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Schienenfahrzeug
Gegenstand des Patentes Nr. 212359 ist ein Schienenfahrzeug mit zwei Fahrzeugteilen für den Transport grosser Lasten, bei welchen auf jedem der Fahrzeugtelle je ein durch ein Gegengewicht belasteter, einen doppelarmigen Hebel bildender Balken im Hebeldrehpunkt abgestützt ist, wobei die einander zugewandten, den Gegengewichten abgewandten Enden der Balken unter Vermittlung einer Ladebrücke oder der zu befördernden Last miteinander gelenkig verbunden sind und wobei zweckmässig die die Gegengewichte tragenden Hebelarme der Balken länger bemessen sind als die einander zugewandten Hebelarme derselben. Auf diese Art wird es ermöglicht, die Last auf eine grosse Fahrzeuglänge aufzuteilen. Hiebei besteht jeder Fahrzeugteil aus zwei durch eine den Hebeldrehpunkt tragende Brücke verbundenen Drehgestellen.
Durch diese Ausbildung wird eine grosse Gelenkigen des Fahrzeuges ohne Überschreitung des zulässigen Metergewichtes erreicht. Wesentlichi für die Ausnutzbarkeit dieses Fahrzeuges ist aber das Verhältnis der Länge der die Gegengewichte tragenden Hebelarme der Balken zu der Länge der einander zugewandten, die Last tragenden Hebelarme. Je grösser dieses Verhältnis ist, umso kleiner muss man die Gegengewichte wählen und um so geringer ist wiederum die Totlast.
Bei der Ausbildung nach Patent Nr. 212359 ragen nun die einander zugewandten, die Last tragenden Enden der Balken über die der Fahrzeugmitte zugewandten Drehgestelle hinaus und es muss daher. um das Verhältnis der die Last tragenden Hebelarme zu den die Gegengewichte tragenden Hebelarme nicht ungünstig zu gestalten, der Hebeldrehpunkt in den Bereich der der Fahrzeugmitte zugewandten Drehgestelle verlagert werden, wodurch wieder die Last bevorzugt auf die der Fahrzeugmitte zugewandten Drehgestelle wirkt. Gemäss dem Patent Nr. 21235d wird zwar vorgeschlagen, zusätzliche Abstützungen im Bereich der der Fahrzeugmitte abgewandten Drehgestelle vorzusehen, wobei jedoch ein ungünstiges Hebelverhältnis für den durch die zusätzlichen Abstützungen aufgenommenen Anteil der Last in Kauf genommen werden muss.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine solche Ausbildung gemäss Patent Nr. 212359, bei welcher jeder der beiden Fahrzeugteile aus je zwei durch eine Brücke verbundenen Drehgestellen besteht, zu verbessern.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die als Drehtische oder in bekannter Weise als Drehgelenke ausgebildeten, einander zugewandten, die Last tragenden Enden der Balken oberhalb der der Fahrzeugmitte näher gelegenen Drehgestelle angeordnet sind, wobei die Hebeldrehpunkte etwa in der Mitte der die Drehgestelle einer Fahrzeugseite verbindenden Brücken liegen. Hiedurch wird eine wesentliche Verkürzung der einander zugewandten Hebelarme möglich und es kann ein optimales Hebelverhältnis erreicht werden. Auch wird eine gleichmässige Belastung sämtlicher Achsen bei einem optimalen Hebelverhältnis erzielt, wodurch die Totlast gering gehalten bzw. die Anzahl der Achsen verringert werden kann.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch erläutert. Fig. l zeigt das erfindungsgemässe Schienenfahrzeug in Seitenansicht, Fig. 2 eine abgewandelte Ausführungsform.
Fig. 3 zeigt, wie die emander abgewandten Drehgestelle mit der Tiefladebrücke zusammen als üblicher Tiefladewagen verwendet werden können. * l. Zusatzpatent Nr. 217501.
