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Steuerung für magnetisch oder durch ein Druckmittel gesteuerte
Exzenter- oder Kurbelpressen mit Drehkeilkupplung
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teres Steueraggregat gebildete zweite Anschlag als Verstellanschlag ausgebildet.
Nimmt man nun nach der Lehre der vorliegenden Erfindung eine Verstellung des zweiten Steuer - aggregates in Umlaufrichtung der Exzenterwelle vor, so kann die Presse noch weit über die obere Tot- punktstellung des Stössels hinauslaufen, so dass also der Stössel schon wieder abwärtsläuft. Erst kurz vor dem Aufsetzen des im Stössel eingebauten Druckstanzstempels od. dgl. wird in dem Falle, wo der Zu- führschieber des Schiebervorschubes mit der Zuführung noch nicht fertig ist, eine Abschaltung der Presse dadurch erreicht, dass der Rasthebel an der Exzenterwelle vor den Schaltbolzen des Verstellsteueraggrega - tes schlägt, weil sich dieser noch in der Umlaufbahn des Rasthebels befindet.
Ist aber der Vorschub ordnungsgemäss. durchgeführt, tritt das vom Schiebervorschub abhängigkeitsgesteuerte Verstellsteueraggregat in Funktion und fördert seinen Schaltbolzen aus derBewegungsbahn desRasthebels. so dass der Pressendurch- lauf erfolgen kann.
Durch die praktische Verwirklichung der Erfindung wird es somit erreicht, dass man einerseits selbst bei einer normalen Exzenterpresse, auf welcher ein Schiebervorschub arbeiten soll, einen gewünschten Pressendurchlauf erreichen kann, und anderseits dabei auch noch eine Sicherheit der Werkzeuge gewährleistet, indem der auf die Maschine einwirkende Verstellanschlag in Abhängigkeit vom Vorschub gesteuert ist. Überdies kann man auch noch durch die vorwählbare Winkelstellung des Verstellanschlages zum Hauptanschlag bei der Montage des Anschlages oder Vorbereitung der Presse verschieden hohe Werkzeuge ohne weiteres berücksichtigen.
Zur Erleichterung und zur besseren Handhabung der Verstellung des zweiten Steueraggregates wird vorgeschlagen, das im wesentlichen aus einem Steuerzylinder, einem Schaltbolzen und einem Schaltbolzenbedienungshebel bestehende Verstellsteueraggregat auf einem Lagerschild, z. B. plattenförmiger Ausbildung, vorzusehen, der seinerseits mit Befestigungsschrauben in am Pressenkörper vorgesehenen Gewindelöchern befestigt werden kann. Als Verstellwinkel für dieses Verstellsteueraggregat kann ein Verstellwinkel von 35 bis 1500 durchlaufen'werden, wodurch die Zeit bis zum eventuellen Wiederanschlag des Exzenterwellenrasthebels vorbestimmbar ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt sie einen Kopf einer Exzenterpresse mit daran angebauten Steueraggregaten.
Dabei ist mit 10 ein Pressluftsteuerzylinder eines den Hauptanschlag 10-17 der Presse darstellenden Steueraggregates bezeichnet, wobei der Zylinder 10 mittels eines schwenkbaren Lagers 11 am Pressenkörper A gehalten ist. An dem austretenden Kolbenstangenende 12 ist ein Bedienungshebel 13 vorgesehen, der um eine Achse 14 drehschwenkbar lagert und mit seinem vorderen, bedienungsseitigen Ende in eine Aussparung 15 eines Schaltbolzens 16 eingreift, der seinerseits in einer Führung 17 gleitend ge- führt ist. Dieser Schaltbolzen 16 kann sowohl in den als auch aus dem Umlaufbewegungsbereich eines an der Exzenterwelle 19 vorgesehenen, durch eine Feder 20 belasteten Rasthebels 18 geführt werden.
Um nun bei einer solchen Presse die Umlaufzeit der mit einem Rasthebel 18 versehenen Exzenterwelle 19 von der Erstauslösung durch den Hauptanschlag 10 - 17 bis zum steuerbaren eventuellen Wiederanschlag zu verlängern, wird nach der Erfindung das zweite Steueraggregat, das gleichfalls aus einem im
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Umlaufrichtung der Exzenterwelle 19 auf dem Pressenkörper A verstellbar ausgebildet. Diese Verstellung kann in bezug auf das erste Steueraggregat innerhalb eines Winkels von 35 bis 1500 durchgeführt werden.
