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Rechenmaschine
Die Erfindung betrifft eine Rechenmaschine. Bekannt ist ein Rechengerät, das aus einer Kombination einer Buchungs- oder ähnlichen Maschine mit einer Multipliziervorrichtung besteht und zwei Faktorspei- cher besitzt, die durch Einstellmechanismen der Buchungsmaschine gemäss auf dem Buchungsmaschinentastenfeld gedrückter Tasten einstellbar sind. Bei den bekannten Anordnungen hat jeder Faktorspeicher die Form einer Bank von Mehrfachschaltern. Anschliessend an das Einstellen dieser Schalterbänke durch die Einstellglieder bildet die Multipliziervorrichtung das Produkt der durch die Einstellungen der Schalter dargestellten Werte.
Da die Multiplikation in einer Reihe von Schritten erfolgt, werden Teilprodukte der beiden Faktoren nacheinander in einem Produktakkumulator gespeichert, so dass der Akkumulator am Ende der Multiplikation das Produkt der beiden Faktoren enthält.
Bei älteren Anordnungen der genannten Gattung darf das Produkt der beiden Faktoren die Kapazität des Akkumulators nicht überschreiten, anderseits müssen für jede Multiplikation beide Faktoren in das Buchungsmaschinentastenfeld eingetastet und dadurch in den Faktorschaltern eingestellt werden.
Im Geschäftsverkehr treten jedoch häufig Situationen auf, bei denen der eine der beiden Faktoren nur eine einer begrenzten Anzahl von Konstanten annehmen kann. Dies ist bei Überstundenberücksichtigung in der Lohnabrechnung der Fall. Ein weiteres naheliegendes Beispiel ist die Dividendenberechnung, bei der für jeden Aktieninhaber der jeweilige Aktienbetrag mit dem jeweils festgesetzten Dividendenprozentsatz zu multiplizieren ist, wobei der Aktienbetrag jeweils verschieden ist, die Dividende jedoch nur in gewissen Grenzen variiert.
Das Führen von Lagerkontrollaufzeichnungen erfordert im allgemeinen die wiederholte Multiplikation einer Stückzahl mit einem konstanten Einheitspreis.,
Bei diesen und andern maschinellen Buchungsverfahrenführt die wiederholte Von-Hand-Eingabe des konstanten Faktors, wie sie bei bekannten Geräten erforderlich ist, zur Ermüdung des Maschinenbedieners ; sie ist zeitraubend und erhöht ausserdem die Fehlermöglichkeiten.
Die erfindungsgemässe Anordnung betrifft insbesondere eine Rechenmaschine, in der über sämtliche Eigenschaften der bekannten Maschinen hinaus ein beliebiger einer begrenzten Anzahl von konstanten und ständig wiederkehrenden Faktoren mit einem in das Tastenfeld der Buchungsmaschine eingebrachten Faktor multipliziert werden kann, der somit jeden beliebigen Wert im Bereich des Tastenfeldes annehmen kann. Der konstante Faktor wird entweder selbsttätig oder zumindest nur durch ganz einfache Handgriffe des Maschinenbedieners für eine Multiplikation aufgerufen.
Die nachstehend beschriebene Rechenmaschine besteht aus zwei Grundeinheiten, die beide bekannt und somit nicht Gegenstand der Erfindung sind.
Die bevorzugte Art eines solchen Multipliziergerätes enthält Multiplikandenschaltmittel mit Eingängen zur Aufnahme einer Anzahl als wiederkehrende Gruppe auftretender, gleichzeitig erzeugter Impulszüge. Die Anzahl der Impulse der Impulszüge entspricht den Ziffern des Multiplikanden, der beispielsweise über ein Tastenfeld einstellbar ist, wodurch wahlweise bestimmte Eingänge mit bestimmten einer Anzahl den einzelnen Stellen zugeordneter Ausgangsleitungen verbunden werden, und enthält ferner eine Anzahl Impulszählschaltungen für die Speicherung des Produkts sowie eine Programmfolgesteuerschaltung, die Multiplikatorschaltmittel enthält, die beispielsweise über ein Tastenfeld entsprechend den Stellen des Multiplikators einstellbar sind,
wobei die genannte Programmfolgesteueochaltnng nacheinander entsprechend dem Programm ausgewählte Zählschaltungen mit den von den Multiplikandenschaltmit-
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teln kommenden Ausgangsleitungen so lange verbindet, dass die gleichzeitig auftretenden Impulsgruppen so oft erzeugt werden, als es dem Wert der einzelnen Stellen des durch die Einstellung der Multiplikator- schaltkreise dargestellten Multiplikators entspricht.
Ein Multipliziergerät der vorgenannten Art ist in der brit. Patentschrift Nr. 877, 192 ausführlich be- schrieben. In dieser Patentschrift wird das als "Sterling-Multiplizierer" bezeichnete Gerät zur Multipli- kation eines als Multiplikand verwendeten Dezimalfaktors mit einem in einem gemischten Basisbegriff, z. B. der Sterlingwährung, ausgedrückten Multiplikators verwendet.
Durch die in der Beschreibung des Sterling-Multiplizierers geoffenbarte Anordnung wird eine vorteil- hafte Lösung einer bis dahin ziemlich schwierigen Aufgabe erreicht. Zweifellos bestand insbesondere in
Grossbritannien Bedarf an einem besonders im Geschäftsverkehr zur schnellen Multiplikation von Dezimal- zahlen mit Sterlingbeträgen verwendbaren Gerät, das mit an normale mechanische Buchungsoperationen angepassten Geschwindigkeiten arbeitet.
Wie in der Beschreibung des Sterling-Multiplizierers ausgeführt, erfolgt die Multiplikation anschlie- ssend an die Einstellung der Operanden auf zwei Tastenfeldern. Die genannten Tastenfelder können als
Teil des Multipliziergeräts angesehen werden. Ihr Zweck besteht jedoch lediglich in der Steuerung der
Einstellung entsprechender von zwei Schalterbänken gemäss den den Operanden zugeordneten Werten.
Bei einer Verwendung des Geräts im Geschäftsverkehr ist es zweckmässig, dass die Schalterbänke die- ses Sterling-Multiplizierers vom Tastenfeld einer Buchungsmaschine her einstellbar sind, und dass da, wo während eines Buchungsvorgangs eine Multiplikation durchzuführen ist, die Buchungsmaschine die erfor- derliche Steuerung ausübt, so dass diese Multiplikation automatisch erfolgt, und das Produkt zur weiteren
Verwendung an die Buchungsmaschine zurückgegeben wird.
Die vorliegende Erfindung zeigt u. a. auch die Art und Weise, in der eine solche Steuerung ausgeübt wird.
Die bevorzugte Art einer zusammen mit dem Multipliziergerät zu verwendenden Buchungsmaschine ist in der brit. Patentschrift Nr. 680, 992 ausführlich beschrieben. Diese Maschine wurde jedoch in einigen Punkten den Erfordernissen der vorliegenden Erfindung angepasst, was später noch näher erläutert wird.
Die vorliegende Erfindung mit ihren Möglichkeiten ist jedoch keinesfalls auf die bestimmte Art einer Buchungsmaschine, wie sie in der vorgenannten Patentschrift beschrieben ist, beschränkt.
Kurz gesagt ist es so, dass bei einer Buchungsmaschine der in der brit. Patentschrift Nr. 680, 992 beschriebenen Art für Buchungsvorgänge, die die Multiplikation von zwei Faktoren, wie bereits erwähnt, einschliessen, das Volltastenfeld der Maschine gesplittet ist und ein Teil davon für die Eintastung des Multiplikanden und der andere für die des Multiplikators dient.
Die zur Multiplikation und der anschliessenden Produkteinstellung vom Sterling-Multiplizierer her nötigen Steuerfunktionen werden durch von auf zwei Formstangen auf dem Papierwagen der Maschine sitzenden Funktionssteuervorrichtungen bestimmt.
Wird die Maschine des Ausführungsbeispiels erfindungsgemäss zur Multiplikation eines beliebigen Faktors mit einem einer begrenzten Anzahl von konstanten Faktoren verwendet, so werden entsprechende einer Anzahl von Impulsstromkreisen entweder selbsttätig durch eine auf einer der Formstangen der Buchungsmaschine vorgesehene Funktionssteuervorrichtung oder von Hand durch Drücken einer einzigen Taste ausgewählt, ohne dass die bei der normalen Multiplikation verwendete vorgenannte Schalterbank zu Hilfe genommen wird.
Die Erfindung betrifft eine Rechenmaschine, bestehend aus einer Buchungs- oder ähnlichen Maschine, mit einem Tastenfeld und gemäss auf dem Tastenfeld gedrückter Betragstasten einstellbarer Einstellmechanismen zur Darstellung von zwei zu multiplizierenden Faktoren, und einer Mnitipliziervorrichtung mit durch die genannten Einstellmechanismen einstellbaren Faktorspeichervomchtungen und mit einem Produktakkumulator zur Speicherung von während der Multiplikation der Faktoren gebildeten Teilprodukten, und ist dadurch gekennzeichnet, dass mehrere zusätzliche Speichervorrichtungen vorgesehen sind, von denen jede einen konstanten und für eine. Multiplikation mit einem durch die Einstellmechanismen in einer der erstgenannten Faktorspeichervorrichtungen eingestellten Faktor auswählbaren Faktor vorsieht.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Maschine wird an Hand der Zeichnungen beschrieben, u. zw. zeigt : Fig. l eine im bevorzugten Ausführungsbeispiel verwendete Buchungsmaschine, Fig. 2 die Art, wie die nachstehend genannten Fig. 2A-2F zur Darstellung der gesamten Schaltung nach der Erfindung zusammenzusetzen sind, Fig. 2A - 2F schematische Schaltbilder der in dem Blockdiagramm nach Fig. 2 gezeigten Schaltungsteile, Fig. 3 ein Diagramm, das die Anordnung von Kommaschrittschaltern veranschaulicht, Fig. 4 eine Einrichtung, die zur Einstellung der Schaltmittel gemäss der gedrückten Taste dient, Fig.
5 eine schematische Darstellung einer Anordnung gedruckter Schalplatten eines vorgewählten Mul-
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tiplikanden sowie die zur Einführung der Platten in entsprechende einer Anzahl von Buchsen verwendete Vorrichtung, Fig. 5A ein Beispiel einer gedruckten Schaltplatte, Fig. 6 die Übertragung von den elektrischen Speichermitteln in die mechanischen Einstellvorrichtungen, und Fig. 7 ein bestimmte wesentliche Merkmale einer bevorzugten Art des Multipliziergerätes veranschaulichendes Blockdiagramm.
Die verschiedenen Merkmale der Erfindung lassen sich aus einem einzigen Ausführungsbeispiel ersehen, in dem während eines Buchungsvorgangs die Multiplikation von zwei Operanden in dem Sterling-
Multiplizierer unter der Steuerung einer mechanischen Buchungsmaschine, wie sie in der brit. Patentschrift Nr. 680,992 beschrieben ist, durchgeführt wird. Da während der folgenden Beschreibung wiederholt auf diese Maschine Bezug genommen wird, werden die Merkmale derselben, die im Zusammenhang mit der Erfindung von Bedeutung sind, kurz betrachtet.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist das Tastenfeld 1 der Maschine mit stellenwertmissig angeordneten Betragstasten 2 versehen, wobei die linken Tastenspalten 2a während allgemeinen Multipllkationsvorgängen als Dateneingabetasten für den Dezimalmultiplikanden oder Faktor A dienen, während die Tastenspalten
2b für die Eingabe des Multiplikators oder Faktors B Verwendung finden.
