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Gerät zur Fussbodenpflege
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Fussbodenpflege nach dem Patent Nr. 217175. Dieses be- schreibt ein Gerät zum Scheuern und Aufsaugen von Flüssigkeit vom Boden. welches im wesentlichen einen mit einer Flüssigkeitsaufsaugdüse verbundenen Scheider, eine Einrichtung zur Erzeugung von Unterdruck im Scheider, um einen Luftstrom samt, mitgerissener Flüssigkeit in die Düse und von dort in den Scheider einzusaugen,'und ferner einen Behälter für reine und schmutzige Flüssigkeit enthält.
Dabei ist der Behaal- ter durch eine bewegliche Zwischenwand in zwei Abteilungen unterteilt, von denen die eine mit dem
Scheider zur Aufnahme von in denselben gelangter Schmutzflüssigkeit in Verbindung steht, wogegen die andere Abteilung mit einer Abgabevorrichtung für reine Flüssigkeit auf den Boden ausgestattet ist.
Wenn daher reine Flüssigkeit abgegeben wird, verringert sich das Volumen der für diese reine Flüssigkeit bestimmten Abteilung und die Zwischen- oder Scheidewand kann sich verschieben, um den für die Schmutzflüssigkeit erforderlichen Fassungsraum in der Abteilung für Schmutzflüssigkeit zu vergrössern, so dass zumindest ein Teil des Raumes, der ursprünglich von der reinen Flüssigkeit eingenommen wurde, späterhin von der Schmutzflüssigkeit ausgefüllt wird, wobei trotzdem die Schmutzflüssigkeit am Vermischen mit der reinen Flüssigkeit gehindert ist.
Gemäss der vorliegenden Erfindung enthält das Fussbodenpflegegerät ebenfalls einen an eine Saugdüse angeschlossenen Scheider, eine Einrichtung zur Erzeugung von Unterdruck im Scheider, um einen Strom aus Luft und mitgerissener Flüssigkeit in die Düse und von dort in den Scheider zu ziehen, und einen Behälter für reine und für Schmutzflüssigkeit und ist dadurch gekennzeichnet, dass eine bewegliche Scheidewand im Behälter zu dessen Unterteilung in zwei Behälterräume vorgesehen ist, von denen der eine mit dem Scheider zur Aufnahme von in denselben gelangter Schmutzflüssigkeit in Verbindung steht, während der andere mit einer Abgabe Vorrichtung für reine Flüssigkeit auf den Boden versehen ist. wobei die Scheidewand unter der Gegenkraft einer Feder od.
dgl. steht, um die auf sie durch den Unterdruck ausgeübte Kraft zu überwinden, sohin aus dem Abteil für reine Flüssigkeit diese abgegeben werden kann, während die Schmutzwasserabteilung unter Unterdruck steht.
Vorzugsweise ist der Behälter vom Gerät rasch lösbar und mit einer Klemmeinrichtung zum dichten Anschluss an den Scheider versehen. Die Scheidewand ist leicht und bequem aus dem Behälter auszubauen, der die Form eines oben offenen Gefässes haben kann. Die Scheidewand kann die Gestalt eines Kolbens aufweisen, der im Behälter beispielsweise auf einer Führung verschiebbar ist, die samt dem Kolben dem Behälter entnommen werden kann.
Selbstverständlich muss die Abteilung für Schmutzflüssigkeit mit dem Scheider kommunizieren, damit sie aus ihm abfliessen kann ; diese Abteilung muss natürlich unter Unterdruck stehen, wenn die Schmutzflüssigkeit vom Boden aufgesaugt werden soll. Bei der im Stammpatent beschriebenen Einrichtung bei welcher die Schmutzflüssigkeitsabteilung von jener für reine Waschflüssigkeit durch einen biegsamen Sack getrennt ist, müssen die Drücke in den beiden Abteilungen im wesentlichen gleich sein und daher wird der Unterdruck in der Abteilung für reine Flüssigkeit die Ausgabe des Reinigungsmittels so lange ver- hindern, als der Scheider unter Unterdruck steht. Demzufolge ist es bei dieser Ausführung notwendig. den Unterdruck unwirksam zu machen, also aufzuheben, bevor die Reinigungsflüssigkeit ausgegeben werden
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kann.
Bei der gegenständlichen Ausführung kann der Unterdruck verbleiben, so dass die Flüssigkeitsausga- be und das Aufsaugen in rascher Aufeinanderfolge vor sich gehen kann, ohne dass es notwendig wäre, zwi- schen dem einen und dem andern Vorgang eine Steuerung auszuführen.