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In Fig. 1 stellen 1 und l'die Drehgestelle dar, die durch die Brücke 2 verbunden sind. Die Brücke 2 ist hiebei in der Mitte der einzelnen Drehgestelle 1, l'gelagert. Ungefähr in der Mitte der Brücke 2 ist der Drehpunkt 3 des den doppelarmigen Hebel bildenden Balkens 4 angeordnet, wodurch sich die günstigsten Belastungsverhältnisse für die einzelnen Achsen ergeben. An dem der Fahrzeugmitte zugewandten Ende des Balkens 4 ist das Gelenk oder der Drehtisch 8 angeordnet, auf welchem die Tiefladebrücke 5 ge-
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und das Ende des Balkens 4 hochgezogen ist.
Wie das Ausführungsbeispiel der Zeichnung zeigt, ist das Ende 6 des Balkens 4 an der Verbindungsstelle mit der Tiefladebrücke 5 nach unten gekröpft, um zu verhindern, dass die Tiefladebrücke 5 zu stark hochgezogen werden muss. Diese Kröpfung muss die Auflagestelle 7 der Brücke 2 am Drehgestell l übergreifen. Die Auflagestelle 7 ist in der Mitte des Drehgestelles 1 angeordnet und dadurch, dass dieses Dreh-
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Achsenverschoben, so dass nun der die Last tragende Hebelarm 4a des Balkens kürzer wird und das Verhältnis zwi- schen Lastarm 4a und Gegengewichtsarm 4b des Balkens 4 günstiger wird.
Dadurch, dass nun die auf den Drehpunkt 3 wirkende Belastung durch Last und Gegengewicht 9 auf alle Achsen ziemlich gleichmässig verteilt ist, erübrigt sich ein zweiter Abstützpunkt des Balkens 4 auf dem Drehgestell l'im Bereich zwischen dem Drehpunkt 3 und dem Gegengewicht 9, wie er bei der Ausführung gemäss Patent Nr. 212359 vorgesehen ist. Durch Fortfall dieses zweiten Abstützpunktes wird nun der Platz geschaffen, um das Gegengewicht 9 am Balken 4 verschiebbar anordnen zu können. Man kann auf diese Art und Weise entsprechend der zu transportierenden Last die Hebelwirkung durch Verschieben des Gegengewichtes 9 in entsprechender Weise einstellen und erreicht so, dass unabhängig von der Grösse der zu transportiererdenLast eine gleichmässige Belastung der Achsen erzielt wird.
An der Tiefladebrücke 5 können bei grossen Lasten Untersetzachsen 12 angeordnet werden.
In Fig. 2 ist die Tiefladebrücke 5 durch die Last 10 selbst ersetzt, die direkt mit Böcken 11 am Balken 4 befestigt ist.
Fig. 3 zeigt, wie die Tiefladebrücke 5 beim Transport von kleineren Lasten mit den äusseren Drehgestellen l'zu einem Tiefladefahrzeug zusammensetzbar ist. 13 stellt hiebei einen Aufsatzteil dar, durch welchen das Ende der Brücke 5 in entsprechender Höhe am Drehgestell l'gelagert wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schienenfahrzeug mit zweiFahrzeugteilen für den Transport grosser Lasten, bei welchen auf jedem der Fahrzeugteile je ein durch ein Gegengewicht belasteter, einen doppelarmigen Hebel bildender Balken im Hebeldrehpunkt abgestützt ist, wobei die einander zugewandten, den Gegengewichten abgewandten Enden der Balken unter Vermittlung einer Ladebrücke oder der zu befördernden Last miteinander gelenkig verbunden sind, nach Patent Nr.
212359, dadurch gekennzeichnet, dass die als Drehtische oder in bekannter Weise als Drehgelenke ausgebildeten, einander zugewandten, die Last tragenden Enden (6) der Balken (4) oberhalb der der Fahrzeugmitte näher gelegenen Drehgestelle (1) angeordnet sind, wobei die Hebeldrehpunkte (3) etwa in der Mitte der die Drehgestelle (l, l') einer Fahrzeugseite verbindenden Brücke (2) liegen.