Ausser den Betragstastenspalten 2a, 2b weist das Tastenfeld 1 Kommatasten 3, eine Multiplikandentaste 4, eine Multiplikatortaste 5 sowie Tasten 6 für"vorgewählte"Multiplikanden auf. Zweck und Funktion sämtlicher dieser Tasten wird später noch näher erläutert.
Ferner enthält das Tastenfeld 1 eine Gruppe von Motortasten, die aus der Hauptmotortaste 7 und verschiedenen Funktionssteuertasten einschliesslich der Bänke für Zählwerkswähl- und Zählwerksfunktionssteuer- tasten 8 sowie aus Wagen - und Papierförderungssteuertasten 9 besteht. Ausser der Hauptmotortaste 7 ist keine der letztgenannten Tasten im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung von Belang, so dass diese lediglich der Vollständigkeit halber aufgeführt wurden.
Auf einem nichtgezeigten Papierwagenmechanismus sitzt eine Druckwalze 10 sowie eine vordere Formstange 11, die jeweils mit in bestimmten einer Anzahl von möglichen Stellungen angebrachten Steuerplatten versehene, wahlweise einstellbaren Funktionssteuervorrichtungen 12 trägt, wie dies beispielsweise in der brit. Patentschrift Nr. 680, 992 bereits beschrieben ist.
An der Rückseite der Druckwalze 10 ist der Wagen mit einer zweiten oder hinteren, nichtgezeigten Formstange versehen, die wahlweise einstellbare Funktionssteuervorrichtungen zum selbsttätigen Steuern des der Buchungsmaschine zugeordneten elektrischen Multipliziergeräts trägt. Insbesondere für die selbsttätige Multiplikation von über die entsprechenden Teile 2a, 2b des Tastenfeldes 1 eingebrachten Operanden erfordernde Buchungsvorgänge ist die rückwärtige Formstange mit zwei Funktionssteuervorrichtungen ausgestattet, die spaltenmässig mit den Funktionssteueranschlägen 12a und 12b der vorderen Formstange 11 ausgerichtet sind, und trägt ferner eine dritte oder Produktfunktionssteuervorrichtung. die in einer dem Funktionssteueranschlag 120 der vorderen Formstange 11 entsprechenden Spaltenstellung angeordnet ist.
Wie später noch beschrieben wird, steuert, wenn während eines Buchungsvorgangs der Papierwagen der Maschine sich so weit bewegt, dass der Funktionssteueranschlag 12a in eine bei 13 angezeigte Funktionssteuer- und Tabulieranschlagsstellung des Maschinenrahmens gelangt, eine Funktionssteuervorrichtung der rückwärtigen Formstange die Einstellung der Multiplikandenschalterbank des Sterling-Multipli-
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Buchungsvorgangs der Funktionssteueranschlag 12b in die Tabulierstellung 13 gelangt, eine Funktionsteuerplatte auf der entsprechenden Funktionssteuervorrichtung der rückwärtigen Formstange während eines Multiplikator-oder Faktor-B-Maschinengangs die Einstellung der Multiplikatorschalterbank entsprechend dem auf den Tastenspalten 2b des Tastenfeldes 1 eingetasteten Betrag.
In vielen Fällen ist es unpraktisch, Funktionssteuervorrichtuigen in den Spaltenstellungen zu verwenden, dis in der vorliegenden Beschreibung durch die rückwärtigen Funktiomstaueranschläge eingenommen werden. Wie später noch beschrieben wird, kann bei einem Fehlen solcher rückwärtiger Funktionssteuervorrichtungen die Einstellung der Schalterbänke durch entsprechendes Drucken der Faktor-A-und Faktor-B-Funktionssteuertasten 4 und 5 gesteuert werden.
Ausser einer Steuerplatte zum Steuern der Einstellung der Multiplikandenschalterbank des SterlingMultiplizierers kann der Faktor A-. d. h. der Multiplikandenfunktionssteueranschlag 12a noch eine oder mehrere weitere Steuerplatten aufweisen, die während des Faktor-A-Maschinengangs die Einstellung der Kommaschrittschalter des Sterling-Multiplizierers entsprechend der Kommastellung in dem aber das Ta- stenfeld eingegebenen Multiplikanden steuern.
Ist keine rückwärtige Funktionssteuervorrichtung für den Faktor A vorgesehen, oder weist die genannte rückwärtige Steuervorrichtung nur eine Steuerplatte zum Steuern der Einstellung der Multiplikanden-
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schalterbank auf, dann lassen sich die Kommaschrittschalter durch Drücken einer entsprechendeL der
Kommatasten 3 des Tastenfeldes 1 steuern. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel werden durch Drük- ken einer der Tasten 3 während des Faktor-A-Maschinengangs die Kommaschrittschalter des Sterling-
Multiplizierers so gesteuert, dass Impulsschaltverbindungen zu den elektronischen Speichern für die ein- zelnen Stellen im Sterling-Multiplizierer hergestellt werden, die für eine Multiplikation mit einem ganzzahligen Multiplikanden geeignet sind.
Die übrigen vier der fünf Kommatasten 3 entsprechen jeweils
Multiplikanden mit zwei, drei, vier und fünf Ziffern hinter dem Komma.
In Multiplikationen mit ständig wiederkehrenden Multiplikanden kann der entsprechende einer An- zahl von Schaltkreisen für feste Multiplikanden unabhängig von der Multiplikandenschalterbank entweder selbsttätig durch rückwärtige Funktionssteuervorrichtungen für den Faktor B oder von Hand durch Drücken einer entsprechenden der Tasten 6 für konstante Faktoren ausgewählt werden. Wie noch gezeigt wird, sind Anordnungen zur Auswahl jeder von acht Schaltkreisen für konstante Multiplikanden vorgesehen.
Obwohl die Konstruktion und Arbeitsweise der in der brit. Patentschrift Nr. 680, 992 geoffenbarten Maschine hier nicht näher beschrieben wird, soll gesagt werden, dass jeder Spalte von Betragstasten 2a,
2b des Tastenfeldes 1 eine Antriebszahnstange zugeordnet ist, die ihrerseits mit einer Anzahl entsprechender, den verschiedenen Stellen zugeordneten Zählwerksrädem, u. zw.. jeweils mit einem in jedem Zähl- werk, zusammenarbeiten. Während eines Buchungsvorgangs bewegt sich der Papierwagen der Maschine so, dass die Funktionsstsueranschläge 12 in vorbestimmter Reihenfolge in die Tabulierstellung 13 gelangen.
In dieser Tabulierstellung können die Zählwerke entweder selbsttätig entsprechend der Ausbildung der Zählwerksfunktionssteuerplatten oder von Hand durch Drücken entsprechender der Zählwerksauswahlund Zählwerksfunktionssteuertasten 8 des Tastenfeldes 1 ausgewählt werden.
Soll ein Buchungsvorgang automatisch durchgeführt werden, dann wird die Auswahl jedes bestimmten Zählwerks durch das blosse Vorhandensein einer Steuurplatte in einer entsprechenden Stellung des gerade wirksamen Funktionssteueranschlags erreicht. Die Art des Buchungsvorgangs wird jedoch durch die Form, insbesondere die Länge der Zählwerksauswahlsteuerplatte bestimmt. Befindet sich ein Funktionssteueranschlag 12 in der Tabulierstellung 13, dann wird die Ingangsetzung der Maschine zur Durchführung von Buchungsvorgängen entsprechend der Steuerplattenausbildung während einer Umdrehung von 3600 einer Haupmockenwelle der Maschine durchgeführt, wobei die genannte Umdrehung entweder selbsttätig durch ein für diesen Zweck auf dem wirksamen Steueranschlag 12 vorgesehenes Element oder von Hand durch Drücken einer Motortaste, z.
B. der Hauptmotortaste 7, eingeleitet wird.
Die Antriebszahnstangen der Maschine sind mittels einzelner Zugfedern mit einem gemeinsamen Querbügel, dem Hauptbügel verbunden, der bei ungefähr'870 der Nockenwellenumdrehang in der Maschine nach hinten gezogen wird. Die durch ihre jeweiligen Zugfedern beeinflussten Zahnstangen bewegen sich zusammen mit dem Hauptbügel nach hinten. Bei etwa 2400 der Nockenwellenumdrehung wird der Führungsbügel nach vorne gestossen, kommt dadurch in Anlage mit den rückwärtigen Enden der Zahnstangen und stellt diese in ihre ursprüngliche, ausgerichtete Stellung zurück.
Vor der Betätigung der Zahnstangen wird eine Anzahl Abfühlhebel 15 bewegt und dadurch bestimmt, in welchen der möglichen Steuerplattenstellungen des wirksamen Funktionssteueranschlags 12 sich jeweils eine Steuerplatte befindet. Im besonderen bestimmen diejenigen Abfühlhebel 15, die auf eine Steuerplatte in einer Zählwerkssteuerplattenstellung treffen, den Zeitpunkt, zu dem entsprechende einer Anzahl Zählwerksklinken in eine Klinkeneinrückstange in bzw. ausser Eingriff gehen.
Während der Nockenwellenumdrehung führt die Klinkeneinrückstange eine Hin- und Herbewegung in vier intermittierenden Schritten durch. Je nach der Länge der entsprechenden Steuerplatte wird jede ausgewählte Zählwerksklinke während einer entsprechenden Phase der genannten Hin-und Herbewegung über ein Gestänge in die Bewegungsbahn der Klinkeneinrückstange gebracht, wodurch eine die Räder des Zählwerks tragende Welle so verschwenkt wird, dass das Zählwerk mit den Antriebszahnstangen in Eingriff geht.
Während einer anschliessenden Phase des Klinkeneinrückarbeitsgangs wird jede ausgewählte Zählwerksklinke erneut in die Bewegungsbahn der Klinkeneinrückstange gebracht, die die entsprechenden Zählwerksspindeln über das genannte Gestänge so verschwenkt, dass die Zählwerke nicht in Eingriff mit den Zahnstangen kommen.
Durch den jeweiligen Zeitpunkt, zu dem jede ausgewählte Klinke mit der Klinkeneinrückstange in Eingriff gelangt, wird die Art des im Zusammenhang mit dem entsprechenden in Eingriff befindlichen Zählwerk durchgeführten Buchungsvorgangs bestimmt.
Bei einem Summenzug geht ein ausgewähltes Zählwerk mit den Antriebszahnstangen vor deren Rückwärtsbewegung in Eingriff. Hiebei sind die Zahnstangen entsprechend dem Inhalt ihrer entsprechenden
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Zählwerksräder verschieden eingestellt. Darch die Rückwärtsbewegung der Zahnstangen werden die Zähl- werksräder entsprechend nullgesiellt. Sobald dadurch, dass eine auf einem der Zähne des Zählwerksrades ausgebildete Schulter mit einer Anschlagsvorrichtung in Anlage gelangt, eine weitere Drehung der Räder verhindert wird, müssen die Zahnstangen Stellungen einnehmen, die entsprechend der Verschiebung aus der Ausgangsstellung-den Inhalt des Zählwerks darstellen.
Durch die Verschiebung der Antriebszahnstangen entsprechend dem Inhalt des Zählwerks werden ent- sprechende Drucksektoren 16 eines Druckwerks 17 eingestellt, das vor der Rückstellung der Zahnstangen arbeitet. Da zur Durchführung von Summenzügon das ausgewählte Zählwerk nullgestellt wird, gehen die
Zählwerksräder vor der Rückstellung ausser Eingriff mit den Antriebszahnstangen.
Zwischensummenzüge unterscheiden sich von Summenzugen dadurch, dass, da der anfängliche und der endgültige Inhalt des ausgewählten Zählwerks der gleiche sein muss, das Zählwerk nicht ausser Eingriff mit den Antriebszahnstangen gebracht wird, bevor diese vollständig in ihre anfängliche, ausgerichtete
Stellung zurückgekehrt sind.
