<Desc/Clms Page number 1>
Schischuh
Das Patent Nr. 219454 bezieht sich auf einen Schischuh und ein Gelenk für denselben. Der Schi- schuh nach dem Patent weist einen aus einem Unterteil und einem gegenüber diesem beweglichen Ober- teil bestehenden Schaft, insbesondere einen Aussenschaft auf, wobei der Oberteil mit dem Unterteil durch wenigstens ein mit dem Knöchelgelenk des Fusses ungefähr gleichachsiges, aus einer Bogenführung bestehendes Gelenk verbunden ist, dessen Bogenführung unterhalb des Knöchels angeordnet ist und der Mit- telpunkt der Bogenführung ausserhalb des Gelenkkörpers und oberhalb desselben liegt. Eine solche Aus- bildung weist den Vorteil auf, dass der Oberteil gegenüber dem Unterteil leicht nach vorne abwinkelbar ist, so dass das Knie ohne wesentlichen Widerstand in Vorlage gebracht werden kann.
Die Massnahme, die Bogenführung unterhalb des Knöchels anzuordnen, ermöglicht hiebei, dem Oberteil einen guten und festen Sitz im Bereiche des Knöchels zu geben. Ausserdem werden durch die Massnahme, dass der Mittelpunkt der Bogenführung ausserhalb des Gelenkkörpers und oberhalb desselben liegt, Druckstellen auf dem Knöchel vermieden und trotzdem die Gelenkachse ungefähr in den Bereich des Knöchels gebracht.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine solche Ausbildung gemäss Patent Nr. 219454 zu verbessern und besteht darin, dass der mit dem Oberteil verbundene bogeninnere Gelenkteil im Oberteil nach oben verlaufende Federzungen aufweist. Es ist bekannt, in Schischuhen Federlamellen einzubauen, um eine grössere Seitensteifheit des Schaftes zu erreichen. Wenn nun bei diesen bekannten Ausbildungen Federlamellen fest mit dem Schaft verbunden sind, so beeinträchtigen sie, die Abwinkelbarkeit des Schaftes nach vorne. Sind nun aber diese Federlamellen lose im Schaft geführt, so geben sie dem Fuss nicht den genügenden Halt. Dadurch nun, dass gemäss der Erfindung der bogeninnere Gelenkteil unmittelbar mit diesen Federlamellen oder Federzungen verbunden ist, wird ein fester Halt dieser Federzungen erreicht und es wird die versteifende Wirkung auf den Schaft voll und ganz ausgenützt.
Trotzdem aber wird die Abwinkelbarkeit des Schaftes nach vorne in keiner Weise beeinträchtigt.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Federzungen mit dem Gelenkteil winkelsteif verbunden, so dass durch das Gelenk selbst dem mit dem bogeninneren Gelenkteil verbunde nen Schaft eine grosse Starrheit erteilt wird, welche ein sicheres Umschliessen des Knöchelteiles des Beines gewährleistet und bei Aufrechterhaltung der erforderlichen Gelenkigkeit einen weitgehenden Schutz gegen Verletzungen bietet.
Vorzugsweise ist die Anordnung so getroffen, dass die Federzungen mit dem bogeninneren Gelenkteil U-förmige Gestalt aufweisen, wobei die Federzungen zu beiden Seiten des Knöchels angeordnet sind, in welchem Falle der Knöchel von den beiden Federzungen eingeschlossen ist und mit diesen nicht in Berüh- rung gelangt. Bei Verwendung von beispielsweise drei Federzungen. überdeckt gegebenenfalls die mittlere Federzunge den Knöchel.
