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Leuchtschalttafel
Bei den schon seit mehr als zwanzig Jahren bekannten Leuchtschaltbildern werden die Symbole entweder in ihrer ganzen Fläche (Volleuchtschaltbilder) oder nur in einem kleinen Teil derselben zum Aufleuchten gebracht, solange der von ihnen dargestellte Anlagenteil unter Spannung steht oder in anderer Weise in Betrieb ist. Auch solche Ausführungen, bei denen die Symbole auch in spannungslosem oder Ruhezustand der Anlage beleuchtet sind, aber die Farbe wechseln, wenn sie unter Spannung gesetzt oder in Betrieb genommen werden, sind bekannt.
Für Volleuchtschalttafeln gibt es verschiedene Ausführungsmöglichkeiten. Zum Beispiel ist eine solche bekannt, bei, der die das Leuchtschaltbild tragende Fläche aus Glastafeln gebildet wird, die auf ihrer Rückseite mit Stanniol beklebt sind, wobei jedoch die Symbole ausgespart sind. Diese für die Symbole freigelassene Stellen werden unter Zwischenschaltung von Mattglas von rückwärts her von Glüh- lampengruppen oder-reihen beleuchtet. Derartige Glasplattentafeln sind sehr stossempfindlich, also im besonderen schwierig zu transportieren. Eine andere Ausführung benützt beispielsweise statt der Glastafeln für die Frontabdeckung Blechtafeln, die den Symbolen entsprechende Ausnehmungen erhalten ; diese sind mit durchscheinendem Material ausgefüllt oder rückseitig abgedeckt. Ihre Ausleuchtung erfolgt wieder durch rückseitig angeordnete Glühlampen.
Bei dieser Ausführung bringt die starke Durchbrechung der Frontbleche unter Umständen gewisse Schwierigkeiten mit sich.
Den beschriebenen Bauarten gemeinsam ist der Nachteil, dass wegen der grossen Zahl der für die gleichmässige Ausleuchtung der Symbole erforderlichen Lampen sehr häufig eine Lampe ausbrennt und ersetzt werden muss. Die Lampen müssen deshalb leicht zugänglich sein. Letzteres bringt aber bei Schalttafeln den weiteren Nachteil, dass der Raum hinter den Lampen nicht oder nur in beschränktem Masse für die Unterbringung sonstiger Geräte bzw. Leitungen ausnützbar ist. Die Lampen verursachen so bei Leuchtschalttafeln eine Vergrösserung des Raumbedarfes, die den durch ihre eigenen Abmessun gen, durch ihre Fassungen und Zuleitungen sowie auch durch ihre Wärmeleistung bestimmten Raumbedarf noch weit übertreffen kann.
Es sind ferner Schalt- bzw. Übersichtstafeln, vorzugsweise Wartentafeln mit Volleucht-Schaltbild bekannt (vgl. deutsche Auslegeschrift Nr. 1.049. 897). bei denen die gesteuerte Anlage (elektrische Anlage oder z. B. Transport- oder Fabrikationsanlage) durch betriebsmässig zum Aufleuchten bzw. Erlö... schen zu bringende oder bewegliche Leuchtsymbole nachgebildet ist, die durch ihre verschiedenen Formen verschiedene Anlageteile versinnbildlichen, wobei die Leuchtsymbole durch flache, mittels gegebenenfalls höherfrequenter Spannung bzw. Strom zum flächenhaften Selbstleuchten zu bringende Elektrolumineszenz-Kondensatoren oder äquivalente flächenhafte Lichtquellen gebildet sind.
Erfindungsge- mÅal3 sind diese flachen Lichtquellen aussen auf eine im Bereich der Leuchtsymbole im wesentlichen ununterbrochene Schalttafelwand oberflächig aufgebracht, wodurch sich die mit einer starken Durchbrechung der Frontbleche verbundenen Nachteile vermeiden lassen.
