AT22619B - Vorrichtung zum Bohren von Brunnen. - Google Patents

Vorrichtung zum Bohren von Brunnen.

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  Vorrichtung zum Bohren von Brunnen. 



   Man besitzt verschiedene Vorrichtungen, um bei leichtem Erdboden schwere Röhren mit Hilfe von langen Brunnenbohrern, die mittels langer Bohrstangen bewegt werden, in den Erdboden zu bringen. Die Verwendung dieser Vorrichtungen für Arbeiten auf dem Wasser misslang bisher, sei es, weil die Tiefe, welche man erreichen konnte, zu gering war, sei es, dass die Zeit und die Kosten für die Ausbringung des Bodens das zulässige Mass überschritten. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Vorrichtung, welche bezweckt, das Einbringen von Brunnen durch Ausbohren des Erdbodens vorteilhafter zu gestalten. Die. neue Vorrichtung dringt rasch in den Erdboden ein, arbeitet bei jeder Wassertiefe, ist stabil und erfordert nur geringe Feinheit in der Herstellung sowie Sorgfalt im Gebrauch, Eigenschaften, die eine ausserhalb des Verkehrsbereiches benutzte Vorrichtung unbedingt aufweisen muss. Mittels der neuen Vorrichtung lassen sich am Bauplatz schnell und mit geringen Kosten grosse, hohle und sehr schwere Brunnen herstellen, deren Gewicht ausreichend ist, um den von dem Erdboden entgegengesetzten Widerstand selbst bei den grössten Gründungstiefen zu überwinden.

   Die Vorrichtung besteht aus einem spiralförmig gewundenen Bohrkörper S, S', einer vierkantigen Hohlwelle C. welche aus einer grösseren Anzahl gleicher Stücke zusammengesetzt und mit Löchern versehen ist, die ziemlich nahe aneinanderliegen und sich zu zweien diametral gegenüberliegen. Das Heben des Bohrkörpers S, S'erfolgt mittels der Ketten H, B, welche   man   verkürzen kann, indem man einzelne, besonders ausgebildete Kettenglieder öffnet. 



   Der Bohrkörper (Fig.   l   und 2) ist aus Stahlblech geschnitten und so aufgerollt, dass der obere Rand   8   und der untere Rand S'zwei in parallelen Ebenen liegende Spiralen von verschiedener Weite bilden, die durch eine derart verlaufende Blechkante verbunden sind, dass der Neigungswinkel der Tangente dieser Kante an allen Stellen derselben der gleiche ist. Dreht man den   Bohrkörper,   so bietet sich, wie ersichtlich, dem Erdboden Gelegenheit, in die Zwischenräume des Bohrkörpers einzudringen, der sich fast ohne Widerstand in das Erdreich hineinbohrt.

   Das Einbohren geschieht mit Hilfe einer hohlen, vierkantigen Welle C (Fig. 1-4), welche durch die mit einer unteren, rechtwinkligen Ab-   biegung versehene Traghülse   des Bohrkörpers   hindurchgeht.   Die Bohrstange ist am unteren Ende mit einer konischen Spitze P versehen. In dem Masse, wie man die Welle dreht, dringt die Spitze in don Erdboden ein, zwingt den Bohrkörper sich einzugraben und dabei zu füllen. Sobald der Bohrkörper gefüllt ist, zieht man ihn heraus, um ihn zu entfernen. 



  Dies würde aber nicht leicht und ohne Mühe geschehen, wenn man den Bohrkörper und die lange, schwere Welle heben müsste. Andererseits ist es aber notwendig, dass der Bohrkörper mit der Welle während der Drehung ein Stück bildet. Aus diesem Grunde ist eine selbsttätige Kupplung und Entkupplung der Traghülse des Bohrkörpers mit der Bohrstange notwendig, welche (siehe Fig. 1) durch die unter Federdrllck stehenden, an die Traghülse 
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 die Ketten die Drehung der Welle nicht hindern, sind in die Ketten in Abständen von ungefähr 1 m Glieder N eingeschaltet, welche geöffnet werden können. Man verbindet die Kettenenden wieder, wenn der Bohrkörper gehoben werden soll. 



