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Fördereinrichtung für Öfen für den Durchsatz thermisch zu behandelnden, insbesondere keramischen Gutes
Die Erfindung betrifft Fördereinrichtungen für Öfen für den Durchsatz thermisch zu behandelnden, ins- besondere keramischen Gutes, die aus einzelnen, nit Gutträgem versehenen Stangen od. dgl. bestehen, die ausserhalb des Ofens über Rollen auf Führungsschienen einzeln gelagert und durch an ihnen angreifende
Zwischenglieder zu einer druck-und zugfesten Kette verbunden sind.
Es sind, z. B. aus der brit. Patentschrift Nr. 493, 852, Fördereinrichtungen bekannt, bei denen das Gut zum Trocknen in einer Kammer auf verfahrbaren Trägern gelagert wird, die aus einzelnen, mehretagigen
Gestellen mit einer einzigen Tragstange bestehen und an einer Führungsschiene über Rollen pendelnd aufgehängt und miteinander durch eine Kette verbunden sind. Bei dieser Anordnung erweist sich jedoch die unruhige Lage der hängenden Träger und die dadurch bedingten Betriebsstörungen, wie Aneinander- schlagen der einzelnen Träger bzw. Herabfallen und Zerstören von Gut während des Transportes oder der
Wärmebehandlung als besonders nachteilig.
Aus der Schweizer Patentschrift Nr. 6078 ist eine Trockenvorrichtung bekannt, bei der die einzelnen
Gutträger zwischen zwei Stangen befestigt sind, die in die Kammer hineinragen und über derselben an
Führungsschienen über Rollen aufgehängt sind. Auch hier werden benachbarte Gutträger durch ausserhalb der Trockenkammer angeordnete Zwischenglieder miteinander verbunden. Bei dieser Einrichtung wirkt sich wiederum die labile Lage der hängenden Träger während der Fortbewegung ungünstig aus.
Weiters sind, z. B. aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 490, 682 Fördereinrichtungen für Öfen bekannt, bei denen einzeln hängende Gutträger im Bereich der Rollenführung an einer Stelle miteinander zug- und druckfest verbunden sind.
Nach der Erfindung werden Fördereinrichtungen der eingangs beschriebenen Art für Öfen derart ausgestaltet, dass je zwei der mit Gutträgem versehenen Stangen innerhalb des Ofens durch mehrere horizontale Zwischenglieder miteinander gelenkig verbunden sind, die zugleich als Auflager für das Gut dienen.
Durch diese vorteilhafte Ausbildung der Fördereinrichtung ist sichergestellt, dass das Gut den Ofen in vollständig ruhiger Lage kontinuierlich und störungsfrei durchsetzen kann.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Fördereinrichtung sind die tragenden Stangen innerhalb des Ofens mit Ansätzen bzw. mit tellerartigen Konsolen versehen, auf denen die horizontalen rostförmigen Zwischenglieder aufliegen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Fördereinrichtung sind die Roste mit gabelartigen Ansätzen zur Auflage auf den Konsolen versehen, die die Stangen mit ausreichendem Spiel umfassen. Hiebei greifen zweckmässig an jeder Stange die Auflagegabeln beider anschliessender Roste übereinander.
Schliesslich sind erfindungsgemäss die Auflagegabeln der Roste kreisbogenförmig, wobei die jeweils äussere Gabel grösser als ein Halbkreis ist.
In der Zeichnung ist ein Abschnitt einer erfindungsgemässen Fördereinrichtung für Öfen in Fig.1 in Ansicht und in Fig. 2 in Draufsicht dargestellt.
Die Stangen 1 sind die Träger der mehretagig übereinander angeordneten Gutauflagen 2, die ihrer seits rostförmig ausgebildet sind. Mit 3 ist eine Abdichtleiste bezeichnet, oberhalb der die Stangen l (nicht
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dargestellt) über Rollen auf Führungsschienen gelagert und miteinander durch Zwischenglieder zug- und druckfest verbunden sind. Innerhalb des Ofenraumes, unterhalb der Abdichtleiste 3 bilden die Gutauflagen 2 eine zusätzliche Verbindung zweier benachbdrter Stangen im Sinne der Erfindung. Die Gutauflagen 2 sind an ihren Enden mit gabelartigen Ansätzen 4,5 versehen, die sich auf an den Stangen 1 angeordneten tellerartigen Konsolen 6 abstützen.
Die Auflagegabelenden 4,5 jeder Gutauflage sind in ihrer Breite an einem Ende kleiner (4), am ändern Ende grösser (5) so bemessen, dass die Gabelenden zweier benachbarter Auflagen miteinander und zusammen die gemeinsame Tragstange 1 gelenkig und mit Spiel übergreifen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fördereinrichtung für Öfen für den Durchsatz thermisch zu behandelnden, insbesondere keramischen Gutes, die aus einzelnen, mit Gutträgern versehenen Stangen od. dgl. besteht, die ausserhalb des Ofens über Rollen auf Führungsschienen einzeln gelagert und durch an ihnen angreifende Zwischenglieder zu einer druck- und zugfesten Kette verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei der mit Gutträgern versehenen Stangen (1) innerhalb des Ofens durch mehrere horizontale Zwischenglieder (2) miteinander gelenkig verbunden sind, die zugleich als Auflager für das Gut dienen.