Anders wie bei Summenzügen und Zwischensummenzügen werden bei Additionen und Subtraktionen und zum Zwecke der Einstellung der Schalterbänke des Sterling-Multiplizierers die Antriebszahnstangen entsprechend den Werten der auf dem Tastenfeld 1 gedrückten Tasten 2 eingestellt. Erfolgt die Steuerung der Zahnstangeneinstellung vom Tastenfeld her, dann wird das Ausmass der Bewegung jeder Antriebszahn- stange dadurch begrenzt, dass abgestufte Teile der Zahnstangen zwischen Holme von gedrückten Tasten einrücken. Bei Additionen wird das ausgewählte Zählwerk so verschwenkt, dass es am Ende der Zahnstan- geneinstellung mit den Antriebszahnstangen in Eingriff geht, während bei Subtraktionen dieses Einrücken vor Betätigung der Zahnstangen erfolgt.
In Fig. 4 wird schematisch die Einrichtung gezeigt, die zur Einstellung der einzelnen, eine Schalter- bank des Sterling-Multiplizierers darstellenden Schalter gemäss der in dem entsprechenden Teil 2a oder
2b des Tastenfeldes 1 gedrückten Betragstasten dient.
In der vorgenannten Zeichnung besteht die Multiplikandenschalterbank aus einer Gruppe kreisseg- mentförmiger Zehnstellungsjchalter, wie beispielsweise Schalter 18, die in einer nichtgezeigten Halte- rung nebeneinander angebracht sind. Für jede der zehn Kontaktstellungen jedes Schalters ist jeweils ein
Kontaktstift 32 angeordnet. In der genannten Darstellung sind die Stifte in ihrer unwirksamen Stellung ge- zeigt, und demnach sind sämtliche Kontakte des Schalters offen.
Jedem Zehnstellungsschalter 18 der Multiplikandenschalterbank ist ein durch ein Verbindungsglied 20 mit einer Zahnstange 21 der Buchungsmaschine drehbar verbundener Stiftantriebsarm 19 zugeordnet. Die Stiftantriebsarme, wie beispielsweise 19, sind mit einer auf einem ersten Kurbelglied 23 einer Kurbelwelle 24 sitzenden gemeinsamen Welle 22 drehbar verbunden. Ein zweites Kurbelglied 25 der Kurbelwelle 24 ist drehbar mit einem Kurbelantriebsglied 26 verbunden, das seinerseits bei 27 drehbar an einem an dem Rotor 30 eines Multiplikandenwählsolenoids SFA für die Schalterbank A befestigten Verbindungsarm 28 drehbar angelenkt ist. Das Kurbelantriebeglied 26 jeder Schalterbank ist durch eine Zugfeder 33 mit der Schalterbankhalterung verbunden.
Während eines für die Einstellung der Multiplikandenschalterbank in Teil 2a des Tastenfeldes gedrücken Tasten durchgeführten Maschinengangs werden durch die lineare Rückwärtsbewegung der entsprechenden Zahnstangen die Stösselantriebsarme, wie beispielsweise 19, über die Verbindungsglieder 20 so gedreht, dass sie mit den Kontakten der segmentförmigen Schalter, die den jeweils gedrUckten Betragstasten entsprechen, ausgerichtet werden.
Bei Beendigung der Einstellung der Zahnstangen wird durch Erregung des Multiplikandenwählsolenoids SFA über den Verbindungsarm 28, das Kurbelantriebsglied 26 und das Kurbelglied 25 die Kurbelwelle 24 im Uhrzeigersinn gedreht. Durch diese Drehung der Kurbelwelle 24 wird der Stiftantriebsarm 19 betätigt, der mittels seines Ansatzes 34 den ausgewählten Stift bewegt und dadurch einen Kontakt schliesst, über den anschliessend im Sterling-Multiplizierer erzeugte Impulse geleitet werden sollen. Bei Erregung des Multiplikandenwählsolenoids SFA trägt die Zugfeder 31 dazu bei, dass sämtliche Stiftantriebsarme ausser Anlage mit den ausgewählten Stösseln 32 gebracht werden.
Bei Rückstellung der Zahnstangen in ihre ursprüngliche, ausgerichtete Stellung werden, wie bereits erwähnt, die Stiftantriebsarme wieder so eingestellt, dass sie mit den Nullkontaktstellungen ihrer entsprechenden Schalter fluchten.
Um sämtliche Kontakte der Multiplika1J. denschalterbank vor der Einstellung der einzelnen segment- förmigen Schalter durch das Multiplikandenwählsolenoid SFA zu öffnen, besitzt die Schalterbank eine Rückstellvorrichtung, die, wie in Fig. 4 gezeigt. aus einem mit zwei sich in Schlitzen in der Schalterbankhalterung führenden Stiften 36 versehenen Rückste11hebel 35 besteht. Der Rückstellhebel 35 trägt an seinem einen Ende eine gebogene Rückstellplatte 37 und weist zwischen den beiden Stiften 36 ausserdem
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einen dritten Stift 38 auf, der im rachenförmigen Ende eines auf einer Kurbelwelle 40 gelagerten Kurbel- gliedes 39 liegt.
Das rachenförmigeEnde eines zweiten auf der Kurbelwelle 40 sitzenden Kurbelgliedes 41 befindet sich in Wirkverbindung mit einem an dem Rotor 43 eines Multiplikandenrückstellsolenoids RFA für die Multiplikandenschalterbank FA befestigten Verbindungsarm 42. i Wie noch ausgeführt wird, erfolgt eine Erregung des Rückstellsolenoids RFA vor der Erregung des Mul- tiplikandenwählsolenoids SFA. Das Rückstellsolenoid RFA erteilt dem gegabelten Glied 39 entgegen dem
Zug einer an der Schalterbankhalterung befestigten Feder 45 eine Drehbewegung, die eine Rückstellung des Rückstellhebels 35 zur Folge hat, worauf die Rückstellplatte 37 alle betätigten Kontaktstifte 32 in ihre unwirksame Stellung zurückführt.
Für die Multiplikatorschalterbank sind gleichartige Wähl- und Rilckstellvorrichtungen vorgesehen. Für diese Schalterbank erfolgt die Betätigung der Kontaktstifte, wie beispielsweise 32 in Fig. 4, infolge der
Erregung eines Multiplikatorwählsolenoids SFB für die Multiplikator-oder Faktor-B-Schalterbank, während die Rückstellung der einzelnen Schalter, bei denen alle Kontakte geöffnet werden, durch Erregung eines Multiplikatorrückstellsolenoids RFB erreicht wird.
In Fig. 7 ist ein zyklisch betätigbarer Impulsgenerator PG gezeigt, der neun Ausgänge 1-9 aufweist, die während jedes Impulszyklus des Impulsgenerators PG einzelne Impulszüge abgeben, wobei die Anzahl der Impulse jedem auf einem bestimmten Ausgang erscheinenden Impulszuges durch die den zugehörigen
Ausgang kennzeichnende Bezugszahl angezeigt wird.
Des weiteren enden die einzelnen während jedes Zyklus erzeugten Impulszüge gleichzeitig, während die einzelnen Impulse der Impulszüge gleichzeitig auf ihren entsprechenden Ausgängen erscheinen. So erzeugt, wie ausgeführt, während eines Zyklus der Ausgang 9 des Impulsgenerators PG neun Impulse, während die fünf Impulse, die zyklisch auf dem Ausgang 5 erscheinen, synchron mit dem fünften bis neunten Impuls des Ausgangs 9 erzeugt werden. Desgleichen besteht der nichtgezeigte Impulszug des Aus- gangs 1 des Impulsgenerators aus einem einzigen Impuls, der synchron mit dem neunten Impuls des Aus- gangs 9 erzeugt wird. Das gleiche trifft auf die übrigen Ausgänge zu.
Die Impulsgeneratorausgänge 1 - 9 liegen an entsprechenden Eingängen der Multiplikandenschalter- bank FA, die, wie angezeigt, sechs den einzelnen Stellenwerten zugeordnete Ausgänge 100 - 105 auf- weist. Diese Ausgänge sind mit einer Akkumulatoreingabegatterschaltung verbunden, die beispielsweise aus einer Diodenschaltmatrix besteht, deren Ausgänge an den Bänken von Speichern für die einzelnen
Stellen liegen, die beispielsweise aus binärdezimalen Ringzählern bestehen.
Durch die beispielsweise durch Einstellung von Tasten eines Tastenfeldes erreichte Einstellung der
Multiplikandenschalterbank FA werden Stromkreise geschlossen, über die den einzelnen Stellen des Mul-
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100 - 105 derAkkumulatoren selbst geleitet.
Die erforderliche stellenwertmässige Verschiebung für die Multiplikation des Multiplikanden A mit einem mehrziffrigen Multiplikator B erfolgt unter der Steuerung eines Zykluszählers CC, einer Multiplikatorschalterbank FB, M-Ketteneingangsgattern und der M-Kette, d. i. eine eingebaute konstante Pro- grammfolgesteuervorrichtung.
Die M-Kette, die normalerweise aus einer Anzahl von Kaltkathodenröhren besteht, die so miteinander verbunden sind, dass jeweils nur eine Röhre zündet, besitzt Ausgänge, die, wie bereits erwähnt, mit der Akkumulatoreingangsgatterschaltung verbunden sind. Die Auswahl der Akkumulatoren zur Aufnahme von Impulsen während jedes Impulszyklus wird durch den Zustand der M-Kette zu Beginn des entsprechenden M-Zyklus bestimmt. Im einzelnen werden durch das Erscheinen eines Signals an einem bestimmten Ausgang der M-Kette Impulszüge über einen bestimmten Teil der Eingangsgatterschaltung in entsprechende
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scheinende Impulszüge inbestimmte Wertstellenspeicher geleitet werden, von der Erregungsdauer des entsprechenden M-Kettenausgangs abhängt.
Diese wieder ist von der Ziffer der entsprechenden Stelle des Multiplikators abhängig.
Wie bereits ausgeführt, dient der Zykluszähler CC zur Aufnahme und Aufzeichnung von vom Impulsgenerator PG gelieferten Einstellimpulsen. Jeder Einstellimpuls wird vom Impulsgenerator am Ende jedes Zyklus und vor Beginn des nächstfolgenden Zyklus erzeugt und dient zum Umschalten des Zykluszäh- lers CC, wodurch die Zählerausgänge der Reihe noch so lange erregt werden, bis durch ein von der MKette erzeugtes Nullstellsignal der Zykluszähler CC nullgestellt wird.
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Die Zykluszählerausgänge werden daher mit entsprechenden Eing gen zu der Multiplikatorschalter- bank FB verbunden, die beispielsweise über ein Buchungsmaschinentastenfeld eingestellt wird.
Die Anzahl von Ausgängen vom Zykluszähler CC wird durch den grösstmöglichen Wert bestimmt, der den Ziffern der einzelnen Stellen des Multiplikators zugeordnet sein kann. Für das Arbeiten mit Dezimal- zahlen oder mit gemischter Basis, z. B. Sterling, genügen für Multiplikatoren, in denen die Stellenwert dezimal ausgedrückt sind, zehn Ausgänge, wie gezeigt, da für den Wert jeder der einzelnen zur Darstel- lung des Multiplikators dienenden Ziffern nicht mehr als neun Impulszyklen erforderlich sind,
Die der Reihe nach auf den Zykluszählerausgängen erscheinenden Ausgangssignale werden an entspre- chende Eingänge auf jedem der Stellenschalter angelegt, die die Multiplikatorschalterbank FB bilden.
