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Vergleichseinrichtung für durch Markierungsträger gesteuerte Maschinen
Die Erfindung betrifft eine Vergleichseinrichtung für durch Markierungsträger gesteuerte Maschinen, bei der die Abfühlelemente mit zwei Widerständen eine Brückenschaltung bilden, in deren Diagonalzweig ein das Vergleichsergebnis signalisierendes Element geschaltet ist.
In Lochkartenmaschinen, wie Sortiermaschinen, Kartendopplern u. dgL, ist es üblich, Vergleichs - einrichtungen zu verwenden, um z. B. die Merkmale aufeinanderfolgender Karten oder die Merkmale ge- lochter Karten, sogenannter Tochterkarten, mit denen der Matrizenkarten zu vergleichen. Man bedient sich hiebei verschiedener Relaisschaltungen, bei denen z. B. die den zu vergleichenden Spalten zugeord- neten Relaiskontakte in Reihe liegen. Derartige Reihenschaltungen vieler Kontakte geben aber oft An- lass zu Störungen. Ferner muss gewährleistet sein, dass die den zu vergleichenden Spalten zugeordne- ten Relais möglichst gleichzeitig ansprechen, so dass beim Eintreffen eines Prüfimpulses alle Kontakte in der richtigen Lage sind. In der Regel sind für zwei zu vergleichende Spalten zwei Relais erforderlich.
Es werden auch sogenannteDifferentialrelais verwendet, die zwei entgegengesetzt wirkende Wicklungen auf- weisen. Hiebei ist für zwei zu vergleichende Spalten nur ein Relais nötig, jedoch müssen beide Wicklungen genau dimensioniert werden, um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Ferner werden Vergleicher benutzt, die nach dem Prinzip der Brückenschaltung aufgebaut sind. Die Brückenzweige werden hiebei durch einen Widerstand und eine Abfühlbürste gebildet, während im Diagonalzweig Relais als An- zeigemittel liegen. Brückenschaltungen werden ferner auf vielen Gebieten der Technik, wie Messtechnik, Fernsteuerung und 111 der Rechentechnik verwendet. Hiebei ist auch die Anordnung elektronischer Mittel, wie Dioden, Schwingkreisspulen u. dgL im Diagonalzweig bekanntgeworden.
Es besteht auch auf dem Gebiet der Lochkartenmaschinen die Tendenz, verstärkt mit elektronischen Bauteilen zu arbeiten, um die Geschwindigkeit dieser Maschinen zu steigern und sie an die Geschwindig keit elektronischer Rechenmaschinen anzupassen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vergleichseinrichtung für Lochkartenmaschinen zu schaffen, die geeignet ist, das Vergleichsergebnis mit Hilfe elektronischer Mittel, z. B. mit einer bistabilen Kippschaltung, anzuzeigen.
Die erfindungsgemässe Lösung der Aufgabe besteht darin, dass entweder in den Diagonalzweig zwei Widerstände geschaltet sind und dass dem Verbindungspunkt der Widerstände eine Steuerspannung für zwei elektronische Torschaltungen entnommen wird, die nur bei einem anliegenden mittleren Potential beide geöffnet sind. so dass bei Ungleichheit der Daten ein Impuls beide Torschaltungen passiert und ein Flip-Flop steuert. Eine andere Möglichkeit ist, dass in den Diagonalzweig die Primärwicklung eines Übertragers geschaltet ist, dessen Sekundärwicklung mit der Mitte an Masse liegt, so dass bei Ungleichheit der Daten an den Ausgängen der Sekundärwicklung je ein positiver und ein negativer Impuls entsteht und dass der negative Impuls über eine Diode ein Flip-Flop steuert.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand zweier Ausführungsbeispiele beschrieben.
Fig. l zeigt eine Lösung mit den elektronischen Mitteln ; Fig. 2 zeigt eine Lösung mit Hilfe eines Übertragers.
