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Ofen zum Schmelzen oder Frischen von Metallen bzw. zum
Schmelzen von Glas sowie Verfahren zur Führung eines solchen Ofens
Die Erfindung betrifft einen Ofen zum Schmelzen oder Frischen von Metallen bzw. zum Schmelzen von Glas, der mit mehreren auf die zu erhitzende Charge von oben einwirkenden, kurzflammigen Geblä- sebrennern ausgestattet ist sowie ferner ein Verfahren zur Führung eines solchen Ofens.
Solche Schmelzöfen sollen nun derart vorteilhaft ausgestaltet werden, dass eine grössere Dimensionierung, eine Steigerung des betrieblichen Wirkungsgrades sowie der Leistungsfähigkeit, ein schnellerer Ablauf des Arbeitsprozesses bzw. eine Beschleunigung der Ofenreisen, Schutz des Ofengewölbes gegen Hitzeschäden und schliesslich auch eine wesentliche Senkung der Herstellungskosten erreicht wird.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass der Schmelzofen mit mindestens einer Einstellvorrichtung zur während des Betriebes durchführbaren Veränderung des relativen Abstandes der Brennerköpfe von der Ofensohle ausgerüstet ist, mittels welcher in allen Phasen des Verfahrens sowohl die Höhe der einzelnen Brennerköpfe über der Charge, als auch der jeweils optimale Abstand der Flammenspitzen von derselben eingestellt werden können.
Diese Einstellvorrichtungen werden über Regelorgane in Abhängigkeit von einer veränderlichen Betriebsgrösse automatisch gesteuert, u. zw. zweckmässig als Funktion des Abstandes zwischen Brennerköpfen und Charge oder der Temperatur der Charge in der von der Flamme des betreffenden Brenners bestrichenen Zone bzw. der Analyse des Rauches dieser Zone.
Die Brenner können in an sich bekannter Weise entweder einzeln oder in Gruppen verstellbar sein, u. zw. sowohl bezüglich ihrer Lage gegenüber der Charge als auch in ihrem Abstand von derselben.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung können an einem verstellbaren Träger mehrere Brenner angebracht sein und es kann jeder derselben relativ zum Träger und damit auch seine Anfangseinstellung verstellbar sein.
Der Ofen ist zweckmässig mit einer Einrichtung zur Anzeige der relativen Lage der einzelnen Brenner bzw. der Brennergruppen zum Ofen versehen.
Die mit einem gemeinsamen Träger verstellbaren Brenner können in einer Hauptrichtung des Ofens in Reihe angeordnet oder auch gitterförmig verteilt sein. Die Brenner können auch direkt in einem höhenverstellbaren Gewölbeteil des Ofens eingesetzt sein, so dass mit der Brennereinstellung auch das Volumen des Ofenraumes veränderbar ist.
Nach der Erfindung ist weiters vorgesehen, dass die Brenner entweder von Hand oder automatisch unabhängig voneinander oder auch miteinander gekoppelt verschwenkbar bzw. normal zur Ofensohle verschiebbar und zu dieser Verschwenkung und Verschiebung zwei getrennt gesteuerte Mechanismen vorgesehen sind ; vorzugsweise soll zumindest die Vertikalsteuerung der Brenner automatisch erfolgen - zweckmässig durch eine Programmsteuerung -, wofür zusätzlich ein Programmgeber oder eine einfache Nockensteuerung zur Änderung der Verstellgeschwindigkeit vorgesehen ist.
Diese automatische Steuerung der Brennereinstellung kann nun derart ausgebildet sein, dass sie durch von der Charge oder der Schlacke beeinflussbare Sonden betätigt wird, wie z. B. durch Temperaturfühler, Ultraschallgeräte od. dgl., welche den Abstand zwischen Charge und Brenner bzw. Brennergruppe automatisch auf einem Optimum halten.
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Bei einer andern Ausführungsform der automatischen Steuerung arbeitet diese diskontinuierlich während vorzugsweise gleichen Intervallen in gegebenenfalls äquidistanten Zeitabständen, wie z. B. durch in-
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der Brenner jeweils erst nach Erreichung einer vorbestimmten Abweichung vom Sollwert ihres Abstandes von der Charge.
Nach einem weiteren Merkmal, der Erfindung ist der verschiebbare Brenner bzw. Brennerträger auf mindestens einem Schlitten oder dergleichen befestigt und dieser längs einer ausserhalb des Ofens, zweckmässig auf diesem selbst, angebrachten Führungsschiene verstellbar, welche vorzugsweise um eine quer zum Gasumlauf im Ofen liegende Achse schwenkbar ist, die zweckmässig in einer am Ofen aussen angebrachten Wange gelagert ist ; ferner kann die Führungsschiene gekrümmt sein und dadurch bei Verschiebung des Brenners bzw. der Brenner auch deren Richtung geändert werden.
Schmelzöfen mit zwei Köpfen und Gang-Umsteuerung sind erfindungsgemäss mit zwei bezüglich ihrer Quer-Mittelebene symmetrischen Gruppen verstellbarer Brenner ausgestattet.
Bei einer andern Ausführungsferm des erfindungsgemässen Schmelzofens ist jeder einzelne Brenner im Ofengewölbe an seiner Durchtrittsstelle mittels eines Kugelzapfenlagers oder in ähnlicher Weise um eine quer zum Gasumlauf im Ofen liegende Achse schwenkbar.
Der Schmelzofen kann ferner eine Vorrichtung zur Anzeige der Brennerstellung enthalten, die zweckmässig aus einem mit dem betreffenden Brenner bzw. der Brennergruppe starr verbundenen und ausserhalb des Ofens parallel zu denselben angeordneten Arm besteht, dessen Ende mit demjenigen des Brenners bzw. der Brenner korrespondiert, es kann aber auch eine optische Anzeigevorrichtung vorgesehen sein, bei welcher auf die Ofenwand ein mit dem betreffenden Brenner bzw. der Brennergruppe paralleler Lichtstreifen auffällt, dessen untere Kante durch ein mit den Brennern verbundenes Organ, ZO B. eine Blende oder dergleichen, bestimmt ist, welches mit dem Ende der Brenner korrespondiert.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Schmelzofens ist die automatische Steuerung der Brennereinstellung mit dem Öffnen der Ladetüren bzw. mit der Verstellung der Ladevorrichtung des Ofens verbunden, wobei während des Ladevorganges die im Bereich der Ladeöffnung eingesetzten Brenner weitestgehend zurückgezogen werden ; vorzugsweise ist dabei jeder Ladetür eine bestimmte Anzahl Brenner zugeordnet, die in Querrichtung des Ofens verteilt und zweckmässig gemeinsam verstellbar sind.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Schmelzofens bilden einer oder mehrere von Brennern durchsetzte Teile des Ofengewölbes Brennerträger, die mit den Brennern gemeinsam höhenverstellbar sind ; der bewegliche Gewölbeteil ist dabei zweckmässig aus dem Ofen vollständig heraushebbar und in gehobener Lage seitlich verschiebbar oder ausschwenkbar, wobei die freigelegte obere Öffnung die Beschickung des Ofens ermöglicht. Dieser bewegliche Gewölbeteil ist am Ausleger einer Hebevorrichtung aufgehängt und um eine lotrechte Achse neben den Ofen herausschwenkbar.
