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Stangenlagerung für Koordinatenschalter
Die Erfindung bezieht sich auf die Lagerung für die die Markierfedern tragenden Stangen in Koordi- natenschaltern. Es ist bekannt, diese Stangen in der Weise zu lagern, dass in der aus Fig. 1 und 2 ersicht- lichen Weise an den beiden Enden der Stange Lagerbolzen 4 in die in die Stirnflächen der Stange einge- brachten Lagerbuchsen hineinragen. Um die Toleranzen möglichst nieder zu halten, werden die beiden
Enden der Stange l, auf der die Markierfedern 16 angebracht sind, mit Lagerbuchsen 2 versehen, die durch alsdann im Lager verbleibende Stahlkugeln 3 auf das genaue Mass aufgeweitet und geglättet sind. Die La- gerbolzen 4, um die sich die Stange dreht, begrenzen zugleich deren Axialspiel in beiden Richtungen.
Die Lagerbolzen 4 sind in justierbaren Lappen 5 befestigt, die ihrerseits eine Fortsetzung der Seitenträgerplatine 6 bilden.
Soll nun eine Stange aus ihrer Lagerung herausgenommen werden, so muss zunächst die Kontermutter 7 gelöst und der Bolzen 4 herausgeschraubt werden. Beim Wiedereinsetzen der Stange 1 müssen dann der Abstand a zwischen Joch und Anker und das Axialspiel b der Stange neu eingestellt werden.
Um diese jeweilige Neueinstellung zu vermeiden, ist in bekannten Anordnungen eine Feder vorgesehen, die innerhalb der Buchse einen dauernden Axialdruck auf die Stange ausübt, wobei sie mit ihrem einen Ende an der Stirnfläche des Drehzapfens und mit ihrem andern Ende an der das innere Ende der Buchse bildenden Stahlkugel angreift. Der Druck dieser Feder ist dabei so gerichtet, dass er dem durch die Markierfedern bei ihrer Betätigung erzeugten Axialdruck entgegenwirkt. Sie muss daher dementsprechend kräftig ausgebildet sein, um auch bei Betätigung mehrerer Markierfedern die Stange mit genügender Sicherheit an das gegenseitige Lager zu drücken und auf die Weise die axiale Lage der Stange im Verhältnis zum Betätigungsmagneten und den Markiermitteln eindeutig festzulegen.
Hiebei ergibt sich jedoch der Nachteil, dass beim Justieren das Spiel der Stange nicht nachgeprüft werden kann und beispielsweise bei Abweichung der Drehzapfen von der koaxialen Lage die hiedurch bewirkte Schwergängigkeit der Stange nicht bemerkt wird.
Erfindungsgemäss werden die geschilderten Nachteile dadurch beseitigt, dass an mindestens einem Ende einer Stange die axiale Verschiebung derselben begrenzenden Konstruktionselemente, z. B. gebogene Federn oder Drähte mit Begrenzungsvorrichtungen, vorgesehen sind, welche Konstruktionselemente dazu bestimmt sind, den durch die Betätigung der Markierfedern erzeugten Axialdruck der Stangen unmittelbar aufzunehmen, so dass nach einmaliger Justierung die axiale Lage der Stange im Verhältnis zum Betätigungsmagneten und den Markierfedern selbst unabhängig von einer zwischenzeitlichen Demontage eindeutig festgelegt ist.
Von den beigefügten Figuren zeigen : Fig. 1 die Seitenansicht und Fig. 2 die Draufsicht einer Stangenlagerung gemäss dem Stand der Technik ; Fig. 3 die Seitenansicht und Fig. 4 die Draufsicht einer Stangenlagerung gemäss der Erfindung unter Verwendung einer blattförmigen Haltefeder ; Fig. 5 und 6 eine Variation dieser Anordnung unter Verwendung einer Drahtfeder ; Fig. 7-10 eine weitere Abwandlung der Haltefeder mit gleichzeitiger Sonderausbildung des Drehzapfens ; Fig. 11 die Seitenansicht und Fig. 12 lie Draufsicht einer Stangenlagerung, bei. der die Reibung der Haltefeder weitgehend wegfällt ; Fig. 13 und 14 eine Stangenlagerung, bei der die Haltefeder durch eine ähnlich einer Sicherungsscheibe ausgebildete eider gebildet ist.