Wie gezeigt, sind die Ausgänge, von denen jeweils einer für jeden Stellenschalter der Schalterbank vor- gesehen ist, mit Eingängen der M-Ketteneingangsgatter verbunden.
Diese Gatter werden von den M-Kettenausgängen kommenden Ausgangssignalen gesteuert. Sobald während der nacheinander erfolgenden Erregung der Zykluszählerausgänge ein durchgeschalteter Strom- kreis über die Stellenschalter der Multiplikatorschalterbank FB erreicht wird, gelangt das Zykluszähler- ausgangssignal an ein M-Ketteneingangsgatter. Da diese Gatter jedoch durch entsprechende, von der
M-Kette selbst kommende Ausgangssignale gesteuert werden, wird auf einem gemeinsamen Ausgang der
M-Ketteneingangsgatter ein Impuls zum Umschalten der M-Kette nur dann erzeugt, wenn der richtige
Wertstellenausgang der Bank FB erregt wird. Die M-Kette schaltet dann um einen Ausgang weiter.
Mit andern Worten heisst dies, dass, wenn das Signal nicht auf dem Ausgang der Stellenschalter der
Bank FB erscheint, der der gerade zu bearbeitenden Stelle des Multiplikators entspricht, kein Impuls am
Ausgang der M-Ketteneingangsgatter auftritt und daher in der M-Kette auch keine Umschaltung erfolgt, obwohl zu jeder Zeit während der aufeinanderfolgenden Erregung der Ausgänge vom Zykluszähler CC ein
Signal auf jedem der Ausgänge der Multiplikatorschalterbank FB erscheinen kann.
Tritt jedoch eine solche Umschaltung ein, dann wird durch einen in der M-Kette erzeugten Impuls der Zykluszähler CC nullgestellt und dadurch für den nächsten Programmschritt vorbereitet. Entsprechend dem bestimmten, von dem neuen M-Kettensignal gesteuerten Teil der Akkumulatoreingangsgatterschal- tung werden Impulszüge jeweils in die Akkumulatoren del nächsthöheren Stellen geleitet. Die Anzahl der
Impulszyklen, während der diese Akkumulatoren Impulszüge aufnehmen, hängt, wie bereits ausgeführt, von der Ziffer der nächsten Stelle des Multiplikators ab.
Die in bezug auf Fig. 7 gegebene Beschreibung ist notwendigerweise kurz gehalten. Wie bereits eingangs erwähnt, ist eine vollständige Beschreibung eines Multipliziergeräts der bevorzugten Art in der brit. Patentschrift Nr. 877, 192 gegeben. Durch die Erläuterung der Fig. 7 sollen lediglich Zweck und Funktion der Schalterbänke FA und FB, die in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel in der Buchungsmaschine unterebracht sind, in bezug auf das Multipliziergerät dargelegt werden.
Es folgt nunmehr eine Beschreibung der Steuerschaltung zur Erreichung einer asynchronen Steuerung zwischen Buchungsmaschine und Sterling-Multiplizierer.
Eine nichtgezeigte Stromversorgung üblicher Art liefert verschiedene Hoch-und Niederspannungen für den Sterling-Multiplizierer sowie die +50 und-50V für die in den Fig. 2A - 2F gezeigten Steuerschaltung. Auf die genanntenSpeisespannungen für den Sterling-Multiplizierer wird jedoch nur dann bezug genommen, wenn dies für ein Verständnis des Arbeitens der Steuerschaltung erforderlich ist.
Wie aus den Fig. 2A-2F hervorgeht, ist die Steuerschaltung in der Hauptsache aus Relais, Solenoideh und deren Kontakten aufgebaut. In der nachfolgenden Beschreibung werden die Relais und Solenoide bzw. deren Wicklungen durch einen oder mehrere grosse Buchstaben, wie beispielsweise A, B, BJ, und die einzelnen Kontakte eines bestimmten Relais oder Solenoids durch den bzw. die grossen Buchstaben in Verbindung mit einem oder mehreren kleinen Buchstaben und einer Zahl bezeichnet. So zeigt die Zeichenkombination Bal beispielsweise an, dass der erste Kontakt dos Relais B ein"Arbeitskontakt"ist. Desgleichen besagt die Zeichenkombination BJbl, dass es sich bei dem ersten Kontakt des Relais BJ um einen "Ruhekontakt" ha. 1delt. Schliesslich beziehen sich die Zeichenkombinationen Rac1 und Rbcl auf"Umschaltkontakte" in der ersten Stellung des Kontaktsatzes des Relais R.
Das Multipliziergerät benötigt eine gewisse Anlaufzeit, während der die Speisespannungen die erforderlichen Werte erreichen. Durch Drükken einer Taste 43 wird ein Stromkreis über ein nichtgezeigtes Thermorelais hergestellt, das bei oder kurz nach einer Spannungsstabilisierung anspricht und den in Fig. 2A gezeigten Thermorelaiskontakt TDC schliesst.
Durch das Schliessen des genannten Kontakts wird ein Stromkreis hergestellt, der von einer +50 V-Leitung 101 über die Wicklung des Relais B zu einer-50 V-Leitung 102 verläuft. Das Relais B wird erregt und schliesst den Kontakt Ba2, der einen von +50 V über die Wicklung des Relais C zu -50 V verlaufenden Stromkreis schliesst, während durch das Schliessen des Kontakts Bal ein Haltestromkreis für das Relais B hergestellt wird.
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Dar "Umschaltkontakt.. Cbc1 wechselt auf Cacl (Fig. 2F) und legt eine Wechselspannung von 6, 3 V von einer zur Beleuchtung der Taste 43 (Fig. l) dienenden Lampe an eine Lampe 44 (Fig. l), die anzeigt, dass das Multipliziergerät betriebsbereit ist. Durch Schliessen des Kontakts Ca2 (Fig. 2F) wird ein Start- kondensatorladestromkreis vorbereitet, der durch Betätigung des Relais G anschliessend geschlossen werden soll. Dieser Stromkreis verläuft von +50 V über den Kontakt Ca2 und einen Widerstand 45a zu der einen Seite des Kontakts Gac4 und von der ändern Seite des Kontakts zu dem einen Belag eines MultiplizierStartkondensators 46, dessen anderer Belag an Erde liegt.
Durch weitere nichtgezeigte Kontakte werden verschiedene Stromkreise des Sterling-Multiplizierers mit den entsprechenden Spannungen in der Stromversorgung verbunden.
Steuerschaltung für normale Multiplikationen :
Wird der Papierwagen der Buchungsmaschine so tabuliert, dass der Multiplikandensteueranschlag 12a (Fig. 1) und die entsprechende Multiplikandenfunktionssteuervorrichtung auf der rückwärtigen Formstange in die Tabulieranschlagsstellung 13 gelangen, dann schliesst sich der in dem Stromkreis eines Abfühlsolenoids SS (Fig. 2C) liegende Abfühlkontakt SC. Das erregte Solenoid SS betätigt eine Gruppe nichtgezeigter rückwärtiger Funktionssteuerabfuhlhebel. die während ihrer Abfühlbewegung einzelne einer Gruppe von Kontakten entsprechend den auf der rückwärtigen Multiplikandenfunktionssteuervorrichtung vorgesehenen Steuerplatten schliessen.
Insbesondere wird durch eine int jedem Falle auf der rückwärtigen Multiplikandenfunktionssteuervorrichtung angebrachte Steuerplatte das Schliessen des rückwärtigen Anschlagkontakts PS1 (Fig. 2A) gewährleistet, während durch weitere Steuerplatten, die auf der rückwärtigen Multiplikandenfunktionssteuervor-
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eines oder mehrerer der rückwärtigen Anschlagskontakte RS4 - RS6 unter der Steuerung der rückwärtigen Multiplikandenfunktionssteuervorrichtung eine Verbindung von der +50 V-Speiseleitung 101 zu einer entsprechenden einer Anzahl Kommaleitungen DPl - DP5 (Fig. 2D) hergestellt, die entsprechend mit fünf aufeinanderfolgenden Kontakten 1-5 des ersten, nämlich I, eines Satzes in Fig.
3 gezeigter, miteinander verbundener Kommaschrittschalter I - V verbunden sind.
Wie noch gezeigt wird, kann durch Schliessen eines entsprechenden der Kommaschalter, z. B. DPS5 (Fig. 2D), infolge Drückens einer entsprechenden der Kommatasten 3 des Tastenfeldes 1 auch da, wo keine Kommasteuerplatten auf der Multiplikandenfunktionssteuervorrichtung vorgesehen sind, ein ausgewählter Kontakt des ersten Kommaschrittschalters I wahlweise mit einer +50 V-Markierspannung beschickt werden.
Durch Schliessen des rückwärtigen Multiplikandenanschlagkontaktes RS1 wird ein über die Wicklung des Verzögerungsrelais D von der Speiseleitung 101 zu der Rückführungsleitung 102 verlaufender Stromkreis hergestellt. Durch. Schliessen des Kontaktes Da3 (Fig. 2B) wird ein von der Leitung 101 über den normalerweise geschlossenen Kontakt Fbl und die Antriebswicklung eines Buchungsmaschinensperrsolenoids LO zu der Leitung 102 verlaufender Stromkreis aufgebaut.
Durch Erregung des Sperrsolenoids LO wird die Einleitung eines Maschinengangs durch Drücken der Motortaste 7 des Tastenfeldes so lange verhindert, bis die in Fig. 3 gezeigtenKoml11a chalter entsprechend dem betreff enden rückwärtigen Kommaanschlagskon- takt oder-kontakte RS4-RS6, die sich bei der Abfühlung oder entsprechend der auf dem Tastenfeld gedrückten, bestimmten Kommataste 3 schlossen, zugeordnete Kontakte aufgesucht haben.
Durch die Erregung des Relais D schliesst sich ferner der Kontakt Da2 (Fig. 2A), wcdurch ein Stromkreis von der Speiseleitung 101 zu der Rückführungsleitung 102 vorbereitet wird, der während einer frühen Phase eines ersten oder Faktor-A-Maschinengangs durch die Betätigung des Rückstellnockenmikroschalters RCS geschlossen werden soll, um das Multiplikandenrückstellsolenoid RFA zu erregen. In gleicher Weise wird durch Schliessen des Kontakts Da4 (Fig. 2A) ein Stromkreis vorbereitet, durch dessen Schliessen sich während einer späteren Phase des gleichen Maschinengangs durch Betätigung des Wählnockenmikroschalters SCS das Multiplikandenwählsolenoid SFA erregt werden soll.
Wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 4 beschrieben, dient die Erregung des Wählsolenoids SFA zur Einstellung der Multiplikandenschalterbank, während durch die Betätigung des Rückstellsolenoids RFA jeder durch einen Stift geschlossene Kontakt der Schalterbank wieder geöffnet wird.
Schliesslich wird durch die Erregung des Relais D das Anlegen von +50 V von der Speiseleitung 101
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die eine Seite der Kommaschalter DPS1-DPS5 vorbereitet, wenn nicht einer oder mehrere der rückwär- tigen Kommaanschlagskontakte bei Abfühlung der rückwärtigen Multiplikandenfunktionssteuervorrichtung geschlossen wurden.
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Es sei vorerst angenommen, dass keine Kommasteuerplatten auf der rückwärtigen Multiplikanden- funktionssteuervorrichtung vorhanden sind. In diesem Falle geschieht so lange nichts, bis eine der Kom- matasten 3 auf dem Tastenfeld gedruckt wird. Durch das Drücken einer solchen Taste wird ein entsprechender Kommaschalter DPS1-DPS5 geschlossen und die +50 V gelangen an eine entsprechende der
Kommaleitungen DPL1-DPL5.