Der als Brennerträger ausgebildete bewegliche Gewölbeteil besteht erfindungsgemäss aus einem Metallrahmen und in diesen eingehängten feuerfesten Futterelementen, in welche die Brenner eingesetzt sind ; vorzugsweise ist dieser Gewölbeteil als nach oben offene Schale ausgebildet und der Metallrahmen mit aufwärts abgewinkelten Rändern versehen.
Bei einer andern Ausführungsform des Schmelzofens ist die Ofenwanne höhenverstellbar, der BrennerSatz dagegen sowie vorzugsweise auch das von diesem durchsetzte Gewölbe ortsfest angeordnet.
Weiters befasst sich die Erfindung auch mit einem Verfahren zur Führung jener speziellen Ausführung- formen des Schmelzofens mit zwei symmetrischen Gruppen verstellbarel Brenner bzw. als Brennerträger ausgebildeten Teilen des Ofengewölbes, U. ZVI. besteht dieses Verfahren darin, dass jeweils nur die auf derjenigen Ofenhälfte, durch deren Kopf Luft eingeführt wird, liegende Brennergruppe betrieben und beim Umsteuern des Ofenganges auf die andere Brennergruppe umgeschaltet wird.
Bei einer weiteren Ausgestaltung dieses Verfahrens werden die Brenner zu Beginn des Einschmelzens der Charge vor allem auf die zwischen den Anhäufungen derselben befindlichen Querfurchen gerichtet.
In der Zeichnung sind mehrere beispielsweise Ausführungsformen des erfindungsgemässen Schmelzofens dargestellt. Hiebei zeigen die Fig. l, 2 und 3 einen umsteuerbaren Martin-Ofen mit im Gewölbe eingesetzten Brennern und bereits geschmolzener Charge je im Längs-und Querschnitt bzw. im waagrechten Schnitt (Fig. 3) : die Fig. 4 und 5 den gleichen Schmelzofen mit noch fester Charge und an der linken Ofenhälfte bereits eingeschalteten Brennern ; die Fig. 6 und 7 einen Ofenkopf mit den Einstellvorrichtungen für die Brenner, vergrössert, im Längsschnitt nach Linie VI-VI in Fig. 7 bzw. im Querschnitt nach Linie VII-VII in Fig. 6 ; die Fig. 8 zeigt eine andere Einstellvorrichtung für eine Brennerreihe wiederum in der Ansicht des Ofen-Längsschnittes ;
die Fig. 9 eine Einstellvorrichtung mit automatischer Steuerung in schematischer Darstellung ; die Fig. 10 und 11 zeigen eine andere Ausbildung der automatischen Steuerung
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in Ansicht bzw. im Schaltbild ; die Fig. 12 und 13 bzw. 14 und 15 zwei andere Varianten des Schmelz- ofens jeweils im Längs-und Querschnitt ; die Fig. 16 und 17 einen umsteuerbaren Schmelzofen in Längs- schnitt, bei unter Berücksichtigung des jeweils durch einen Ofenkopf eintretenden Luftstromes gestaffel- ter Höheneinstellung der Brenner ; die Fig. 18 und 19 eine andere Variante des Ofens bezüglich der Versorgung mit Verbrennungsluft in Längsschnitt und Draufsicht ;
Fig. 20 zeigt einen Schmelzofen im Längs- schnitt mit mechanischer Stellungsanzeige für eine Brennerreihe ; die Fig. 21 und 22 zeigen einen Ofen mit optischer Anzeigevorrichtung für die Brennerstellung im Längsschnitt bzw. im Querschnitt ; die Fig. 23,
24,25 und 26 einen zweiköpfigen Schmelzofen mit zwei als Brennerträger ausgebildeten Gewölbeteilen im Langsschnitt, in Draufsicht sowie im vertikalen Mittelschnitt mit eingesetztem (Fig. 25) bzw. mit seitlich ausgeschwenktem Gewölbeteil (Fig. 26) ; und schliesslich zeigt Fig. 27 eine andere Variante des
Schmelzofens mit höhenverstellbaren Gewölbeteilen im Längsschnitt.
Die Fig. 1-5 zeigen einen in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichneten grossen Martinofen, der fünf Türen aufweist und mit einer Anzahl von Brennern 2 ausgerüstet ist. Die Brenner durchsetzen das Ofengewölbe, um in den Ofenraum hineinzureichen. Der Schmelzraum dieses Ofens ist ähnlich wie bei den üblichen Öfen ausgebildet. Dagegen haben die Köpfe des Ofens wesentliche Abänderungen erfahren : Sie sind hier an der Oberseite sanft abgerundet, um den vom Rekuperator kommenden heissen Luftstrom all- mählich abzulenken und zum Ofengewölbe zu leiten, anstatt ihn, wie bei den üblichen Öfen, auf die Ofencharge 4 umschlagen zu lassen.
Auch im Grundriss ist der Kopf des Ofens sanft nach der Seitenwand des Ofens hin aufgeweitet, um eine Luftschicht an dieser Seitenwand entlangstreichen zu lassen, anstatt die Luftfäden zum axialen Teil des Ofens hin zusammenzudrängen. Es entsteht auf diese Weise eine Luftschicht, die von einem Ofenkopf zum andern am geraden Fussteil und am Ofengewölbe entlangstretcht und diese Wendungsteile kuhlt und vor der zerstörenden Wirkung der Flammen schützt.
Die Brenner 2 sind in bezug auf die Quermittelebene des Ofens symmetrisch angeordnet. Es handelt sich um Brenner irgendeiner bekannten Bauart mit kleinem Durchmesser, die rautenförmig verteilt sind und hier beiderseits der besagten Quermittelebene drei zur Längsmittellinie des Ofens quer verlaufende Reihen bilden. Die räumliche Lage jeder Reihe ist derart gewählt, dass jeder Ladetür eine Reihe von Brennern entspricht. Es ergibt sich dadurch. dass die Anhäufungen. welche die noch nicht geschmolzene Charge gegenüber jeder Ladetür bilden (Fig. 4 und 5) genau in der Flammenbahh der Brenner ein und derselben Querreihe zu liegen kommen. Die Flammen der Brenner können sich auf diese Weise in den Zwischenräumen zwischen den Schüttkegeln oder Anhäufungen völlig entfalten und auf diese mit der grösstmöglichen Wirksamkeit einwirken.