Eine zur Abfühlung von achtzigspaltigen Lochkarten eingerichtete Maschine besitzt zwei ssuntensatze
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BI... B80 und BI'... B80'. Für je zwei zu vergleichende Spalten wird eine Brückenschaltung auf- gebaut ; alle Brückenschaltungen liegen an einer gemeinsamen Leitung 1, die über einen Nockenkontakt2 an Spannung gelegt wird. Der Nockenkontakt 2 ist so eingerichtet, dass bei jedem Vergleich ein Impuls gegeben wird, der kürzer als die Schliessdauer der AbfühlbürstenBl, Bl'usw. ist. Die Brückenschaltung 1 besteht aus den beiden Widerständen W1 und W1', den beiden Abfühlbürsten Bl und Bl'und den zwei im Diagonalzweig liegenden, gleichgrossen Widerständen 3 und 4.
An der Verbindungsstelle Seider Wider- stände ist eine Leitung 5 angeschlossen, die als Steuerleitung für zwei Torschaltungen 6 und 7 dient. Die
Torschaltung 6 ist ein sogenanntes Röhrengate, das z. B. bei einer Steuerspannung von 0 V geschlossen und bei 100 V geöffnet ist. Die Torschaltung 7 ist ein sogenanntes Diodengate, das z. B. bei einer Steuerspan- nung von 0 V geöffnet und bei 100 V geschlossen ist. Bei einer Spannung von 50 V sind beide Torschaltun- gen geöffnet. Alle Ausgänge der Torschaltungen 7 sind auf eine Leitung 11 geführt. Die Leitung 11 ist an den Tasteingang eines Flip-Flops 12 angeschlossen, das bei Ungleichheit an seinem Ausgang 13 eine entsprechende Aussage liefert.
Sind Bl und Bl'beide offen oder beide geschlossen, dann liegen auf Lei- tung 5 100 V bzw. 0 V, so dass von den Toren 6 bzw. 7 jeweils eines geschlossen ist. Ist nur ein Bürstenkontakt Bl bzw. Bl'geschlossen, dann liegt an Leitung 5 eine Spannung von 50 V und dann-sind beide
Tore geöffnet. Während der Schliessung des Nockenkontaktes 2 wird ein positiver Impuls 8 auf den Eingang des Tores 6 gegeben, der infolge der Phasendrehung durch die Röhre als negativer Impuls 9 dem Tor 7 zugeführt wird und als negativer Impuls 10 auf Leitung 11 erscheint, sc dass das Flip-Flop 12 getastet wird.
Gemäss Fig. 2 liegt im Diagonalzweig der Brücke die Primärwicklung 14 eines Übertragers, dessen Sekundärwicklung 15 mit ihrer Mitte an Masse liegt. Die Ausgänge sind mit den-Leitungen 16 und 17 verbunden, die über Dioden 18 und 19 je Spalte mit einer Leitung 20 verbunden sind. Die Leitung 20 ist wieder an den Tasteingang eines Flip-Flops 12 geführt. Ist nur ein Bürstenkontakt Bl bzw. Bl'geschlos- sen, wird bei der Schliessung des Nockenkontaktes 2 in der Sekundärwicklung eine Spannung induziert, und auf den Leitungen 16 bzw. 17 entsteht ein positiver bzw. negativer Impuls 21 bzw. 22, von denen der negative über die entsprechende Diode über Leitung 20 dem Flip-Flop 12 zugeführt wird. Die zweite Diode sperrt einmal den positiven Impuls von der Leitung 20 und negative Impulse von andern Vergleicherstellen ab.
Die Anwendung des Erfindungsgedankens ist keineswegs auf das hier angeführte Beispiel einer Lochkartenmaschine beschränkt und ist auch bei andern Informationsträgern möglich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vergleichseinrichtung für durch Markierungsträger gesteuerte Maschinen, bei der die Abfühlelemente mit zwei Widerständen eine Brückenschaltung bilden, in deren Diagonalzweig ein das Vergleichsergebnis signalisierendes Element geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in den Diagonalzweig zwei Widerstände (3,4) geschaltet sind und dass dem Verbindungspunkt der Widerstände eine Steuerspannung für zwei elektronische Torschaltungen (6,7) entnommen wird, die nur bei einem anliegenden mittleren Potential beide geöffnet sind, so dass bei Ungleichheit der Daten ein Impuls beide Torschaltungen passiert und ein Flip-Flop (12) steuert.