyestuffs

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  Verfahren zum Färben von     Textilfasern    aus     hydrophobein    Material mit       1-Phenylamino-2-nitro-benzol-4-sulfonsäurephenylamid            1-Phenylamino-2-nitro-benzol-4-sulfonsäurephe-          nylamid    ist ein bekannter gelber Farbstoff, mit dem       hydrophobe    Stoffe aus wässriger Dispersion gefärbt  werden können. Wenn es gelungen ist, eine gleich  mässige Färbung herzustellen, so hat diese ausge  zeichnete Eigenschaften.

   Es ist jedoch sehr schwierig,  dies in wirtschaftlicher und stets wiederholbarer Weise  zu erreichen, weil der Farbstoff bei den für das Fär  ben der meisten und wichtigsten     hydrophoben    Fasern  notwendigen Temperaturen unbeständig ist. Das     fein-          teilige    Handelsprodukt lagert sich unter Färbebedin  gungen, wie sie zum Beispiel in der französischen  Patentschrift Nr.<B>1137</B> 923, Beispiel 4, beschrieben  sind, in so kurzer Zeit in eine grobteilige Kristall  modifikation um, dass nur ein Teil auf die Faser  aufzuziehen vermag, die dabei oft ungleichmässig  und wenig echt gefärbt wird. Der im Färbebad um  gewandelte Farbstoff, der nicht mehr aufzieht, wird  vom Färber     verworfen.     



  Es wurde nun gefunden, dass man gegebenen  falls zu Textilien verarbeitete Fasern und Fäden aus       hydrophoben    organischen Stoffen mit wiederholbarem  gutem Erfolg und in wirtschaftlicher Weise färben  kann, wenn man eine wärmebeständige Kristallmodi  fikation des     1-Phenylamino-2-nitro-benzol-4-sulfon-          säurephenylamids    als     Dispersionsfarbstoff    verwendet.  



  Eine solche wärmebeständige Kristallmodifika  tion kann man zum Beispiel dadurch erhalten, dass  man     1-Phenylamino-2-nitro-benzol-4-sulfonsäurephe-          nylamid    trocken oder in einem beliebigen, mit dem  Farbstoff nicht reagierenden Medium auf Tempera  turen über etwa 70  C so lange erhitzt, bis sich das  erhaltene Produkt durch Erwärmen, also zum Bei  spiel unter den angewandten Färbebedingungen, nicht  verändert. Dann entstehen keine Verluste an Farb  stoff mehr, und die erhaltenen Färbungen sind gleich-    mässig, echt und immer wiederholbar.

   Besondere Be  deutung hat das neue     Verfahren    zum Färben von  Kreuzspulen in Maschinen für das Färben bei hohen  Temperaturen und von Stückware auf dem     Kett-          baum    bei Temperaturen über 100  C.  



  Die in den Beispielen genannten Teile sind Ge  wichtsteile.  



       Beispiel   <I>1</I>  Man verwendet ein     1-Phenylamino-2-nitro-ben-          zol-4-sulfonsäure-phenylamid,    das durch thermische  Behandlung des entsprechenden Handelsproduktes,  z. B. durch dreistündiges Erwärmen mit Wasser auf  125  oder durch kurzes Erhitzen seiner Lösung in  Eisessig zum Sieden, erhalten wurde. Dieser     Farbstoff     wird zu einem Färbepräparat verarbeitet, indem 60  Teile mit 40 Teilen     Sulfitcelluloseablaugepulver    und  800 Teilen Wasser 48 Stunden in einer Kugelmühle  gemahlen werden. Die erhaltene Paste wird durch  Zerstäuben getrocknet.  



  4     Teile    des erhaltenen Färbepräparates werden  mit wenig Wasser     angeteigt.    Die erhaltene Suspension  wird durch ein Sieb einem 0,5     g/1        Laurylalkoholsulfo-          nat    enthaltenden Färbebad zugesetzt. Das Flottenver  hältnis ist 1 : 40, kann jedoch innerhalb weiter Gren  zen verändert werden. Man gibt nun 100 Teile ge  reinigtes     Polyesterfasermaterial         Dacron     (eingetra  gene Marke) bei 40-50  in das Bad, erwärmt dieses  langsam und färbt     in    Gegenwart von 5     ml/1    einer  Emulsion eines chlorierten Benzols in Wasser wäh  rend 1-2 Stunden bei 95-100 .

   Die     grünstichig    gelb  gefärbten Fasern werden hierauf gespült, geseift, er  neut gespült und getrocknet. Sie sind licht-, über  färbe-, wasch-,     wasser-,        meerwasser-,    schweiss-,     subli-          mier-,        thermofWer-    und     plissierecht.    Ausserdem sind  sie egal und haben die volle Farbstärke.      In ähnlicher Weise kann man Fasern aus andern       hydrophoben    organischen Stoffen unter den für das  betreffende Material üblichen Bedingungen aus wäss  riger Dispersion färben.  



  Als     hydrophobe    organische Stoffe kommen die  von der Textilindustrie verwendeten     vollsynthetischen     und     halbsynthetischen,        hydrophdben,    hochmolekula  ren Stoffe in Betracht, so zum Beispiel lineare aro  matische Polyester, insbesondere     Polyäthylenglykol-          terephthalat,    synthetische Polyamide, z. B.     Poly-s-          caprolactam    oder Polykondensate aus Diaminen, be  sonders     Hexamethylendiamin,    und     Dicarbonsäuren,     z.

