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Schaltungsanordnung zur automatischen Erfassung von Impulsen, die auf Leitungen einlaufen
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur automatischen Erfassung von Impulsen, die ver- einzelt oder gleichzeitig auf mehreren Leitungen einlaufen. Diese Aufgabe ist in der Fernmeldetechnik, insbesondere der Fernsprechtechnik sehr häufig gegeben. Dabei ist in diesem Zusammenhang nur auf die
Erfassung der einlaufenden Wahlimpulse, die über mehrere Teilnehmerleitungen auch gleichzeitig ein- treffen oder auf die zentrale Erfassung der Zählimpulse, die über die Zähladern der Teilnehmerschaltun- gen einlaufen, hingewiesen. In allen derartigen Fällen sind Impulse, die zu beliebigen Zeiten auf be- liebigen Leitungen einer Gruppe von Leitungen einlaufen, richtig zu erfassen.
Dabei ist vor allem darauf zu achten, dass Störimpulse nicht registriert werden und verzerrte Impulse nicht doppelt gezählt werden.
Es ist eine Anordnung bekannt, in der eine Magnettrommel zur Aufzeichnung der Impulse, insbesondere von Zählimpulsen. vorgesehen ist. Jeder Leitung ist auf dem Umfang der Trommel ein eigener Speicherabschnitt zugeordnet. Die Leitungen werden nun periodisch abgetastet und anstehende Impulse werden in dem betreffenden Speicherabschnitt der Trommel festgehalten. Da die Dauer der Impulse oft sehr stark schwanken kann, die Abtastung aller Leitungen aber während der Dauer des kürzesten Impulses erfolgt sein muss, ergibt sich eine sehr grosse Trommelgeschwindigkeit. Dies stellt an die mechanische Ausführung der Anordnung erhebliche Anforderungen. Daher wird die Anordnung sehr teuer und bleibt dennoch sehr störanfällig.
Diesen Nachteil vermeidet eine andere bekannte Anordnung. Jeder Leitung ist ein Ferritkern mit rechteckiger Hysteresisschleife als bistabiles Speicherelement zugeordnet. Die Kerne mehrerer Leitungen sind zu einer Matrix zusammengefasst und werden durch eine Abtasteinrichtung in einer Zeit abgetastet, die kürzer ist als der kürzeste Zeitabstand zweier auf einer Leitung eintreffender Impulse. Bei der Abtastung wird ein durch einen Impuls markiertes Element zurückgestellt und der Impuls in Form eines besonderen Identifizierungszeichens zu einem zentralen Gerät, z. B. Speicher oder Aufzeichnungseinrichtung, weitergeleitet. Die abzutastenden Leitungen sind mit den Markierwicklungen der zugeordneten Kerne verbunden.
Wird ein Kern auf diesem Wege von seinem "0"-Zustand ín den "1 "-Zmtand gebracht, dann bleibt dieser Zustand so lange gespeichert, bis durch Koordinatenaufruf dieser Kern bei der Abtastung durch den gegensinnig gerichteten Leseimpuls zurückgestellt wird. Durch alle Kerne der Matrix ist eine gemeinsame Leseschleife geführt, in der dabei ein Spannungsimpuls induziert wird und dadurch über den Zustand des abgefragten Kernes Aufschluss gibt. Spricht bei der Abfrage eines Kernes der am Lesedraht angeschaltete Indikator an, dann war der Kern im markierten "1 "-Zustand und ist durch den Leseimpuls zurückgestellt worden. In diesem Falle ist für die abgetastete Leitung ein Impuls zu registrieren. Spricht bei der Abfrage der Indikator nicht an, dann war der Kern im nichtmarkierten Zustand und die Registrierung unterbleibt.
Trifft die Abtastung gerade in einen Impuls, dann heben sich die Erregungen des Kernes auf, solange er abgetastet wird. Der Kern bleibt daher im markierten Zustand und wird erst bei der Abfrage zurückgestellt, bei der der Impuls nicht mehr ansteht. Durch die Speicherwirkung der Kerne genügt es, wenn jeder Kern einmal abgetastet wird in einem Intervall, das kleiner ist als
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vor. Bei der Anwendung eines Ferritkernspeichers für eine grosse Anzahl von Leitungen ergibt sich eine umfangreiche Matrix, bei der die Auswechslung eines Einzelkernes, bedingt durch ihren Aufbau, nur sehr schwer möglich ist. Daher ist es am einfachsten, die gesamte Matrix auszutauschen, wenn ein Kern zer- stört ist. Dies ist jedoch stets mit erheblichen Kosten verbunden.