Die Leitungen DPL1-DPL5 sind mit entsprechenden von fünf Kontakten eines Rotors des Schrittschalters der in Fig. 3 gezeigten Schrittschalterkette verbunden.
Wird ein Kommaschalter DPS1-DPS5 durch Drücken einer Kummataste 3 des Tastenfeldes der Buchungsmaschine geschlossen, dann gelangen +50 V an einen entsprechenden Kontakt des ersten Schrittschalters 1. Die Folge davon ist, dass der Rotor 1908 des herkömmlichen Schrittschalters durch aufeinanderfolgendes Ein- und Ausrücken einer Klinkenvorrichtung im Uhrzeigersinn bewegt wird, wobei das genannte Ein-und Ausrücken auf die Erregung der Antriebsspule. 910 über den Unterbrecherkontakt 19101 zurückzuführen ist. Bei jeder schrittweisen Vorwärtsbewegung des Rotors 1908 gelangt die Öffnung 19081 an einen Kontakt des Rotors. Wenn die Öffnung schliesslich den markierten Kontakt erreicht, ist kein Erregerstrom für die Wicklung 1910 vornanden und der Suchvorgang ist beendet.
Die weiteren Schrittschalter unterscheiden sich von dem ersten Schrittschalter I insofern, als ausser einem Rotor und Antriebsstromkreis, die in ihrem Aufbau denen des ersten Schrittschalters gleichen, noch ein zweiter Rotor vorgesehen ist, der über einen Kontaktarm mit der T50 V-Leitung 101 verbunden ist.
Dem zweiten Rotor zugeordnete Kontakte sind mit entsprechenden Kontakten des unteren Rotors verbunden.
Wie gezeigt, sitzt jeweils der zweite Rotor des dem ersten folgenden Schrittschalters auf einer Welle, an der auch der untere Rotor des nächsten Schrittschalters befestigt ist. Es versteht sich, dass der Durchlauf des ersten Schrittschalters I auf den zweiten Rotor des Schrittschalters N übertragen wird, der seinerseits bei jedem Durchlauf +50 V von der Leitung 101 an einen nachfolgenden Kontakt anlegt. Wie in dem ersten Schrittschalter kommt der untere Rotor des zweiten Schrittschalters schliesslich auf dem den markierten Kontakt des ersten Schrittschalters entsprechenden Kontakt zu ruhen. Die Drehbewegung wird durch die ganze Schrittschalterkette hindurch übertragen.
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diesen zu speichernden Daten, wobei eine-solche Schaltung durch die Stellung des Kommas im Multiplikanden bestimmt wird.
Einzelheiten hierüber sind aus der vorgenannten Patentschrift zu entnehmen.
Aus Fig. 3 geht ferner hervor, dass ein Verzögerungsrelais 1921 und ein Widerstand 1922 zwischen der +50 V-Leitung 101 und dem Kontaktarm 1923 des letzten Schrittschalters in Reihe geschaltet sind, wobei der Schrittschalter V lediglich zum Zweck der Veranschaulichung gewählt wurde. Die Grösse des Widerstandes 1922 ist so gewählt, dass das Relais 1921 nicht erregt wird, bevor sich der Rotor des Schrittschalters V nicht an dem dem markierten Kontakt auf dem Schrittschalter I entsprechenden Kontakt befindet.
Wird jedoch der parallele Strompfad verhältnismässig niederen Widerstandes durch den Schrittschalter V unterbrochen, dann wird das Relais 1921 erregt und schliesst den normalerweise offenen Kontakt 1924 im Stromkreis des Relais F (Fig. 2A).
Weist die rückwärtige Multiplikandenfunktionssteuervorrichtung Kommasteuerplatten auf, dann werden durch das Schliessen eines oder mehrerer der rückwärtigen Kommaanschlagskontakte RS4 - RS6 entsprechende der Relais S, T, U und V erregt. Durch die Betätigung der Relais S, T und U gelangen die +50 V in eine bestimmte der Kommaleitungen DPL1 - DPL5 und an einem entsprechenden Kontakt des Schrittschalters I der Fig. 3 über die in Fig. 2D gezeigte Relaiskontaktanordnung S, T, U.
In jedem Falle wird durch die mögliche Erregung des Relais F das Sperrsolenoid LO durch Betätigung des normalerweise geschlossenen Kontakts Fbl (Fig. 2B) abgeschaltet. Zu diesem Zeitpunkt kann dann durch Drücken der Hauptmotortaste 7 auf dem Tastenfeld der Maschine der Faktor-A-Maschinengang eingeleitet werden.
Während des dem Drücken der Motortaste folgenden Arbeitsganges wird die Multiplikandenschalterbank entsprechend den gedrückten Betragstasten 2a eingestellt. Zwischen 250 und 700 der Nockenwellen- umdrehung wird ein RUckstellnockenmikroscha1ter RCS (Fig. 2A) betätigt und schliesst dadurch den Stromkreis zur Erregung des bereits erwähnten MulliplikandenrUckstellgliedes RFA. Wie bereits ausgeführt, wird die Multiplikandenschalterbank erst entsprechend eingestellt, wenn alle Kontakte offen sind.
Zwischen 1650 und 2100 der Nockenwellenumdrehung schliesst der Wählnockenmikroschalter SCS (Fig. 2A) den Stromkreis von Leitung 101 nach Leitung 102, wodurch das Wählsolenoid SFA erregt wird. Wenn dieses Solenoid erregt wird, sind durch die Zahnstangen der Buchungsmaschine die Stiftantriebsar-
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me der einzelnen bogenförmigen Schalter entsprechend den betreffenden Faktor-A-Betragstasten bereits verschieden eingestellt. Durch die Erregung des Solenoids SFA werden die gewünschten Kontakte der Mul- tiplikandenschalterbank schliesslich geschlossen.
Gegen Ende des Maschinenganges, d. h. nachdem die Zahnstangen ihre Einstellbewegung durchge- führt haben, wird jede gedrückte Kommataste 3 durch Betätigung einer nichtgezeigten Tastenfreigabe- vorrichtung freigegeben, die der in der brit. Patentschrift Nr. 680, 992 im Zusammenhang mit den norma- len Betragstasten der Maschine beschriebenen Vorrichtung gleicht.
Am Ende desFaktor-A-Maschinengangs bewegt sich der Papierwagen in die Multiplikator- oder Fak- tor-B-Anschlagsstellung und das Relais D fällt ab. Beim Verlassen der Multiplikandenanschlagsstellung wird der AbfUh1kontakt SC unterbrochen. Infolge der Aberregung des Abfühlsolenoids SS werden auch der rückwärtige Anschlagskontakt RS1 und jeder der rückwärtigen Kommaanschlagskontakte RS4-RS6 unter- brochen, wodurch die Spannung von +50 V von jeder durch Schliessen von Kontakten der S-, T- und
U-Kontaktanordnung erregten Kommaleitung DPLl - DPL5 entfernt werden. Zusätzlich wird zu dieem
Zeitpunkt das Relais F durch Öffnen des normalerweise geschlossenen Kontakts 1925 aberregt.
Befindet sich der Multiplikatoranschlag 12b in der Tabulierstellung 13, dann schliesst sich der rück- wärtige Funktionssteuerkontakt RS2 (Fig. 2A) infolge der Abfühlbewegung des mit der entsprechenden
Steuerplatte auf der rückwärtigen Multiplikatorfunktionssteuervorrichtung in Eingriff gehenden rückwärtigen Funktionssteuerabfühlhebel. Diese Abfühlbewegung erfolgt durch Betätigung des Abfühlsolenoids SS beim Schliessen des AbfUhlkontakts SC.
Durch das Schliessen des rückwärtigen Anschlagskontakts RS2 wird ein Erregungsstromkreis für die Relais E und EE hergestellt. In ähnlicher Weise wie in der im vorangegangenen beschriebenen Multiplikandenarbeitsfolge werden durch die Erregung des Relais E zwei Stromkreise vorbereitet, die während eines zweiten oder Faktor-B-Maschinengangs geschlossen werden, um das Rückstellsolenoid RFB und das Wählsolenoid SFB für die Multiplikatorschalterbank zu erregen. Wie in Fig. 2A gezeigt, wird der erste dieser Stromkreise durch Schliessen des mit dem Rückstellnockenmikroschalter RCS in Reihe geschalteten Kontakts EA1 und der zweite Stromkreis durch Schliessen des mit dem Wählnockenmikroschalters SCS in Reihe geschalteten Kontakt Ea3 vorbereitet.
Die Betätigung eines vierten Kontaktes Ea2 des Relais E bereitet einen Stromkreis vor, der dann durch Schliessen eines Multipliziernockenmikroschalters MCS zwischen 205 und 2500 des Faktor-B-Maschinengangs geschlossen wird.
Wird nun die Motortaste 7 des Tastenfeldes gedrückt, dann bewegen die Antriebszahnstangen im Zuge ihrer Rückwärtsbewegung die den Multiplikatorschalterbänken zugeordneten Stiftantriebsarme so, dass diese mit den entsprechenden Stiften der einzelnen den verschiedenen Ziffern des Multiplikators zugeordneten bogenförmigen Schaltern ausgerichtet werden. Wie im Falle der Multiplikandenschalterbänke schliesst sich der Rückstellnockenmikroschalter zwischen 250 und 700 der Nockenwellenumdrehung und entsprechend wird auch das Multiplikatorrückstellsolenoid über den vorher erwähnten Stromkreis betätigt, wodurch irgendwelche eingestellte Kontaktstifte in ihre unwirksame Stellung zurückgestellt werden.
Wie in dem Faktor-A-Maschinengang wird die Auswahl der Kontakte dann durchgeführt, wenn das Wählsole- noid SFB durch ein zwischen 1650 und 2100 der Nockenwellenumdrehung erfolgendes Schliessen des Wählnockenmikroschalters erregt wird.
Während im Faktor-A-Maschinengang der Kontakt Ea2 offen war, wird im Faktor-B-Maschinengang durch Schliessen des Multipliziernockenmikroschalters MCS (Fig. 2A) zwischen 2050 und 2500 der Nocken- wellenumdrehung über den genannten Kontakt ein Stromkreis zur Erregung des Relais G hergestellt. Durch die Erregung des genannten Relais wird ein Stromkreis aufgebaut, der von der Leitung 101 über den Kontakt Pbc2, den Kontakt Ga2 und die Wicklung des Relais H zu der Leitung 102 verläuft. Das Relais H hält sich über seinen Kontakt Hacl. Durch das Öffnen des Kontakts Hbe1 wird die Speisespannung von der in Fig. 2D gezeigten, aus den Relais R, S, T, U, V bestehenden Anordnung weggenommen.
Durch das Schliessen des in Fig. 2F gezeigten Kontakts Gal wird ein Stromkreis zur Nullstellung der M-Kette hergestellt, deren erste Röhre Ml zündet. Die M-Kette und die durch sie erzielte Programmsteuerung sind in der bereits mehrmals erwähnten brit. Patentschrift Nr. 877, 192 ausführlich beschrieben.
In gleicher Weise wird durch das Schliessen des Kontakts Ga3 ein Stromkreis aufgebaut, der sämtliche elektronischen Akkumulatoren des Sterling-Multiplizierers vor Beginn der Multiplikation nullstellt. Durch Erregung des Relais G wird auch der bereits erwähnte Stromkreis zur Ladung des"Multiplizierstartkonden- sators"geschlossen.