   B.     Adipin-    oder     Pimelinsäure,    oder aus     arAmino-          undecansäure,    ferner sekundäres     Celluloseacetat          (21/2-Acetat)    oder     Cellulosetriacetat.     



  <I>Beispiel 2</I>  60 Teile des gemäss Beispiel 1 erhaltenen wärme  beständigen Farbstoffes, 40 Teile     dinaphthylmethan-          disulfonsaures    Natrium, 50 Teile     Natriumacetylsulfat     und 50 Teile wasserfreies     Natriumsulfat    werden 48  Stunden in einer Kugelmühle zu einem feinen Pulver  gemahlen.  



  Zu 8 Teilen des erhaltenen Färbepräparates in  1000 Teilen 40-50  warmen Wassers gibt man 100  Teile gereinigtes     Polyesterfasermaterial         Terylene      (eingetragene Marke) und     erwärmt    langsam. Man  färbt ungefähr 60 Minuten unter statischem     Druck    bei  120-130  und erhält nach dem Spülen, Seifen, Spülen  und Trocknen eine gelbe Färbung mit den gleichen  Echtheitseigenschaften, wie sie in Beispiel 1 angege  ben sind.  



  <I>Beispiel 3</I>  37 Teile des gemäss Beispiel 1 erhaltenen wärme  beständigen Farbstoffes, 38 Teile     dinaphthylmethan-          disulfonsaures    Natrium und 500 Teile Wasser wer  den in einer     Kugelmühle    48 Stunden gemahlen. Die  erhaltene kolloidale     Lösung    wird mit 25 Teilen     Bu-          tylcarbitol    und 400 Teilen 6     Q        iger        Carboxymethyl-          cellulose    vermischt.

   Diese Druckpaste eignet sich sehr  gut für den     Vigoureuxdruck    auf     Polyesterfaser-          Kammzug         Diolen     (eingetragene Marke). Der  Druck erfolgt mit     Hilfe    zweier     Walzen    (Dehnung         7850%    worauf ohne Zwischentrocknung bei 115 bis  120  gedämpft wird. Man erhält gelbe Drucke von  guten     Echtheiten.     



  <I>Beispiel 4</I>  Eine     wässrige,        feindisperse    Suspension aus 35  Teilen des gemäss Beispiel 1 erhaltenen wärmebestän  digen Farbstoffes, 35 Teilen     dinaphthylmethandisul-          fonsaurem    Natrium und 2 Teilen     Alginat    werden mit  100 Teilen Wasser vermischt. Ein Polyestergewebe  wird mit der erhaltenen Flotte bei Temperaturen  zwischen 20 und 70      foulardiert,    mit Luft von 60  bis l00  getrocknet und anschliessend mit heisser,  trockener Luft von 180-220  30-90 Sekunden be  handelt. Danach wird gespült und geseift. Man er  hält eine gelbe, egale Färbung mit guten Echtheits  eigenschaften.  



  In gleicher Weise kann man     Cellulosetriacetat,     z. B.      Arnel     (eingetragene Marke), färben.  <I>Beispiel 5</I>  60 Teile des gemäss Beispiel 1 erhaltenen, wärme  beständigen Farbstoffes werden mit 40 Teilen     Sulfit-          celluloseablaugepulver    und 800 Teilen Wasser in  einer Kugelmühle 48 Stunden nass gemahlen. Die er  haltene Paste wird durch Zerstäuben getrocknet.

    4 Teile des erhaltenen Färbepräparates werden mit  wenig Wasser     angeteigt.    Die erhaltene Suspension  wird durch ein Sieb einem 1 g/1     N-Oleoyl-N'-hy-          droxyäthyl-N'-        (3'-sulfo-2'-hydroxy)-propyl-äthy!endi-          amin    enthaltenden Färbebad zugesetzt. Das Flotten  verhältnis beträgt 1 :40. Man gibt nun 100 Teile       21/2-Acetatkunstseide    bei 20  in das Bad, erwärmt  dieses innerhalb 30 Minuten auf 82  und färbt eine  Stunde bei 82 . Die erhaltene gelbe Kunstseide wird  hierauf gespült und getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Färben von Textilfasern aus hy- drophobem organischem Material mit 1-Phenyl- amino-2-nitro-benzol-4-sulfonsäurephenylamid, da durch gekennzeichnet, dass eine wärmebeständige Kristallmodifikation dieser Verbindung verwendet wird.
CH634362A 1962-05-24 1962-05-25 Verfahren zum Färben von Textilfasern aus hydrophobem Material mit 1-Phenylamino-2-nitro-benzol-4-sulfonsäurephenylamid CH388902A (de)

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BE632596D BE632596A (fr) 1962-05-24 1963-05-20 Phenylamide 1-phenyl-amino-2-nitrobenzene-4-sulfonique finement divisee et thermostable, ses procedes de fabrication et ses applications
FR935783A FR1358031A (fr) 1962-05-24 1963-05-22 Phénylamide 1-phényl-amino-2-nitrobenzène-4-sulfonique finement divisée et thermostable, son procédé de fabrication et ses applications
GB20617/63A GB1040607A (en) 1962-05-24 1963-05-23 Process for the production of finely divided, heat stable 1-phenylamino-2-nitrobenzene-4-sulphonic acid phenyl amide, its production and uses
ES288251A ES288251A1 (es) 1962-05-24 1963-05-25 Procedimiento para la obtención de la amida fenílica del ácido 1-fenilamino-2-nitrobenzol-4-sulfónico, resistente al calor

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