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Elektrische Glühlampe, insbesondere für Fahrzeugscheinwerfer
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Glühlampe, insbesondere für Fahrzeugscheinwerfer, die mit mindestens einem Hauptglühfaden für das Fernlicht und einem Nebenglühfaden für das Abblendlicht versehen ist, welcher Nebenglühfaden durch einen Abblendschirm abgeschirmt ist, der die Lichtausstrahlung auf einen Ausstrahlungswinkcl von 1950 begrenzt und der an der einen rechtwinkelig abgebogenen Elektrode mittels Punktschweissung befestigt ist, an deren quer zum Nebenglühfaden verlaufenden Schenkel ein Ende des Nebenglühfadens punktförmig angeschweisst ist.
Bei diesen Glühlampen befindet sich der Nebenglühfaden in einem wannenförmig ausgebildeten Teil des metallischen Abblendschirms, der die Lichtausstrahlung dieses Glühfadens nur in bestimmten Richtungen gestattet. Die Lichtstrahlen des teilweise abgeschirmten Glühfadens werden von dem Schirm also nur auf einen Teil des Scheinwerferreflektors gelenkt, von welchem diese in gewünschter Richtung reflektiert werden. Durch die Ausdehnung des Abblendschirms bzw. durch die Lage des Nebenglühfadens in demselben wird der Ausstrahlungswinkel und dadurch auch die Form des Lichtbündels, das von dem Scheinwerfer ausgestrahlt wird, bestimmt.
Durch Veränderung der Ausdehnung der Seitenbegrenzung des Schirms und durch Orientierung des Ausstrahlungswinkels gegenüber der waagrechten Ebene kann entweder ein symmetrisches oder ein asymmetrisches Abblendlichtbündel erzielt werden. Der Übergang vom Hellen zum Dunklen, wodurch die Form des Lichtbündels charakterisiert ist, verläuft entlang der Kanten der Seitenflächen des Schirms, die die Lichtausstrahlung des Nebenglühfadens begrenzen. Der Hauptglühfaden ist vor dem Schirm in der Nähe des Brennpunktes des Scheinwerferreflektors angeordnet.
Bei solchen Glühlampen wird meistens ein Konstruktionsprinzip benutzt, gemäss welchem der Abblendschirm an einer gemeinsamen'Abstützelektrode mittels Punktschweissung befestigt ist und ein Ende des Nebenglühfadens an einer Seite oder an der Stirn des Abblendschirms punktförmig angeschweisst ist.
Durch diese Anordnung ist der Abblendschirm in den Zuleitungsweg des Stromes einbezogen, was aber aus elektrischen Gründen sehr unvorteilhaft ist. Es ist dann notwendig, ein besonderes Augenmerk auf die Materialstärke des Abblendschirms, auf die Möglichkeit eines Abflachens und Verschwächens des Abblendschirms bei der Verbindung mit dem Ende der Wendel (Punktschweissen) und auf die Möglichkeit der Ver- änderung des Übergangswiderstandes während des Betriebes des Kraftfahrzeuges zu richten, denn es sind sowohl die Verbindung des Abblendschirms mit der Abstützelektrode (Stromzuleitungselektrode) als auch die Verbindung des Schirms mit dem Ende der Wendel im ganzen beträchtlichen Erschütterungen und Schwingungen ausgesetzt.
Bei den meisten Konstruktionen ist der Abblendschirm nur an seiner einen Flankenseite, d. h. unsymmetrisch, befestigt, u. zw. mit seiner Unterseite an einer entsprechend verlängerten Elektrode für die Stromzuleitung, während die gegenüberliegende Seite des Schirms frei erschüttert wird.
Zur Behebung dieser Nachteile ist bereits eine Konstruktion bekanntgeworden, bei welcher der Ab- blendschirm mit seiner Oberseite an einer rechtwinkelig abgebogenen Elektrode befestigt ist. Ein Ende des Nebenglühfadens ist an dem quer zum Nebenglühfaden verlaufenden Schenkel dieser Elektrode punktförmig angeschweisst.
Durch diese Anordnung wird zwar eine stabile und schwingungsfreie Halterung des Abblendschirms erreicht, und es ist der Abblendschirm auch nicht mehr in den Stromweg einbezogen, jedoch weist diese
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Konstruktion noch einige schwerwiegende Mängel auf, die im folgenden aufgezeigt werden sollen.
Bei dieser bekannten Konstruktion wird der Übergang vom Hellen zum Dunklen beim asymmetrischen
Abblendlicht durch den Schatten der Oberkante des seitlichen Teiles der den Abblendschirm abstützen - den, auf der Oberseite desselben angeordneten Elektrode hervorgerufen. Durch diese Anordnung ist aber ein genügend scharfer Hell-Dunkel-Übergang nicht erzielbar. Ausserdem werden von den internationalen
Normen für Fahrzeugscheinwerferlampen relativ enge Toleranzen für den Winkel zwischen den Randflä- chen des Abblendschirms bzw. für die Lage dieses Winkels gegenüber dem Arretiervorsprung des Lampen- sockels vorgeschrieben, deren Einhaltung bei dieser bekannten Lampenkonstruktion durch direkte Messung an den Elementen der Lampe selbst keinesfalls mit der erforderlichen Genauigkeit feststellbar ist.