Diesen Nachteil vermeidet eine andere vorgeschlagene Anordnung, die keine Ferritkerne mehr ein- setzt. Die Leitungen werden auf die Eingänge einer Diodenmatrix geführt. Die Matrix wird in einer Zeit abgetastet, die kürzer ist als der kürzeste unverzerrte Impuls, aber länger als die Prellzeit am Anfang und Ende des Impulses. Das Abtastergebnis von dem Indikator der Matrix wird über einen ersten Weg un- verzögert und über ein Verzögerungsglied um die Dauer eines Abtastzyklus verzögert auf einen Auswerter geleitet. Die Weiterleitung des Impulses zu der'zentralen Einrichtung erfolgt nur dann, wenn der Aus- werter nur noch über den zweiten Weg angesteuert wird. Die Abtasteinrichtung wird wieder nur dann an- gelassen, wenn Impulse eintreffen.
Ein derartiges Verzögerungsglied muss so dimensioniert sein, dass je- der abgetastete Impuls, der über den Indikator der Diodenmatrix gewonnen wird, genau so lange verzö- gert wird, bis dieselbe Leitung erneut abgetastet wird. Da oft sehr viele Leitungen zu einer Gruppe zu- sammengefasst sind, ergeben sich sehr kurze Abfrageschritte. Die Pause zwischen zwei Abfrageschritten reicht daher nicht aus, um die Operationen in der zentralen Einrichtung durchführen zu können. Ausser- dem muss dabei in Betracht gezogen werden, dass die folgende Abtastung wieder zur Inanspruchnahme der zentralen Einrichtung führen kann. Man verfährt dabei so, dass beim Vorliegen eines Impulses die
Abtasteinrichtung so lange abgestoppt wird, bis die Operationen in der zentralen Einrichtung durchge- führt sind.
Dies bringt jedoch mit sich, dass der Abtastschritt noch kürzer gewählt werden muss, denn die
Gesamtdauer eines Zyklus ist durch die Länge des kürzesten Impulses begrenzt. Da diese Schaltungsanordnung je nach der Anzahl der anstehenden Impulse einen unterschiedlichen Abtastzyklus ergibt, muss ein Verzögerungsglied eingesetzt werden, das je nach Belegung der Matrix mit Impulsen eine Verzögerungszeit ergibt, die sicherstellt, dass das abgetastete Ergebnis bei der nächsten Abfrage derselben Leitung bereitsteht. Eine vorgeschlagene Anordnung setzt als Verzögerungsglied eine Auswahlkette mit nachgeschalteten Mitlaufzählern ein. Bei jedem über die Diodenmatrix abgetasteten Impuls wird über die Auswahlkette ein freier Mitlaufzähler belegt. Die Weiterschaltung der belegten Mitlaufzähler erfolgt paiallel mit dem Abtastzähler der Diodenmatrix.
Damit ist sichergestellt, dass jeder abgetastete Impuls über den Mitlaufzähler genauso verzögert wird, dass er am Ausgang des Zählers erscheint, wenn dieselbe Leitung erneut abgetastet wird. Der Zähler muss nur eine Zählrate aufweisen, die der Anzahl der von der Diodenmatrix abgetasteten Leitungen entspricht. Bei dieser Schaltungsanordnung zur Erfassung von Impulsen ist die Doppelfeststellung vermieden. Es hat jedoch noch den Nachteil, dass kurze Störimpulse miterfasst werden können.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, nun eine Schaltungsanordnung anzugeben, die alle die erwähnten Nachteile der bekannten Schaltungsanordnungen vermeidet und ausserdem sicher ist gegen Störimpulse.
Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung erreicht dies dadurch, dass die Leitungen zu einer Diodenmatrix DM geführt sind, die einerseits mit einer beim Eintreffen von Zählimpulsen angelassenen und nach einem vollen Abtastzyklus nach dem Ende der Zählimpulse stillsetzbaren Abtasteinrichtung, enthaltend einenImpulsgenerator, einen Abtastzähler, eine Impulssperre, einen Codewandler und einen Durchschalter, zusammengeschaltet ist und anderseits mit einer Verzögerungseinrichtung in Verbindung steht, die einen Auswerter, eine Auswahlkette, Torschaltungen, Mitlaufzähler sowie einen Indikator aufweist und eine zusätzliche Impulszeit-Kontrolleinrichtung mit einem weiteren Indikator vorgesehen ist, wobei die vorgenannte Abtasteinrichtung dazu dient, die Diodenmatrix in einer Zeit abzutasten,
die kürzer ist als die Hälfte der kürzesten unverzerrten Impulszeit, aber länger als die Prellzeit am Anfang und Ende eines Impulses und ferner ein Indikator an die Diodenmatrix angeschlossen ist, von dem ein abgetasteter Impuls sowohl unverzögert, als auch über eine Verzögerungseinrichtung um die Dauer eines Abtastzyklus, als auch über eine zusätzliche Impulszeit-Kontrolleinrichtung um die Dauer von zwei aufeinanderfolgendenAbtastzyklen verzögert auf einen Auswerter übertragbar ist, der bei gleichzeitiger Ansteuerung über die Verzögerungseinrichtung und die Impulszeit-Kontrolleinrichtung die Registrierung zur Ansteuerung eines Impulses für die zugeordnete Leitung zu einer zentralen Aufzeichnungseinrichtung dient.
Zweckmässige Ausgestaltungen der Erfindung sehen vor, dass ein an die Diodenmatrix angeschlosse- ner, bei Abtastung eines durch einen Zählimpuls markierten Einganges ansprechender Indikator vorgesehen ist, und dass ein Auswerter über den Indikator der Diodenmatrix ansteuerbar ist.
Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass als Verzögerungseinrichtung eine Auswahlkette mit nachgeschalteten, zusammen mit der Abtastung markierter Matrixpunkte belegbaren Mitlaufzählern die beim Abtasten von
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Impulsen auf einer Leitung einmal belegte, beim nächsten Abtastzyklus, wenn die Impulse auf den be- treffenden Leitungen noch anstehen, belegt bleiben vorgesehen ist, und bei jedem Impuls vom Indikator der Diodenmatrix über den Auswerter durch die Auswahlkette ein freier Mitlaufzähler ansteuerbar ist, so dass die Weiterschaltung der belegten Zähler parallel mit dem Abtastzähler der Diodenmatrix erfolgt. i Weiters ist jedem Umlaufzähler eine Impulszeit-Kontrolleinrichtung zugeordnet, die beim Errei - chen der Endstellung des zugeordneten Umlaufzählers steuerbar ist.
Erfindungsgemäss sind so viele Umlaufzäh- ler und Impulszeit-Kontrolleinrichtungen vorgesehen, wie gleichzeitig Impulse auf den Leitungen ein- laufen können. Die Ausgänge aller Umlaufzähler sind auf einen Indikator geführt, auf dem der Auswerter ansteuerbar ist. so oft ein beliebiger Umlaufzähler seine Endstellung erreicht. Es sind Umlaufzähler ein- I gesetzt, deren Zählrate der Anzahl der durch die Diodenmatrix abgetasteten Leitungen entspricht.
Eine erfindungsgemässe Weiterbildung sieht vor, dass die Ausgänge aller Impulszeit-Kontrolleinrich- tungen auf einen Indikator geführt sind, der immer dann anspricht, wenn ein beliebiger Mitlaufzähler nach derselben Belegung zwei-oder mehrmal umgelaufen ist.
Die Erfindung ist weiters dadurch charakterisiert, dass alle Indikatoren an den nur bei gleichzeitiger
Ansteuerung vom Indikator der Verzögerungseinrichtungen und vom Indikator der Impulszeit-Kontroll- einrichtungen ansprechenden Auswerter angeschaltet sind. so dass dabei der zugeordnete Mitlaufzähler
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tung des Impulses zu. einem zentralen Gerät erfolgt.
Die Erfindung wird nun an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen : Fig. l das Prinzipschaltbild einer Schaltungsanordnung zur Gebührenerfassung, Fig. 2 den Aufbau einer Diodenmatrix, Fig. 3 ein Glied der Auswahlkette mit Mitlaufzähler und Impulszeit-Kontrolleinrichtung, Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel eines Mitlaufzählers und Fig. 5 den Auswerter.