Elektrolumineszenz-Kondensatoren, auch"Leuchtkondensatoren** genannt, sind z. B. in der ETZ, Ausgabe B, 10 [1958] H. 10, S. 391-92, beschrieben. Als wesentliche Bestandteile besitzen diese Plattenkondensatoren eine mit einer Isolierschicht verbundene Zinksulfid-Leuchtstoffschichte, die nach Anlegen von Spannung hinreichender Frequenz unter dem Einfluss des elektrischen Wechselfeldes aufleuchtet, und eine durchsichtige Elektrode, die mit Glas oder einem andern durchsichtigen oder durchschei-
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nenden, gut isolierenden Material abgedeckt ist. Die Gesamtdicke dieser Leuchtkondensatoren beträgt zirka 4 mm.
Als Schutz gegen Berührung der Elektroden und zu ihrer Isolierung gegen das Frontblech, sind die Leuchtkondensatoren seitlich und auf der dem Frontblech zugekehrten Seite mit einer dünnen, gut isolierenden Schicht (etwa aus Thermoplastmaterial, wie es bei den Thermoplastaderleitungen ver- wendet wird) abzuschirmen. Die auf das Frontblech zu liegen kommende Seite der Isolationsschichte kann gerillt oder gerieft werden, um eine bessere Auftragsmöglichkeit für Kitt oder Klebestoff zu gewäh- ren. Die Isolationsschicht kann ferner entweder in ihrem Farbton der Farbe des Frontbleches angepasst sein oder verschiedene, dazu kontrastierende Farben erhalten, in der gleichen Weise, wie dies bei nicht\. leuchtenden Blindschaltbildern üblich ist.
Die durchsichtige Isolierschicht auf der Beschauerseite der Leuchtkondensatoren kann entweder glashell oder färbig sein.
Statt die Leuchtkondensatoren mit Abdeckungen entsprechend den Formen der darzustellenden Symbole zu versehen, können auch sie selbst oder wenigstens ihre Leuchtstoffbeläge diese Formen erhalten. da sie nicht hinter dem Frontblech, sondern auf diesem angeordnet werden.
Es sei schliesslich noch erwähnt, dass aus der deutschen Auslegeschrift Nr. l, 047. 941 bereits eine Meldeleuchte auf Elektrolumineszenzbasis. uekannt ist, die an der Rückseite einer für die Leuchtfläche kreisförmig zu durchbrechenden Schalttafelwand befestigt werden kann. Bei dieser Meldeleuchte ist die flächenhafte Lichtquelle zur Verstärkung der Flächenhelligkeit der kreisförmigen Leuchtfläche so auf einem grossen Teil der Oberfläche einer Glaskugel angebracht, dass das Licht durch einen freibleibenden zylindrischen Ansatz dieser Kugel austreten kann. In Anbetracht der erheblichen Flächenausdehnung der im Sinne der Erfindung darzustellenden leuchtenden Symbole ist jedoch eine derartige künstliche Verstärkung ihrer Flächenhelligkeit nicht erforderlich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schalt- bzw. Übersichtstafel, vorzugsweise Wartentafel mit Volleucht-Schaltbild, bei der die gesteuerte Anlage (elektrische Anlage oder z. B. Transport-oder Fabrikationsanlage) durch betriebsmässig zum Aufleuchten bzw. Erlöschen zu bringende oder bewegliche Leuchtsymbole nachgebildet ist, die durch ihre verschiedenen Formen verschiedene Anlageteile versinnbildlichen, wobei die Leuchtsymbole durch flache, mittels gegebenenfalls höherfrequenter Spannung bzw. Strom zum flächenhaften Selbstleuchten zu bringende Elektrolumineszenz-Kondensatoren oder äquivalente flächenhafte Lichtquellen gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die flächenhaften Lichtquellen aussen auf eine im Bereich der Leuchtsymbole im wesentlichen ununterbrochene Schalttafelwand oberflächig aufgebracht sind.