AT220281B - Verfahren zur Herstellung von Gefäßersatz aus synthetischen Faserstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gefäßersatz aus synthetischen FaserstoffenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Gefässersatz aus synthetischen Faserstoffen Es ist bekannt, in der Chirurgie künstliche Arterien aus synthetischen Materialien zu verwenden. Man hat dazu beispielsweise Röhren eingesetzt, bei denen eine dünne Lage eines plastischen Materials zwischen Lagen von Polyamid eingeschmolzen ist. Ein brauchbares Material wurde angeblich auch erhalten, wenn man Polyamid mit einer Schicht von Methylmethacrylaten überzieht. Es sind ferner Röhren bekannt, die aus Webwaren konfektioniert sind und infolgedessen Nähte aufweisen. Alle diese Materialien verfügen nicht über eine ausreichende Beugefähigkeit, so dass bei Biegung im Körper Knickungen entstehen. Um künstlichen Gefässersatz mit einer gewissen Beugefähigkeit zu erhalten, hat man geflochtene Schläuche aus Polyamid verwendet, die mit Ameisensäure chemisch behandelt sind. Zum Annähen an die Wirtsgefässe müssen aber die ausfransbaren Enden der Röhre heiss verlötet werden, wodurch die Hand- EMI1.1 chend. Die Herstellung von gestrickten Röhren ist zwar bekannt, es galt aber bisher als schwierig, Urnen mit Hilfe der für künstliche Faserstoffe bekannten Kräuselverfahren die notwendige Beugeflhigk81t zu verleihen. Die chemische Behandlung von geflochtenen Polyamidschlauchen mit Ameisen äure s uch mit einer mechanischen Behandlung kombiniert, durch welche eine Reihe von ringförmigen Wellungen entsteht. Diese Wellungen werden durch Wärme verfestigt und die verfestigten Wellungen mit heissem Wasser bis zum Gleichgewicht entspannt. Dieses Verfahren ist verhältnismässig kompliziert. Es bedarf einer genauen Regelung der Eintauchzeit, Konzentration und Temperatur des Ameisensäurebades und eines gründlichen Waschprozesses, um alle Spuren von Ameisensäurelösung zu entfernen. Es ist auch bekannt, künstliche Arterien dadurch herzustellen, dass um einen glatten Stab, über den ein gestrickter Schlauch gezogen ist, ein Faden gewunden wird, während der Stab sich dreht. Der Schlauch wird alsdann mit der Hand zusammengeschoben und mit Hitze fixiert. Der Faden wird abgewickelt und der Schlauch vom Stab abgezogen. Die beiden letzteren Verfahren erfordern weitgehend Handarbeit. Dabei ist es gar nicht einfach, eine gleichmässige Wellung, die für die allseitig gleichmässige Beugefähigkeit des fertigen Gefässersatzes von ausschlaggebender Bedeutung ist, zu gewährleisten. Es wurde gefunden, dass die erforderliche Gleichmässigkeit der Wellungen erreicht wird, wenn dem EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> vorzugsweise gestrickten SchlauchFür die Vorschrumpfung kommt beispielsweise bei Gefässersatz aus Polyesterfaseistoffen eine Behand- lung in einer Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, von 75 bis 1200C in Betracht. Die Fixierung der Wellungen kann sowohl durch Behandlung in trockener Hitze beispielsweise bei 125 C oder auch mehr, als auch durch eine solche in Sattdampf bei einer Temperatur über 100 C, beispielsweise 115 - 1200C während etwa 15 - 30 Minuten vorgenommen werden. Im Innern der Zug- oder Druckfeder kann sich ein fester Kern be- finden, durch dessenDicke die Tiefe der Wellungen gleichmässig festgelegt wird. Besonders in diesem Fall ist es zweckmässig, den Schlauch entlang der schraubenförmigen Vertiefungen mit einem Faden zu um- wickeln, der nach der Fixierung wieder entfernt wird oder auch auf dem Schlauch belassen werden kann. Für die Umwicklung verwendet man zweckmässig einen Faden aus synthetischem Material, um einen Fa- serabrieb zu vermeiden. Die Feder, auf die der Schlauch aufgezogen wird, kann in bekannter Weise zu- sammengedrückt werden. Eine einfache Methode besteht beispielsweise darin, dass auf den Kern, der sich im Innern der Feder befindet, eine Flügelschraube aufgesetzt wird. Durch entsprechende Abmessungen der Zug-oder Druckfeder im Verhältnis zum Schlauchdurchmesser und durch entsprechende Wahl des Kemdurchmessers, soweit ein besonderer Kern zum Einsatz kommt, lässt sich die Tiefe der Faltenbildung je nach Wunsch bzw. Erfordernis beeinflussen. Gefässersatz mit optimalen Wellungen und entsprechend guter Beugefähigkeit erhält man nach einer andern Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens dadurch, dass die Wellungen des auf eine Spi- rale aufgezogenen vorgeschrumpften Schlauches vorfixiert werden, der Schlauch von der Spirale abge- zogen, auf einem glatten Stab geeigneten Durchmessers in die Wellungen gewünschter Breite und Höhe