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Scheinwerfer für Kraftfahrzeuge
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pers in der Betriebslage des Scheinwerfers in geringer Entfernung oberhalb der Achse dieses Reflektors liegt, vorzugsweise derart, dass die Achse des Reflektors die Unterseite des Glühkörpers berührt.
Wenn der Scheinwerfer auch zum Erzeugen eines Hauptbündels eingerichtet ist, ist vorzugsweise im Scheinwerfer neben den Reflektor-Glühkörper-Kombinationen zum Bilden der Abblendbündelteile eine dritte Kombination eines Reflektors und eines zugeordneten wendelförmigen Glühkörpers mit gestreckter Achse vorhanden, die etwa im Brennpunkt des zugeordneten Reflektors senkrecht auf dessen Achse steht, während die Brennweite dieses Reflektors etwa der Brennweite des Reflektors zum Bilden des breitgestreuten Teiles des Abblendbündels entspricht, wobei das Hauptbündelmuster aus mindestens zwei Teilen besteht, von denen einer von der Kombination erzeugt wird, die zum Bilden des breitgestreuten Abblendbündelteiles dient, und ein anderer Teil von der dritten Kombination gebildet wird.
Jeder Glühkörper kann in einem eigenen Kolben untergebracht sein, der gegebenenfalls mit Gas gefüllt ist. Die so gebildeten Lampen können Jodlampen sein. Diese enthalten in der Regel einen aus Wolfram bestehenden Glühkörper und etwas freies oder gebundenes Jod ; dieses Jod hat die Eigenschaft, das an den kälteren Stellen der Lampe befindliche verdampfte Glühkörpermaterial aufzunehmen und zu den wärmsten Teilen des Glühkörpers zurückzuführen, so dass dieser Glühkörper regeneriert wird.
Anstatt jeden Glühkörper in einem eigenen Kolben unterzubringen, können auch sämtliche Glühkörper in einem gemeinsamen, gegebenenfalls gasgefüllten Raum untergebracht sein, dessen Wände durch die Reflektoren und eine Abschlussscheibe gebildet sind.
Der Scheinwerfer nach der Erfindung kann vorzugsweise auch zum Erzeugen eines Standlichtes eingerichtet sein, d. h. eines in der Vorwärtsrichtung ausgestrahlten weissen Lichtes, das bei gelöschtem Haupt- oder Abblendbündel das Kraftfahrzeug an der Vorderseite kenntlichmachen soll.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Die Fig. 1 und 2 stellen eine Ausführungsform eines Scheinwerfers nach der Erfindung in Vorderansicht bzw. im Schnitt dar. In den Fig. 3 und 4 ist längs den Ebenen III-IH bzw. IV-IV geführten Schnitten die in Fig. l mit A bezeichnete Kombination eines Reflektors und einer Lampe in vergrössertem Massstab dargestellt. Die Fig. 5 und 6 stellen die Bündelmuster der mit dem Scheinwerfer nach den Fig. 1 und 2 erhaltenen Abblend-und Hauptbündel auf einer vertikalen Ebene dar, die sich etwa 10 m vor dem horizontal angeordneten Scheinwerfer befindet.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Scheinwerfer weist einen Aussendurchmesser D von 180 mm auf.
Er ist auf der Hinterseite des Scheinwerfergehäuses mit Kontaktstreifen 1 versehen, die mit Kontaktbuchsen zusammenarbeiten sollen, die sich im Hohlraum des Kotflügels eines Kraftfahrzeuges, in dem ein Kraftfahrzeugscheinwerfer angebracht werden kann, befinden. Das Scheinwerfergehäuse besteht im wesentlichen aus einem napfförmigen Teil 2, der mit einem Boden 3 versehen ist. An dem Rand 4 dieses Körpers ist eine Abschlussscheibe 5 befestigt. Diese Abschlussscheibe weist auf der Vorderseite einen Passrand 6 auf, der als Anschlagrand für den schematisch angegebenen Befestigungsring 7 dient, mit dessen Hilfe der Scheinwerfer in der Karosserie des Kraftfahrzeuges befestigt wird.