Der Wärmeaustausch mit der Charge ist bedeutend besser als im Falle der bekannten Einrichtungen, die aus einem oder zwei in jedem Ofenkopf untergebrachten und nach dem gegenüberliegenden Ofenkopf gerichteten Brennern bestehen. Ausserdem sind die Nachzündungen unter dem Ofengewölbe nicht mehr zu befürchten und das Überhitzen der Steine des Gewölbes und der geraden Fussteile ist vermieden.
Von einer Reihe zur andern und in der Strömungsrichtung der Luft reichen die auf derselben Seite der Quermittelebene des Ofens gelegenen Brenner 2 mit von einer Reihe zur andern abnehmenden Länge in den Ofenraum hinein. Auf diese Weise erfolgt die Sauerstoffversorgung jeder Brennerreihe durch eine andere, von der vorausgehenden Brennerreihe nicht gestörte Schicht des an dem Ofengewölbe entlangstreichenden Luftstromes, wobei sich diese günstige Wirkung der Höhenabstufung übrigens noch mit der rautenförmigen Anordnung der Brenner kombiniert.
In dem aus den Fig. 6 und 7 ersichtlichen Ausführungsbeispiel der verstell- und orientierbaren Lagerung der Brenner ist jeder dieser Brenner 2 von der Bauart, bei der ein Halter 9 die getrennte Einstellung der Richtung und der Länge gestattet. Die Halter 9, die die Brenner 2 ein und derselben Reihe tragen, sind an einem gemeinsamen waagrechten Brennertrager 10 befestigt, der sich über dem Ofen in dessen Querrichtung erstreckt und in seiner Mitte an einem Schlitten j. l befestigt ist, der längs einer Führungschiene 12 verstellbar ist. Diese Führungsschiene 12 ist über dem Ofen aufgerichtet und bildet eine Rollbahn für den Schlitten. Im vorliegenden Beispiel besteht diese Führung 12 aus einem in einer Längsebene des Ofens angeordneten Eisenträger, auf dessen Flanschen der Schlitten 11 mittels Laufrollen 14 aufruht.
An diesen Schlitten ist das Ende eines Seiles 15 oder andern Zuggliedes eingehängt, das über eine am Träger 12 angebrachte Umlenkrolle 16 läuft, während das andere Ende des Seiles 15 an einer Seilwinde 17 angebracht ist. Die Winde 17 mit ihrem elektrischen Antriebsmotor 18 und das Seil werden von einem an der Aussenseite des Ofens errichteten Gerüst 19 getragen. Wenn die Winde vom elektrischen Motor 18 angetrieben wird, verstellt sich der Schlitten 11 längs der Schiene 12 und somit auch jeder der von dem entsprechenden Brennerträger 10 getragenen Brenner 2.
Da die Verstellung jedes Brenners 2 schräg von oben nach unten und umgekehrt erfolgt, so ergibt sich dadurch für den Brenner 2 eine An-oder Abrück-
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mit der von ihm getragenen Reihe von Brennern antreibt, ein Umkehrmotor, dessen Stromversorgung über zwei Kontaktschliesser erfolgt, die in einem Schaltkasten 51 untergebracht und je einem der beiden Drehsinne des Motors zugeordnet sind. Die Erregung dieser beiden Stromschliesser ist selbst wieder von einem
Anzeige- oder Registriergerät 52 bekannter Bauart abhängig, das zwei Kontakte aufweist. Diese Kontakte liegen mit einstellbarer Weite auseinander und sind durch die Drähte 53 an einen Abstandsfühler oder - detektor 54 angeschlossen. Dieser ist mit dem Schlitten llb derart verbunden, dass er sich mit diesem mitverstellen kann.
Dieser Detektor bzw. dieses Sondiergerät kann von jeder beliebigen Bauart sein, z. B. mit Ultraschall, Strahlen usw. arbeiten. Die im Ofenraum befindliche Charge wird von diesem Gerät durch eine zu diesem Zweck im Ofengewölb. 3 vorgesehene Öffnung 55 hindurch anvisiert.
Je nachdem der Abstand zwischen dem Abstandsfühler 54 und der Charge und folglich auch der Abstand zwischen dem Wärmezufuhrorgan und dieser Charge eine vorbestimmte obere Grenze überschreitet bzw. eine untere Grenze unterschreitet, schliesst sich einer der beiden Kontakte des Anzeige- oder Registriergeräts 52 ; dadurch wird der im Schaltkasten 51 vorhandene entsprechende Stromschlitsser erregt und der Motor 18b eingeschaltet, um in dem geeigneten Sinne umzulaufen und über die Winde 17b eine derartige Verstellung des Schlittens 11b zu bewirken, dass der betreffende Abstand zwischen die beiden vorbestimmten Grenzwerte zurückgeführt wird. Am Speisekreis des Schaltkastens 51 kann vorteilhaft ein periodischer Schalter 56 vorgesehen sein, so dass die automatische Steuerung seitlich wiederkehrend aussetzt.
Eine Abwandlung der vorbeschriebenen automatischen Steuervorrichtung besteht darin, dass der Abstandsdetektor 54 durch einen auf die Temperatur der Charge ansprechenden Detektor, z. B. eine Pyro- meteroptik, ersetzt ist. In diesem Falle ist der Mechanismus zur Verstellung des Schlittens 11b derart aus- gelegt, dass er nach erfolgter Auslösung seiner Wirkung den Schlitten nur um einen geringen Abstand verstellt und selbsttätig abgestellt wird. Er besitzt zu diesem Zweck z. B. eine Einrichtung bekannter Bauart, die den Elektromotor 18b nach einer vorbestimmten Zahl von Umdrehungen abstellt, oder irgendeine andere gleichwertige Einrichtung.
Die Wirkungsweise dieser abgewandelten Ausführungsart ist folgende : Der periodische Schalter 56 ist derart geregelt, dass jede seiner Einschaltzeiten nur sehr kurz ist und beispielsweise eine oder einige Sekunden dauert, während die zwischen den einzelnen Einschaltzeiten liegenden Zeitabstände beispielsweise eine bis zwei Minuten betragen. Wenn die Temperatur der Charge während einer dieser Einschaltzeiten von einem vorbestimmten Wert abweicht, erfolgt eine kleine Verstellung des Schlittens. Wenn diese Verstellung genügt, um die Temperaturabweichung zu korrigieren, dann tritt beim nächstfolgenden Einschalten des periodischen Schalters 56 keine weitere Verstellung mehr ein.