Fig. 3 und 4 zeigen ein, Ausführungsbeispiel für den Erfindungsgedanken. Die Stange 1 ist mit einer
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Blattfeder 8 versehen. Diese ist an ihrem freien Ende mit einem Schlitz 8a versehen. Die Blattfeder 8 um- fasst mittels dieses Schlitzes mit geringem Spiel eine Scheibe 9. Die Scheibe 9 wird vom Lagerbolzen 4 über einenFederring 10 mit dem Lagerlappen 5 fest verschraubt. Die Einstellung des Axialspiels der Stan- ge 1 wird durch Verschieben der Blattfeder 8 vorgenommen, die sich in ihren Langlöchern 11 in Längs- richtung der Stange verschieben lässt. Die Lagerbolzen 4 und 4'berühren nicht mehr die Stahlkugeln 3 und 3', sondern haben ein Spiel c zwischen sich und der Stahlkugel. Das Axialspiel der Stange wird le- diglich von dem kleinen Spiel zwischen Scheibe 9 und dem Schlitz der Feder 8 bestimmt.
Das Auswechseln der Stange geschieht folgendermassen : Der Lagerbolzen 4 am ankerseitigen Ende S der Stange wird gelöst und die Blattfeder 8 von der Scheibe 9 abgehoben. Dann wird die Stange 1 so weit verschoben, bis die Lagerbuchse 2'den Lagerbolzen 4'verlassen hat. Die Stange kann jetzt frei nach vorn herausgenommen werden. Beim Einsetzen der Stange wird zunächst die rechtsseitig gezeichnete Lager- buchse 2'auf den feststehenden Lagerbolzen 4'aufgeschoben und dann der andere Lagerbolzen 4 wieder eingesetzt. Die Lage in Längsrichtung der Stange l wird durch Blattfeder 8 und Scheibe 9 eingestellt (Ab- stand a). Eine Verstellung des Seitenträgers 6 bei starken Transportstössen hat keinen Einfluss mehr auf den
Abstand a.
Fig. 5 und 6 zeigen eine Abwandlung der eben beschriebenen Anordnung. Die Blattfeder 8 aus Fig. 3 und 4 ist durch eine Drahtfeder 12 ersetzt, die mit dem einen Ende durch ein Halteblech 13 auf der Stan- ge einstellbar befestigt und mit dem andern Ende durch eine Schelle 14 mit dem Lagerlappen 5 verbunden ist.
In den Fig. 7-10 ist eine Stangenlagerung dargestellt, die ein besonders schnelles und leichtes Auswechseln der Stange gestattet, Die Lagerlappen 5 bestehen beispielsweise aus Bronze und sind mit dem Seitenträger 6 der Schalteranordnung vernietet. Die Lagerbolzen 4, 4'sind in den Lagerbuchsen 2, 2'fest eingepresst und stehen jeweils mit ihrem Lagerteil 4a bzw. 4a'aus den Buchsen 2, 2'heraus. Vor dem Lagerteil 4a hat der Bolzen eine Einschnürung, die das schnelle Auswechseln der Stange ermöglichen soll. Zum Auswechseln der Stange wird zunächst die Blattfeder 8 vom Lagerlappen 5 abgehoben und dann die Stange in Richtung ihres ankerseitigen Endes verschoben. Hiebei kommt der verjüngte Teil des Lagerbolzens in den Bereich der geschlitzten Lagerbohrung 15 (Fig. 8 und 9).
Bei dieser Verschiebung der Stange hat der Lagerbolzen 4a'auch den dem Anker abgewendeten Lagerlappen 5'verlassen, so dass die Stange 1 nach vorn herausgezogen werden kann. Zum Einsetzen der Stange wird, bei abgehobener Feder 8, zunächst die Einschnürung des ankerseitigen Lagerbolzens in den Schlitz 15 des entsprechenden Lagerlappens eingesetzt und dann die Stange in Richtung ihres dem Anker abgewendeten Endes verschoben. Die Blattfeder 8 wird dann auf den Lagerlappen 5 herabgelassen und richtet die Stange aus.
