AT220918B - Einständerhobelmaschine zum Entfernen schadhafter Stellen an Rohblöcken - Google Patents

Einständerhobelmaschine zum Entfernen schadhafter Stellen an Rohblöcken

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  Einständerhobelmaschine zum Entfernen schadhafter Stellen an Rohblöcken 
Zum Putzen von Knüppeln und sonstigem Entfernen schadhafter Stellen an   Rohblöcken   sind   Einstän-   derhobelmaschinen mit einem, in Querrichtung geneigte Rohblockaufnehmer tragenden Tisch bekannt, der in seiner Längsrichtung hin- und herbeweglich ist. Eine derartige   Hobelmaschinenkonstruktion   weist dabei einen Ständer auf, welcher entsprechend der Querrichtung der Rohblockaufnehmer abgewinkelt und mit parallel zu den Aufnehmern verlaufenden, geradlinigen Führungsbahnen für einen Support versehen ist.

   Dieser solcherart auf dem abgewinkelten Teil des Ständers verschiebbare Support trägt einen Meissel- schlitten, der in seiner Längsrichtung, also senkrecht gegen die Aufnehmer, verstellbar ist und seinerseits einen Meisselhalter aufweist. 



   Erfindungsgemäss ist nun ein den Meisselschlitten aufnehmender Führungsschlitten vorgesehen, der am
Support in einer kreisbogenförmigen Führung verschiebbar ist, deren Mittelpunkt auf die Blockachse einstellbar ist. 



   Mit einer solchen Hobelmaschine kann man die schadhaften Stellen insbesondere von Rundknüppeln, in gleicher Weise aber auch von kantigen   Rohblöcken,   schnell und ohne grosse Zerspanungsarbeit bearbeiten, da es auf einfache Weise möglich ist, den Mittelpunkt der Kreisbogenführung auf die Achse des jeweils zu bearbeitenden Blockes oder Knüppels einzustellen und auf dem kreisbogenförmig auf dem
Support geführten Führungsschlitten seinerseits den Meisselschlitten radial gegen die schadhafte Stelle vorzuführen.

   Durch dieses radiale Vorschieben des Meisselschlittens bei der Bearbeitung folgt diese den erfahrungsgemäss radialverlaufenden Rissen in runden   Rohblocken,   so dass beim Ausarbeiten der schadhaften Stellen nur wenig Material verlorengeht und infolgedessen auch mit entsprechend hohen Zerspanungsgeschwindigkeiten und grossen Vorschüben gearbeitet werden kann, also in der Regel mit einem einzigen Hub des Tisches die gesamte Ausarbeitung eines Risses ermöglicht ist. 



   Es sind zwar Spezialmaschinen für das-Hobeln von Schienenköpfen bekannt, die eine kreisbogenförmige Führung für einen Meisselträger aufweisen, jedoch kann hiebei die Meisselzustellung nur in engen Grenzen und nur durch verschieden weites Herausstellen des Meissels aus dem als Meisselträger dienenden Support erreicht werden. Es ist auch bekannt, den Querträger eines Zweiständer-Bohrwerkes mit senkrechten Ständern kreisbogenförmig auszubilden und auf ihm einen Support zu führen, welcher die radial vorschiebbare Bohrspindel trägt. Diese Konstruktion ist aber für Hobelmaschinen ungeeignet, da der kreisbogenförmige Querträger lediglich an seinen beiden Enden mit den Ständern verbunden ist und ein in der Mittellage ansetzender und senkrecht zum Portal hochbeanspruchter Meissel starken Schwingungen ausgesetzt sein würde.

   Ausserdem ist diese Konstruktion wegen der Verwendung von zwei Ständern kostspieliger als die bekannte Knüppelputzmaschine, von welcher die Erfindung ausgeht. Schliesslich ist schon vorgeschlagen, eine Zweiständer-Maschine zum Hobeln von in der Kokille gegossenen, pyramidenstumpfförmigen   Stahlguss- Vierkantblöcken   mit einem ihre oberen Enden verbindenden Joch auszustatten, wobei dieses Joch eine Kreisbogenführung zur Aufnahme eines Führungsschlittens aufweist, auf dem ein Meisselschlitten radial zustellbar ist, der seinerseits den Meisselträger aufweist. Diese Kreisbogenführung dient jedoch nur zur Bearbeitung der runden Blockkanten und ist nicht parallel zur Tischebene verschiebbar. 



   Die Erfindung bietet mancherlei weitere Möglichkeiten. So können zwecks Erhöhung der Starrheit mehrere, gegenseitig auswechselbare Supporte vorgesehen sein, deren Kreisbogenführungen den jeweils üblichen Rohblockdurchmessern entsprechend unter Einhaltung eines geringen Spiels bis möglichst weit an die Rohblockoberfläche heranreichen. Zwischen den verschiedenen Rohblockabmessungen können nämlich 

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Durchmesserunterschiede bis zu 500 mm bestehen, und bei Verwendung ein und desselben Supports wäre daher der Meissel in den meisten Fällen nicht entsprechend kurz und daher nicht genügend starr eingespannt, was bekanntlich erhebliche Leistungsverluste verursachen würde.