Die Erfindung kann verschiedentlich ausgeführt werden. Die Zeichnung zeigt eine beispiels- weise Ausbildung, u. zw. ist Fig. 1 ein Schaubild eines kombinierten Scheuer-und Flüssigkeitsauf- sauggerätes nach der Erfindung bei abgenommenem Behälter ; Fig. 2 ein Längsschnitt durch den Behäl- ter und die ihm zugeordneten Teile des Gerätes bei in Tieflage befindlicher Scheidewand. Fig. 3 ist eine gleiche Ansicht in etwas grösserem Massstabe mit der Scheidewand in Hochlage.
Das in der Zeichnung veranschaulichte Gerät besteht aus einer Saugdüse 10, einem Ventilatoraggre- gat 11, einem kombinierten Behälter 12 für reine Scheuerlösung und Schmutzflüssigkeit, einem Nasssaug- rohr 13 und einem Trockensaugrohr 14, einem Scheider 15 und einem Handgriff 16, wobei alle diese Tei- le im wesentlichen in der angeführten Reihenfolge hintereinander angeordnet sind, so dass das aus dem- selben gebildete Aggregat bei Benützung des Gerätes schräg nach auf-und rückwärts zu liegen kommt.
Am Griff ist ein Steuermittel 17 für die Flüssigkeitsabgabe und ein Schalter 18 angeordnet, von denen ersteres dazu bestimmt ist, eine Steuerstange 19 zu betätigen, die, wie später beschrieben, auf ein Ab- gabeventil wirkt.
Das Düseninnere 10 kommuniziert über das Nasssaugrohr 13 mit dem Scheider 15, der seinerseits über das Trockensaugrohr 14 mit der Saugöffnung des Ventilatoraggregates 11 in Verbindung steht. Bei Betrieb dieses Aggregates wird ein Strom aus Luft und mitgerissener Flüssigkeit in die Düse 10 eingesaugt und ge- langt durch das Nasssaugrohr 13 in den Scheider, woselbst die Flüssigkeit von der Luft getrennt wird und abwärts durch eine Öffnung 20 abtropft, wogegen die Luft zum Ventilatoraggregat zurückkehrt und durch eine (nicht dargestellte) Austrittsöffnung ins Freie abgegeben wird.
Der Behälter 12 besitzt zwischen sich und dem Scheiderboden 15 einen Dichtungsring 40. Der Behälter ist durch eine mit 21 bezeichnete Klemmvorrichtung an Ort und Stelle festgehalten. Diese Vorrichtung besteht aus einem Klemmhebel 41, von welchem sich ein Ende 42 an den Behälter anlegt, während das andere Ende 43 auf eine Rampe 44 auf der Oberseite des Ventilatoraggregates aufläuft und dadurch eine Schraubenfeder 45 spannt, die den Behälter aufwärts drückt.
Wie in den Fig. 2 und 3 veranschaulicht, besitzt der Behälter 12 in seinem Inneren eine koaxiale hohle Führung 22, die mittels einer sie durchsetzenden und in einen Höcker 24 im Behälterboden einschraubbaren Stange 23 festgehalten ist. Entlang der Führung 22 ist ein Kolben 26 gleitbar, der an seinem Um- fang mit einem Dichtungsring 27 ausgestattet ist, der sich auf der Innenwand des Behälters dicht anlegt. Ein gleicher Dichtungsring ist auch zwischen dem Kolben 26 und der Führung 22 vorgesehen. An ihrem unteren Ende besitzt die Führung 22 einen nach aussen gerichteten Flansch 25, der auf der Oberseite des Höckers 24 aufruht und als Anschlag zur Begrenzung des Abwärtsschubes des Kolbens dient.
Eine die Führung 22 als Schraubenfeder umgebende Druckfeder 28 stützt sich gegen die Oberseite des Kolbens 26 und eine am Scheitel der Führung 22 mit Hilfe einer Mutter 30 befestigten Scheibe 29 ab.
Im Boden des Behälters ist eine Auslassöffnung 31 vorgesehen, die mit einem kleinen Kanal 32 kommuniziert ; dieser ist in einem Ansatz des Behälterbodens ausgebildet und führt seinerseits zu einem Abgaberohr 33 für die Reinigungsflüssigkeit. Die Auslassöffnung 31 ist von einem Abgabeventil 34 überwacht.
Dieses ist normal durch Federkraft in Schliessstellung (Fig. 3) gehalten, jedoch mit einem Stift 35 versehen, der den Boden des Ansatzes unter Abdichtung durchsetzt und in Kontakt mit einem Ende eines Hebels 36 gebracht werden kann, welcher bei 37 drehbar gelagert ist und dessen anderes Ende in der Bahn der Steuerstange 19 liegt. Um das Abgabeventil 34 zu öffnen, braucht man daher nur das Steuermittel 17 betätigen, von dem die mit demselben in Verbindung stehende Steuerstange 19 nach unten bewegt wird, die ihrerseits den nach aussen ragenden Arm des Hebels 36 niederdrückt. Dabei geht der innere Hebelarm aufwärts und nimmt den Stift 35 des Abgabeventiles im Sinne eines Öffnens desselben mit.