Sollte im Gegenteil die korrigierende Wirkung nicht ausreichend gewesen sein, dann tritt eine neue leichte Verstellung des Schlittens ein, und dieser Vorgang wiederholt sich fortwährend.
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angetriebenen Winde 64 verbunden. Die Stromversorgung des Motors 65 für die Verstellung des Tasters 63 erfolgt über zwei an seinem Speisekreis parallelgeschaltete Stromschliesser 67,68. Die Erregerspule 69 des Stromschliessers 67, dessen Schliessung den Umlauf des Motors 65 in jenem Sinne bewirkt, der dem Vorschub des Tasters 63 an die Ofencharge entspricht, liegt in einem Stromkreis 70, der einen Schalter 71 aufweist, dessen Bedienung durch ein elektrisches Uhrwerk 72 oder ein gleichwertiges Gerät erfolgt.
Der dem Rückzug des Tasters 63 entsprechende Stromschliesser 68 liegt mit seiner Spule 73 in einem Stromkreis 74, der einen Schalter 75 zum Ausschalten des Stromes am Ende des Rückzughubes des Tasters 63 aufweist. Der Selbsterregungskontakt 76 des Stromschliessers 67,69 liegt in einem Kreis 77. Die Stromversorgung des Motors 18d für die Verstellung der Brenner erfolgt ebenfalls über zwei am Speisekreis parallelgeschaltete Stromschliesser 78.79. Der Stromschliesser 79, dessen Schliessung demjenigen Drehsinne des Motors 18d entspricht, der die AbrUckbewegung der Brenner bewirkt, liegt mit seiner Erregerspule 80 in einem Erregerkreis, der ausserdem einen Handschalter 81 und einen Schalter 82 zum Ausschalten des Stromes am Ende des Rückzughubes der Brenner aufweist.
Der Stromschliesser 78, dessen Schliessung der Anrückbewegung der Brenner an die Charge entspricht, hat seine Spule 85 in einem Stromkreis 86, der einen Schalter 87 aufweist. Dieser Schalter 87 wird von einem Relais 88 betätigt, dessen Erregerkreis 89 einen Umschalter 90 aufweist. In seiner Ruhestellung, d. h. wenn seine Steuerspule 91 nicht erregt ist, schliesst dieser Umschalter 90 einen Kreis 92, in welchem eine Spule 93 liegt, die einen mit dem Schalter 87 verbundenen Schalter 94 derart betätigt, dass bei geöffnetem Schalter 87 der im Stromkreis 74 liegende Schalter 94 diesen Stromkreis schliesst, während bei geschlossenem Schalter 87 der Schalter 94 den Kreis 74 ausschaltet.
Die Steuerspule 91 des Umschalters 90 liegt an den Klemmen einer Ausgleichsbrücke, die in
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ihrer Gesamtheit mit 96 bezeichnet ist. Der Schieber des Spannungsteilers. 97 dieser Brücke ist mit dem
Verstellmechanismus der Brenner derart verbunden, dass er sich in Abhängigkeit von der Verstellung die- ser Brenner zweckmässig proportional zu dieser Verstellung verschieben lässt. Der Schieber des andern
Spannungsteilers 98 der Brücke ist seinerseits mit dem Taster 63 durch eine einseitig wirkende, mit Tot- hub arbeitende Verbindung derart verbunden, dass ihn der Taster mitnehmen kann, wenn er in den Ofenraum eindringt, ihn aber nicht zurückschieben kann. Ferner enthält der Kreis 70 einen Stromschliesser 101, dessen Spule 102 in einem Kreis 103 liegt, der einen Druckknopf 104 für Handschaltung aufweist.
Die
Spule 102 betätigt ausserdem einen Schalter 105, der sich in einem Kreis 106 befindet, welcher einen derart ausgelegten Hubendschalter 107 enthält, dass er von den Brennern oder vom Antriebsmechanismus der letzteren geöffnet wird, wenn diese in ihrer Einschubbewegung in den Ofenraum die Grenzstellung er- reichen. Ein anderer Hubendschalter 108 ist in der Bewegungsbahn des Tasters 63 derart angeordnet, dass er vom letzteren geschlossen wird, wenn dieser in seiner Einschubbewegung in den Ofenraum eine vorbe-
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ferner ein polarisiertes Relais, das in seiner Gesamtheit mit 109 bezeichnet ist. Dieses Relais 109 besteht aus einem kleinen Luftpuffer, dessen Kolben 109a mit dem Schalter 94 derart verbunden ist, dass er vom letzteren sowohl beim Öffnen als auch beim Schliessen dieses Schalters verstellt wird.
Der Zylinder 109b des Luftpuffers ist beweglich und trägt Kontakte zum Schliessen des Selbsterregungskreises 77, und eine leichte Feder 109c hat das Bestreben, ihn in diejenige Stellung zu schieben, in welcher er den Kreis 77 schliesst. Dieser Selbsterregungskreis 77 enthält noch einen andern Schalter 94a, dessen Öffnungs- und Schliessstellungen je von einer der beiden Spulen 93a und 88a gesteuert werden, die unter Zwischenschaltung eines Umschalters 90a im Kreis 92a parallelgeschaltet sind. Der Umschalter 90a wird von einer Spule 91a gesteuert, die in einem Kreis 91b liegt. Dieser Kreis enthält einen Kontakt 99, der mit dem Hubendkontakt 75 derart verbunden ist, dass er zugleich mit diesem aus-und eingeschaltet wird.
Der Umschalter 90a ist derart ausgelegt, dass er, wenn die Spule 91a nicht erregt ist, den Kreis der Spule 93a schliesst und auf diese Weise den Schalter 94a in der Ausschaltstellung hält. Die Wirkungsweise ist folgende :
Zu Beginn des Arbeitsganges, also kurz nachdem die Charge in den Ofen eingebracht worden ist, befinden sich die Brenner und der Taster 63 in der am weitesten zurückgezogenen Stellung im Ofen. Die Hubendschalter 82 und 75 sind infolgedessen geöffnet, während die Schalter 107 und 108 für das Ende des Vorschubhubes geschlossen sind. In dieser Stellung besteht ausserdem zwischen der Nase des Tasters 63 und den Kopfenden der Brenner der gleiche Abstand, wie er auch zwischen diesem Ende der Brenner und der Charge bestehen soll, und die elektrische Brücke 96 ist im Gleichgewicht.
