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Stossschutzeinrichtung für Schleusentore
Stossschutzeinrichtungen für Schleusentore dienen dazu, die Torkonstruktion vor Schiffsstössen und so- mit vor Beschädigungen durch zu schnell einfahrende Schiffe zu schützen. Die Stossschutzeinrichtungen bestehen in üblicher Weise aus einem Stossfänger oder Stossbalken in einer Fachwerk- oder Stegblechkonstruktion, der bei auftretendem Schiffstoss in einer starken Führung zurückgleitet und den Stoss über
Gummifedern, Stahlfedern oder hydraulische Zylinder abfängt, dämpft und an die Torkonstruktion als verhältnismässig niedrige Kraft abgibt.
Bei Stossschutzeinrichtungen mit einem oder mehreren hydraulischen Zylindern als Dämpfungsmittel ist der Dämpfungswiderstand regelbar. Sie werden daher in zunehmendem Masse verwendet. Zur Aufnahme nicht zu grosser Kräfte ist es mit Rücksicht auf den baulichen Aufwand vorteilhaft, nur einen hydraulischen Zylinder vorzusehen. Die bekannten derartigen Stossschutzeinrichtungen benötigen für das Vorschieben des Kolbens nach der Stosseinwirkung eine besondere Pumpe.
Die Erfindung bezweckt, diese Pumpe mit ihren Zusatzeinrichtungen zu sparen und weitere Verbesserungen in der Wirkung des Stossschutzes zu erreichen. Sie ist bei einer Stossschutzeinrichtung für Schleusentore, bestehend aus einem mit dem Schleusentor verbundenen, in waagrechter Ebene geführten Stossbalken, bei dessen Verschiebung auf dem Schleusentor angebrachte Dämpfungsmittel mit zunehmendem Dämpfungswiderstand beansprucht werden, dadurch gekennzeichnet, dass als Dämpfungsmittel ein hydraulischer Zylinder dient, dessen Kolbenstange am vord eren Ende mit dem Stossbalken gelenkig verbunden ist und dessen vor und hinter dem Kolben liegenden Räume durch eine mit einem Überdruckventil versehene Leitung miteinander in Verbindung stehen,
die hinter dem Überdruckventil an einen teilweise mit Luft gefüllten Speicher und vor dem Überdruckventil an einen ebenfalls teilweise mit Luft gefüllten Reservebehälter angeschlossen ist, wobei das Überdruckventil für den Rücklauf der Druckflüssigkeit durch eine mit einem Rückschlagventil versehene Leitung überbrückt ist. Zur Aufnahme der bei einem Schiffsstoss auftretenden exzentrischen Kräfte wird eine Geradführungsvorrichtung mit zweckmässig horizontalen Führungsrollen vorgesehen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Draufsicht auf die an einem Stemmtor angebrachte Stossschutzeinrichtung, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. l bei geöffnetem Tor, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1 bei ge- öffnetem Tor und Fig. 4 das hydraulische System des Dämpfungszylinders.
Der mit der Stossschutzeinrichtung versehene eine Flügel 1 eines Stemmtores ist nach Fig. 1 bei 2 drehbar an der einen Wand 3 der Schleusenkammer 4 gelagert. Die auf dem in geschlossener Stellung dargestellten Flügel angebrachte Stossschutzeinrichtung besteht aus dem von einem Profilstahlträger gebildeten Stossbalken 5, der an der Vorderseite eine Hartholzbohle 6 trägt, dem hydraulischen Zylinder 7 und der Geradführungsvorrichtung 8. Der Stossbalken 5 liegt parallel zum Stemmtorflügel und schräg zur Stromrichtung 9. Der hydraulische Zylinder 7, dessen Kolbenstange 10 durch einen Bolzen 11 gelenkig mit dem Stossbalken 5 verbunden ist, ist am hinteren Ende in an der Torkonstruktion befestigten Book- ken 12 mittels eines waagrechten Bolzens 13 schwenkbar gelagert.
Diese schwenkbare Lagerung (Fig. 1 und 2) hat den Zweck, bei einer Stosseinwirkung etwa eintretende Durchbiegungen des Stossbalkens auf-
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