Das Relais H wird fast gleichzeitig mit dem Relais G erregt und bleibt während der ganzen weiteren Arbeitsfolge in diesem Zustand. Durch die Erregung des Relais H wird nicht nur der Haltekontakt Hac1 (Fig. 2A) sondern auch der Kontakt Ha2 (Fig. 2B) geschlossen, wodurch ein Stromkreis aufgebaut wird, der
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von der Leitung 101 über den Kontakt Nbcl, den Kontakt Ha2 und das Sperrsolenoid LO zu der Leitung 102 verläuft. Wie vorher wird durch die Betätigung des Sperrsolenoids LO die Einleitung eines Maschinengangs durch Drücken der Motortaste 7 des Tastenfeldes verhindert. Durch das Schliessen des Kontakts Ha3 (Fig. 2F) wird eine letzte vorbereitende Operation vor Entladung des"Startkondensators"herbeigeführt,
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schliesst.
Durch das Schliessen eines vierten Kontakts Ha4 des Relais H wird ein Stromkreis vorbereitet, der von +50 V über den noch offenen Kontakt Mal den Kontakt Ha4, den Kontakt Nb2 und das Ausrichtestangenbetätigungssolenoid LS (Fig. 2B) zu der-50 V-Leitung verläuft.
Nach Beendigung dieser Vorgänge bewegt sich der Buchungsmaschinenwagen in eine dritte oder Produktanschlagsstellung der vorderen Formstange. Auf Grund der bedeutend höheren Arbeitsgeschwindigkeit des Sterling-Multiplizierers im Vergleich zu der mechanischen Buchungsmaschine ist zu dem Zeitpunkt, zu dem sich der Papierwagen so weit bewegt hat, dass sich der Produktfunktionssteueranschlag 12c in der Tabulierstellung 13 der Maschine befindet, die Multiplikation durch den Sterling-Multiplizierer bereits ausgeführt.
Sobald die letzte Röhre der M-Kette des Sterling-Multiplizierers zündet, wodurch angezeigt wird, dass die Multiplikation der beiden in ihren entsprechenden Schalterbänken eingestellten Faktoren durchgeführt wurde, gibt der Sterling-Multiplizierer ein Signal ab, durch das das in Fig. 2F gezeigte Relais M erregt wird.
Durch die Erregung des genannten Relais M schliesst sich der in dem Erregungsstromkreis für das Aus-
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genannte Solenoid LS eine Ausrichtestange aus dem den Zählwerksrädern zugeordneten Umlenkrad des entsprechenden zur Aufnahme von aus den elektronischen Akkumulatoren des Sterling-Multiplizierers übertragenen Daten dienenden Zählwerks ausgerückt wird.
Wie aus den Fig. 6 und 2B hervorgeht, schliesst sich bei Ausrücken der Ausrichtestange LB der Kontakt eines Allsrichtemikroschalters LM. Aus den Fig. 2B und 2F ist zu entnehmen, dass dieser Schalter +50 V an die eine Seite einer Kontaktreihe AAb2 - AHb2 und AJb2-AMb2 legt.
In Fig. 6 ist ein typischer Eingabeschrittschalter in Wirkbeziehung mit dem entsprechenden Zählwerksrad des betreffenden vcrgewählten Zählwerks schematisch dargestellt. Wie gezeigt, kämmt das Zähl- werksrad 161 mit einem Umlenkrad 162, das seinerseits mit einem die gleiche Anzahl Zähne wie das Zählwerksrad 161 aufweisenden Zahnrad 163 in Eingriff ist. Das Zahnrad 163 ist auf einer Welle befestigt, die mit dem Rotor 164 eines Zehnstellungsschrittschalters 165 verbunden ist. Die zehn dem Rotor 164 zugeordneten Kontakte sind mit entsprechenden Ausgängen der entsprechenden elektronischen Akkumulatoren des Sterling-Multiplizierers verbunden.
Ein dem Rotor 164 zugeordneter Kontaktarm 166 ist über die Wicklung des auch in Fig. 2F gezeigten Relais AA mit der einen Seite von zwei normalerweise offenen Reihenkontakten Mal und Ca4 verbunden.
Der Kontakt Ca4 liegt an einer-50 V-Leitung, wie beispielsweise 102.
Entsprechend dem angewandten Aufbau liegt an einem einzigen Ausgang jedes Akkumulators des Sterling-Multiplizierers am Ende der Multiplikation Erdpotential, während die übrigen neun Ausgänge aller Akkumulatoren an -50 V liegen. Bei Erregung des Relais M schliesst sich der Kontakt Mal. Der Kontakt Ca4 wurde bei Erregung des Relais C zu Beginn geschlossen.
Während der Ansatz 167 des Rotors auf einem-50 V-Kontakt steht, bleibt das Relais AA in unerregtem Zustand, und durch den Schrittschalterantriebsstromkreis wird auf Grund seines Unterbrecherkontakts eine Folge von schrittweisen Drehbewegungen im Rotor durchgeführt. Erreicht der Ansatz 167 schliesslich den markierten, d. h. geerdeten Kontakt, dann wird das Relais AA erregt und hält durch Öffnen des Kontakts AAb2 im Schrittschalterantriebskreis die Drehschrittbewegung an.
In ähnlicher Weise werden, wenn die Wicklungen der Relais AB - AH und AJ - AM auf ihre markerten Kontakte treffen, die zugeordneten Schrittschalter durch Öffnen ihrer Kontakte ABb2 - AHb2 bzw. AJb2-AMb2 unterbrochen. Obwohl die Kontakte Mal und Ca4 in Fig. 6 so dargestellt sind, als ob sie sich nur im Stromkreis des Relais AA befänden, ist aus Fig. 2F zu ersehen, dass die Wicklungen sämtlicher Relais AA-AM über die Kontakte Mal und Ca4 gemeinsam mit der -50 V-Quelle verbunden sind,
Durch die den Schrittschaltern zugeordneten Relais werden auch entsprechende von normalerweise offenen Kontakten AAal-AHal und AJal-AMal geschlossen. Wie in Fig. 2B gezeigt, sind sämtliche der letztgenannten Kontakte mit der wicklung des Relais N in Reihe geschaltet.
Nachdem sämtliche der Relais AA - AM wirksam geworden sind, wird das Relais N erregt und demzufolge das Ausrichtesolenold LS durch Unterbrechung des Kontakts Nb2 aberregt. Durch diese Aberregung geht die in Fig. 6 gezeigte Aus-
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richtestange LB wieder mit dem Umlenkrad 162 in Eingriff.
Anschliessend soll der im Zählwerk eingestellte Betrag auf einen auf dem Papierwagen geführten Be- leg gedruckt werden. Das Drucken erfolgt während eines Zwischensummenzuges, nach dessen Beendi- gung das Zählwerk aus den Zahnstangen ausrückt und wieder in Eingriff mit entsprechenden der Umlenk- irollen 162 geht.
Es versteht sich, dass, wenn die Schrittschalter nicht gegen eine zufällige Drehung gesperrt würden, die nach dem AusrUcken des Zählwerks auftreten kann, die Zählwerksräder in falsche Phasenbeziehung zu den Rotoren der Schrittschalter gelangenkonnten und dass daher jede nachfolgende Multiplikation falsche
Resultate ergeben würde.
Nachdem das Produkt schliesslich in den Eingabeschrittschaltern eingestellt ist, wird ein Produktma- schinengang eingeleitet. Das Sperrsolenoid LO, das bei Betätigung des Relais H erregt wurde, wird nach dem Schliessen der Kette von Relaiskontakten im Stromkreis des Relais N durch das Öffnen des Kontakts
Nbcl aberregt.
Bei geschlossenem rückwärtigem Anschlagskontakt RS3 an der Produktanschlagsstellung der rückwär- tigen Formstange kann ein Maschinengang entweder von Hand durch Drücken der Motortaste 7 oder selbst- tätig von dem auf der vorderen Formstange sitzenden Anschlag 12c eingeleitet werden.
Der Kontakt PCS (Fig. 2C) schliesst sich unter Nockensteuerung zwischen 50 und 2050 des Maschinen- gangs und erregt dadurch ein Produktsolenoid PS, das eine Zwischensummenzugoperation einleitet, wo- durch das Produkt der Multiplikation vom Akkumulator über die Schrittschalter in die Zahnstangen gelangt und beispielsweise auf eine in die Maschine eingeführte Kontokarte gedruckt wird.
Durch das Schliessen des Kontakts PCS wird ausserdem das Relais P erregt und hiedurch bei Unterbrechung des Kontakts Pbc2 das
Relais H aberregt und durch die dadurch verursachte Markierung des Kontakts Pac2 das in noch zu be- schreibenden Operationen mit "vorgewähltem" Multiplikanden verwendete Tastenfreigabesolenoid KRS (Fig. 2D) erregt, wodurch eine Taste für einen vorgewählten Faktor, die zur Durchführung einer Operation mit einem vorgewählten Faktor gedrückt wurde, freigegeben wird, so dass sie in ihre unwirksame Stellung zurückkehren kann.
Die bisher beschriebene Arbeitsfolge wurde von auf der rückwärtigen Formstange der Buchungsma- schine vorgesehenen Funktionssteuervorrichtungen gesteuert. Aus Fig. 2A geht jedoch hervor, dass, wenn solche Vorrichtungen fehlen, eine ähnliche Arbeitsfolge durch Schliessen des Kontakts CFA von Hand er- reicht werden kann, dem ein Schliessen des Kontakts CFB im Anschluss an das Einleiten des Faktor-A-Ma- schinengangs durch Schliessen des Kontakts CFA folgt.
Für das Schliessen des genannten Kontakts CFA und CFB sind auf dem Tastenfeld der Buchungsma- schine die Tasten 4 und 5 vorgesehen. Eine nichtgezeigte, herkömmliche Tastensperrvorrichtung verhindert ein gleichzeitiges Drücken der genannten Tasten.
Durch das über die Taste 4 herbeigeführte Schliessen des Kontakts CFA wird eine Arbeitsfolge einge- leitet, die der von dem rückwärtigen Anschlagskontakt RS1 eingeleiteten gleicht. Durch Drücken der Taste 5 erfolgt eine Freigabe der Taste 4 und damit ein Öffnen des Kontakts CFA und ein Schliessen des
Kontakts CFB. Wenn sich der Kontakt CFB schliesst, wird ein von +50 V über den Kontakt AYbc2 zu-50 V verlaufender Stromkreis aufgebaut, durch den das Relais AY erregt wird. Der Kontakt AYac2 schliesst sich, und es wird ein über den Kontakt Pbc2 verlaufender Haltestromkreis für das Relais hergestellt.
Durch den Kontakt AYal wird ein Stromkreis zur Erregung der Relais E und EE gebildet und durch das Drücken der Motortaste 7 ein Faktor-B-Maschinengang im wesentlichen so eingeleitet, wie dies im Zusammenhang mit der Durchführung einer Multiplikation unter der Steuerung rückwärtiger Funktionssteuervorrichtungen beschrieben wurde.
Es versteht sich, dass bei dieser Arbeitsweise da, wo es zweckmässig ist, eine auf der rückwärtigen Formstange angebrachte Multiplikandenfunktionssteuervorrichtung keine andere Aufgabe zu haben braucht, als die Steuerung der Einstellung der Kommaschrittschalter.
Multiplikationen mit vorgewählten Multiplikanden :
In Fällen, in denen der Multiplikand oder Faktor A einen einer verhältnismässig kleinen Anzahl fester vorbestimmter Werte haben soll, wird der Multiplikandenteil 2a des Tastenfeldes nicht verwendet und es ist kein Multiplikandenfunktionssteueranschlag 12a und keine entsprechende rückwärtige Funktionsteuervorrichtung erforderlich.
