AT219078B - Verfahren zur Erzeugung eines im Thomaskonverter erblasenen Stahles mit den Gütewerten und den technologischen Eigenschaften eines Elektro-Stahles - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines im Thomaskonverter erblasenen Stahles mit den Gütewerten und den technologischen Eigenschaften eines Elektro-Stahles

Info

Publication number
AT219078B
AT219078B AT530159A AT530159A AT219078B AT 219078 B AT219078 B AT 219078B AT 530159 A AT530159 A AT 530159A AT 530159 A AT530159 A AT 530159A AT 219078 B AT219078 B AT 219078B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
steel
thomaskonverter
blown
melt
production
Prior art date
Application number
AT530159A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Mannesmann Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mannesmann Ag filed Critical Mannesmann Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT219078B publication Critical patent/AT219078B/de

Links

Landscapes

  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Erzeugung eines im Thomaskonverter erblasenen Stahles mit den Gütewerten und den technologischen Eigenschaften eines
Elektro-Stahles   Elektro-Stähle   zeichnen sich durch ihre besonders niedrigen Gehalte an Phosphor und Schwefel sowie durch ihre Reinheit an nichtmetallischen Verunreinigungen aus, die vielfach bei andern Stählen als Folge des im Stahl vorhandenen und mit Desoxydationsmitteln, z. B. Aluminium, abgebundenen Sauerstoffes als Einschlüsse auftreten. 



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Erzeugung und Behandlung eines im Thomaskonverter erblasenen Stahles mit dem Ziel, einen Stahl zu gewinnen, der   gütemässig   allen an einen Elektro-Stahl zu stellenden Anforderungen entspricht. 



   Das Verfahren besteht in der Kombination an sich bekannter Verfahrensschritte, nämlich :
Ein weitgehend vorentschwefeltes Roheisen wird in an sich bekannter Weise im Thomaskonverter zu einem stickstoffarmen Stahl heruntergeblasen, weitgehend abgeschlackt und unter Zugabe einer so bemessenen staubförmigen Feinkalkmenge nachgeblasen, dass der   P 0-Gehalt   der Endschlacke unter   ION   liegt, wonach die Schmelze in der Pfanne aufgekohlt und gegebenenfalls auf den gewünschten Mn-Gehalt auflegiert wird und anschliessend einem Unterdruck ausgesetzt wird, währenddem durch Einleiten von inerten Gasen, z. B. Argon, eine
Badbewegung erzeugt und unter Aufrechterhaltung des Unterdruckes die noch fehlenden Legierungsele- mente zugegeben werden, wonach die Schmelze unter Schutzgasatmosphäre vergossen wird. 



   Der bedeutende Fortschritt dieses Verfahrens besteht darin, dass es gelingt, eine Schmelze von 40 t - einschliesslich des Konverterverfahrens und aller nachfolgenden   Massnahmen - in   etwa 1 Std. 10 min fertigzustellen, während für eine direkt im Elektro-Ofen erzeugte Schmelze etwa gleicher Menge und
Zusammensetzung zirka 5 1/2-6 1/2 Std. benötigt werden. 



   Bezüglich des   P 0-Gehaltes   sei noch bemerkt :
Das Verfahren geht von einem normalen Blasprozess im Konverter aus, an dessen Ende die Schmelze abgeschlackt wird. Das Abschlacken geht bekanntlich so vor sich, dass der Konverter in eine solche Stel- lung gekippt wird, in der die obenauf schwimmende Schlacke ablaufen kann. Mit sinkender Schlacken- menge   bzw. -schichtstärke   erhöht sich, zufolge der runden Ausbildung der Konvertermündung, der An- teil des mitablaufenden Stahles, so dass also im Hinblick auf den Stahlverlust dem Abschlacken eineobere
Grenze gesetzt ist. Ein   zigues   Abschlacken würde das Konverterverfahren aus diesem Grunde praktisch unwirtschaftlich machen.

