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Selbstleuchtende Boje.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine leuchtende Boje, welche in geeigneter Weise verankert und so zum Anzeigen der Durchfahrt oder eines Schiffahrtshindernisses benützt worden kann. Die Boje gemäss vorliegender Erfindung besitzt einen Gaserzeuger, welcher das das Gas liefernde Material, wie Kalziumkarbid oder dgl. aufnimmt, so dass das zur Speisung eines Brenners erforderliche Gas längere Zeit hindurch selbsttätig erzeugt werden und der Brenner wirken kann. Dabei ist der Generator derart eingerichtet, dass sich derselbe selbsttätig von dem sich bildenden Rückstand reinigt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in einem teilweisen Längsschnitt dargestellt. Der Gasgenerator A ist innerhalb eines Schwimmers h von geeigneter Gestalt angeordnet und besitzt zweckmässig die Form eines vertikal und zentral im Schwimmergehäuse angeordneten Zylinders. Der Generator A trägt
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Einfüllöffnung a fUr das Karbid vorgesehen ist. Im Boden des Generators ist eine Öffnung c für den Eintritt des Wassers vorgesehen und ist der Generator durch eine mit Üffnungen versehene Zwischenwand C geteilt, auf welcher die Karbidstücke aufgeschichtet liegen.
Zweckmässig ist die Zwischenwand C als Rost mit weiten Öffnungen zwischen den einzelnen Stäben ausgebildet und nicht zu hoch über dem Boden des Generators, jedenfalls
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so dass das durch die Bodenöffnung eintretende Wasser eine Flüssigkeitssäule bildet, in die der untere Teil der Karbidmasse versenkt ist. Der Boden E des Generators wird genügend schwer als Ballastgewicht ausgebildet, um die Boje stets in aufrechter Stellung zu erhalten. Die Boje kann in irgendwelcher Weise, z. B. mittels an Ringen k befestigter Ankerketten K verankert werden. Das im Generator erzeugte Gas strömt durch ein im Deckel vorgesehenes Ventil f in das zum Brenner der Lampe oder Laterne F führende Zuleitungsrohr G.
Die in geeigneter Weise auf dem Schwimmer angeordnete Lampe F besitzt ein Reduzierventil e, um die Gasspannung in gewünschter Weise zu reduzieren, bevor das Gas in den Brenner gelangt. Unterhalb der Zwischenwand C ist eine Wand D@ vorgesehen, deren Durchgangsöffnung d durch ein Ventil D mit zweckmässig konischem Sitz abgeschlossen wird. Das Ventil D ist am Ende einer Ventilspindel H befestigt, die durch den Deckel I reicht und wobei die Grösse des Hubes des Ventils mittels einer an der Spindel vorgesehenen Schraubenmutter h entsprechend geregelt werden kann. Die
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Der Deckel 7 trägt ein die \'entilspindel H umgebendes Führungsrohr J, welches die Be- rührung der Spindel mit dem Karbid verhindert.
Soll der Leuchtapparat der Boje in Betrieb gesetzt werden, dann wird zunächst das Ventil 1) geschlossen und Kalziumkarbid in den Generator A durch die Öffnung a ein-
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Ventil 7 geöffnet. Das Wasser tritt durch die Bodenöfnung c ein, steigt in dem Generator empor und wirkt auf das Karbid ein. Das gebildete Azetylengas strömt durch das Rohr G zum Brenner und treibt zunächst die Luft aus, worauf, wenn das Gas seine volle Spannung erreicht hat, die Lampe angezündet werden kann.
Da mehr Gas erzeugt wird, als vom Brenner verbraucht wird, so wird sehr bald eine bedeutende Spannung des Gases eintreten.
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Übersteigt dieselbe den hydrostatischen Druck, dann wird das Wasser im Generator zurückgedrängt und dessen Niveau unterhalb des Rostes C sinken, wie die Zeichnung veranschaulicht. Die Gaserzeugung findet aber trotzdem noch einige Zeit, allerdings bedeutend langsamer, statt, weil an den Karbidstucken noch genügend Wassertropfen anhaften.
In dem Masse, als Gas von dem Brenner verbraucht wird, sinkt dessen Spannung allmählich und das Wasser steigt wieder, bis es schliesslich wieder auf das Karbid einwirkt und eine rasche Gasentwicklung verursacht, worauf die Spannung steigt, bis diese grösser als der hydrostatische Druck ist, worauf sich der geschilderte Vorgang stets von neuem wiederholt.
Der Zersetzungsprozess des Kalziumkarbids liefert einen Rückstand, welcher von dem wiederholt steigenden und sinkenden Wasser ausgeschwemmt wird, so dass sich der Generator selbsttätig reinigt. Das Wasser schwemmt den zurückbleibenden Rückstand durch die Öffnungen des Rostes C in den Raum oberhalb der Wand D'durch die Öffnung d und schliesslich durch die Bodenöffnung C aus dem Generator heraus. Wenn einige Karbidstücke durch die Lücken des Rostes durchfallen, werden sie durch die Zwischenwand D' zurückgehalten und zersetzt. Dadurch, dass nur eine enge Öffnung c im Boden vorgesehen ist, wird der freie Zufluss des Wassers in den Generator eingeschränkt, da sonst eine fortwährende Kompression und Expansion des Gases durch die Wellenbewegung verursacht werden würde.
Wenn der Generator nachgefüllt werden muss, wird zuerst das Ventil D geschlossen, zu welchem Zwecke die Kappe i abgenommen und die Spindel H durch
Drehung der Schraubenmutter h nach aufwärts bewegt wird. Der Deckel b wird abgenommen und das oberhalb des Rostes C befindliche Wasser ausgepumpt. Das Karbid wird in den
Generator gefüllt, der Deckel b aufgesetzt und das Ventil D geöffnet.
Das Ventil D und die Zwischenwand D'sind nicht unerlässlich. Werden diese weg- gelassen, so muss die Boje so weit aus dem Wasser emporgehoben werden, dass das Niveau des Wassers in dem Generator unterhalb des Rostes C sinkt, wenn der Generator mit
Karbid gefüllt werden soll. Dazu ist allerdings ein mit Hebevorrichtungen ausgestattetes
Boot erforderlich. Die Boje gemäss vorliegender Erfindung wirkt vollkommen selbsttätig lange Zeit, z. B. sechs Monate bis ein Jahr hindurch und wird selbsttätig von allen
Rückständen gereinigt. An Stelle des Kalziumkarbids kann auch ein anderes Karbid, wie Baryumkarbid oder dgl. und jedes durch die Einwirkung von Wasser ein brennbares Gas erzeugende Material verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbstleuchtende Boje, gekennzeichnet durch einen in einem Schwimmer angeordneten, mit einem rostartig gestalteten, zur Auflage des gaserzeugenden Materials dienenden Zwischenboden versehenen Gaserzeuger, in welchem beim Eintauchen der Boje ins Wasser dieses durch den rostartig gestalteten Boden eindringt und wobei bei einem Überdruck des sich entwickelnden Gases der hydrostatische Druck überwunden wird, wodurch das Wasser vom gaserzeugenden Material verdrängt und beim Sinken des () as- druckes dieses wieder in den Gaserzeuger eintreten kann, zum Zwecke, einer selbsttätigen Regelung der Gasentwicklung entsprechend dem Verbrauche.