Sämtliche Multiplikationen betreffende Informationen sind auf der Multiplikatorfunktionssteuervorrichtung der rückwärtigen Formstange programmiert. Bewegt sich der Papierwagen der Buchungsmaschine so weit, dass der Multiplikatorfunktionssteueranschlag, z. B. 12b in Fig. l, in die Tabulierstellung 13 gelangt, dann wird einer von mehreren festprogrammierten Schaltkreisen entsprechend der Ausbildung von
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auf der rückwärtigen Multiplikatorfunktionssteuervorrichtung vorgesehenen Steuerplatten selbsttätig aus- gewählt.
Wenn sich der Multiplikatorfunktionssteueranschlag 12b somit in de : Tabulierstellung 13 befindet, wird das Abfühlsolenoid SS (Fig. 2C) durch Schliessen des Abfühlkontakts SC erregt und dadurch gelangen die Abfühlhebel der rückwärtigen Abfühlvorrichtung in Anlage mit Steuerplatten, wo sich solche auf der rückwärtigen Multiplikatorfunktionssteuervorrichtung befinden.
Wie vorher wird auch hier durch eine der Steuerplatten sichergestellt, dass sich der rückwärtige Mul- tiplikatoranschlagskontakt RS2 (Fig. 2A) schliesst. Eine weitere Steuerplatte schliesst den rückwärtigen An- schlagskontakt RS7 für den vorgewählten Multiplikanden, während weitere Kontakte, wenn vorhanden, gewährleisten, dass sich die rückwärtigen Anschlagskontakte RS4 - RS6 für vorgewählte Faktoren schlie- ssen. Die Kontakte RS4 - RS7 sind in Fig. 2C gezeigt.
In Fig. 5 ist die Anordnung eines typischen Impulsschaltkreises für einen festen Multiplikanden ge- zeigt. Wie aus Fig. 5A hervorgeht, bestehen die einzelnen Impulsschaltkreise aus einer Platte 201 aus Isoliermaterial, wie beispielsweise durch Wärme härtbares Phenolharz, auf dem durch ein herkömmliches
Verfahren zur Herstellung gedruckter Schaltungen Stromkreise 202 aufgedruckt sind, die, wenn die Platte in einen entsprechenden Stecker gesteckt wird, Schaltungsein-und-ausgänge, die mit den verschiedenen Steckerklemmen entsprechend der Steuerung der durchzuführenden Multiplikationen verdrahtet sind, miteinander verbinden.
Etwa in der Mitte der oberen Kante der Platte 201 erstreckt sich, wie gezeigt, ein Schlitz 203, mit dem bei deren Einführung in den Stecker ein Stift zusammenarbeitet, um, wie später noch beschrieben, die gedruckte Schaltung in die richtige Stellung zu bringen.
An der Platte 201 ist ein Anzeigeplättchen 204 angenietet, das entsprechend dem Wert, z. B. dem Prozentsatz, des vorgewählten Multiplikanden, zu dem die gedruckte Schaltung gehört, bezeichnet ist.
Die Stromkreise der in Fig. 5A gezeigten gedruckter Schaltung sind dem vorgewählten Faktor 000,025, d. h. 2 1/2% zugeordnet.
In Fig. 5 wird schematisch gezeigt, wie die gedruckten Schaltungen für die vorgewählten Faktoren in die Buchungsmaschine eingesetzt werden. Die Tastenplatte des Tastenfeldes der Buchungsmaschine. stelle man sich bei 205 vor und die Halterungen der Stecker, in die die Karten mit vorgewähltem Faktor gesteckt werden, liegen unter der Tastenplatte an der äussersten rechten Seite der Maschine, wie durch die Tasten 6 in Fig. l angezeigt wird. Die Steckeranordnungen bestehen jeweils aus einer Metallplatte 206, die an einer Ecke einen Lappen 207 aufweist, der zurückgebogen ist, so dass er parallel, jedoch in einem bestimmten Abstand von der Platte 206 liegt. Gegenüber befindet sich ein weiterer Lappen 208, der im rechten Winkel zu dieser umgebogen ist und ein Fixierloch besitzt.
Am andern Ende der gleichen Seite der Platte ist ein ähnlicher Fixierlappen 209 vorgesehen.
An der Platte 206 ist zwischen dieser und dem umgebogenen Teil des Lappens 207 mittels eines Stiftes 210 das eine Ende eines Armes 211 drehbar befestigt, der eine Abstufung aufweist, auf Grund der er, wie in gestrichelten Linien gezeigt, im Uhrzeigersinn nach aussen von der Platte weg verschwenkt werden kann. Der genannte Arm ist mit einem Stift 213 versehen.
An der Unterseite der Platte 206 ist ein Führungsblock 214 befestigt, in dem sich ein Führungsschlitz 215 befindet, durch den die gedruckten Schaltungen in den Stecker eingeführt werden. Der genannte Führungsblock hat eine halbkreisförmige Ausformung 216, die entlang eines Teiles seiner Basis veruit und zu einer Ausnehmung führt, die mit dem Loch in den Fixierlappen 209 ausrichtbar ist. Aus der Innenseite des Blocks 214 ist ein rechteckiger Teil ausgespart, der in der Grösse etwa der Breite und Dicke des Armes 211 entspricht, wodurch ein freier Abstand von ähnlichen Abmessungen zwischen dem Block und der Platte 206 gelassen wird, in den somit der Arm 211 so weit einfahren kann, wie dies in Vollinien in der Zeichnung dargestellt ist. Der Deutlichkeit halber ist die Aussparung des Blocks in der Zeichnung nicht berücksichtigt.
Der Stecker 217 besteht aus einem schachtelartigen Körper mit offener Oberseite und ist an jedem Ende mit Fixierlappen 218 versehen, die Öffnungen aufweisen, die, wenn der Körper zwischen die Lappen 208 und 209 der Platte 206 eingesetzt ist, sich mit den Fixierlöchern der Lappen ausrichten. Die Innenfläche der den Hohlraum in dem Körper begrenzenden unteren Wand ist in bestimmten Abständen mit einer Anzahl Parallelsch1itzen versehen, in die einzelne Kontaktstücke 219 eingepasst sind, wobei die Kontakte sich durch die Rückwand des Körpers erstrecken und dadurch Anschlüsse bilden.
Die verschiedenen Steckeranordnungen sind, wie gezeigt, in einem Neigungswinkel von etwa 450 befestigt. In der Figur ist lediglich eine solche Steckeranordnung vollständig gezeigt, während die Lage und der Aufbau anderer Anordnungen, z. B. 220 und 221, in strichpunktierten Linien angedeutet ist. Es
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versteht sich, dass so viele Anordnungen vorgesehen sind, wie feste Faktoren in der Maschine verwendet werden sollen. In dem vorliegenden Beispiel sind dies acht.
Die Tastenplatte 205 der Buchungsmaschine weist eine Öffnung 222 für jede gedruckte Schaltung auf.
Die Öffnungen sind so angebracht, dass die Anzeigeplättchen 204 der gedruckten Schaltungen durch sie hindurch ablesbar sind.
Bei Einsetzung einer gedruckten Schaltung in die Steckeranordnung wird der Arm 211 im Uhrzeigersinn in die in gestrichelten Linien gezeigte Stellung verschwenkt. Die Vorderseite der unteren Kante der gedruckten Schaltung wird in den Führungsstift 215 in Block 214 eingeführt, worauf der Stift 213 in dem Schlitz 2Ô3 der gedruckten Schaltung, wie in punktierten Linien angezeigt, einfährt. Der Arm 211 wird nun im Gegenzeigersinn gedrückt, wodurch die gedruckte Schaltung, wie in strichpunktierten Linien dargestellt, in den Stecker gelangt, so dass verschiedene Schaltverbindungen zwischen Stecker und der gedruckten Schaltung zustandekommen.
Wenn eine gedruckte Schaltung herausgenommen werden soll, wird der Arm im Uhrzeigersinn gezogen, wodurch die gedruckte Schaltung über den sich in dem Schlitz 203 führenden Stift 213 aus dem Stecker heraus in eine Stellung gezogen wird. von wo sie leicht aus der Maschine entfernt werden kann.
In der Zeichnung sind auch von Hand betätigbare Tasten 6 gezeigt, von denen jede einer gedruckten Schaltung zugeordnet ist. Die genannten Tasten sind auch in Fig. l gezeigt. Wie noch ausgeführt wird, wird durch Drücken der Taste 6 die entsprechende gedruckte Schaltung für eine Operation mit festem Faktor ausgewählt, wenn keine selbsttätige Steuerung entsprechend der Wagenstellung vorgesehen ist.
In Fig. 2E sind die Stromkreisverbindungen zwischen einem Kontaktfeld 77 und einer als Beispiel gewählten gedruckten Schaltung 78 schematisch dargestellt.
Wie gezeigt, besteht das Kontaktfeld 77 aus acht Reihen und acht Spalten von Kontakten, die mit R1 - R8 bzw. Cl-C8 bezeichnet sind. Die eine Seite der Kontakte der Kontaktreihen R1 - R8 ist mit entsprechenden einer Anzahl gemeinsamer Leiter 01 - 0 s verbunden. Die andern Seiten der Kontakte in der ersten Kontaktreihe R1 sind gemeinsam mit dem in Fig. 2D gezeigten Kontakt Wal verbunden.
Die als Beispiel gewählte gedruckte Schaltung 78 weist eine gedruckte Schaltverbindung zwischen
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er Eingangsklemme izzen gedruckter Schaltverbindungen zu verhindern sowie eine dritte Verbindung zwischen der Eingangsklemme i5 und der Ausgangsklemme Os auf.
Ausserdem ist in üer gedruckten Schaltung eine Verbindung enthalten, die sich von einer +50 V-Klem- me zu der Kommaausgangsklemme d einer Gruppe von fünf Kommaausgangsklemmen d-d erstreckt.
Die Kommaausgänge entsprechen von rechts nach links einem ganzzahligen vorgewählten Multiplikan- den und vorgewählten Multiplikanden mit zwei, drei, vier und fünf Dezimalstellen hinter dem Komma.
In der als Beispiel gewählten gedruckten Schaltung nach Fig. 2E zeigt die Kommaverbindung einen vor- gewählten Multiplikanden mit einem Wert von 000,275.
Aus Fig. 2Egeht ausserdem hervor, dass die Ausgangsklemmenstellungen Os - Os der gedruckten Schaltung mit der einen Seite der ersten Kontakte entsprechender der unteren sechs Reihen des Kontaktfeldes 77 verbunden sind, und dass die Kommaausgangsstellungen d.-d zu den in Fig. 3 gezeigten Kommaschrittschaltern führen.
Wie bereits im vorangegangenen ausgeführt, kann in der unterhalb des Tastenfeldes der Buchungsmaschine angebrachten Steckeranordnung jede von acht gedruckten Schaltungen für vorgewählte Faktoren ausgewählt werden. Während die Ausgangsklemmenstellungen Os - Os von der in Fig. 2E gezeigten, als Beispiel gewählten gedruckten Schaltung über den entsprechenden Stecker mit den unteren sechs Kontakten der ersten Kontaktspalte Cl des Kontaktfeldes 77 verbunden sind, sind die zweiten bis achten gedruckten Schaltungen über ihre einzelnen Stecker an entsprechende Kontakte der zweiten bis achten Spalten C2 - Cs der Brücke angeschlossen. Wie gezeigt, entsprechen die gemeinsamen Ausgangsleiter 0-O. des Kontaktfeldes den aufeinanderfolgenden Stellen log-105.
Die Verbindungen zwischen den Ausgangs- klemmenstellungen o-o jeder gedruckten Schaltung und den entsprechenden Kontakten des Kontaktfeldes werden über die einzelnen Stecker der Steckeranordnung hergestellt, wie ebenfalls bereits ausgeführt wurde. Des weiteren sind die Eingangsstellungen il - i9 jeder gedruckten Schaltung über entsprechende Kontakte an eine im Sterling-Multiplizierer vorgesehene Impulsgeneratorschaltung angeschlossen.