Die Arbeitsweise des Gerätes ist folgende : Um den Behälter zu füllen, wird die Klemme 21 gelöst und der Behälter aus dem Gerät genommen. Die Mutter 30 wird aufgeschraubt und die hohle Führung 22 samt Kolben herausgenommen. Das Abgabeventil 34 ist durch seine Feder geschlossen und der Behälter wird alsdann mit Seifenwasser oder einem sonstigen flüssigen'Reinigungsmittel bis zu einer Stelle unter dem Scheitelgewinde der zentralen Stange 23 gefüllt. Die hohle Führung und der Kolben werden dann wieder eingesetzt, wobei letzterer oben auf der Reinigungsflüssigkeit aufruht. Die Feder 28 wird dann um die Führung 22 gelegt und zwischen Kolben 26 und Platte 29 zusammengepresst, über welch letzte : er alsdann die Mutter 30 festgeschraubt wird.
Der Behälter kann dann in das Gerät eingesetzt und mittels der Klemme 21 fixiert werden.
Das Gerät ist jetzt verwendungsbereit, der Motor wird eingeschaltet und das Steuermittel 17 kann von
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Zeit zu Zeit geöffnet werden, um das Abgabeventil zu öffnen und Flüssigkeit an den Boden abzugeben.
Dieser wird dann mit den an der Düse 10 vorgesehenen Borsten geschrubbt, worauf die Schmutzflüssigkeit in den Scheider eingesaugt wird, wo sie in den oberen Teil des Behälters oberhalb des Kolbens 26 ein- fliesst.
Damit die Flüssigkeit vom Scheider in den oberen Behälterteil abtropfen kann, müssen diese beiden
Räume selbstverständlich kommunizieren und infolgedessen müssen sowohl der obere Teil des Behälters als auch der Scheider mit der Saugseite des Ventilators kommunizieren. Würde der gleiche Unterdruck auf den unteren Behälterteil zur Anwendung gebracht, würde dies die Abgabe der Flüssigkeit unmöglich machen. Die Anordnung der im Betrieb dauernd auf den Kolben 26 drückenden Feder 28 jedoch sichert, dass auf die Flüssigkeit im unteren Teil des Behälters jederzeit Überdruck wirkt, selbst wenn der obere Teil unter Unterdruck steht ; die Feder 28 ist nämlich so gewählt, dass auf den Kolben die erforderliche Kraft selbst dann ausgeübt wird, wenn er sich in der in Fig. 2 dargestellten tiefsten Lage befindet.
Es kann also der das Gerät Bedienende nach seiner Wahl Flüssigkeit abgeben und aufsaugen, ohne dass es notwendig wäre, das Ventilatoraggregat abzuschalten oder den Scheider mit der Aussenluft immer dann in Verbindung zu setzen, wenn die Abgabe frischer Flüssigkeit gewünscht ist. Ist die gesamte Reinigungsflüssigkeit abge- geben, hat der Kolben seine tiefste Stellung nach Fig. 2 erreicht und der Behälter kann alsdann aus dem
Gerät genommen, die Schmutzflüssigkeit ausgeleert und gewünschtenfalls der Behälter, wie vorhin beschrieben, wieder gefüllt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gerät zur Fussbodenpflege mit einem an eine Saugdüse angeschlossenen Scheider, einer Enrichtung zur Erzeugung von Unterdruck im Scheider, um einen Strom aus Luft und mitgerissener Flüssigkeit in die Düse und von dort in den Scheider zu ziehen, und einem Behälter für reine und schmutzige Flüssigkeit nach Patent Nr. 217, 175, dadurch gekennzeichnet, dass eine bewegliche Scheidewand (26) im Behälter (12) zu dessen Unterteilung in zwei Behälterräume vorgesehen ist, von denen der eine mit dem Scheider zur Aufnahme von in denselben gelangter Schmutzflüssigkeit in Verbindung steht, während der andere mit einer Abgabevorrichtung für reine Flüssigkeit auf den Boden versehen ist, wobei die Scheidewand (26) unter der Gegenkraft einer Feder (28) od.
dgl. steht, um die auf sie durch den Unterdruck ausgewirkte Kraft zu überwinden, sohin aus dem Abteil für reine Flüssigkeit diese abgegeben werden kann, während die Abteilung für Schmutzflüssigkeit unter Unterdruck steht.