<Desc/Clms Page number 1>
Stossschutzvorrichtung für Schleusentore u. dgl.
Gegenstand des Stammpatentes Nr. 217379 ist eine Stossschutzvorrichtung für Schleusentore u. dgl., die aus einem in waagrechter Ebene in Schleusenlängsrichtung im Gleichlauf verschieblichen, als Biegeoder Fachwerkträger ausgebildeten Bremsbalken besteht, der sich unter Zwischenschaltung von Flüssig- keits-Bremszylindern, die durch zwei kreuzweise geführte, in die Zylinderräume vor und hinter dem Kolben mündende Rohrleitungen miteinander verbunden sind, auf dem Tor gelenkig abstützt. Ein weiteres
EMI1.1
einander verbindenden Leitungen ein unter regelbarem Federdruck stehendes Drosselventil eingeschaltet ist, welches eine wegabhängige selbsttätige Veränderung der Bremskraft ermöglicht.
Die Auflagerung des im Stammpatent beschriebenen Stossschutzbalkens auf dem Schleusentor ist je nach den örtlichen Verhältnissen verschieden. Im allgemeinen liegt der Stossschutzbalken über der Schleusenplattformhöhe und somit beträchtlich über dem Oberwasserspiegel. Da der oberste Torriegel aus konstruktiven Gründen meist mit dem Oberwasserspiegel annähernd gleich hoch liegt, müssen die vom Stossschutzbalken abgegebenen Kräfte über biegesteife Vertikalrahmen auf den obersten Riegel weitergeleitet werden, um dann vom Tor auf das Mauerwerk übertragen werden zu können. Dabei muss eine etwaige lotrechte Kraftkomponente des auftreffenden Schiffsstosses über einen weiteren Vertikalrahmen in die Stauwand bzw. in den rückwärtigen Verband des Tores übergeleitet werden.
Die zusätzliche Erfindung löst die Aufgabe, die aufwendigen biegesteifen Rahmen und Konstruktionglieder für die Einleitung der Kraftkomponenten der Stosskraft durch leichtere Elemente zu ersetzen. Dies wird dadurch erreicht, dass der Stossschutzbalken seine Auflagerkräfte über je zwei in vertikalen Ebenen liegende, mit dem Balken und dem obersten Torriegel gelenkig verbundene Druck- und Zugstäbe, die ein Parallelogramm-Gelenksystem bilden, unmittelbar in den obersten Riegel abgibt, wobei in das Parallelogramm als Diagonalstab ein Flüssigkeits-Bremszylinder eingezogen ist. Beim Auftreffen des Schiffsstosses bewegt sich damit der horizontale Stossschutzbalken infolge der parallelogrammartigen Führung in Richtung Unterwasser, wobei diese Bewegung eine Verlängerung der Diagonalen bewirkt, welcher der Bremswirkung des Zylinders entgegenwirkt.
An Stelle der bisherigen biegesteifen Rahmen sind also nur noch fachwerkartige Stäbe erforderlich. Ein weiterer Vorteil gegenüber der Lösung des Stammpatentes ergibt sich dadurch, dass der Bremszylinder bei gleicher horizontaler Verschiebung des Stossschutzbalkens eine kürzere Baulänge erhält und dadurch Kostenersparnisse eintreten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der zusätzlichen Erfindung der Ausführung nach dem Stammpatent gegenübergestellt. Es zeigen : Fig. l die Anordnung der Stossschutzvorrichtung am Schleusentor gemäss dem Stammpatent, Fig. 2 und 3 die erfindungsgemässe Verlagerung der Stossschutzvorrichtung in verschiedenen Stellungen, jeweils in senkrechtem Schnitt.
Gemäss Fig. 1 werden die vomStossschutzbalkenl abgegebenenKräfte über die biegesteifen Vertikalrahmen 13 auf den obersten Torriegel 14 weitergeleitet, der gewöhnlich auf der Höhe des Oberwasserspiegels 15 liegt. Der Stossschutzbalken 1 ist über der Schleusenplattenhöhe 16 vor dem Bremszylinder 8 angeordnet, dessen Kolbenstange 7 an Schutzbalken gelenkig befestigt ist.
Die lotrechte Kraftkomponente p 3 wird in die Stauwand 17 bzw. in den rückwärtigen Verband 18 des Tores übergeleitet, da die Kolbenstange 7 keine weiteren Belastungen aufzunehmen vermag.
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
der Auflagerkräfte werden über die in vertikalen Ebenen liegenden, mit dem Schutzbalken 1 und dem obersten Riegel 14 gelenkig verbundenen Druck- und Zugstäbe 19, die ein Parallelogramm-Gelenksystem bilden, unmittelbar in den obersten Riegel eingeleitet, wobei in das Parallelogramm der Bremszylinder 8 als Diagonalstab eingezogen ist. Fig. 3 zeigt das Parallelogramm-Gelenksystem nach Auftreffen des Schiffsstosses.