   Ferner ist beim Herausziehen des Bohrkörpers aus dem Erdboden notwendig, auch die Spitze der Bohrstange P aus dem Erdboden zu heben, da im anderen Falle der Erdhoden den Sitz des   Bohrkörpers   auf der Spitze überschütten und das Eingreifen der Haken B in die Welle beim nächsten Arbeitsgang verhindern würde. Zu diesem Zwecke verbindet man die Ketten mit der   Welle wahrend   des ersten Hochheben um ungefähr 1 m mit Hilfe der Haken   K, K   (Fig. 3 und 4).

   Um darauf den Bohrkörper freizumachen, steckt man eine Querstange   V   (Fig. 3) durch zwei gegenüberliegende Löcher der Bohrstange und lässt dieselbe auf dem oberen Rand des Brunnens oder auf dem Baugerüst aufruhen ; die Welle bleibt auf diese Weise aufgehängt im Schacht und kann man alsdann die Haken   K   aus der Bohrstange auslösen. Die Höhe bei Herstellung des hohlen Brunnens kann beliebig gesteigert worden, indem man bereits vorher hergestellte Teile übereinander fügt.

   Der Brunnen besteht (siehe Fig. 1 und 2) aus einem Kern von grossem Widerstand, welcher durch aus Beton hergestellte Rohrstücke gebildet wird, die eine genügende Stärke haben und aus einer ebenfalls aus Beton bestehenden Verstärkung, welche durch eine sehr dünne   Blechummantelung E   zusammengehalten wird und den Zweck hat, anfangs dem Brunnen das erforderliche Gewicht und später eine erhöhte Widerstandsfähigkeit zu geben, wenn der Brunnen weiter einsinkt. Der Brunnen lässt sich so ausführen, dass die Widerstandsfähigkeit stets im Verhältnis zu dem vom Erdreich ausgeübten Druck steht. Das unterste Element des Brunnens ist auf der Innenseite konisch und hat eine den Senkkästen für Gründungen mittels komprimierter Luft entsprechende Zusammensetzung.

   Bei den folgenden aufzusetzenden Teilen wird das, Metall auf das geringste Mass beschränkt vermöge einer Einrichtung (Fig. 1 und 2), welche gestattet, die zum Zusammenhalten des betreffenden Teiles notwendigen Eisen zurückzunehmen, wenn derselbe eingebaut ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Vorrichtung zum Bohren von Brunnen, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Be-   tätigung   des Bohrkörpers dienende Bohrstange (C)'durch eine im Querschnitt rechteckige,   hohle   Welle gebildet ist und mit Löchern versehene Längsseiten besitzt, zum Zwecke, um einerseits die Feststellung des Bohrkörpers an der Bohrstange in jeder Höhe der letzteren zu ermöglichen und andererseits die Verbindung der zum Heben des Bohrkörpers dienenden Ketten   ("7   mit der Bohrstange   bezw.

   dot) Bohrkörpers   mit der Bohrstange je nach Er-   fordernis   bewirken zu können und die Bohrstange mittels einer durch zwei Löcher derselben hindurchgesteckten Stange (V) für die Zeit der Entleerung des Bohrkörpers auf dem oberen Rand des Brunnens derart aufzuhängen, dass die Stangenspitze über dem Erdboden hängt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Bohrarbeit die Verbindung des Bohrkörpers mit der Bohrstange unter Zuhilfenahme von federnden Haken bewirkt wird, welche Haken beim und durch Anheben des Bohrkörpers sich aus der Verbindung mit der Bohrstange ausschalten.
    3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Verbindung des Bohrkörpers mit der Bohrstange dienenden Haken durch zwei an einer an dem Bohrkörpcr sich anschliessenden Hülse angelenkte, zweiarmige Hebel (B, B) bewirkt wird, deren untere, hakenförmige Enden durch Federkraft kuppelnd in korrespon- tliprpudc Löcher der Hülse und Bohrstange greifen und beim Heben des Bohrkörpers mittels an die oberen Enden angelenkter Ketten durch den Kettenzug ausgelöst werden.
    4. FUr die Vorrichtung nach Anspruch 1 ein Bohrkörper, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe aus einem derart zugeschnittenen Blech besteht, dass der obere Rand (S) und der untere Rand (S') zwei in verschiedenen Ebenen liegende Spiralen von verschiedener Weite bilden, wodurch ein Konus entsteht, dessen Erzeugende annähernd unter dem Böschungswinkel des zu erbohrenden Materials gegen die Horizontale geneigt ist, so dass das Material durch die Spiralöffnung nicht hindurchfallen kann.
AT22619D 1904-06-04 1904-06-04 Vorrichtung zum Bohren von Brunnen. AT22619B (de)

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