AT227569B - Einstellbare Spannvorrichtung des Auslösers für Jagd- und Sportwaffen - Google Patents

Einstellbare Spannvorrichtung des Auslösers für Jagd- und Sportwaffen

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  Einstellbare Spannvorrichtung des Auslösers für
Jagd- und Sportwaffen 
Bei   Jagd- und   Sportwaffen muss der, auf den Auslöser ausgeübte Druck möglichst klein sein, um die verlangte Genauigkeit und Schussbereitschaft beim Schiessen zu erzielen. Aus diesem Grunde werden Spannvorrichtungen verwendet, die auf dem Prinzip einer Flachfeder aufgebaut sind. 



   Die Nachteile dieser Ausführungsart bestehen darin, dass die erwähnten Flachfedern oft zu Bruche gehen und weiters dann darin, dass der Auslöser eine zu grosse Empfindlichkeit aufweist, so dass es bereits bei der geringsten Berührung des Auslösers zum Abfeuern kommt ; ausserdem sind die bestehenden Konstruktionen zu kompliziert, dadurch auch teuer und können nicht für alle Waffentypen verwendet werden. 



   Durch die erfindungsgemässe einstellbare Spannvorrichtung werden alle erwähnten Nachteile beseitigt. 



   Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass bei einer einstellbaren Spannvorrichtung des Auslösers für   Jagd-und Sportwaffen der Spanner   in einer Ausnehmung auf einem Stift einen drehbar gelagerten Auslöseschnapper aufweist, der durch eine im Spanner angeordnete Schraubenfeder abgefedert und von einer in an sich bekannter Weise vorgesehenen Stellschraube für die Einstellung seiner Empfindlichkeit In einer Endlage regulierbar ist. 



   In den Zeichnungen ist ein praktisches Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, wobei in Fig. 1 der Mechanismus zweier Auslösevorrichtungen in gespannter Lage jedoch bei. ungespanntem Spanner, in Fig. 2 derselbe Mechanismus jedoch mit gespanntem Spanner, in Fig. 3 der Schnapper im Aufriss, in Fig. 4 der Seitenriss des Schnappers, in Fig. 5 der Aufriss des Spanners, in Fig. 6   der Seitenriss   der Spanners, in Fig. 7 der Aufriss des Auslöseschnappers und in Fig. 8 der Seitenriss des Auslöseschnappers, dargestellt ist. 



   Die einstellbare Spannvorrichtung besteht aus dem vorderen Auslöser, der in den Spanner 2 und den Schnapper 1 geteilt und auf dem Zapfen 11 drehbar gelagert ist. Der Spanner 2 hat in einer Ausnehmung 12 auf dem Stift 4 den Auslöseschnapper 3 drehbar gelagert, der durch eine Feder 6 abgefedert ist, wobei die Empfindlichkeit des Schnappers 3 durch eine Stellschraube 7 eingestellt wird.   11'dem   Spanner 2 unter der Öffnung des Zapfens 11 ist eine Schraubenfeder 5 gelagert, die auf den Abstützbolzen 8 einwirkt. Der Auslöseschnapper 3 sichert zugleich den rückwärtigen Auslöser 10 vor dem unerwünschten Auslösen. 



   Die Funktion der erfindungsgemässen Einrichtung ist aus Fig. 2 ersichtlich. Durch Druck auf den Spanner in Richtung nach vorwärts (d. i. in Richtung zum Gewehrlauf) führt der Spanner 2 eine Drehbewegung um den Zapfen 11 aus, wodurch er mit der Fläche 13 von dem Schnapper 1 entfernt wird. Dabei wird die auf den Abstützbolzen 8 einwirkende Feder 5 zusammengedrückt und durch Wirkung der Feder 6 wird der Auslöseschnapper 3 derart ausgewichen, dass sich diese : um die schräge Fläche 14 des   rückwärti-   genAuslösers 10 abstützt, in welcher Lage dieser den gespannten Auslöser hält und die ganze Vorrichtung zum Auslösen bereit ist. In dieser Lage sichert zugleich der Auslöseschnapper 3 den rückwärtigen Auslöser 10 gegen unerwünschtes Auslösen.

   Aus dieser Sicherungslage kann die Vorrichtung derart gebracht werden, wenn man den Spanner 2 durch einen leichten Druck mit zwei Fingern, in den ungespannten Zustand zurückbringt, ohne hiebei Abfeuern zu müssen. Abgefeuert wird nach einem leichten Druck an dem Auslöseschnapper 3, wo dieser in seine ursprüngliche Lage zurückgebracht wird,   d. h.   aus der schrägen Fläche 14 herausgeschoben wird. Durch den Druck der Feder 5 auf den Abstützbolzen 8, stösst der Span- 

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 ner 2 mit seiner Fläche 13 an den Schnapper 1 an, welcher den Hammer 9 freigibt. Durch die Stellschraube 7 wird   dieEmpfindlichkeit desAuslöseschnappers   3 eingestellt und durch diese Einstellung wird die zur
Freigabe dieses Schnappers 3 und somit auch zur Bewegung des ganzen Spanners 2 notwendige Kraft bestimmt. 



   Was die Herstellung anbelangt, so ist die beschriebene Vorrichtung äusserst einfach, da die Anzahl der Bestandteile sehr klein ist. Die Schraubenfedern können leicht ausgewechselt werden und sind bedeutend billiger als die bisher verwendeten Flachfedern. Das Spannen des Auslösers ist weich und ein vorzeitiges Abfeuern ist völlig ausgeschlossen. Die Vorrichtung kann bei Waffen mit Zwillingsläufen, Schrotgewehren mit austauschbaren Läufen verwendet werden, von denen der eine Lauf für Schrot und der andere gegen einen Kugelgewehrlauf ausgetauscht werden kann. Hiebei wird der Auslöser für Schrotmunition auf 2, 5 kg und für Kugelmunition unter 0, 5 kg Spannkraft eingestellt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Einstellbare Spannvorrichtung des Auslösers für   Jagd- und   Sportwaffen, dadurch gekennzeichnet, dass der Spanner (2) in einer Ausnehmung (12) auf einem Stift (4) einen drehbar gelagerten Auslöseschnapper (3) aufweist, der durch eine im Spanner (2) angeordnete Schraubenfeder (6) abgefedert und von einer in an sich bekannter Weise vorgesehenen Stellschraube (7) für die Einstellung seiner Empfindlichkeit in einer Endlage regulierbar ist.

Claims (1)

  1. 2. Einstellbare Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Spanner (2) unter seinem Schwenkzapfen (11) eine auf den Abstützbolzen (8) einwirkende Schraubenfeder (5) vorgesehen ist.
AT313561A 1961-04-20 1961-04-20 Einstellbare Spannvorrichtung des Auslösers für Jagd- und Sportwaffen AT227569B (de)

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