Der dargestellte Scheinwerfer weist drei Kombinationen auf, die mit A, Bund C bezeichnet sind und je aus einem Reflektor und einer mit diesem zusammenarbeitenden Lampe bestehen. Die Reflektoren sind mit 8,9 und 10 bezeichnet, während die Lampen die Bezugsziffern 11,12 und 13 tragen. Die aufgenommene Leistung jedes Glühkörpers ist hier 40 W.
In den Fig. 3 und 4 ist die Kombination A in grösserem Massstab in zwei Schnitten dargestellt. Der parabolische Reflektor 8 hat eine Brennweite f, die hier etwa 15 mm beträgt. Diese Brennweite, die für Kraftwagenscheinwerfer aussergewöhnlich klein ist, wird durch die Verwendung der Lampe ermöglicht.
DieseLampe weist einen kurzen gewendelten Glühkörper 14 auf, dessen Längsachse senkrecht zur Reflektorachse X-X steht und der hier ausserdem oberhalb der Achse dieses Reflektors so angeordnet ist, dass diese Achse die Unterseite des Glühkörpers berührt. Der Glühkörper 14 ist in einem aus Quarzglas bestehenden rohrförmigen Kolben untergebracht, der einen Durchmesser d von etwa 8 mm und eine Länge 1 von etwa 24 mm hat.
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ser Kolben ist an beiden Enden durch eine Quetschung 15 bzw. 16 verschlossen, in denen'die unter rechtem Winkel abgebogenen Enden der Poldrähte 17 bzw. 18 aufgenommen sind. Der Kolben ist gasgefüllt, wozu sich am Kolben ein abgeschmolzener Pumpstengel 19 befindet. Weiter enthält der Kolben Jod oder eine zum beabsichtigten Zweck geeignete Jodverbindung, die bei Erhitzung durch Dissoziation Jod abgibt.
Dieses Jod hat die Eigenschaft, im Betrieb der Lampe den Glühkörper zu regenerieren. Dies bedeutet, dass dieser Hilfsstoff verdampftes Glühkörpermaterial (meist Wolfram) von den kälteren Stellen des Kolbens zu den wärmsten Stellen in der Lampe zurückführt. Diese werden von den dünnsten Stellen des
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Glühkörpers gebildet, so dass diese dünnsten Teile des Glühkörpers durch den Jodkreislauf selbsttätig verstärkt werden.
Eine Bedingung hiefür ist jedoch, dass an den ältesten Stellen des Inneren dieses Lampgefässes eine
Temperatur von mindestens etwa 2500C herrscht, so dass der Kolben äusserst klein sein muss. Diese Bedin- gung wird erfüllt, wenn der Kolben einen Flächeninhalt von höchstens 1 cm 2 je 5 W Leistung hat, die vom im Kolben befindlichen Glühkörper aufgenommen wird.
Die geringen Abmessungen der Lampen ermöglichen es, sie mit einem für Autobeleuchtung ausserge- wöhnlich kleinen Reflektordurchmesser zusammenarbeiten zu lassen. Bei der Ausführungsform der Lampe nach Fig. 1 beträgt der Durchmesser der Reflektoren 8,9 und 10 nur etwa 80 mm.
Infolge des kleinen Kolbendurchmessers ergibt sich zunächst der Vorteil, dass zum Bilden der Bündel ein im Vergleich zu üblichen Kraftwagenscheinwerfern verhältnismässig grosser Teil des Reflektors zur
Verfügung steht. Weiter ist der Nachteil schwer kontrollierbarer Abweichungen in der vorgeschriebenen Bündelbildung viel kleiner als bei den üblichen Kraftwagenscheinwerfern, weil die Abmessungen des Lampenkolbens beim Scheinwerfer nach der Erfindung äusserst gering sind.
Schliesslich ist die Differenz im Streuungswinkel, der bei den unterschiedlichen Reflektorteilen auftritt, viel kleiner als bei den üblichen Kraftwagenscheinwerfern mit Glühkörpern grösserer Abmessungen.