In Fig. i ist im Prinzip die Schaltungsanordnung zur Erfassung der über die Zähladern zl... zx der Teilnehmerschaltungen einlaufenden Zählimpulse angegeben. Steht auf einer oder mehreren beliebigen Zähladern ein Zählimpuls an, dann wird über die Anschalteinrichtung An und über den Zählstromdetek- tor ZSt die Impulssperre JS geöffnet, so dass die Impulse aus dem Impulsgenerator JG zu dem Abtastzähler Z der Diodenmatrix und gleichzeitig zu den Torschaltungen To der Mitlaufzähler MZ1... MZn gelangen können. Bei jedem Abtastimpuls wird über den Codewandler CoWl und den Durchschalter Dl eine bestimmte Zählader abgefragt. Steht auf dieser Ader kein Zählimpuls an, dann spricht der Indikator Jnl der Diodenmatrix nicht an und die Abtastung wird fortgesetzt.
Trifft eine Abfrage auf einen Zählimpuls, dann spricht der Indikator Jnl an und veranlasst über den Auswerter AW, dass durch die Auswahlkette Ak ein freier Mitlaufzähler, besonders jeweils der erste freie in einer vorgegebenen Reihenfolge, belegt wird. Bei jedem Abtastschritt wird zusammen mit dem Abtastzähler Z auch dieser belegte Mitlaufzähler weitergeschaltet. Da diese Zähler eine Zählrate besitzen, die gleich der Anzahl der durch die Diodenmatrix abgetasteten Zähladern ist, erreicht ein belegter Zähler immer dann seine Endstellung, wenn gerade die Zählader abgefragt wird, deren Zählimpuls zu seiner Belegung geführt hat. Gelangt der Zähler in diese Endstellung, dann gibt er über den allen Mitlaufzählern zugeordneten Indikator Jn2 einen Impuls zum Auswerter AW.
Steht der Zählimpuls nicht mehr an, d. h. spricht nicht gleichzeitig auch der Indikator Jnl an, dann wird über den Auswerter der belegte Mitlaufzähler wieder freigeschaltet, denn der Impuls auf der Zählader erfüllt nicht die Bedingung, dass er mindestens so lange ansteht, bis der Mitlaufzähler zweimal umgelaufen ist. Der Abtastzyklus ist ja so gewählt, dass eine Zählader in einer Zeit abgetastet wird, die kürzer ist als die Hälfte der kürzesten Zählimpulsdauer. Spricht jedoch der Indikator Jnl bei der Abfrage mit an, dann wird über den Auswerter die dem belegten Mitlaufzähler zugeordnete Impulszeit-Kontrolleinrichtung Jk angeschaltet. Wird nach einem weiteren Abtastzyklus dieselbe Zählader wieder abgetastet, dann spricht auch der allen Impulszeit-Kontrolleinrichtungen gemeinsam zugeordnete Indikator Jn3 an.
Als Zeichen dafür, dass der anstehende Impuls die Mindestdauer aufweist, muss natürlich der Indikator Jnl mit ansprechen. Ist dies nicht der Fall, dann erfolgt die Freischaltung des belegtenMitlaufzählers und der angeschalteten Impulszeit-Kontrolleinrichtung. Erst beim Abtasten der freien Zählader wird dann die Registrierung des Zählimpulses eingeleitet. Dies ist also dann der Fall, wenn bei der Abtastung einer Zählader der Auswerter nur noch vom Indikator Jn2 und Indikator Jn3 angesteuert wird. Der Auswerter sperrt die Impulssperre JS, so dass die Abtasteinrichtung stillgesetzt wird.
Über einen Schreibgenerator SG und einen Durchschalter D3 wird der Pufferspeicher PS angeschaltet, der daraufhin die an Hand des Zählerstandes z gegebene Zählader erfasst. Über den Codewandler CoW2 und den Durchschalter D2 wird ein entsprechendes Identifizierungszeichen zum Pufferspeicher übertragen. Ist diese Informationsübertragung beendet, dann gibt der Auswerter über die Impulssperre die Abtastung der Zähladern wieder frei. Dabei werden Mitlaufzähler und Impulszeitkontrolleinrichtung wieder fi eigeschal -
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tet. Von dem Auswerter wird bei jeder Aufzeichnung eines Zählimpulses auch ein Schreibzähler SZ mitgesteuert, der über den Durchschalter D3 die Stelle im Pufferspeicher markiert, in die der abgetastete Zählimpuls eingespeichert werden muss.
Steht kein Zählimpuls mehr an, dann wird über den Zählstromdetektor ZSt die Abtastung nicht sofort stillgesetzt. Die in den Mitlaufzählern gespeicherten Informationen müssen noch in den Pufferspeicher übertragen werden. Man lässt dann einfach die Abtasteinrichtung noch einmal umlaufen oder kontrolliert die Auswahlkette und setzt die Abtasteinrichtung dann still, wenn alle Mitlaufzähler frei sind.
