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Schleifkörper aus keramischem Werkstoff od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schleifkörper aus keramischem Werkstoff od. dgl., der angenä- hert die Form eines Umdrehungsellipsoides mit der kleinen Achse als Drehachse'besitzt.
Schleifkugeln, vorzugsweise aus keramischem Material, wie sie beispielsweise beim Offsetdruck Ver- wendung finden, neigen dazu, sich im Laufe des Betriebes zu sogenannten Nachläufern auszubilden. In- folge ihrer Unrundheit können sie in irgendeiner Lage festgehalten und dadurch an einer bestimmten Stelle übermässig abgenutzt werden. An dieser Stelle der übermässigen Abnutzung schleifen sie sich schliesslich flach. Eine solche abgeplattete Kugel ist nicht mehr imstande, die für das Körnen erforderliche gleich- mässige drehende Bewegung auszuführen. Diese sogenannten Flachläufer sind nicht mehr brauchbar und müssen deshalb aus den Schleifgeräten entfernt werden.
Es ist bekannt, dass die eben geschilderten Nachteile durch Schleifen der Kugel behoben werden kön- nen. Bei der sorgfältig geschliffenen Kuge tritt lie geschilderte Behinderung ihrer Bewegung mit den er- wähnten nachteiligen Folgen nicht ein. Das Schleifen der Kugel ist jedoch ein zusätzlicher, umständlicher und kostspieliger Arbeitsvorgang.
Zum Stand der Technik gehören Polierkörper aus Stahl u. ähnl. in Form von Linsen mit abgerundetem Umfang zum Polieren in Poliertrommeln, Eine rollende Bewegung zur Durchführung des eingangs geschilderten Schleifvorganges ist mit linsenförmigen Körpern nicht ausführbar. Auch kugelförmige Schleifkörper aus Me- tall sind bekannt, die einen verhältnismässig stark vorspringenden Wulst tragen. Diese Schleifkörper sind zur Bearbeitung von Reissverschlüssen bestimmt, und es wäre eine solche Formgebung für den angegebenen
Zweck nicht geeignet.
Es w-tf < .. uu gefunden und durch praktische Versuche bestätigt, dass bei einer absichtlich herbeigeführten, ganz bestimmten Abweichung von der exakten, sonst nur durch Schleifen herbeizuführenden Kugelform die erwähnte Ausbildung zum Flachläufer ebenfalls vermieden werden kann.
Die erfindungsgemässe Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser in der Drehachse etwa 0, 5- 5 % kleiner als der Durchmesser in der zur Drehachse senkrechten Ebene ist.
Nach einer andern Ausführungsform der Erfindung ist der Schleifkörper gekennzeichnet durch einen Ringwulst, dessen Krümmungsradius in einer die Drehachse enthaltenden Ebene kleiner ist als der halbe Aussendurchmesser des Wulstes.
Die beiden erfindungsgemässen Ausführungsformen sind in der Zeichnung beispielsweise in Seitenansicht dargestellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. l besitzt der Schleifkörper angenähert die Form eines Umdrehungsellipsoids mit Zonen verschiedener Krümmung. Der kleinere Durchmesser h bildet die Drehachse. Der Durchmesser h ist etwa 0, 5-5 % kleiner als der mit d bezeichnete Durchmesser in der zur Drehachse senkrechten Ebene. Beispielsweise wird bei einer Kugel mit 20 mm Nenndurchmesser der mit h bezeichnete kleinste Durchmesser mit 19, 7 firn und die mit d bezeichneten Durchmesser mit 20,0 mm ausgeführt. Die erfindungsgemäss hergestellten Körper laufen im Betrieb nicht flach, d. h. sie haben die gleichen Vorteile wie die geschliffenen Kugeln, jedoch ohne den dafür erforderlichen Mehraufwand.
Das Ziel der Erfindung kann auch erreicht werden, wenn man Kugeln 1 mit einem Wulst 2 einer Breite b nach Fig. 2 versieht, dessen Krümmungsradius in der Zeichenebene kleiner als der halbe Aussendurchmesser d des Wulstes ist, wobei wiederum h kleiner als d ist.
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Die Hersteliung von Schleifkörpern gernäss der Erfindung geschieht vornehmlich im Pressverfahren, ist jedoch hierauf nicht beschränkt. Die Schleifkörper können auch in andern Verfahren, z. B. im Giessverfahren oder im Drehverfahren, hergestellt werden.
Der Schleifkörper besteht vorzugsweise aus keramischem Material, er kann jedoch auch aus andern Stoffen hergestellt werden.
PATENTANSPRÜCHE-
1. Schleifkörper aus keramischem Werkstoff od. dgl., der angenähert die Form eines Umdrehungsellipsoides mit der kleineren Achse als Drehachse besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser (h) in der Drehachse etwa 0, 5 bis 50/0 kleiner ist als der Durchmesser in der zur Drehachse senkrechten Ebene.