Insbesondere muss es als ein Vorteil des Scheinwerfers nach der Erfindung betrachtet werden, dass bei Verwendung der Lampen, mit denen der Scheinwerfer nach der Erfindung ausgerüstet ist, jede dieser Lampen mit einem eigenen Reflektor zusammenarbeiten kann, wobei der von jedem dieser Reflektoren erhaltene Lichtstrom mit dem der üblichen Kraftwagenscheinwerfer vergleichbar ist. Der Scheinwerfer nach der Erfindung hat jedoch nicht den Nachteil der bekannten Scheinwerfer, dass der Reflektor und gegebenenfalls auch die Abschlussscheibe so gebaut sein müssen, dass sie sowohl mit dem Glühkörper für das Hauptbündel, als auch mit demjenigen für das Abblendbündel zusammenarbeiten können. Diese Anforderung hat bei den bekannten Scheinwerfern zur Folge, dass die Gestaltung der Reflektoren und der Abschlussscheibe meist zu einer Kompromisslösung führt.
Wie bereits erwähnt, enthält der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Scheinwerfer drei Kombinationen A, B und C, wobei jede Kombination aus einer Lampe und einem mit dieser zusammenwirkenden Reflektor besteht. Im vorliegenden Falle sind die Reflektoren 8,9 und 10 als vertiefte Teile in einem aus Kunststoff bestehenden Körper 20 ausgebildet, der mit seinem Rand zwischen dem Rand 4 des Körpers 2 und dem Aussenrand der Abschlussscheibe 5 befestigt ist. Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, sind die Poldrähte der Lampen durch Öffnungen in den Reflektoren hindurchgeführt und in diesen befestigt ; sie enden in den vorerwähnten Kontaktzungen 1.
Wie bereits erwähnt, beträgt der Durchmesser der Reflektoren 8, 9 und 10 etwa 80 mm. Die Brennweiten der Reflektoren 8,9 und 10 sind jedoch untereinander nicht gleich, u. zw. betragen die Brennweiten der Reflektoren 8 und 10 je etwa 15 mm, während die des Reflektors 9 etwa 25 mm ist. Selbstverständlich ist es'nicht erforderlich, dass die Reflektordurchmesser untereinander gleich sind, es ist aber erforderlich, dass das Verhältnis Reflektordurchmesser/Brennweite bei den Reflektoren 8 und 10 grösser ist als beim Reflektor 9.
Die Achsen der gestreckten Glühkörper der Lampen 12 und 13 schneiden im Gegensatz zur Achse der Lampe ll, die Achsen der zugeordneten Reflektoren in deren Brennpunkten.
Mit Rücksicht auf die Bündelerzeugung des Scheinwerfers sei folgendes bemerkt.
Fig. 1 stellt eine Vorderansicht des Scheinwerfers nach der Erfindung dar. Jemand, der vor dem Kraftwagen steht, der mit diesen Scheinwerfern ausgerüstet ist, sieht somit diese Scheinwerfer auf die in Fig. 1 dargestellte Weise. Die Bündelmuster der Fig. 5 und 6 sind so wiedergegeben, wie sie vom Fahrer eines mit diesem Scheinwerfer versehenen Kraftwagens wahrgenommen werden.
Bei der Verwendung des Scheinwerfers nach der Erfindung wird das Bündelmuster jedes Bündels durch die gleichzeitige Einschaltung zweier der im Scheinwerfer nach der Erfindung vorhandenen Kombinationen erhalten. Das in Fig. 5 dargestellte Bündelmuster des Abblendbündels ergibt sich durch Einschaltung der Kombinationen A und B der Fig. 1. Der Lichtfleck A'der Fig. 5 rührt von der Kombination A der Fig. 1 her, der Lichtfleck B'der Fig. 5 von der Kombination B. Da der Teil der Abschlussscheibe 5, der vor der Kombination A liegt, mit senkrechten Riffeln 21 versehenen ist, ist der Lichtfleck A'seitlich stark gestreut. Der Teil der Abschlussscheibe, der vor der Kombination B liegt, ist glatt, so dass der Lichtfleck B' durch nahezu nicht gestreute Abbildungen des in der Lampe 12 befindlichen Glühkörpers erzeugt wird.
Das in Fig. 5 angegebene Bündelmuster ist für Abblendbeleuchtung äusserst gut geeignet, weil nur an der dem entgegenkommenden Verkehr (bei Rechtsverkehr) abgewendeten Seite der vertikalen Ebene P-P sich ein Teil des Bündelmusters befindet, der oberhalb der Ebene Q-Q liegt, die die für Abblendbeleuchtung
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