In Fig. 2 ist der Aufbau einer Diodenmatrix angegeben. Die Eingänge En, m werden direkt vom Zählimpuls, der auf den Zähladern einläuft, beaufschlagt. Jedem Eingang ist eine"UND"-Schaltung aus Widerstand R und zwei Gleichrichtern Dl und D2 zugeordnet. Die Ausgänge Al und A2 der"UND-Schal- tungen sind zu einer Matrix mit n Spalten und m Zeilen zusammengeschaltet. Der Durchschalter D1 enthält pro Spalte und Zeile der Matrix eine Schaltstufe (Trsl... Trz1... Trzm) über die im Spalten- und Zeilenaufruf die einzelne. Zählader abgefragt wird. Alle Durchschalter-Schaltstufen sind im Ruhestand leitend, so dass die Ausgänge Al und A2 der"UND-Schaltungen praktisch auf Erdpotential liegen. Das negative Potential eines Zählimpulse kann daher nicht über die Zeilengleichrichter Gl...
Gm durchgreifen und den Indikatortransistor Tri öffnen. Wird eine Leitung über den Abtastzähler Z und den Durchschalter Dl ausgewählt, dann wird jeweils der entsprechende Spalten-und Zeilentransistor, z. B. Trs 3 und Trz 2, gesperrt. Dadurch ist nur für die betreffende Leitung Ausgang Al und A2 freigegeben, so dass ein eventueller Zählimpuls über den betreffenden Zeilengleichrichter, z. B. G2 durchgreifen kann und den Indikatortransistor Tri öffnet. An seinem Ausgang J entsteht dann ein Impuls, der, wie noch beschrieben wird, zum Auswerter weitergeleitet wird und dort die entsprechenden Operationen veranlasst.
In Fig. 3 ist ein Glied der Auswahlkette AK mit einem nachgeschalteten Mitlaufzähler MZ undder Impulszeitkontrolleinrichtungjk angegeben. Das Glied der Auswahlkette A K liegt in einer Kettenschal-
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"Kette" angedeutet ist. Überpelt sind, dass bei diesem Impuls auf der allen Gliedern gemeinsamen Ader d immer das erste freie
Glied der Kette belegt und bei einem Impuls auf der allen Gliedern gemeinsamen Ader f das erste belegte Glied ausgelöst wird. Jedes Glied der Kette weist einen Eingangs-Flip-Flop auf. Ist das Glied belegt, dann ist der rechte Transistor leitend und das Tor D ist geöffnet, so dass die nachfolgenden Impulse auf der Zähltaktleitung ZT über ein Differenzierglied mit nachgeschaltetem Schalttransistor auf den Eingang a des zugeordneten Mitlaufzählers MZ gelangen können.
Als Mitlaufzähler kann z. B. eine Zähldrosselschaltung (Fig. 4) eingesetzt werden. Jeder Impuls der über die Zähltaktader ZT einläuft gelangt auf dem lirpulsformerkern JK der Zähldrosselschaltung und dieser gibt daraufhin einen Impuls mit kon- stantemSpannungszeitintegral an den nachgeschalteten Zählkern ZK1 ab. Ist dessen Zählrate durchlaufen, dann wird der Impuls auch auf den Zählkern ZK2 weitergeleitet usw. Das Produkt der Zählraten aller Zählkerne wird nun gleich der Anzahl der von der Diodenmatrix abgetasteten Leitungen gewählt. Damit ist sichergestellt, dass am Ausgang b des Mitlaufzählers ein Impuls auftritt, wenn die Leitung erneut abgefragt wird, deren Impuls über den Indikator Jn1 und den Auswerter (Leitung d) zur Belegung dieses Zählers geführt hat.
Der Ausgangsimpuls steuert eine Flip-Flopstufe um, die dann wieder über die Leitung Jn2 den Auswerter (Fig. 5) ansteuert. In diesem Ausführungsbeispiel übernimmt die Eingangs-FlipFlopstufe gleichzeitig die Funktion des Indikators Jn2.
