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Schaltungsanordnung für die selbsttätige Stärkeregelung in Funkempfängern mit Transistoren u. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Empfänger mit selbsttätiger Stärkeregelung, wobei das Regel- signal einer mit einem Abstimmkreis gekoppelten, spannungsabhängigen Impedanz, z. B. einer Gleich- richterdiode zugeführt wird.
Es ist bekannt, ein veränderliches Signal an zwei gekoppelte, aus je einer Spule und einem Konden- sator bestehende Parallelkreise derart zuzuführen, dass einer der Kreise beim Empfang eines schwachen Signals in geringem Masse und beim Empfang eines starken Signals in hohem Masse gedämpft wird. Um dies zu bewerkstelligen, ist in Reihe mit dem Kondensator ein Widt. rstand, dessen Wert von dem hindurch- fliessenden Strom abhängig ist, parallel mit der Spule des betreffenden Kreises geschaltet.
Es ist dabei jedoch praktisch nicht möglich, die Anforderung zu erfüllen, dass die Regelung Signale mit einem Stärkeunterschied von mehr als 40 db verarbeiten kann. Der Erfindung liegt der Gedanke zu- grunde, zwischen beiden Parallelkreisen einen Kondensator einzuschalten, dessen Kapazität eine Funktion der an ihn angelegten Spannung ist. Auch in diesem Falle müsste, wenn keine weiteren Massnahmen getroffen werden, das Verhältnis zwischen der Maximal- und Minimalkapazität etwa 3000 betragen.
Diese erforderliche Kapazitätsänderung lässt sich jedoch in dem für selbsttätige Stärkeregelung üblicherweise zur Verfügung stehenden Spannungsbereich mittels der praktisch zur Verfügung btetienden Kondensatoren mit spannungsabhängiger Kapazität, wie z. B. bei in der Sperrichtung betriebenem Halbleitergleichrichter bzw. bei Kondensatoren mit einem Dielektrikum, dessen Dielektrizitätskonstante von der Spannung an den Kondensatorelektroden abhängig ist, nicht erzielen.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass als spannungsabhängige Impedanz ein Kondensator mit spannungsabhängiger Kapazität, z. B. ein in der Sperrichtung betriebener Gleichrichter dient, der zwischen zwei Abstimmkreisen im Empfangskanal eingeschaltet ist, und eine regelspannungsabhängige Kopplung zwischen diesen Kreisen herbeiführt, und dass ein Neutralisationskondensator angeordnet ist, der die mittlere Gleichrichterkapazität neutralisiert. Die durch den Kondensator mit der spannungsabhängigen Kapazität hervorgerufene Schwächung des Eingangssignals hat dabei einen Maximalwert. Vorzugsweise wird der Ausgleich bei derjenigen gleichgerichteten Spannung durchgeführt, bei der noch gerade keine Verzerrung des Eingangssignals eintritt.
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert, dessen Schaltbild in der Zeichnung veranschaulicht ist.
Die von dem vorzugsweise transistorisierten Verstärkerteil l stammenden Zwischen-oder Hochfre- quenzsignale werden durch die Kopplungsspule 2 dem aus einem Kondensator 5 und einer Spule 6 bestehenden Parallelkreis 3 zugeführt. Der Kreis 3 ist durch den Gleichrichter 10 mit dem aus einem Kondensator 8 und einer Spule 7 bestehenden Parallelkreis 4 gekoppelt, der vorzugsweise annähernd die gleiche Resonanzfrequenz wie der Kreis 3 hat. Die über dem Kreis 4 erzeugten Signale werden durch die Kopplungsspule 15 dem Verstärkerteil 16 zugeführt, der ähnlich wie der Verstärkerteil 1 vorzugsweise mit Transistoren bestückt ist.
Die selbsttätige Stärkeregelung wird dadurch bewerkstelligt, dass gemäss der Erfindung ein aus dem Niederfrequenzteil des Verstärkerteils 16 stammendes gleichgerichtetes Signal über die Leitung 17 und den Widerstand 14 dem Gleichrichter 10 zugeführt wird, der derart polarisiert ist, dass das Regelsignal diesen nicht leitend macht.
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Gemäss der Erfindung wird weiter ein Neutralisationskondensator 9 zwischen den Kreisen 3 und 4, u. zw. zwischen den Verbindungspunkten der Spule und des Kondensators jedes Kreises angeordnet, welche von den Verbindungspunkten, zwischen denen der Gleichrichter 10 angeordnet ist, verschieden sind. Der Kon- densator 9 wird derart abgestimmt, dass bei einer Gleichspannung am Gleichrichter 10 die einer solchen
Steuerung des Empfängers entspricht, dass noch gerade keine Verzerrung auftritt, ein von dem Verstärker- teil 1 stammendes Signal ein vernachlässigbares Signal über dem Kris 4 erzeugt. Der Anzapfungspunkt 12 der Spule 6 ist über einen grossen Kondensator 11 und der Anzapfungspunkt 13 der Spule 7 ist direkt mit
Erde verbunden.
Das von der Leitung 17 abgewendete Ende des Widerstands 14 wird direkt mit dem AP zapfungspunkt 12 verbunden. (Selbstverständlich kann der Anszapfungspunkt 12 direkt und der Anzapfungs- punkt 13 über den Kondensator 11 geerdet werden. In diesem Falle muss der Widerstand 14 mit dem An- zapfungspunkt 13 verbunden werden, während die Polarität des Gleichrichters 10 umgekehrt werden muss.)
Die Stelle der Anzapfungspunkte der Spulen wird derart gewählt, dass beim Fehlen der Regelspannung die
Kopplung zwischen den Kreisen 3 und 4 nahezu kritisch ist.
In einer praktischen Ausführungsform wurde eine Änderung der Schwächung von 50 db zwischen dem über der Spule 15 erzeugten Signal und dem über der Spule 2 p. uftretendenSignal erhdten, wenn die Span- nung über dem Gleichrichter 10 sich zwischen-3 V und-3, 5 V änderte. DieseSchwächungsänderung wur- de von einer sehr geringen Änderung der Gestalt der Bandkurve der gekoppelten Kreise 3 und 4 begleitet, während eine Änderung der Abstimmfrequenz der Kombination 3,4 nicht mehr als 2 kHz betrug, also weniger'als 1/2 % (die Resonanzfrequenz der Kreise 3 und 4 betrug 465 kHz ; die Abstimmung der Kreise3 und 4 erfolgte bei einer Spannung von-0, 5 V am Gleichrichter 10).
PATENTANSPRÜCHE :
1. Empfänger mit selbsttätiger Stärkeregelung, wobei das Regelsignal einer mit einem Abstimmkreis gekoppelten, spannungsabhängigen Impedanz, z. B. eÍl1er Gleichrichterdiode, zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass als spannungsabhängige Impedanz ein Kondensator mit spannungsabhängiger Kapazität, z. B. ein in der Sperrichtung betriebener Gleichrichter dient, der zwischen zwei'Abstirnmkreisen im Empfangskanal eingeschaltet ist und eine regelspannungsabhängige Kopplung zwischen diesen Kreisen herbeiführt, und dass ein Neutralisationskondensator angeordnet ist, der die mittlere Gleichrichterkapazität neutralisiert.