   Durch die besagte weitere Ausbildung des Erfindungsgegenstandes kann nun die Abstützung des Meisselhalters gegenüber dem Ständer für den Support entsprechend dem jeweils vorliegenden Blockdurchmesser besonders günstig gewählt, also ganz nahe an die Blockoberfläche herangelegt werden, so dass der Meissel über den Support nur unmerklich vorspringt. 



     In weiterer erfindungsgemässer Ausgestaltung   können in an sich bekannter Weise beidseitig und unterhalb des Rohblocks im Tisch gelagerte   Stützrollenpaate oder-gruppen   vorgesehen sein, die gegen die den Mittelpunkt der Kreisbogenführung enthaltende Blockachse vorschiebbar und unmittelbar an den Rohblock ansetzbar sind. Dadurch kommt eine Dreipunktauflage zwischen dem Angriffspunkt des Meissels und den durch die beiden Stützrollen bzw. Stützrollengruppen gegebenen Auflagepunkten zustande, was eine sachgemässe Abstützung des Rohblocks gewährleistet.

   Die gegen die den Mittelpunkt der Kreisbogenführung enthaltende Blockachse vorschiebbaren und unmittelbar an den Rohblock ansetzbaren Rollenpaare können dabei zwecks Wendens des Blockes gemeinsam antreibbar sein, in welchem Falle die Rollenpaare zwei Aufgaben erfüllen, nämlich die des Abstützen des Rohblocks und jene des Wendens desselben. Es ist übrigens bereits bekannt, in oder auf dem Tisch einer Blockhobelmaschine Kreisführungen anzubringen, mittels welchen ein rechteckigen Querschnitt aufweisender Block in seiner in bezug auf den Tisch angehobenen Stellung um seine Längsachse gedreht werden kann, wobei die den Block aufnehmenden   Kreisfühmngen   von hydraulisch arihebbaren Rollen getragen werden.

   Bei diesen bekannten Ausführungen sind aber die Rollen nicht gegen die Blockachse verschiebbar, sondern in zueinander parallelen, vertikalen Richtungen, und das Wenden des Blockes erfolgt nicht durch entsprechenden Antrieb der Rollen, sondern mittels eines mit der angehobenen   Kreisführung   kämmenden Ritzels, durch dessen Antrieb die Drehung der sich hiebei auf den Rollen wälzenden, den Block tragenden Kreisführung bewirkt wird. 



   Bei der erfindungsgemässen Ausführung kann übrigens die gesamte Rollenanordnung, soweit sie zum Wenden dient, im Tisch gelagert und gegen die   den Mittelpunkt der Kreisbogenführung   enthaltende Blockachse vorschiebbar sein, so dass sich die Führungsbahn für den Führungsschlitten im Support nur über ein verhältnismässig kleines Kreissegment zu erstrecken braucht und auf diese Weise die Starrheit der Hobelmaschine noch weiter erhöht wird. Die erfindungsgemässe Wendeeinrichtung ermöglicht es dabei, das Wenden des Blockes so vorzunehmen, dass eine Axialverstellung praktisch in weitgehendem Masse vermieden wird und sich sogar eine völlige Bearbeitung einer geschlossenen Oberfläche verwirklichen lässt. 



   Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann-eine Einrichtung zum Wenden des Blockes auch dadurch geschaffen werden, dass man ortsfest, also unabhängig vom Tisch, und zentrisch zu der den Mittelpunkt der Kreisbogenführung enthaltenden Blockachse ein Spannfutter anordnet, in welches der Block durch Verschieben des ihn tragenden Tisches einführbar ist, wobei dieses Spannfutter in der Nähe der Be-   schickungsvorrichtung für   die Maschine angeordnet sein kann. Man schiebt dann das Blockende durch Aus- 
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 sodann den Block zu wenden und wieder in die Spannbacken einzuspannen, worauf man das Spannfutter löst und den Tisch in die Arbeitsstellung zurückführt. Es ist dabei bekannt, für zu bearbeitende Rohblöcke Spannvorrichtungen zu verwenden, die auch ein Wenden des Blockes gestatten.

   Zwecks Wendens des Blokkes muss aber bei diesen bekannten Ausführungen das Spannfutter gelöst und der Block aus dem Einspannbereich herausgeschoben werden, um ausserhalb desselben mittels zusätzlicher Einrichtungen gewendet und sodann in gewendeter Stellung wieder zwischen die Spannfutterbacken eingeführt und festgeklemmt zu werden.   Bn   Gegensatz zu diesen komplizierten Ausgestaltungen kann bei der erfindungsgemässen Ausführung der durch das Spannfutter erfasste Block in besonders einfacher Weise gewendet werden. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben, u. zw. zeigt Fig. l eine Seitenansicht und Fig. 2 in grösserem Massstab eine Vorderansicht einer   erfindungsgemässen   Einständerhobelmaschine. 



   Das Bett 1 und der Ständer 2 sind auf dem Fundament 3 starr befestigt und untereinander verschraubt. 