zusammengeschoben und in dieser Form einerEndfixierung unterworfen wird. Der fertig fixierte Schlauch wird mit heissem Wasser bis zum Gleichgewicht entspannt und alsdann getrocknet, Die Vorfixierung der Wellungen kann entweder auf einer Zug-oder Druckfeder vorgenommen werden oder sie erfolgt auf einer Spirale gleichbleibender Länge, die beispielsweise mit einem Kern fest ver- bunden ist. Aortenbifurkationsprothesen lassen sich aus einem Stück nahtlos herstellen, indem an einen Schlauch grösseren Durchmessers zwei Schläuche kleineren Durchmessers bzw. an zwei Schläuche kleineren Durchmessers ein Schlauch grösseren Durchmessers angearbeitet und alsdann erfindungsgemäss behandelt werden. Die Vorschrumpfung des Schlauches kann mit einer gründlichen Reinigung des Materials, z. B. mit einer Vorwäsche und Behandlung mit Alkohol im Soxhlet kombiniert werden. Für die Fixierung der Wellungen, sei es dass sie einstufig oder zweistufig (Vor- und Endfixierung) durchgeführt wird, kommt sowohl eine Behandlung mit trockener Hitze als auch eine solche mit Sattdampf in Betracht. Die Temperaturen richten sich einerseits nach der Art des Rohstoffes und anderseits nach dem Ausgangsschrumpfwert des eingesetzten Fadenmaterials. Durch die Gleichmässigkeit der spiraligen Wellungen wird ein gleichmässiges Maschenbild erreicht, was bei einer mechanischen Fältelung durch Zusammenschieben des Schlauches auf einen Dorn, auch wenn der Schlauch vorher mit einem Faden umwickelt wird, nicht in ausreichendem Masse möglich ist. Diese Gleichmässigkeit der Maschengrösse bewirkt eine günstige und gleichmässige Durchblutung des Ge- fässersatzes. Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich weiterhin dadurch modifizieren, dass der Schlauch teils aus voll-bzw. starkverstrecktenundteilsnur wenig-bis unverstreckten Fäden gearbeitet ist. Ein Schlauch, der aus solchem Material besteht, erhält durch die Wärmebehandlung ein dichteres Maschengefüge und damit eine erhöhte Formbeständigkeit und Beugefähigkeit. Ausserdem kann die Wärmebehandlung zur Fixierung der Wellungen bei tieferen Temperaturen durchgeführt werden. Beispielsweise wird ein Faden, der teils aus voll-bzw. starkverstreckten Fäden und teils aus wenig bis unverstreckten Fäden besteht, auf einer Strickmaschine verarbeitet. Ebenso können zwei Fäden zusammen verarbeitet werden, von denen jeder aus einer der beiden Fadenarten besteht. Der daraus hergestellte Schlauch wird im übrigen wie oben beschrieben behandelt. Der nach der vorliegenden Erfindung hergestellte Gefässersatz zeichnet sich durch besondere Weichheit und Beugefähigkeit aus. Er besitzt gleichzeitig genügende Formbeständigkeit, um die Beanspruchungen auszuhalten, denen ein Gefässersatz durch die Bewegungen des menschlichen und tierischen Körpers ausgesetzt ist. Ein solcher Gefässersatz lässt sich ausserdem ohne Schwierigkeit an das Wirtsgefäss annähen. Er erfüllt somit alle Voraussetzungen, um mit Erfolg in der Chirurgie eingesetzt werden zu können. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Gefässersatz aus synthetischen Faserstoffen, wobei ein vorzugsweise <Desc/Clms Page number 3> gestrickter Schlauch aus thermoplastischem Faserstoff auf mechanischem Wege mit Wellungen versehen wird, die bei höheren Temperaturen fixiert werden, woran sich eine Heisswasserbehandlung und Trocknung des gewelltenSchlauches anschliesst, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellungen dem Schlauch mit Hll- fe einer Spirale erteilt werden, auf welche der vorgeschrumpfte Schlauch aufgezogen wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vorgeschrumpfte Schlauch auf eine Zug-oder Druckfeder aufgezogen und in diesem Zustand je nach der verwendeten Feder entweder auseinander oder zusammengedrückt wird, worauf die erteilten Wellungen bei höheren Temperaturen fixiert werden, 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellungen des auf eine Spirale auf- gezogenenschlauches vorflxiert werden, der Schlauch von der Spirale abgezogen, auf einem glatten Stab geeigneten Durchmessers in die Wellungen gewünschter Breite und Höhe zusammengeschoben und in die- ser Form einer Endflxienmg unterworfen wird.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorfixierung der Wellungen auf einer Zug- oder Druckfeder vorgenommen wird.5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorfixierung der Wellungen auf einer Spirale gleichbleibender Länge vorgenommen wird.6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch teils aus vollbzw. starkverstreckten und teils aus wenig-bis unverstreckten Fäden gearbeitet ist.
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