Der Hauptschalter 104 wird von Hand eingeschaltet und dadurch an die Spule 102 eine Spannung angelegt, so dass sich die Kontakte 101 und 105 unter der Wirkung dieser Spule schliessen. Wenn der Druckknopf 104 losgelassen wird, erhält diese Spule 102 weiterhin Strom über die Drähte 106 und 103 und den Kontakt 105, der geschlossen ist. Wenn die elektrische Uhr 72 vorübergehend ihren Kontakt 71 schliesst, fliesst der Strom über den Kreis 70 zu der Spule 69, so dass sich die Kontakte 76 und 67 schliessen und der Motor 65 derart mit Strom gespeist wird, dass er in dem Sinne umläuft, der der Einschubbewegung des Tasters 63 in den Ofenraum entspricht.
Sobald diese Einschubbewegung einsetzt, nimmt der Taster 63 den Schieber des Spannungsteilers 98 mit, die Brücke 96 kommt aus dem Gleichgewicht, Strom fliesst in die Spule 91, die den Umschalter 90 betätigt, so dass das Relais 88 eingeschaltet wird. Das letztere betätigt den Schalter 87, der den Stromkreis 86 schliesst, während der gleichzeitig betätigte Schalter 94 den Stromkreis 74 ausschaltet. Mit der einsetzenden Einschubbewegung des Tasters hat sich ferner auch der Hubendschalter 75 geschlossen, doch ist der Kreis 74 durch das Öffnen des Schalters 94 unterbrochen worden. Das Schliessen des Hubendschalters 75 hat anderseits auch das Schliessen des Kontaktes 99, mithin das Schliessen des Kreises 91b und das Anlegen einer Spannung an die Spule 91a zur Folge gehabt.
Der Umschalter 90a schliesst alsdann den Stromkreis der Spule 88a, die den Schalter 94a betätigt, wodurch der Selbsterregungskreis 77 des Stromschliessers 67, 69 geschlossen wird. Durch das Einschalten des Kreises 86 ist die Spule 85 unter Spannung versetzt worden und betätigt den Schalter 75, der sich schliesst und auf diese'Weise den Antriebsmotor 18d der Brenner derart einschaltet, dass dieser in dem Sinne umläuft, der der Einschubbewegung dieser Organe. in den Ofen, d. h. dem Heranrücken derselben an die Charge entspricht. Gleichzeitig wird auch dem Schieber des Spannungsteilers 97 eine Verschiebung erteilt, die an die Verschiebung der Brenner mit derselben Gesetzmässigkeit gebunden ist, wie die Verschiebung des Schiebers des Spannungsteilers 98 an den Vorschub des Tasters 63.
Wenn der Taster 63 auf die Charge auftrifft, gestattet eine Gleit- oder Schlupfkupplung, die in seine Verbindung mit dem Motor 65 eingeschaltet ist, dass sich der Motor 65 nichtsdestoweniger weiterdrehen kann. Die Brenner und der Schieber des Spannungsteilers 97 setzen auf diese Weise ihre Ver-
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stellung so lange fort, bis das Gleichgewicht der Brücke wieder hergestellt ist. In diesem Augenblick un- terbricht der Umschalter 90 den Speisekreis 92 der Spule 88 und schliesst wieder den Speisekreis 92 der
Spule 93, während der Schalter 87 den Kreis 86 unterbricht. Der nicht mehr erregte Stromschliesser 78,
85 fällt ab und der Motor 18d bleibt stehen.
Auf diese Weise sind die Enden der Brenner auf demselben
Abstand wie dem des Tasters 63, der dem ursprunglich bestehenden Abstand gleich ist, d. h. sie befin- den sich wieder in dem geeigneten Abstand von der Charge. Durch die Erregung der Spule 93 wird der
Schalter 94 in seine ursprüngliche Stellung zurückgeführt und schliesst den Kreis 74. In seiner Bewegung nimmt der Schalter 94 den Kolben 109a des Verzögerungsrelais 109 und mit ihm den Zylinder 109b mit, da die im Zylinder enthaltene Luft nicht schnell genug entweichen kann, weil sich das Ventil 109d beim geringsten Druckanstieg im Zylinder sofort schliesst.
Bei seiner Verstellung unterbricht der Zylinder 109b den Selbsterregungskreis 77 des Stromschliessers 67, 69, der also abfällt, doch hat die Einschaltung des
Kreises 74 durch den Schalter 94 zur Folge gehabt, dass der Stromschliesser 68,73 unter Spannung ver- setzt wird, wodurch sich der Kontakt 68 schliesst und der Motor 65 derart gespeist wird, dass er in dem der
Rückführung des Tasters 63 entsprechenden Sinne umläuft. Der Taster 63 kehrt also wieder in seine abge- rückte Stellung zurück, ohne aber den Schieber des Spannungsteilers 78 mitzunehmen, um nicht das
Gleichgewicht der Brücke 96 zu stören. Der Taster 63 setzt seinen Rückgang so lange fort, bis er gegen den den Rückhub begrenzenden Schalter 75 aufläuft, wodurch der Kreis 74 ausgeschaltet wird, der Kon- takt 68 abfällt und der Motor 6 & folglich stromlos wird.
Gleichzeitig öffnet sich der mit dem Schalter 75 verbundene Kontakt 99, wodurch der Kreis 91b unterbrochen und die Spule 91a stromlos wird. Der Umschalter 90a fällt ab, unterbricht den Kreis der Spule 88a und schliesst den Kreis der Spule 93a, die nunmehr erregt, den Schalter 94a anzieht, wodurch der Selbsterregungskreis 77 des Stromschliessers 67,69 unterbrochen wird. Wahrend dieser Zeit fällt der Zylinder 109b des Verzögerungsrelais langsam unter der
Wirkung der Feder 109c ab, wobei die Rückkehr des Zylinders in die Stellung, in welcher er den im Kreis
77. liegenden Kontakt schliesst, durch die Luft abgebremst wird, die aus dem Zylinder durch die kleine Öffnung 109e allmählich entweicht. Der Kreis 77 bleibt jedoch weiterhin unterbrochen, da inzwischen der Schalter 94a geöffnet worden ist.
Das Verzögerungsrelais 109 ist nämlich derart geregelt, dass die Rückkehrbewegung des Zylinders 109b langsam genug verläuft, damit der Taster 63 inzwischen in seine Ausgangsstellung zurückgelangt sein kann und den Kontakt 79 geöffnet hat. Mit andern Worten gesagt, muss das Relais 109 derart eingestellt sein, dass die Zeit, die es braucht, um sich wieder zu schliessen, länger ist als die vom Taster 63 benötigte Zeit zum Zurücklegen seines insgesamt möglichen Rückwärts- hubes.
Ausserdem ist die elektrische Uhr 72 derart eingestellt, dass der Zeitabstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schliessbewegungen des Kontaktes 71 grösser ist als die Gesamtzeit, die der Taster braucht, um bei Vorwärts-und Rückwärtsverstellung seinen grösstmöglichen Hubweg zu durchlaufen, zu- züglich der Zeit zwischen dem Öffnen des Schalters 94a und der Rückkehr des Kontaktes des Verzögerungrelais 109 in die Arbeitsstellung.