Wird bei einer Entladung des inFig. 2F gezeigten Multiplizierstartkondensators der Hauptimpulsgenerator des Sterling-Multiplizierers eingeschaltet, dann gelangen Impulszüge an die Eingangsklemmen il bis ig jeder gedruckten Schaltung, wobei die Anzahl der Impulse in jedem Impulszug, die an jede bestimmte Eingangsklemme angelegt werden, durch den die Klemme bezeichneten Ausdruck angezeigt wird.
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Aus dem Vorangegangenen geht hervor, dass die im Zusammenhang mit Fig. 7 gegebene Beschreibung sowohl auf normale Multiplikationen als auch auf Multiplikationen mit vorgewählten Multiplikanden anwendbar ist.
Somit versteht es sich, dass, wenn der Sterling-Multiplizierer arbeitet, einer oder mehrere ImpuL-
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den können. In gleicherWeise erscheinen einer oder mehrere Impulszüge, von denen jeder sieben Impul- se enthält, auf dem gemeinsamen Ausgangsleiter 0 für 101, während Züge mit fünf Impulsen auf dem gemeinsamen Ausgangsleiter 0 für 10'erscheinen.
Es versteht sich, dass für die beschriebenen Schaltungen für vorgewählte Faktoren an Stelle der ge- druckten Schaltungen auch Steckbrettanordnungen zur Herstellung der erforderlichen Stromkreisverbin- dungen verwendet werden können.
Zurückkommend auf Fig. 2A sei hier nochmals gesagt, dass ebenso wie bei normalen Multiplikationen durch die Betätigung der rückwärtigen Anschlagskontakte RS2 durch die rückwärtige Multiplikatorfunk- tionssteuervorrichtung die Relais E und EE betätigt werden. Die Funktion der Kontakte des Relais E wurde bereits beschrieben.
Das Relais EE weist den in Fig. 2E gezeigten Kontakt EEal auf. Infolge des Schliessens dieses Kontak- tes gelangen +50 V von der Leitung 101 an den Sammelleiter 02 des Kontaktfeldes 77. Die andere Seite jedes der Kontakte der Reihe R2 ist entsprechend mit den +50 V-Klemmen der gedruckten Schaltungen verbunden, wie dies aus der als Beispiel dargestellten gedruckten Schaltung 78 hervorgeht.
In selbsttätigen Multiplikationen mit vorgewählten Multiplikanden ist, wie bereits ausgeführt, der rückwärtige Anschlagskontakt SR7 zumindest in der Multiplikatoranschlagsstellung geschlossen. Durch das
Schliessen dieses Kontakts wird ein Erregungsstromkreis für das Relais R hergestellt. Überall da, wo Steu- erplatten in bestimmten weiteren Steuerplattenstellungen der rückwärtigen Multiplikatorfunktionssteuer- vorrichtung vorgesehen sind, schliessen sich ebenfalls entsprechende der rückwärtigen Anschlagskontak- te RS4 - RS6, wodurch Stromkreise zur entsprechenden Erregung der Relais S, T und V aufgebaut werden.
Wie in Fig. 2D gezeigt, wird durch Erregung des Relais R die Kommarelaiskontaktanordnung durch
Unterbrechung des Kontakts Rbcl abgeschaltet und über den Kontakt Racl +50 V an die Relaiskontakt- pyramide für die vorgewählten Multiplikanden angelegt. Durch das Schliessen des Kontakts Rad allein oder in Verbindung mit andern Kontakten der Kontaktpyramide für den vorgewählten Multiplikanden wird somit entsprechend den in der Multiplikatoranschlagsstellung geschlossenen rückwärtigen Anschlagskontakt
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pfad eines Hauptbetätigungssolenoids BJ bewegt.
Ein weiterer Stromkreis wird durch Schliessen des Kontakts Rac2 des Relais R hergestellt. Dieser Stromkreis verläuft von +50 V über den Kontakt Rac2, einen Mikroschalter PSS, der sict nur dann schliesst, wenn sämtliche der gedruckten Schaltungen richtig in ihre entsprechenden Stecker eingeführt wurden ; den Kontakt BJbc2 und die Wicklung des Verzögerungsrelais W zu der -50 V-Leitung 102.
Mit dem Schliessen des Kontakts Wal wird ein Stromkreis zur Erregung des Hauptbetätigungssolenoids BJ aufgebaut. Nach dessen Erregung bewegt sich der Anker des Solenoids BJ so, dass er mit dem erregten Fingermagneten der Solenoide BA - BH in Eingriff geht. Nachdem der Fingermagnet, wie oben ausgeführt, erfasst und zusammen mit dem Anker des Solenoids BJ sich weiterbewegt, schliesst er gleichzeitig sämtliche Kontakte in der entsprechenden Kontaktspalte des Kontaktfeldes.
Die erste Kontaktreihe Rl ist, wie bereits erwähnt, einerseits an den gemeinsamen Leiter 01 angeschlossen, der mit einem zwischen dem Relais BJ und einem Reihonkontakt Wal liegenden Punkt verbunden ist. Anderseits liegt die Kontaktreihe Rl über den Kontakt Mb3 an +50 V.
Durch Schliessen eines Kontakts der Reihe Rl des Kontaktfeldes wird ein Haltestromkreis für das Hauptsolenoid BJ gebildet. Da das Relais W verzögert arbeitet, wird der Stromkreis zur Erregthaltung des Solenoids BJ geschlossen, bevor sich der Kontakt Wal durch die infolge des Öffnens des Kontakts BJbc2 eintretende Aberregung des Relais öffnet.
Es versteht sich, dass auf Grund dessen, dass sich eine der Kontaktspalten -Cdes Kontaktfeldes 77 schliesst, +50 V über die ausgewählte gedruckte Schaltung an die Kommaschalter nach Fig. 3 angelegt werden. Der betreffende Kontakt des ersten ausgewählten Kommaschrittschalters wird durch die auf der gedruckten Schaltung vorgesehene Kommaverbindung bestimmt. Wie in der gedruckten Schaltung 78 der Fig. 2E gezeigt, werden durch die Kommaverbindung +50 V an den dritten Kontakt des Schrittschalters angelegt, wenn das Fingermagnetsolenoid BA erregt wird.
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gestellt.
Ferner schliesst sichinfolge der schon erwähnten Betätigung des Relais W der in Fig. 2A gezeigte Kontakt Wa2. Hiedurch wird ein Stromkreis zur Betätigung des der Multiplikandenschalterbank des Sterling-
Multiplizierers zugeordneten Rückstellsolenoids RFA geschlossen (Fig. 4).
Die Rückstellung jeglicher betätigter Stifte in ihre unwirksame Stellungen gewährleistet, dass sämt- liche Multiplikandenschalterbankkontakte offen sind. Es versteht sich, dass diese Rückstellung auch vor
Multiplikationen erfolgen muss, in denen eine gedruckte Schaltung für einen vorgewählten Multiplikan- den verwendet wird. Wäre die Multiplikandenschalterbank nicht offen, dann würde durch jeden durch einen Stift überbrückten Kontakt ein wahlweiser Impulsschaltweg für in dem Sterling-Multiplizierer er- zeugte Impulszüge geschaffen. Der Kontakt Wa3 des Relais W schliesst einen Stromkreis zur Erregung des
Sperrsolenoids LO so lange, bis das Hauptbetätigungssolenoid BJ erregt wird.
Haben infolge des wahlweisen Schliessens einer Kontaktspalte des Kontaktfeldes 77 die Kommaschritt- schalter des Sterling-Multiplizierers entsprechend der Kommaverbindung auf der ausgewählten gedruckten
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menhang mit der normalen Multiplikation beschrieben.
Eine andere Möglichkeit, eine Operation mit einem vorgewählten Multiplikanden unter der Steuerung einer rückwärtigen Multiplikatorfunktionssteuervorrichtung der Buchungsmaschine durchzuführen, besteht darin, eine gedruckte Schaltung durch Drücken der entsprechenden der Tasten 6 auf dem Tastenfeld auszuwählen. Soll, wie soeben erwähnt, eine gedruckte Schaltung von Hand ausgewählt werden, dann wird durch die Tabulierung des Wagens in die Multiplikatoranschlagsstellung der vorderen Formstange das Schliessen des rückwärtigen Anschlagskontakts RS4 zur Erregung des Relais S gesteuert. Die Folge davon ist, dass ein über die Relaisanordnung in Fig. 2D verlaufender Stromkreis errichtet wird, durch den das Entsperrsolenoid KUS für die Tasten für vorgewählte Multiplikanden, die Reihe von Tasten 1 - 8 für vorgewählte Multiplikanden (Fig. 2E) und das Relais X erregt wird.
Das Relais X ist so lange erregt, bis eine der Tasten 1-8 gedruckt wird. Durch die Kontakte Xal und Sa3 (Fig. 2B) wird ein Erregungsstromkreis für das Sperrsolenoid L0 gebildet.
Durch das Öffnen des normalerweise geschlossenen Kuntakts Xb2 wird sichergestellt, dass das Relais W nicht erregt wird, bevor eine Taste 6 für einen vorgewählten Multiplikanden gedrückt und durch den Kontakt Xa3 ein Stromkreis zu der entsprechenden Anzeigelampe geschlossen wird. Wird eine Multiplikandentaste 6 des Tastenfeldes gedrückt, dann fällt das Relais X ab und ein entsprechendes der Solenoide BA bis BH wird über einen von der +50 V-Leitung 101 über den Kontakt Pbc2 und den Kontakt Hbcl der Fig. 2A, den Kontakt Rbcl, den Kontakt Sacl, den Kontakt Tbc2, den Kontakt Ubc3 und den Kontakt AYbc4, die sämtliche in Fig. 2E gezeigt sind, den bei Drücken einer Taste 6 sich schliessenden Schalter für vorgewählte Multiplikanden (Fig.
2E) und die entsprechenden Fingermagatsolenoide BA-BH zu der -50 V-Leitung 102 verläuft. Zudem wird durch die Aberregung des Relais X der Kontakt Xb2 geschlossen und dadurch das Relais W erregt, sowie durch den Kontakt Xa3 die Multiplikandenkontrollampe gelöscht.
Wie bereits beschrieben, wird durch die Betätigung des Relais W das Hauptbetätigungsrelais BJ erregt und das Relais W fällt ab. Haben infolge der Erregung des solenoids BJ die Kommaschrittschalter des Sterling-Multiplizierers ihre Suchbewegung durchgeführt, dann läuft die weitere Arbeitsfolge im wesentlichen so ab, wie bei normalen Multiplikations- und Eingabevorgängen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rechenmaschine bestehend aus einer Buchungs- oder ähnlichen Maschine mit einem Tastenfeld und gemäss auf dem Tastenfeld gedrückter Betragstasten einstellbarer Einstellmechanismen zur Darstellung von zwei zu multiplizierenden Faktoren, und einer Multipliziervorrichtung mit durch die genannten Einstellmechanismen einstellbaren Faktorspeichervorrichtungen und mit einem Produktakkumulator zur Speicherung von während der Multiplikation der Faktoren gebildeten Teilprodukten, dadurch gekennzeich- net, dass mehrere zusätzliche Speichervorrichtungen (Fig. 2E) vorgesehen sind, von denen jede einen konstanten und für eine Multiplikation mit einem durch die Einstellmechanismen in einer der erstgenannten Faktorspeichervorrichtungen eingestellten Faktor auswählbaren Faktor vorsieht.