Die freien Enden der Federzungen sind am Oberteil vorzugsweise durch je einen Niet befestigt. Hiebei erscheint eine Ausbildung zweckmässig, bei welcher das freie Ende jeder Federzunge am Oberteil begrenzt längsverschiebbar, vorzugsweise unter Verwendung eines in ein Langlochder Federzungeneingrei- fenden Nietes, befestigt ist. Vorzugsweise werden die Federzungen durch einen Steg verbunden, der mit den Zungen aus einem Stück besteht, wobei der Steg dem bogeninneren Gelenkteil angepasst und mit diesem verbunden ist. Bei einer solchen Ausbildung sind die Federzungen untereinander und daher auch mit dem Gelenkteil winkelsteif verbunden.
<Desc/Clms Page number 2>
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Schischuhes. Fig. 2 zeigt das mit den Federzungen ausgestattete Gelenk in Ansicht. Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach Linie III-III der Fig. 2. Fig. 4 zeigt eine andere Ausbildung des Gelenkes mit den Federzungen.
Das in den Fig. 2 und 3 dargestellte Gelenk besteht aus einem bogeninneren Gelenkteil 1 und einem bogenäusseren Gelenkteil 2. Diese beiden Gelenkteile sind durch eine Bogenführung 3 miteinander verbunden. Zur Bildung dieser Bogenführung 3 weist der Gelenkteil 1 eine U-förmige Bördelung 4 auf, in welche eine U-förmige Bördelung 5 des Gelenkteiles2 eingreift. An diese U-förmige Bordelung 5 schliesst eine Abwinkelung 6 an, welche die U-förmige Bördelung 4 des Gelenkteiles 1 übergreift und auf diese Weise die Zwangsschlüssigkeit der Bogenführung herstellt. Durch diese Abwinkelung 6 sind nun beide Gelenkteile 1 und 2 in eine Ebene gebracht. Jeder der beiden Gelenkteile 1 und 2 weist mehrere Nietlöcher 7 auf.
Der Radius r der Bogenführung 3 ist so gross gewählt, dass die Gelenkachse 8 ausserhalb des von dem Gelenkteil 1 und 2 gebildeten Gelenkkörpers liegt.
Mit dem bogeninneren Gelenkteil 1 sind nun zwei Federzungen 9 und 10 winkelsteif verbunden. Um die Winkelsteifheit zu gewährleisten, bestehen beide Federzungen 9 und 10 aus einem Stück, welches durch einen Steg 11 U-förmig ausgebildet ist. Die Verbindung dieser Federzungen 9 und 10 mit dem bogeninneren Gelenkteil 1 erfolgt unter Vermittlung derjenigen Nieten 12, welche gleichzeitig zum Festnieten des bogeninneren Gelenkteiles am Schaft dienen.
Fig. 1 zeigt nun einen mit einem solchen Gelenk und mit Federzungen ausgestatteten Schischuh.
Hiebei sind die Federzungen 9 und 10 in abgenähten Taschen 13 und 14 des Aussenschaftes 15 geführt.
EMI2.1
Unterteil 16 des Schischuhes verbunden, so dass bei voller Steifheit des Aussenschaftes 15 die freie Abwinkelbarkeit desselben nach vorne gewährleistet ist.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 zeigt eine Ausbildung, bei welcher die Federzungen 9 und 10 durch die- Niete 12 gelenkig mit dem Gelenkteil 1 verbunden sind. Die Nieten 17, welche die oberen Enden der Federzungen mit dem Aussenschaft 15 verbinden, greifen in Langlöcher 18 am oberen Ende der Federzungen 9,10 ein, so dass nun die oberen Enden der Federzungen im Oberteil begrenzt längsverschiebbar festgelegt sind.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Schischuh, bei dem der Schaft, insbesondere Aussenschaft, aus einem Unterteil und aus einem gegenüber diesem beweglichen Oberteil besteht, wobei der Oberteil mit dem Unterteil durch wenigstens ein mit dem Knöchelgelenk des Fusses ungefähr gleichachsiges, aus einer Bogenführung bestehendes Gelenk verbunden ist, nach Patent Nr. 219454, wobei die Bogenführung unterhalb des Knöchels angeordnet
EMI2.2