Beim nächstfolgenden Schliessen des Kontaktes 71 durch die Uhr 72 spielen sich die Vorgänge in ähnlicher Weise ab, mit dem einzigen Unterschied, dass die Verstellung des Tasters 63 zunächst keine Mitverstellung des Schiebers des Spannungsteilers 98 und somit keine Gleichgewichtsstörung der Brücke 96 verursacht, solange der Taster 63 nicht in die Stellung zurückgekehrt ist, in der er beim vorigen Vorgang stehen geblieben ist. Nach Erreichen dieser Stellung jedoch nimmt der Taster 63 wieder den Schieber des Spannungsteilers 98 so lange mit, bis er wieder mit der Charge in Berührung gelangt, worauf sich der vorbeschriebene Vorgang wiederholt.
Wenn die Brenner beim Einschieben in den Ofenraum ihre Grenzstellung erreichen, öffnet sich der Hubendkontakt 107. Der Stromkreis 108 ist alsdann unterbrochen und die Spule 102 stromlos, so dass die ganze automatische Steuerung bis zu einer neuen Bedienung des Hauptschalters 104 ausgeschaltet bleibt.
Durch Eindrücken des Druckknopfes 80 ist inzwischen der ganze Satz von Brennern in die ursprüngliche Stellung ihres grösstmöglichen Rückhubes zurückgeführt worden, wodurch der Stromkreis der Spule 81 geschlossen und der Schalter 79 eingeschaltet worden ist, damit der Motor 18d Strom erhält und in jenem Sinne umlaufen kann, der dem Rückzug der Brenner entspricht, wobei der Rückwärtshub dieser Brenner bis zum Ausschalten des Hubendschalters 82 fortgeht, worauf die Spule 80 stromlos wird und der Schalter 19 abfällt.
Bei der Anordnung der Brenner in der aus den Fig. 1 - 5 ersichtlichen Weise können auf einmal nur diejenigen Brenner benutzt werden, die auf ein und derselben Seite der Quermittelebene des Ofens, d. h. auf Seiten desjenigen Ofenkopfes liegen, durch welchen die Warmluft einströmt, während die andere Hälfte der Brenner erst bei Umkehr des Ofenganges benutzt werden kann. Alle diese Brenner können aber auch gleichzeitig benutzt werden, wenn man sie, wie die Fig. 16 und 17 veranschaulichen, entsprechend
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orientiert und in der Höhe gegeneinander versetzt und bei Umkehr des Ofenganges ihre Höhenabstufung und Orietnierung ebenfalls umkehrt.
Bei der Anordnung gemäss den Fig. 1-5 liesse sich jedoch die in jedem Falle am weitesten stromabwärts gelegene Brennerreihe nicht richtig ausnutzen. Es empfiehlt sich alsdann, diese Reihe etwas weiter nach dem Ofeninnern zu verlegen.
Die Fig. 12 und 13 zeigen unter dem Ofengewölbe angeordnete Längstrennwände 110, die sich zwischen den Brennern bis zu den am weitesten stromabwärts liegenden Brennern Mit erstrecken und miteinander zu diesen letzteren Brennern führende Luftleitkanäle abgrenzen, um die Entstehung von Störzonen zu vermeiden und auf diese Weise eine gute Sauerstoffversorgung dieser am weitesten vorgelagerten Brenner zu gewährleisten, da jeder dieser Brenner seinen eigenen Luftzufuhrkanal besitzt.
In Fig. 14 ist der Lufteinlass 112 durch zwei Querwände 113,114 in drei Kanäle unterteilt, die in Gestalt übereinander angeordneter Gewölbe auf einer gewissen Länge in den Ofenraum hineinreichen, wobei der gewölbte Teil der Trennwand 113, die dem Aussengewölbe 115 des Ofens am nächsten liegt, an einer Stelle endet, die zwischen den am weitesten stromabwärts angeordneten und den unmittelbar stromaufwärts davon angeordneten Brennern liegt ; die letzteren durchsetzen den gewölbten Teil der Trennwand 113 und werden auf diese Weise von dem Luftstrom gespeist, der durch den zwischen den Wandungen 113 und 114 liegenden Kanal einströmt, während die am weitesten stromaufwärts liegenden Wärmezufuhrorgane von demjenigen Kanal gespeist werden, der zwischen der Trennwand 113 und dem Aussengewölbe 115 besteht.
Der gewölbte Teil der Trennwand 114, die der Herdbrückenmauer 116 zunächstliegt, endet zwischen den Brennern, die am weitesten stromaufwärts liegen, und jenen Brennern, die in der Strömungsrichtung unmittelbar voraus liegen, und dieser gewölbte Teil ist von den stromaufwärts liegenden Brennern derart durchsetzt, dass die letzteren von der zwischen der Herdbrückenmauer 116 und der benachbarten Trennwand 114 strömenden Luftschicht gespeist werden.
Fig. 15 zeigt die Kombination eines Ofens mit übereinanderliegenden Gewölben gemäss Fig. 14 und
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erstrecken und auf diese Weise drei Kanäle oder Züge abgrenzen, in welche je einer der Brenner jener Reihe einmündet, der zwischen der am weitesten stromaufwärts und der am weitesten stromabwärts liegenden Reihe liegt.
Desgleichen sind zwischen dem Aussengewölbe 124 und dem Zwischengewölbe 121 vier Längstrennwände 125 vorhanden, die miteinander und mit den besagten Gewölben drei Kanäle oder Züge abgrenzen, in welche das Ende je eines der Brenner der am weitesten stromabwärts liegenden Reihe einmündet, wobei die Brenner dieser Reihe in denselben Längsebenen wie diejenigen der am nächsten zurückliegenden Reihe angeordnet sind. Die Brenner der am weitesten stromaufwärts liegenden Reihe münden unter dem Zwischengewölbe 122 aus, das an der Unterseite keine Längstrennwand trägt. Die Brenner dieser letzteren Reihe sind im vorliegenden Falle vierteilig und im Gegensatz zu den andern Reihen mit jeweils nur drei Brennern rautenförmig angeordnet.
In dieser Ofenbauart erfolgt also die Belüftung (oder Versorgung mit einem die Verbrennung fördernden Gasstrom) der einzelnen Brenner mit Ausnahme derjenigen der am weitesten stromaufwärts liegenden Reihe durch einen eigenen Kanal oder Zug.
