AT229486B - Verfahren zur Herstellung einer Oralvaccine - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer OralvaccineInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung einer Oralvaccine
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Oralvaccine für Haustiere.
Es ist bekannt, Vaccine herzustellen, die eine gewisse Immunität gegen Krankheiten verleihen, welche durch bestimmte Mikroorganismen hervorgerufen werden, indem man die Virulenz der infektiösen
Organismen vermindert oder reduziert. Es wird beispielsweise das BacillusCalmette-Guerin- (B. C. G.)-
Vaccin, welches zur Hervorrufung einer Resistenz gegen Tuberkulose verwendet wird, aus Kulturen von lebenden Bazillen gemacht, welche abgeschwächt worden sind, und Gelbfieber-Vaccin ist ein Beispiel eines Vaccins, welches aus einem abgeschwächten Virenstamm hergestellt wird. Bisher ist es aber nicht möglich gewesen, Vaccine herzustellen, welche einen gewissen Immunitätsgrad gegen Krankheiten ver- leihen, die durch parasitäre Metazoen hervorgerufen werden.
Die Krankheiten, welche durch diese Parasiten verursacht werden, sind bei Haustieren schwer zu bekämpfen und sind von beträchtlicher ökonomischer Bedeutung, nicht nur durch den Verlust der infizierten Tiere, sondern auch da das Land, auf welchem sich diese Tiere befunden haben, desinfiziert werden muss.
Gemäss der Erfindung werden Oralvaccine vorgesehen, welche einen gewissen Immunitätsgrad gegen Krankheiten bewirken, die durch solche endoparasitäre Metazoen hervorgerufen werden, die bei Haustieren Krankheiten hervorrufen und eine migratorische Larvenform oder-formen besitzen.
Die neuen Oralvaccine der Erfindung bestehen aus einem wässerigen Trägermedium, welches lebende, aber abgeschwächte Metazoen enthält, die pathogen für Haustiere sind und zu den Fadenwürmern, Saugwürmern oder Bandwürmern gehören und in Form von Eiern oder einer vor-migratorischen oder migratorischen unreifen Form vorliegen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer Oralvaccine gegen Wurmerkrankungen der Haustiere, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Suspension von tierpathogenen Nematoden, wie Dictyocaulus viviparus, Haemonchus contortus, Ascaris lumbricoides, Nematodirus, oder Trematoden, wie Fasciola gigantica, Fasciola helatica, bzw. Cestoden, wie Taenia saginata, in Form der Eier oder einer unreifen Form des Entwicklungskreislaufes, in einem wässerigen Medium der Einwirkung einer ionisierenden Strahlung in einer solchen Dosierung unterworfen wird, dass die Endoparasiten apathogen und vermehrungsunfähig werden, jedoch ihre antigenen Eigenschaften erhalten bleiben.
Die bestrahlten Organismen können dann in einem wässerigen Trägermedium, wie z. B. physiologischer Salzlösung, suspendiert werden, um sie so zur Verwendung als Vaccin geeignet zu machen.
Vorzugsweise werden Röntgenstrahlen als ionisierende Strahlung verwendet. Es können aber auch andere Strahlungsquellen zur Hervorrufung der ionisierenden Strahlung verwendet werden, so z. B. Kobalt 60.
Vorzugsweise wird als Parasit Dictyocaulus viviparus verwendet.
In bestimmten Fällen kann es wünschenswert sein, die Parasiten in einem Zustand ihres Entwicklungskreislaufes zu sammeln, welcher nicht das gewünschte Stadium der Bestrahlung ist ; in diesem Falle können sie unter geeigneten Bedingungen aufbewahrt werden, bis ihre Ausreifung in das gewünschte Stadium stattgefunden hat.
Folgende Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung erläutern, ohne dass diese jedoch hierauf beschränkt sein soll.
Beispiel l : Fäkalien, welche von Kälbern stammten, die mit Dictyocaulus viviparus infiziert waren und welche Larven im ersten Entwicklungsstadium enthielten, wurden gesammelt und 8 Tage lang
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Alle in den Tieren, an welche die bestrahlten Larven verabreicht worden waren, gefundenen Parasiten waren unreif.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung einer Oralvaccine gegen Wurmerkrankungen der Haustiere, dadurch gekennzeichnet, dass eine Suspension von tierpathogenen Nematoden, wie Dictyocaulus viviparus, Haemonchus contortus, Ascaris lumbricoides, Nematodirus, oder Trematoden, wie Fasciola gigantica, Fasciola helatica, bzw. Cestoden, wie Taenia saginata, in Form der Eier oder einer unreifen Form des Entwicklungskreislaufes, in einem wässerigen Medium der Einwirkung einer ionisierenden Strahlung in einer solchen Dosierung unterworfen wird, dass die Endoparasiten apathogen und vermehrungsunfähig werden, jedoch ihre antigenen Eigenschaften erhalten bleiben.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als ionisierende Strahlung Röntgenstrahlen in einer Dosis von 1000 bis 100000 r, vorzugsweise 20000 bis 60000 r, verwendet wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als ionisierende Strahlung die Strahlung von Kobalt 60 in entsprechender Dosierung verwendet wird.
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