AT228927B - Verfahren zur Herstellung regenerativer Seren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung regenerativer Seren

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Bernhard Dr Joos
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Joos Bernhard
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung regenerativer Seren 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 und Herzdegenerationenkörper ist demnach nicht im kranken Menschen, sondern im gesunden Tier vorzunehmen. Bei der Immu- nisierung der Tiere mit menschlichen Organen sind die erzeugten Antikörper spezifisch gegen den Men- schen gerichtet und soweit vollständig, als die entsprechenden Organe, die beim kranken Menschen an- geregt werden sollen, auch als Antigene zur Herstellung des Serums verwendet werden. 



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist deshalb ein Verfahren zur Herstellung von neuartigen cytotoxi- schen Seren durch Immunisierung eines Wirtstieres gegen Antigen und Gewinnung des Serums aus dem immunisierten Tier, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man dem Tier als Antigen Zellsuspensionen aus menschlichem Embryonalgewebe oder daraus hergestellte Zellkulturen einverleibt und nach Erreichung einer genügenden Immunisierung das Serum gewinnt. 



   Solche Zellsuspensionen bzw. Extrakte können unter Verwendung ganzer menschlicher oder tierischer
Embryonen erhalten werden, man kann dazu aber auch nur einzelne Organe oder Organosysteme des
Embryos sowie   Plazenten- und   Zellkulturen solcher Gewebe einzeln oder in Mischung miteinander ver- wenden. 



   Das dem Wirtstier einzuspritzende Material wird vorher, zweckmässig unter Mitverwendung von physiologischer Kochsalzlösung homogenisiert und in Form einer Zellsuspension oder Extrakte injiziert. 



   Durch geeignete Wahl des Embryonalgewebes kann man die verschiedenartigsten Seren erhalten, z. B. muskelspezifische Seren gegen Myasthenie, leberspezifische gegen Erkrankungen der Leber, haut- spezifische gegen chronisch konstitutionelle Exzeme usw. 



   Da die neuen Seren artspezifisch Wirkung haben, muss man bei der Herstellung von humanmedizi- nischen Produkten von menschlichem Embryonalgewebe ausgehen, während man für veterinärmedizini- sche Seren von Embryonalgewebe der zu behandelnden Tierart ausgeht. Die Art des Zwischenwirtes, in dem das Serum gebildet wird, ist nicht kritisch. 



   Beispiel : Ein 200 g schwerer menschlicher Embryo wird mit   1000   ml physiologischer Kochsalz- lösung homogenisiert. Mit dem so gewonnenen Antigen werden in der üblichen Weise Kaninchen oder sonstige geeignete Tiere zwecks Serumgewinnung immunisiert, was wie folgt geschieht :
0,25 ml obiger Suspension wird einem 2 kg schweren Kaninchen subkutan eingespritzt, nach jedem   4. - 5.   Tag wird diese Einspritzung wiederholt, u. zw. mit allmählich gesteigerten Dosen bis zu 2 ml
Suspension. Die Stelle der Einspritzungen wird auch gewechselt, indem man intramuskulär, intraperitoneal und intravenös die Suspension einspritzt. Die Immunisierung wird so lange fortgeführt, bis ein probenweise entnommenes Serum von dem Tier einen Präzipitationstiter von mindestens 1 zu 1 Million zeigt. 



   Die Gewinnung des Serums aus dem immunisierten Tier erfolgt nach den in der Serologie üblichen Arbeitsweisen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : . Verfahren zur Herstellung neuer regenerativer Seren durch Immunisierung von Wirtstieren, dadurch gekennzeichnet, dass man diesen Tieren als Antigene Zellsuspensionen aus menschlichem Embryonalgewebe oder daraus hergestellte Zellkulturen einverleibt und nach Erreichung einer genügenden Immunisierung das Serum gewinnt.
AT628754A 1953-11-23 1954-11-15 Verfahren zur Herstellung regenerativer Seren AT228927B (de)

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