In den Fig. 11-14 sind Stangenlagerungen dargestellt, die gegenüber den bereits beschriebenen Ausführungen noch weiter vereinfacht sind. Im Prinzip entspricht die Darstellung der Fig. 11 der Lagerung nach Fig. 3 und 4, jedoch mit dem Unterschied, dass der Axialdruck von der Kugel 3 und dem Lagerbolzen 4 aufgenommen wird. Bei der Betätigung des Brückenankers 17 wird die Markierfeder 16 in Pfeilrichtung mitgenommen und festgehalten. Es entsteht an der Stange ein Achsschub in Pfeilrichtung, der vom rechten Seitenträger 6 aufgefangen wird, da der Lagerbolzen 4 in der Buchse 18 fest eingepresst ist. Die Feder 8 ist so ausgebildet, dass sie mit dem umgebogenen Ende 8" das Längsspiel der Stange begrenzt. Gegen ein Abspringen der Feder sichert der federnde Ansatz 8', der die Lagerbuchse 2 federnd umspannt.
Zum Auswechseln der Stange 1 wird die Feder 8 abgehoben und die Stange in Richtung ihres dem Anker abgewendeten Endes verschoben, so dass sie aus dem entgegengesetzten Lager ausgeschwenkt werden kann. Anschliessend wird die Stange 1 ausserhalb dieses Lagers wieder nach rechts bewegt und kann dann frei herausgenommen werden. Während dieses Vorganges stützt sich die Feder 8 mit den Enden des Ansatzes 8' im ausgeklinkten Zustand auf der Buchse 2 ab.
Die Stange 1 kann sich in den Ausführungen nach Fig. 3 -12 unter Einwirkung der gespannten Markierfedern 16 nicht weiter in Richtung ihres ankerseitigen Endes verschieben, als das eingestellte Längsspiel zulässt ; damit ist der wesentliche Nachteil auch der Ausführungsform mit Druckfeder nach dieser neuen Anordnung vermieden.
Den Fig. 13 und 14 liegt das gleiche Prinzip der Stangenlagerungen zugrunde, wie es bereits für Fig. 3-11 beschrieben worden ist. Die Feder 8 wurde hiebei durch eine Feder 19 ersetzt, deren Wirkungsweise derjenigen einer Sicherungsscheibe DIN 6799 entspricht. Zwischen der Lagerbuchse 2 und der Buchse 18 befindet sich eine Scheibe 20 aus Fiber oder ähnlichem Material zur Verbesserung der Reibungsver- l1ältnisse unter Berücksichtigung des Axialschubs. Die Feder 19 sitzt unter Spannung mit dem Teil 19'auf der feststehenden Buchse 18 und stützt sich mit dem Ansatz 19'"am Seitenträger 6 ab (Verdrehungssicherung). Der Teil 19" umschliesst die Lagerbuchse 2 ohne radiale Berührung und sichert die Stange gegen
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Verschieben in Längsrichtung.
Zum Auswechseln der Stange 1 muss die Feder 19 abgenommen werden.
Selbstverständlich stellen die vorstehend dargestellten Ausführungsformen des Erfindungsgedankens nur
Beispiele dar, die seine anderweitige Durchführung nicht ausschliessen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lagerung für die die Markierfedern tragenden Stangen in Koordinatenschaltern, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem Ende einer Stange (1) die axiale Verschiebung derselben begrenzende Konstruktionselemente, z. B. gebogene Federn (8) oder Drähte (12) mit Begrenzungsvorrichtungen, vorgesehen sind, welche Konstruktionselemente dazu bestimmt sind, den durch die Betätigung der Markierfedern erzeugten Axialdruck der Stangen unmittelbar aufzunehmen, so dass nach einmaliger Justierung die axiale Lage der Stange im Verhältnis zum Betätigungsmagneten und den Markierfedern selbst unabhängig von einer zwischenzeitlichen Demontage eindeutig festgelegt ist.