AT228162B - Mittel zur Hochveredlung, insbesondere zum Knitterfestmachen von Textilien aus Cellulose- und/oder Regeneratcellulosefasern - Google Patents

Mittel zur Hochveredlung, insbesondere zum Knitterfestmachen von Textilien aus Cellulose- und/oder Regeneratcellulosefasern

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  Mittel zur Hochveredlung, insbesondere zum Knitterfestmachen von Textilien aus Cellulose- und/oder   Regeneratcellulosefasern   
Acetalharze, deren Herstellung und textile Verwendung z. B. aus der USA-Patentschrift Nr.   2, 643, 236   bekannt ist, haben den Vorteil der fehlenden Chlorretention. Darunter wird die Erscheinung verstanden, dass mit Kunstharzen behandelte Textilien bei der Wäsche unter Anwendung von chlorabspaltenden Mitteln oder chlorhaltigem Wasser Verbräunung und Gewebebeschädigung beim Bügeln ergeben. Das Chlor wird bei den sonst zur Hochveredlung benutzten, aminogruppenhaltigen Kunstharzen von diesen absorbiert und spaltet sich beim Bügeln wieder ab. Durch den fehlenden Stickstoffgehalt besitzen Acetalharze überhaupt keine Chlorretention.

   Ihr Nachteil besteht aber darin, dass sie wesentlich schlechtere Knitterfestigkeit als die stickstoffhaltigen Harze ergeben. 



   Es wurde nun gefunden, dass ein Zusatz von Acetalharzen zu einer Mischung bestimmter stickstoffhaltiger Harze deren Chlorretention weit über das erwartete Mass hinaus verringert, anderseits aber die erzielbare Knitterfestigkeit weniger beeinträchtigt, als anzunehmen war. Als Mischung der stickstoffhaltigen Harze kommen   Penta- oder Hexamethylolmelamine,   die an den Methylolgruppen weitgehend durch einwertige Alkohole mit 1-3 C-Atomen veräthert sind, zusammen mit Dimethylolverbindungen von Alkylenharnstoffen oder -thioharnstoffen, insbesondere Äthylenharnstoff, in Frage.

   Gegebenenfalls können die verätherten Methylolmelamine, an deren Stelle auch entsprechende Verbindungen von andern Aminotriazinen, wi   : Ammsiin,   usw. treten können, teilweise durch Triazonharze ersetzt werden, das sind Dimethylolverbindungen von Stoffen, die dem   M lamin entsprechen,   in denen jedoch an einem RingKohlenstoffatom ein Sauerstoff gebunden ist. 



   Als Zusatz an Acetalharzen genügen schon 10% der Menge der übrigen Harze, man kann aber bis zu   40%   gehen, wobei immer noch gute Knitterfestigkeit erhalten wird. 



   Die Mengen der einzelnen   Harzarten   können innerhalb gewisser Grenzen schwanken. Von den Acetalharzen werden 10-40%, insbesondere 20%, von den Dimethylolalkylenharnstoffen   40-70%, insbe-     sondece   55%, und von den verätherten Methylolaminotriazinen   10-30%, insbesondere 25%, angewendet.   



   Die Acetalharze sind Umwandlungsprodukte von Mono- oder Dialdehyden, insbesondere Formaldehyd oder Glyoxal, mit ein-oder mehrwertigen aliphatischen Alkoholen. 



   Man kann die einzelnen Harzarten miteinander mischen und daraus das Textilbehandlungsbad ansetzen, es ist aber auch möglich, die Harze einzeln in der Flotte aufzulösen. 



   Als Härtungsmittel für die Harzmischungen sind vor allem Magnesiumchlorid, Zinkchlorid oder - nitrat geeignet. Von dem Magnesiumsalz (mit 6 Mol Kristallwasser) werden 30-40% gerechnet auf das Gewicht der 100%igen Harzmischung angewandt, von den Zinksalzen 20-35%. 



   Die textile Anwendungskonzentration beträgt 60-80 g   100%ige Harzmischung   je Liter Flotte. Die 
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 mit Seife und Soda   129  in   der Kette und   1250 im Schuss   betragen. Der Reissfestigkeitsverlust durch fünfmalige aufeinanderfolgende Kochwäsche, abgewechselt mit Chlorwäsche nach AATCC und ScorchTest bei   1850 beträgt 6%.   



   Eine Vergilbung der Ware ist hiebei nicht festzustellen. 



   Beispiel 2 : Man mischt
70 Gew.-Teile Dimethyloläthylenharnstoff,
15   Gew.-Teile äthyliertes   Heptamethylolmelamin und
15   Gew.-Teile   eines Acetals,   das aus einem Mol Pentaerythrit und 2 Mol Formaldehyd hergestellt ist. Von dieser Mischung werden 60 g zusammen mit 14 g Zinkchlorid in 1 1 Wasser gelöst. Eine wie in Beispiel 1 behandelte Ware hat   

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 Knitterwinkel von   128   in   der Kette und   1260 im Schuss.   Durch fünfmalige Kochwäsche bleiben die Knitterwinkel unverändert (Kette   126 ,   Schuss   125 ).   



   Der Reissfestigkeitsabfall bei der im Beispiel 1 beschriebenen Behandlung beträgt   10%.   Eine Vergilbung tritt nicht ein. 



   Beispiel 3 : Eine Flotte wird durch Lösen von 
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15% methyliertem Hexamethylolmelamin,   10%   Dimethyloläthylperhydrotriazon und   20%   eines Äthylenglykolformaldehydacetals derart hergestellt, dass sie 70   g/l   sämtlicher Produkte enthält. Dann werden noch 14   g/l   Zinknitrat-Hexahydrat gelöst und ein unmercerisierter   Baumwoll-Renforcé   wie in den vorangegangenen Beispielen behandelt. 



   Die Ware hat Knitterwinkel in der Kette von   1330 und   im Schuss von 131  . Nach 5 Kochwäschen sind sie in der Kette   130   und   im Schuss 130  . Der Reissfestigkeitsabfall beträgt nur 7% und es tritt keine Chlorvergilbung ein. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Mittel zur Hochveredlung, insbesondere zum Knitterfestmachen von Textilien aus Cellulose-und/ oder Regeneratcellulosefasern, bestehend aus einem Gemisch von 10 bis   40%,   insbesondere 20% eines Acetalharzes, welches durch Umsetzung von Mono- oder Dialdehyden, insbesondere Formaldehyd oder Glyoxal, mit ein- oder mehrwertigen aliphatischen Alkoholen in bekannter Weise hergestellt ist, 40-70%, insbesondere 55%   Dimethylola1kylenharnstoff   oder -thioharnstoff und 10-30%, insbesondere   25%   eines durch einwertige Alkohole mit 1-3 Kohlenstoffatomen verätherten   Penta- oder Hexamethylolmelamins,   wobei dieses Gemisch wasserlöslich, aber durch Erhitzen in Gegenwart von Chloriden oder Nitraten des Magnesiums oder Zinks härtbar ist.

Claims (1)

  1. 2. Mittel nach Anspruch 1, wobei die verätherten Penta- oder Hexamethylolmelamine teilweise durch wasserlösliche, härtbare Triazonharze ersetzt sind.
AT571361A 1960-09-22 1961-07-25 Mittel zur Hochveredlung, insbesondere zum Knitterfestmachen von Textilien aus Cellulose- und/oder Regeneratcellulosefasern AT228162B (de)

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