Zur praktischen Verwirklichung des zweiten Steueraggregates als Verstellsteueraggregat wird vorgeschlagen, dieses auf einem plattenförmigen Lagerschild 21 vorzusehen, wobei zur Befestigung des Lagerschildes 21 am befestigungsseitigen Ende ein Langloch 22 od. dgl. vorgesehen ist, durch welches Befesti- gungsschrauben 23 hindurchgeführt werden können. die mit entsprechenden Gewindebohrungen 24 zusammenwirken.
Wichtig bei diesem Verstellaggregat ist, dass es in Abhängigkeit von einer Werkzeugzuführung, z. B. durch die Zuführung eines Schiebervorschubes, gesteuert ist. Ist nämlich der Schiebervorschub mit dem Einlegen des zu bearbeitenden Werkstückes noch nicht fertig, wenn der Stössel schon kurz vor dem Aufsetzen ist, dann schlägt der Rasthebel 18 der Exzenterwelle 19 vor den durch eine Feder 25 fortwährend im Sinne einer Sperrung belasteten Schaltbolzen 16', so dass die Exzenterwelle 19 und somit auch die Stösselbewegung zum Stillstand kommt.
Im Normalfalle dagegen, d. h. wenn der Vorschub rechtzeitig beendet ist, tritt z. B. durch einen Steuerimpuls des Schiebervorschubes der Steuerzylinder 10'in Wirkungsfunktion und fördert bei seinem Arbeitshub den Schaltbolzen 16'in seine Freigabestellung, so dass die Presse durchlaufen und der Arbeitsvorgang sich ordnungsgemäss abwickeln kann.
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Zusammenfassend zeigt die vorliegende Erfindung also, wie man durch eine verstellbare Anordnung des zweiten Steueraggregates auch den bereits begonnenen Arbeitshub wieder vorzeitig beenden kann, was gerade bei Verwendung von Schiebervorschüben an Exzenterpressen von ausschlaggebender Bedeutung ist, weil es ohne diese Zusatzsicherungseinrichtung, die das zweite Verstellsteueraggregat praktiscn darstellt, nahezu unmöglich ist, Schiebervorschübe an Exzenterpressen im Durchlauf zu verwenden.
Wie bereits erwähnt, ist die dargestellte und beschriebene Ausführungsform nur ein Beispiel für die
Verwirklichung der Erfindung und diese nicht darauf beschränkt, vielmehr sind im Rahmen der Erfindung noch mancherlei andere Ausführungen und Anwendungen möglich. Dies bezieht sich insbesondere auf die
Ausbildung und Gestaltung der eine Verstellung des zweiten Steueraggregates ermöglichenden Mittel einerseits sowie auf die Anwendung eines solchen Sicherheitsanschlages auch an ändern Maschinen und für andere Zwecke anderseits.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steuerung für magnetisch oder durch ein Druckmittel, insbesondere elektro-pneumatisch gesteuerte Exzenter- oder Kurbelpressen mit Drehkeilkupplung, wobei am Pressenständer in Umlaufrichtung der Exzenter-oder Kurbelwelle zwei hintereinander angeordnete Schaltbolzen vorgesehen sind, die durch zwei voneinander getrennte, magnetisch oder durch Pressluftsteuerzylinder betätigte sowie vorteilhaft untereinander gleicheSteueraggregate. 8ehalt- bzw.
steuerbar sind, wobei die Schaltbolzen durch mit den Kolbenstangen der Steueraggregate verbundene Bedienungshebel in Führungen verschiebbar geführt sind und mit einem schwenkbar an der umlaufenden Exzenter- oder Kurbelwelle angeordneten, zugfederbelasteten und die Drehkeilkupplung schaltend beeinflussenden Rasthebel zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass eines der beiden als Anschläge für den Exzenter- oder Kurbelwellenrasthebel dienende Steueraggregate (10, leu'), bevorzugt das in Umlaufrichtung der h. xzt : nterwelle (l ) hinter dem Hauptanschlag (10-17) angeordnete Steueraggregat (10.) mitsamt seinem Schaltbolzen (16'), in Umlaufrichtung der Exzenterwelle auf dem Pressenkörper (A) verstellbar angeordnet ist.
2. Steuerung nachAnspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das den zweiten Anschlag (10'-17') für den Exzenterwellenrasthebel (18) bildende Steueraggregat (10') zum Hauptanschlag (10-17) innerhalb eines Winkels von 35 bis 150 verstellbar ist.
3. Steuerung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das im wesentlichen aus einem Steuerzylinder (J. 0'), einer Führung (17.) fUr den Schaltbolzen (16') und einem Schaltbolzenbedienungshebel (13') bestehende Verstellsteueraggregat auf einem gemeinsamen Tragschild (21) vorgesehen ist.