  Auf dem Bett ist der Tisch 4 längsverschiebbar, u.   zw. mit   auch während des Hubes einstellbaren Geschwin-   digkeiten.   Der Tisch weist zwei schräg dem Bedienungsstand zugeneigte Aufnehmer 5 auf, die mit Spann-   Mckenpaaren 6 ausgestattet   sind, welche den Rohblock 7 zwischen sich halten. Die Spannklauen 8 der   5pannbackenpaare   sind dabei so ausgebildet, dass die Achse 9 des Blockes stets auf der gleichen Höhe über   ien   Aufnehmern bzw. über dem Tisch liegt, und beide hydraulisch gegeneinander verfahrbare Klauen 8 rind dabei so eingerichtet, dass die Achse 9 des Rohblocks auch in der durch sie gehenden und parallel zu   den Oberflächen der Aufnehmer   5 liegenden Ebene seitlich eingestellt werden kann.

   Zur Unterstützung län- 

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 gerer Werkstücke sind zwei Stützrollenpaare 10 vorgesehen, die im dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen Jen Aufnehmern auf dem Tisch befestigt sind. Die Stützrollen 10 liegen beidseits unterhalb der Blockachse 9 am Block an, wenn die Spannbacken 6 und damit die Spannklauen 8 gelöst sind, und ergeben eine zentrische Führung für den Block. Dieser kann zusammen mit den am Tisch festen Aufnehmern und Stützrollen nach links herausgefahren werden (Fig.   l),   bis das linke Ende des Blocks oder Knüppels in das Spannfutter 11 einer Wendevorrichtung hineinragt.

   Um den noch unbearbeiteten Teil der Oberfläche des
Blockes in den   Bereich des schwenkbar geführten   Meissels zu bringen, wird nun nach Lösen der Spannklauen 8 der Spannbacken 6 das Spannfutter 11 angezogen und dann der Block mittels des auf dieses Spannfutter wir- kenden, an der zugehörigen ortsfesten Spanneinrichtung angeflanschten Motors 12 um den gewünschten Be- trag gedreht. Nun wird das Spannfutter 11 gelöst, die Spannklauen 8 der Aufnehmer 5 werden wieder ange- zogen und der Tisch zur Bearbeitung der nunmehr eingestellten Oberfläche des Werkstückes nach rechts gegen den Meissel bewegt. Alle Bewegungen werden zweckmässig hydraulisch gesteuert. 



   Auf einer Führungsbahn 14 am Ständer 12 ist ein Support 15 parallel zur Ebene der Aufnehmer 5 verschieblich geführt. Der Support 15 weist eine kreisbogenförmige Führung 17 für einen Führungsschlitten 18 auf, wobei die Kreisbogenführung zentrisch zur   Block-bzw. Knüppelachse   9 liegt. Der Meissel 19 ist im Meisselhalter 20 festgespannt, der vom Meisselschlitten 21 getragen wird. Dieser ist radial zur Kreisbogenführung und zur Blockachse 9 verschieblich. Auch für diese Bewegungen wird zweckmässig eine hydraulische Betätigung vorgesehen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Einständerbobelmaschine zum Entfernen schadhafter Stellen an Rohblöcken mit einem, in Querrichtung geneigte Blockaufnehmer tragenden, in seiner Längsrichtung hin- und herueweglichen Tisch und mit an dem entsprechend der Querrichtung der Aufnehmer abgewinkelten Ständer parallel zu den Aufnehmern verlaufenden, geradlinigen Führungsbahnen für einen den in seiner Längsrichtung einstellbaren Meisselschlitten mit Meisselhalter tragenden Support, gekennzeichnet durch einen den Meisselschlitten (21) aufnehmenden Führungsschlitten (18), der am Support (15) in einer kreisbogenförmigen Führung (17) verschiebbar ist, deren Mittelpunkt auf die Blockachse (9) einstellbar Ist.

Claims (1)

  1. 2. Hobelmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere, gegenseitig auswechselbare Supporte (15), deren Kreisbogenführungen (17) den jeweils üblichen Blockdurchmessern entsprechend unter Einhaltung eines geringen Spiels bis möglichst weit an die Rohblockoberfläche heranreichen.
    3. Hobelmaschine nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch in an sich bekannter Weise beidseitig und unterhalb des Rohblocks (7) im Tisch (4) gelagerte Stützrollenpaare (10) oder-gruppen, die gegen die den Mittelpunkt der Kreisbogenführung enthaltende Blockachse vorschiebbar und unmittelbar an den Rohblock ansetzbar sind.
    4. Hobelmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die gegen die den Mittelpunkt der Kreisbogenführung (17) enthaltende Blockachse (9) vorschiebbaren und unmittelbar an den Rohblock (7) ansetzbaren Rollenpaare (10) zwecks Wendens des Blockes gemeinsam antreibbar sind.
    5. Hobelmaschine nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch ein ortsfest und zentrisch zu'der den Mittelpunkt der Kreisbogenführung (17) enthaltenden Blockachse (9) angeordnetes Spannfutter (11) einer Wendevorrichtung, in welches der Block (7) durch Verschieben des ihn tragenden Tisches (4) einführbar ist.
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