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Schaltungsweise zur Speisung von Stromverbrauchsvorrichtungen mit Wechselstrom durch Vermittlung einer Transformatorwicklung.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Verteilungsanlage fUr Einphasenstrom, insbesondere für Eisenbahnbetrieh und beweckt, die Schaltung derart einzurichten, dass der Speiseleitungsstrom hohe Spannung aufweisen und durch Spannungsregler Stromverbrauchsvorrichtungen mit geringer Spannung zugeführt werden kann, wobei die Spannungsunterschiede zwischen dem geerdeten, von der Stromquelle ausgehenden Leiter und den Klemmen der Stromverhrauchsvorrichtungen innerhalb bestimmter Sicherheitsgrenzen gehalten werden.
Es ist schon vorgeschlagen worden, mit Wechselstrom Motoren zu betreiben, welche nach Art der Gleichstrommotoren gebaut und mit einem Kommutator ausgestattet sind, wobei die Anker-und Feldwicklungen in Reihe geschaltet sind. Es sind schon verschiedene Vorschläge gemacht worden, um Strom von hoher Spannung durch die von der Stromquelle ausgehende Leitung zu führen und an den Verbrauchsstellen Strom von geringerer ver- iinderlieher Spannung in die Motoren zu leiten.
Bei einem zu diesem Zwecke verwendeten System ist die Potentialdifferenz zwischen einer Klemme der Motoren und dem geerdeten Leiter dieselbe wie die Potentialdifferenz zwischen den Motorklemmen, wogegen bei Systemen nach vorliegender Erfindung die Potentialdifferenzen zwischen den l\1otorklemmen und dem geerdeten Leiter bloss halb so gross sind, wie die Potentialdifferenzen zwischen den Motorklemmen. Bei dieser Anordnung wird die Beanspruchung der Isolation und die Gefahr beim Betriebe und bei der Ausbesserung der Motoren erheblich verringert.
In der Zeichnung ist ein Schaltungsschema einer beispielsweisen Ausführung der Erfindung dargestellt.
Die Anlage besteht aus einer Transformatorwicklung-Z, von der eine Klemme 2 durch einen Leiter 3 mit einem Pol eines Wechselstromgenerators 4 verbunden ist, dessen anderer Pol durch einen Leiter 5 geerdet ist. Die andere Klemme 6 des Transformators 1 ist mit einem Leiter 7 der Speiseleitung für die Motoren 8 verbunden, deren anderer Leiter 9 mit einem Punkt 10 der Bewicklung J ! verbunden ist, welcher die gewünschte Spannung zwischen den Motorklemmen zu liefern vermag. Ein Punkt 11 in der Wicklung 1, der zwischen den Punkten 6 und 10 gelegen ist, steht mit dem geerdeten Leiter 5 in Verbindung. Wird die Anlage für Eisenbahnmotoren benützt, so könnte der Leiter 5 von den Fahrschienen oder von dem geerdeten Rückleiter gebildet worden.
Der Leiter 9 der Arbeitleitung enthält die Sekundärwicklung 12 eines Transformators 13, wobei die Enden der Primärwicklung jH des Transformators 13 mit dem Ende der Sekundärwicklung 12, welches den Motoren S zunächst liegt bezw. mit einem beliebigen Punkte des Autotransformators 1 durch einen umlegbaren Schalter 15 in Verbindung gesetzt werden können. Die Wicklung 1 kanu mit einer Anzahl von von verschiedenen Punkten derselben ausgehenden Ableitungsdrähten 16 ausgestattet und ein Schaltarm 17 vorgesehen sein, um den Punkt der Wicklung 1, an welchen die Wicklung 14 angeschlossen ist, ändern zu können.
Die Spannungsregelungsvorrichtnng kann von der vorstehend beschriebenen erheblich abweichen, da sie keinen Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet. und hiebei nur insofern in Betracht kommt. als sie eine wünschenswerte und nützliche Beigabe zur ganzen Anlage darstellt.
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man die Lage des Punktes 1. auch anders wählen kann, als die Zeichnung zeigt, ohne die wesentlichen Vorteile der Erfindung zu opfern.
Der Punkt 10 ist so gelegen, dass, wenn die Spannung in der Bewicklung 12 sich zu dar den Motoren von dem zwischen den Punkten 6 und 10 gelegenen Teil der Bewicklung gelieferten Spannung addiert, die Motoren 8 die volle Potentialdifferenz erhalten, und ferner so, dass, wenn der Strom in der Bewicklung 12 entgegengesetzt ist zu jenem, der von dem zwischen den Punkten 6 und 10 gelegenen Teil der Bewicklung 1 geliefert wird, die Motoren 8 die geringste Anlassspannung geliefert erhalten.
Wenn auch zwei Motoren in Parallelschaltung zwischen den Leitern 7 und 9 angedeutet sind, so könnte man doch auch eine einzige Stromverbrauchs vorrichtung oder eine grössere Anzahl solcher benutzen, ob es nun Motoren oder elektrische Vorrichtungen sind, und sin je nach Wunsch in Reiben-oder Parallelschaltung verbinden.
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