Es bleibt daher nur die Möglichkeit, diese Winkel durch Projektion des Lichtbündels auf eine Projektions- wand zu überprüfen, welche Methode aber im Widerspruch zu den Normvorschriften steht und infolge der wenig scharfen Hell-Dunkelgrenze auch nur sehr ungenaue Messergebnisse liefert.
Ziel der Erfindung ist nun die Schaffung einer Lampenkonstruktion, die auch die zuletzt angeführten
Nachteile der bekannten Konstruktion vermeidet. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der parallel zum Nebenglühfaden verlaufende Schenkel der rechtwinkelig abgebogenen Elektrode an der Un- terseite der Randfläche des Abblendschirms angeordnet ist, und dass der quer zum Nebenglühfaden verlau- fende Schenkel der rechtwinkelig abgebogenen Elektrode in einer Rille auf der Oberseite des Abblendschirms a.. 1geordnet ist, wobei die Tiefe dieser Rille mindestens gleich dem Durchmesser der abgeboge- nen Elektrode ist.
Auf diese Weise wird unter Beibehaltung sämtlicher Vorteile der bekannten Konstruktion, nämlich stabile und schwingungsfreie Halterung des Abblendschirms und Vermeidung eines Stromflusses über den Abblendschirm, eine wesentliche Verbesserung der Schärfe der Hell-Dunkelgrenze und eine leichtere Justierharkeit des Abblendschirms erzielt. Ausserdem können alle in den internationalen Normen vorgeschriebenen Winkel an der erfindungsgemässen Lampe direkt und mit grosser Genauigkeit gemessen werden (Vorderansicht der Lampe).
Die Verbesserung der Schärfe der Hell-Dunkelgrenze wird bei der erfindungsgemässen Konstruktion dadurch erzielt, dass der Übergang des Lichtbündels vom Hellen zum Dunklen vom Schatten der verhältnismässig breiten Randflächen an beiden Seiten des Abblendschirms herrührt. Dies ist grundsätzlich vorteilhafter als die bekannte Ausführungsform, bei welcher dieser Hell-Dunkelübergang durch die relativ nahe beim Nebenglühfaden befindliche Oberkante des seitlichen Teiles der den Abblendschirm abstützenden Elektrode bestimmt wird.
Je breiter die seitlichen Randflächen des Abblendschirms sind und je weiter die Randkanten dieser Flächen von der Mitte des Schirms bzw. vom Nebenglühfaden entfernt sind, desto kleiner ist der Ausstrahlnngswinkel des Glühkörpers im Verhältnis zu seinem Durchmesser und dem Teil, der über die Ebene der Schirmseitenflächen hervortritt und desto schärfer ist dann der Übergang vom Hellen zum Dunklen des z. B. auf eine Projektionswand projizierten Lichtbündels. Der quer zum Nebenglühfaden verlaufende Schenkel der zum Grossteil an der Unterseite des Abblendschirms angeordneten, rechtwinkelig abgebogenen Elektrode ist in einer Rille an der Oberseite des Abblendschirms angeordnet.
Diese Rille bestimmt die Lage des Abblendschirms, welche unter Anwendung geeigneter Montagevorrichtungen mit grosser Genauigkeit festgelegt werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Der Abblendschirm 1 ist mit der Unterseite seiner einen seitlichen Randfläche an dem parallel zum Nebenglühfaden 6 verlaufenden Schenkel der rechtwinkelig abgebogenen Elektrode 2 befestigt, deren quer zum Nebenglühfaden 6 verlaufender Schenkel in einer Rille 3 auf der Oberseite des Abblendschirms angeordnet ist. Der Hauptglühfaden 4 ist mit einem Ende an der Elektrode 2 und mit dem andern Ende an einer zweiten Elektrode 5 punktförmig angeschweisst. Der Nebenglühfaden (Abblendglühfaden) 6 ist mit einem Ende an dem quer zum Nebenglühfaden verlaufenden Schenkel der Elektrode 2 und mit dem andern Ende an einer weiteren Elektrode 7 befestigt, die oberhalb der Ebene der Elektroden 2 und 5 liegt.
Die erfindungsgemässe Lampenkonstruktion bringt ausserdem noch einen weiteren Vorteil. Es wurde bereits erwähnt, dass ein symmetrisches oder asymmetrisches Lichtbündel, das von dem Scheinwerfer ausgestrahlt wird, von dem Winkel, den die beiden Seitenflächen des Abblendschirms einschliessen, und von der Anordnung des Nebenglühfadens gegenüber dem Schirm (Ausschieben aus dem Schirm) abhängig ist.
Durch die erfindungsgemässe Konstruktion wird es ermöglicht, für beide Typen solcher Glühlampen ein einheitliches Lampengestell zu benutzen, so dass die Type der fertigen Glühlampe nur von der Verwendung eines symmetrischen oder asymmetrischen Abblendschirms abhängig ist.