Das Zusammenspiel zwischen Auswahlkette, Zähler und Impulszeitkontrolleinrichtung ist nun wie folgt. Tritt bei der Abfrage einer Leitung am Indikator der Diodenmatrix ein Impuls auf, dann wird über den Auswerterausgang d ein freier Mitlaufzähler nur dann belegt, wenn nicht gleichzeitig die Indikatoren Jn2 und Jn3 einen Impuls führen. In diesem Falle wird über die"UND"-Schaltung der Schaltstufe Td Erdpotential an die Ader d gelegt. Dieses Potential wird durch die Auswahlkette, so wie beschrieben, wei- terverarbeitet.
Ist ein beliebiger Zähler einmal umgelaufen, dann tritt auf Jn2 ein Impuls auf. Der zugeordnete Indikator im Auswerter wird umgesteuert. Spricht in diesem Falle der Indikator Jnl nicht an, dann wird die Schaltstufe Tf geöffnet und über die Ader f die Auslösung des Mitlaufzählers durchgeführt. Da der Indikator Jnl nicht angesprochen hat, ist der anstehende Impuls zu kurz gewesen. Es lag nur ein Störimpuls vor.
Spricht der Indikator Jn1 aber gleichzeitig mit an und ist der Indikator Jn3 noch in der Ausgangsstellung, dann spricht Schaltstufe Te an und schaltet über die Ader e die Impulszeit-Kontrolleiorichtung (eine Flip-Flopstufe) ein, so dass beim nächsten Ansprechen von Indikator Jn2 auch über die Leitung Jn3
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ein Impuls zum Auswerter gelangt. Sprechen bei der folgenden Abtastung alle drei Indikatoren. an, dann wird die Stillsetzung der Abtasteinrichtung und die Aufzeichnung des Zählimpulses noch nicht durchge- führt. Die Schaltstufe Tg kann noch nicht ansprechen, da über dem geöffneten Transistor in dem Indika- tor In1 die Basis des ersten Schalttransistors der Stufe Tg noch auf Erdpotential liegt.
Erst wenn bei einer i der folgenden Abtastungen In1 nicht mehr anspricht, d. h. der Impuls beendet ist, dann werden die
Schaltstufen Tg geöffnet und die oben erwähnten Operationen durchgeführt. Gleichzeitig werden auch die Schaltstufe Tf geöffnet und der belegte Mitlaufzähler ausgelöst.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur automatischen Erfassung von Impulsen, die vereinzelt oder gleichzeitig auf mehreren Leitungen einlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungen (Zähladern ZI..... Zx) zu einer DiodenmatrixDM geführt sind, die einerseits mit einer beim Eintreffen von Zählimpulsen ange- lassenen und nach einem vollen Abtastzyklus nach dem Ende der Zählimpulse stillsetzbaren Abtasten- richtung, enthaltend einen.
Impulsgenerator (IG), einen Abtastzähler (Z), eine Impulssperre (IS), einen
Codewandler (Co Wl) und einen Durchschalter (D1), zusammengeschaltet ist und anderseits mit einer
Verzögerungseinrichtung in Verbindung steht, die einen Auswerter (AW), eine Auswahlkette (AK), Tor- schaltungen (To), Mitlaufzähler (MZ) sowie einen Indikator (In2) aufweist und eine zusätzliche Impuls- zeitkontrolleinrichtung (Ik) mit einem weiteren Indikator (In3) vorgesehen ist, wobei die vorgenannte
Abtasteinrichtung (Ig, IS, Z, CoW1, D1) dazu dient, die Diodenmatrix DM in einer Zeit abzutasten, die kürzer ist als die Hälfte der kürzesten unverzerrten Impulszeit, aber länger als die Prellzeit am An- fang und Ende eines Impulses und ferner ein Indikator (Inl) an die Diodenmatrix (DM) angeschlossen ist,
von dem ein abgetasteter Impuls sowohl unverzögert, als auch über eine Verzögerungseinrichtung (AW,
AK, To, MZ, Jn2) um die Dauer eines Abtastzyklus, als auch über eine zusätzliche Impulszeit-Kon- trolleinrichtung (jak, Jn3) um die Dauer von zwei aufeinanderfolgenden Abtastzyklen verzögert auf einen
Auswerter übertragbar ist, der bei gleichzeitiger Ansteuerung über die Verzögerungseinrichtung und die
Impulszeit-Kontrolleinrichtung die Registrierung (bzw. Weiterbildung) zur Ansteuerung eines Impulses für die zugeordnete Leitung zu einer zentralen Aufzeichnungseinrichtung (bzw. zu einem zentralen Gerät) dient.