<Desc/Clms Page number 1>
Düsenfeuerzeug
Die Erfindung bezieht sich auf ein Düsenfeuerzeug, bei welchem die Brenn- und die durch die Düse erzeugte Stichflamme aus einem gemeinsamen Brennstoffbehälter über je einem Docht gespeist sind und der die Stichflamme speisende Docht in einem Röhrchen verläuft, in dem er festgeklemmt ist.
Bei den bekannten Feuerzeugen dieser Art zeigt sich nun der Nachteil eines beachtlichen Brennstoff- verbrauches. Weiters leidet das Reibrad durch die Stichflamme.
Kurze Metallröhrchen in Düsenfeuerzeugen haben den Nachteil eines beachtlichen Brennstoffverbrau- ches. Wenn nun etwa, wie z. B. in der brit. Patentschrift Nr. 647, 507 vorgeschlagen, der Docht durch eine zentrische Verengung des Rohres festgehalten werden soll, so erfordert dies einerseits ein besonders bildsames Messing, anderseits eine Spezialvorrichtung zum Rollen des Röhrchens, nachdem der Docht ein- gezogen worden ist. Weiters muss die Wandstärke entsprechend dünn sein und die Verengung derart ge- wählt werden, dass keine Gasrückschläge z. B. bei verstopfter Düse, indem Tank auftreten. Dies hat aber bei längerer Brenndauer der Stichflamme zur Folge, dass die Flammenlänge stetig abnimmt, da die all- seitige Verengung die Zufuhr von Brennstoff zu sehr drosselt.
Hält man sich aber an den in der deutschen
Patentschrift Nr. 846321 gemachten Vorschlag, so muss der Docht entsprechend zugfest sein, was wieder seiner Saugfähigkeit nicht zuträglich ist. Das Einziehen eines Dochtes"mit Passsitz"geht nur unter erheblichem Zeitaufwand vor sich.
Der österr. Patentschrift Nr. 186037 ist die alleinige Verwendung eines wandstarken Kunststoffröhr- chens zur Ummantelung der gesamten Länge des Dochtes zu entnehmen. Bei dieser Ummantelung handelt es sich um eine solche für Docht- also nicht für Düsenfeuerzeuge, wobei der dort verwendete Docht einen Pfropfen speist. Dies deshalb, weil der in das Kunststoffröhrchen eingezogene Docht, insbesondere dann, wenn, wie vorgeschlagen, der Docht freigelegt wurde, letzterer nicht nachgezogen werden kann.
Weiters ist dieser Vorschlag auf Feuerzeuge beschränkt, die Tanks ohne Wattefüllung, also flüssigen Brennstoff, enthalten.
Die vorliegende Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, diese Mängel zu beheben und erreicht dies dadurch, dass auf einem im wesentlichen rechtwinkelig gebogenen, verschwenkbar gelagerten Röhrchen aus Metall, welches die Düse trägt, innerhalb des Brennstoffbehälters ein solches aus gummielastischem Werkstoff aufgesteckt ist, wobei die Festklemmung des Dochtes durch das elastische Rohr umschlossen ist.
Die erfindungsgemässe Ummantelung erlaubt eine Regulierung der anzusaugenden Brennstoffmenge durch den Querschnitt seiner saugfähigen Seele, u. zw. in Abhängigkeit des Druckes.
Der Durchtrittsquerschnitt des Dochtes ist erfindungsgemäss durch seine Klemmung im Metallrohr festgelegt. Das Kunststoffröhrchen gleicht zufolge seiner hohen Elastizität den Druck im umhüllten Dochtbereich und im Tank aus. Das Kunststoffröhrchen wieder ermöglicht eine Verkürzung des Metallrohres und ein Verschwenken desselben. Es kann ein Docht eingezogen werden, der nicht allzu stramm an die Wände des Metallrohres anliegt, was an sich die Arbeit erleichtert und die Arbeitszeit verkürzt. Das Einziehen in das elastische Kunststoffröhrchen bietet nämlich keine Schwierigkeiten.
Gegenüber der durch die USA-Patentschrift Nr. 2,318, 327 bekanntgewordenen Konstruktion, die eine drehbare Lagerung des die Düse tragenden Rohres nur zufolge der Druckkammern und einer Teilung des Dochtrohres erzielt, erscheint die Ausbildung nach der Erfindung wesentlich vereinfacht.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden an Hand eines in der Zeichnung
<Desc/Clms Page number 2>
gezeigten Ausführungsbeispieles nachstehend näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch ein Feuerzeug nach der Erfindung und die Fig. 2 die dazu- gehörige Draufsicht.
Im Gehäuse 1 des Feuerzeuges, das mit einem Deckel 2 versehen ist, ist ein Brennstoffbehälter 3 herausziehbar untergebracht. Dieser Behälter 3 besitzt eine nicht dargestellte, durch eine Schraube ver- schliessbare Füllöffnung und ist von einem üblichen Zündsteinrohr 4 durchsetzt, dem ein Reibrad 5 zuge- ordnet ist. Letzteres ist auf dem Brennstoffbehälter 3 befestigt und dient zur Funkengabe für den Docht 6, der aus dem Behälter 3, wie an sich bekannt, gespeist wird. Weiters ist im Behälter 3 ein rechtwinkelig gebogenes Röhrchen 7, in das vor dem Biegen ein Docht 8 eingezogen wurde. Das aus dem Behälter 3 ragende Ende des Röhrchens 7 trägt eine Düse 9. Der Docht 8 ist im Röhrchen 7 festgeklemmt, und es kann diese Klemmung nahe dem inneren Ende 10 erfolgen.
Auf das Ende 10 ist erfindungsgemäss ein gummi- elastisches Röhrchen 11 aufgesteckt, das den Docht 8 umschliesst, dessen freies Ende in den Behälter 3 ragt. Durch den Docht 8 wird der Düse 9 aus dem Brennstoffbehälter 3 Brennstoff zugeführt, der zufolge der Flamme des Dochtes 6, die in üblicher Weise durch Betätigung des Reibrades 5 erzeugt wird, ver- dampft, dabei aus der Düse 9 austritt und eine Stichflamme bildet.
Die erfindungsgemässen Massnahmen gewährleisten nun, dass das Röhrchen 7 verschwenkt und somit die Stichflamme aus den Bereich des Reibrädchens 5 gebracht werden kann. Durch die wesentliche Ver- kürzung des Röhrchens 7 wird nicht nur Metall eingespart, es wird auch das Einfädeln des Dochtes erleich- tert und eine übermässige Wärmeübertragung in den Brennstoffbehälter, die eine Dampfbildung im Tank und damit, einen erhöhten Brennstoffverbrauch verursacht, verhindert. Es hat sich gezeigt, dass die Saug- wirkung des Dochtes 8 zufolge der Elastizität des Röhrchens 11 verbessert wird. Durch eine Perforierung des Röhrchens 11 kann die Saugwirkung ebenfalls erwünscht erhöht werden.
Der Docht 8 braucht daher nicht mehr allzu streng im Röhrchen 7 zu sitzen und verhindert seine Klemmung im Röhrchen ausreichend einen Gasrückschlag, wobei die Klemmung aber keineswegs die Brennstoffzufuhr beeinträchtigt.