Diese getrennte Beschickung jedes Brenners mit Verbrennungsluft od. dgl. ist in der in den Fig. 18 und 19 veranschaulichten Ofenbauart in weitestgehender Weise weiterentwickelt. Bei dieser Ofenbauart ist keine Herdbrückenmauer vorhanden und die Verbrennungsluft wird jedem Brenner durch das Ofengewölbe
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tungen 128. die nach unten umgebogen sind, sind an ihrer Basis durch eine mondsichelförmige Platte 129 vereinigt. Diese Platte 129 umgibt die Aussenseite des Ofenkopfes und bedeckt das ebenfalls mondsichelförmig aufgeweitete obere Ende des Zuleitungskanals 130 für die Verbrennungsluft od. dgl. Am Fussende jeder Leitung 128 kann ein Register oder irgendein gleichartiges Mittel vorgesehen sein, um für jede Leitung getrennt die Durchsatzmenge der durch diese Leitung zum zugehörigen Brenner strömenden Verbrennungsluft dosieren zu können.
Selbstverständlich kann ein derartiger Ofen mit den verschiedensten handbedienten oder selbsttätigen Einrichtungen zur Verstellung der Brenner versehen sein.
Ohne Rücksicht auf seine Bauart kann der Ofen mit Einrichtungen versehen sein, welche die Stellung der Brenner anzeigen. Zwei Ausführungsbeispiele dieser Anzeigevorrichtungen sind in den Fig. 20-22 dargestellt. Gemäss Fig. 20 bestehen diese Anzeigemittel aus einem Arm 131, der an einer mindestens einen Brenner tragenden Querschiene 132 befestigt und parallel zu diesem angeordnet ist. Das untere Ende befindet sich dabei in der gleichen Höhe wie das Ende dieses Brenners. Unter diesen Verhältnissen nimmt dieser Arm 131 an den Verstellungen der Querschiene 132 und folglich auch an den Richtungsänderungen des Brenners teil und zeigt auf diese Weise jeweils die genaue Lage an, die dieser Brenner einnimmt.
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In der abgewandelten Ausführungsart gemäss den Fig. 21 und 22 ist der erwähnte Anzeigearm durch einen in lotrechter Richtung länglichen und in waagrechter Richtung schmalen Lichtfleck ersetzt, der an der Frontseite des Ofens von einem Lichtbündel 133 gebildet wird. Dieses Lichtbündel wird von einer
Lichtquelle 134 ausgesandt, die von einer in einer Führung 136 lotrecht beweglichen Zahnstange 135 ge- tragen wird. Diese kämmt mit einem Zahnrad 137, das mit einem andern Zahnrad 138 in Eingriff steht, das auf die Achse einer Seilrolle von gleichem Durchmesser wie diese Zahnräder aufgekeilt ist. Diese
Rolle trägt ein durch ein Gegengewicht 141 gespanntes Seil 140, dessen anderes Ende über eine Umlenk- rolle 142 führt und am Ende der den oder die Brenner tragenden Querschiene 132a eingehängt ist.
Die ganze Einrichtung ist derart ausgelegt, dass die untere Kante des Lichtflecks, der sich an der Frontseite des Ofens abzeichnet, in der gleichen Höhe wie das Ende des oder der Brenner zu liegen kommt. Es ist zu sehen, dass sich diese Unterkante des Lichtflecks zugleich mit der Querschiene 132a um genau denselben
Abstand wie diese verlagert, so dass sie stets die Höhenlage des Endes des oder der Brenner genau anzeigt.
An Stelle der verstellbaren Lichtquelle kann auch eine Maske oder Blende benutzt werden, die den unteren Teil eines von einer festen Lichtquelle ausgehenden Lichtbündels abfängt. Die untere Kante des
Lichtflecks, der die Höhenlage der Brenner anzeigt, wird dabei durch den Rand dieser Maske bestimmt, die sich mit den besagten Organen mitverstellt, indem sie mit den letzteren beispielsweise in der glei- chen Weise wie die bewegliche Lichtquelle gemäss Fig. 21 verbunden ist.
Die ganze Selbststeuereinrichtung eines Ofens kann ohne Rücksicht auf die Bauart desselben an die
Betätigung der Ladetüren des Ofens derart gebunden sein, dass sie nicht in Tätigkeit treten kann, solange die Ofentüre offen sind. Das Öffnen der Türen bewirkt zunächst die Rückführung der Brenner in ihre äusserste Ausfahrstellung, alsdann das Ausschalten der Selbststeuerungen, deren Wiedereinschalten durch das Schliessen der Türen über eine elektrische oder mechanische Verbindung zwischen diesen Türen und den Selbststeuereinrichtungen, beispielsweise über die Druckknopfschalter 107,81 und 104 erfolgt.
In Fig. 23-26 sind mit 151 die beiden Platten bezeichnet, die, aneinandergefügt, das, Ofengewölbe bilden. Jede dieser Platten erstreckt sich über die ganze Breite und die halbe Länge des Ofens. Die beiden Platten sind in die rechteckige Öffnung an der Oberseite des Ofens 152 eingelassen, bleiben aber dabei höhenverstellbar. Jede Platte hat einen kräftigen Metallrahmen 153 mit aufgebogenen Rändern, wodurch sie die Gestalt einer flachen Schale annimmt, deren Boden durch Querstege 154 in zahlreiche Fächer unterteilt ist. Die Metallrahmen 153 dienen als Träger für feuerfeste Futter oder Auskleidungsteile 155, wobei jedes Futterstück in der gleichen Weise an seinem Rahmen angebracht ist wie die Teile hängender Gewölbe oder Mauern bekannter Bauart.
In jedem Fach des Bodens eines Rahmens haben diese feuerfesten Auskleidungen eine Öffnung für den Durchtritt eines Brenners 156. Im vorliegenden Falle befinden sich an jedem Rahmen fünf in der Längsrichtung auseinanderliegende Reihen von je vier in der Querrichtung des Ofens auseinanderliegenden Brennern. Jeder Platte 151 ist ein neben dem Ofen angeordnetes Hebezeug 157 zugeordnet, an dessen Ausleger 158 mittels Caissons 159 der Rahmen 153 dieser Platte befestigt ist. Jedes Hebezeug 157 bildet hier eine Art Hebelade mit einer lotrechten Stütze oder Säule, die mittels eines Drehzapfens 160 im Boden gelagert ist, und deren beweglicher Teil 161 im oberen Teil der Säule geführt ist und den Ausleger 158 trägt.
Das hier als Zahnstangenwinde dargestellte Hebezeug, das auch von beliebiger anderer Bauart sein kann, besitzt für die Höhenverstellung einen Umkehrmotor 162 mit Untersetzungsgetriebe, der vom drehbaren Schaft 163 des Hebezeuges getragen wird, und für die Schwenkbewegung einen am Boden befestigten Motor 164. Jedes Hebezeug trägt die Rohrleitungen, die teils aus festen, teils aus biegsamen Stössen bestehen und jegliche Senk-, Aufwärts- und Schwenkbewegungen des Auslegers 158 gestatten, so dass die Brennstoff-und Brennluftversorgung aller Brenner gewährleistet ist.
