AT230311B - Verfahren und Vorrichtung zum Lösen des Walzbarrens aus dem Walzenspalt eines Blockwalzwerkes - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Lösen des Walzbarrens aus dem Walzenspalt eines BlockwalzwerkesInfo
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Description
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Verfahren und Vorrichtung zum Lösen des Walzbarrens aus dem
Walzenspalt eines Blockwalzwerkes
Zum Blockwalzen, insbesondere von Aluminium und Aluminiumlegierungen, werden in den letzten Jahren fast ausschliesslich gehärtete Stahlwalzen verwendet, da mit den üblichen Gusswalzen die verlangte Oberflächengüte nicht erreicht werden kann. Diese Walzen sind gegen thermische Überbeanspruchung besonders empfindlich. Eine Stromunterbrechung beim Blockwalzen ruft nun eine ausserordentliche einseitige thermische Beanspruchung der Walzen hervor, die zum Reissen derselben führt, wenn sie nicht innerhalb kurzer Zeit behoben wird. Ein Stillstand von etwa 2 bis 3 min kann noch gimpflich ablaufen. Bei einem Stillstand von etwa 5 min reissen aber die Walzen infolge der übermässigen einseitigen Erhitzung durch den heissen Walzblock.
Abgesehen von dem Verlust der sehr teuren Walzen, fällt der Produktionsausfall äusserst stark ins Gewicht. Es ist infolgedessen bei einer Stromunterbrechung, die zu einem Stillstand der Blockwalzen führt, notwendig, den heissen Walzbarren möglichst rasch aus dem Walzenspalt zu entfernen, bevor die thermische Beanspruchung zum Reissen der Walzen führt.
Damit der festgefahrene Walzbarren mit Hilfe von Greifzangen od. dgl. rasch herausgezogen werden kann, sollte es möglich sein, die Walzenzustellung möglichst schlagartig zu lösen. Das Lösen des zweiteiligen Brechtopfes unter den Spindeln erfordert zu viel Zeit.
Die Erfindung bezieht sich nun auf ein Verfahren zum raschen Lösen des Walzbarrens aus dem Walzenspalt eines mittels Gleichstrommotors angetriebenen Blockwalzwerkes, bei welchem Verfahren der Brechtopf unter den Spindeln nicht gelöst zu werden, braucht.
Erfindungsgemäss wird eine Akkumulatorenbatterie in ständiger Bereitschaft gehalten und beim Ausfallen des Netzstromes der Lauf des Walzenantriebsmotors mit Hilfe des Batteriestromes umgekehrt, wodurch der Walzbarren von den Walzen freigegeben wird. Da dieser Vorgang nur sehr kurze Zeit erfordert, erfahren die Walzen keine gefährlichen Überhitzungen und bleiben infolgedessen unbeschädigt.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass der vom Netz gespeiste Walzenantriebsgleichstrommotor des Blockwalzwerkes zusätzlich mit einer Akkumulatorenbatterie über einen Schalter verbunden ist, der beim Ausfallen des Netzstromes automatisch geschlossen wird, wobei die Akkumulatorenbatterie so geschaltet ist, dass die Drehrichtung der Walzen umgekehrt wird.
Beispiel : Für ein Blockwalzwerk mit Stahlwalzen von 850 mm Durchmesser und 2200 mm Ballenlänge und einem Antriebsmotor mit einem Abschaltmoment von 116 mt (entsprechend etwa 5400 kW) werden zum Rückwärtsdrehen beim Steckenbleiben des Blockes (wie durch Versuche festgestellt wurde) 1300 A als höchste Leistung gebraucht, wenn die Grunddrehzahl des Antriebsmotors43 Umdrfmin beträgt. Es genügen 5 Umdrehungen des Motors, um auch im ungünstigsten Fall den Walzblock freizugeben. Diese 1300 A werden nur beim Anfahren benötigt. Beim weiteren Rückwärtslauf sinkt die Amperezahl auf die Hälfte herab. Es wird nun gemäss einerAusführung der Erfindung eine Nickel-Kadmium-Stahl-Batterie mit einer Nennspannung von 96 V und einer Kapazität von 284 Ah bei halbstündiger Entladung bereitgestellt.
Diese Batterie kann 1 min lang einen Stromstoss von 1600 A abgegeben, wobei die Spannung auf etwa 60 V sinkt ; anschliessend kann sie noch etwa 12 min lang mit 800 A und etwa 80 V entladen werden. Sie wird durch ein automatisches Ladegerät auf voller Spannung gehalten und nach abgegebener Leistung durch
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dasselbe Gerät innerhalb von 2 bis 3 h auf volle Spannung wieder aufgeladen. Auf dem Steuerpultsind zusätzliche Drucktasten für manuelle Einschaltung vorgesehen. Die Akkumulatorenbatterie ist so geschaltet, dass beim Schliessen des Stromkreises mit dem Walzenantriebsmotor der Lauf desselben umgekehrt wird. Beim Ausfallen des Netzstromes wird einschalter, über den der Walzenantriebsmotor mit der Akkumulatorenbatterie verbunden ist, automatisch geschlossen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Lösen des Walzbarrens aus dem Walzenspalt eines Blockwalzwerkes, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ausfallen des Netzstromes der Lauf des Walzenantriebsmotors mit Hilfe des Stromes einer Akkumulatorenbatterie umgekehrt und dadurch der Block von den Walzen freigegeben wird.
Claims (1)
- 2. Blockwalzwerk, insbesondere zum Walzen von Aluminium und Aluminiumlegierungen, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Netz gespeiste Walzenantriebsgleichstrommotor desBlockwalzwerkes zusätzlich mit einer Akkumulatorenbatterie über einen Schalter verbunden ist, der beim Ausfallen des Netzstromes automatisch geschlossen wird, wobei die Akkumulatorenbatterie so geschaltet ist, dass die Drehrichtung der Walzen umgekehrt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH230311X | 1961-08-22 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT230311B true AT230311B (de) | 1963-12-10 |
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ID=4456542
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT569862A AT230311B (de) | 1961-08-22 | 1962-07-13 | Verfahren und Vorrichtung zum Lösen des Walzbarrens aus dem Walzenspalt eines Blockwalzwerkes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT230311B (de) |
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1962
- 1962-07-13 AT AT569862A patent/AT230311B/de active
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