DerMotor 162 wird entweder von einem Wärter von Hand oder aber selbsttätig in der gleichen Weise geschaltet, wie sie bereits für den Motor zur selbsttätigen Verstellung einer Brennerreihe beschrieben worden ist, wobei im vorliegenden Falle an die Stelle dieser Brennerreihe lediglich eine aufgehängte Gewölbeplatte tritt.
Es ist zu bemerken, dass die Brenner ein und derselben Reihe oder lediglich einige derselben derart eingebaut sein können, dass sie sich auch in ihrer Stellung in bezug auf den sie tragenden Rahmen von Hand oder durch eine handbediente oder selbsttätige Mechanik einstellen und insbesondere orientieren lassen, u. zw. entweder einzeln oder gemeinsam, ähnlich wie dies bereits für die ein festes Gewölbe durchsetzenden Brenner beschrieben worden ist.
In der beschriebenen Anordnung ist zu beobachten, dass stromaufwärts von jeder Ladetür 165 eine Reihe in der Querrichtung des Ofens verteilter Brenner derart angeordnet ist, dass sich die Flamme dieser Brenner in den Querfurchen, die zwischen zwei gegenüber zwei aufeinanderfolgenden Ladetüren gebildeten Anhäufungen der Charge bestehen, mit einsetzender Beheizung sofort mit der grösstmöglichen Stärke
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entfalten können, wodurch der Schmelzvorgang noch weiter beschleunigt wird.
Wenn der Ofen in Betrieb ist, wird das Hebezeug von Hand oder automatisch derart betätigt, dass die dem in Tätigkeit befindlichen'Ofenkopf entsprechende Gewölbeplatte samt den von ihr getragenen Bren- nern in gleichem Schritt. mit dem Schmelzvorgang niedergeht. Dadurch ergibt sich als wesentlicher Vor- teil eine Verringerung des Ofenraumvolumens und folglich die Erhaltung des Verbrennungsraumvolumens auf einem konstanten oder im wesentlichen konstanten Wert, wie er für die Entwicklung der Flamme oder die Verteilung der benötigten Wärme als erforderlich befunden wird. Auf diese Weise wird also die höch- ste Temperatur für die jeweiligen, vom Zustand der Charge bedingten Betriebsverhältnisse erzielt.
Bei Umsteuerung des Ofenganges wird die Gewölbeplatte, deren Brenner abgestellt sind, in dem er- forderlichen Masse angehoben, um dadurch eine geringere thermische Ermüdung dieser Platte zu errei- chen, da diese nicht mehr durch die Verbrennungsluft geschützt ist, die zu den Brennern strömt, wenn diese in Betrieb sind. Gegen Ende des Schmelzvorganges und wenn die flüssige Schmelze beheizt werden soll, können beide Gewölbeplatten in den Ofen abgesenkt werden, gegebenenfalls die eine Platte mehr als die andere, je nachdem welcher Ofenkopf in Betrieb ist.
Beim Chargieren bietet die beschriebene Anordnung, wie Fig. 26 zeigt, den grossen Vorteil, dass die obere Öffnung des Ofens vollständig freigelegt werden kann, indem die Gewölbeplatte mit Hilfe das Hebe- zeuges ganz aus dem Ofen herausgehoben und durch Verschwenken des Auslegers 158 nach der einen Seite des Ofens befördert wird. Auf diese Weise lässt sich die Charge mittels eines grossen Seilgreifers 164 od. dgl. von oben herab in den Ofen schütten, wodurch die übliche Beschickungsdauer eines derartigen Ofens bedeutend. verkürzt wird.
In einem andern Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäss ausgelegten Ofens (Fig. 27) ist der auf
Flüssigkeitsdruckzylindern 171 gelagerte Ofen 170 selbst höhenverstellbar. Gleitanschlüsse verbinden die Ofenköpfe mit den die Verbrennungsluft zuführenden Leitungen 173. Die relative Höhenverstellung zwi- schen derOfensohle und den Brennern 174 erfolgt auf diese Weise durch Anheben des Ofens unter der Wirkung der hydraulischen Kraftzylinder, die im vorliegenden Falle die Hubausrüstung des Ofens bilden.
Die
Brenner 174 und das Gewölbe könnten feststehend angeordnet sein und in diesem Falle würde der Ofen ähnlich wie die üblichen Öfen seitliche Ladetüren aufweisen, doch ist es vorteilhaft, das Ofengewölbe in
Gestalt zweier Platten 175 auszubilden, von denen jede an einem derart gelagerten Arm 17ô aufgehängt ist, dass sich dieser wie der Ausleger 158 (Fig. 25 und 26) verschwenken oder auch in jeder andern Weise beiseite rücken lässt, um die Oberseite des Ofens freizulegen und das Einschütten der Charge von oben herab (Fig. 26) zu gestatten. Statt der beiden Platten 175 kann das Gewölbe eine noch grössere Anzahl derselben oder aber nur eine einzige Platte aufweisen, wobei es belanglos ist, ob das Gewölbe feststehend oder beweglich ist.
Auf diese Weise können die Brenner 174, die hier von den Platten 175 getragen und mit diesen zu einem zusammenhängenden Block vereinigt sind, um deren Bewegungen mitzumachen, auch in der Weise angeordnet sein, wie sie bereits im Falle der Öfen mit feststehendem Gewölbe und beweglichen Brennern oder im Falle der Ausführung nach den Fig. 23 - 26 beschrieben worden ist. Desgleichen kann die Arbeitsweise der Kraftheber von Hand oder selbsttätig durch ähnliche Einrichtungen gesteuert werden, wie sie für die Verstellung der beweglichen Brenner beschrieben worden sind, wobei statt der Stromversorgung der elektrischen Antriebsmittel lediglich die Druckmittelversorgung der Kraftheber in Anwendung kommt.
Selbstverständlich ist die Erfindung keineswegs auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungbeispiele beschränkt. So kann die Zahl der Brennerreihen und die Zahl der Brenner jeder einzelnen Reihe beliebig sein und von der Grösse des Ofens und der benutzten Brenner abhängen, wie auch die Brenner selbst durch andere Brenner ersetzt sein können. Ferner können die Steuermechanismen der Brennerverstellung rein mechanisch oder elektrisch sein oder auch mit einem flüssigen oder gasförmigen Druckmittel arbeiten. Die Mittel zur Aufhängung der Gewölbeplatten können anders als beschrieben gewählt sein und namentlich Mittel zur Erhaltung der Gleichgewichtslage der aufgehängten Platte aufweisen.
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