   Eine etwa 75%ige Abschlackung ist in etwa normal, und höhere Abschlackungen hängen weitgehend von der Geschicklichkeit des Konvertersteuermannes ab, sollen die Stahlverluste nicht unerträglich hoch werden. Eine nur etwa   80 - 850/0   abgeschlackte Schmelze ist im allgemeinen schon eine "gut abgeschlackte"Schmelze. Daraus ergibt sich, dass immer mit einer gewissen Restschlacke, die zwi- schen 15 und   25%   der Gesamtschlackenmenge beträgt, gerechnet werden muss. Es muss aber weiter damit gerechnet werden, dass dieser Rest der Erstschlacke natürlich auch die hohen PO-Gehalte aufweist, die sich aus der Entphosphorung der ersten Blasperiode ergeben. 



   In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass einem   P0-Gehalt   in der Zweitschlacke von unter 10% eine besondere Bedeutung zukommt. Die bisherige Auffassung, dass der   (Fe)-Gehalt   der Endschlacke 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 einer Thomasschmelze massgebend für die erreichte Entphosphorung sei, ist nicht länger aufrechtzuerhal- ten. Es bestehen vielmehr eindeutige Zusammenhänge zwischen dem PO-Gehalt der Endschlacke und dem Endphosphor-Gehält einer solchen Schmelze. 



   Die Badbewegung kann auf verschiedene Weise erzeugt werden,   z. B.   indem das inerte Gas mit Hil- fe eines mit feuerfesten Massen umkleideten Rohres und einem an seinem Ende angeordneten porösen
Stopfen eingeleitet wird. Es ist auch möglich, die Badbewegung dadurch hervorzurufen, dass einzelne poröse Steine in der Pfannenausmauerung mit entsprechenden Zuleitungen versehen sind, durch die das
Gas eingeleitet wird. Selbstverständlich darf Druck und Menge der Gase nicht so gross sein, dass die Lei- stung der den Unterdruck erzeugenden Pumpe überschritten wird. 



   Eine weitere Möglichkeit, eine Badbewegung zu erzeugen, besteht darin, dass eine Pfanne verwen- det wird, deren Mantel vorzugsweise in der unteren Hälfte und im Boden Ausnehmungen und/oder Bohrun- gen aufweist. Es hat sich nämlich gezeigt, dass der Unterdruck in einer solchen Pfanne nicht nur-wie   üblich - von   der Oberfläche des Schmelzbades her und damit in beschränkter Tiefe wirksam ist, sondern dass die Porosität der Ausmauerung ausreicht, um auch in den unteren Schichten der Pfanne wirksam zu . werden. Er ruft auch hier eine Verschiebung des Gleichgewichtes der im Bad enthaltenen Gase, im be- sonderen von Kohlenstoff und Sauerstoff hervor und bewirkt durch die sich als Folge der Reaktionen bil- dendenKohlenmonoxyd-Blasen, die zur Badoberfläche aufsteigen, eine Badbewegung, die von den unteren
Partien bzw. vom Boden der Pfanne ausgeht.

   Abschliessend wird sodann der Stahl vorzugsweise unter einer
Schutzgasatmosphäre vergossen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Erzeugung eines Stahles mit den gütemässigen und technologischen Eigenschaften eines im Elektro-Ofen hergestellten Stahles aus dem Thomaskonverter, gekennzeichnet durch nachstehende Arbeitsfolge : Ein weitgehend vorentschwefeltes Roheisen wird in an sich bekannter Weise im Thomaskonverter zu einem stickstoffarmen Stahl heruntergeblasen, weitgehend abgeschlackt und unter Zugabe einer so bemessenen staubförmigen Feinkalkmenge nachgeblasen, dass der P 0-Gehalt der Endschlacke unter 101o liegt, wonach die Schmelze in der Pfanne aufgekohlt und gegebenenfalls auf dengewünschten Ivln-Gehalt auflegiert wird und anschliessend einem Unterdruck ausgesetzt wird, währenddem durch Einleiten von EMI2.1 noch fehlenden Legierungselemente zugegeben werden,
    wonach die Schmelze unter Schutzgasatmosphäre vergossen wird.
AT530159A 1958-07-28 1959-07-20 Verfahren zur Erzeugung eines im Thomaskonverter erblasenen Stahles mit den Gütewerten und den technologischen Eigenschaften eines Elektro-Stahles AT219078B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE219078X 1958-07-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT219078B true AT219078B (de) 1962-01-10

Family

ID=5831668

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT530159A AT219078B (de) 1958-07-28 1959-07-20 Verfahren zur Erzeugung eines im Thomaskonverter erblasenen Stahles mit den Gütewerten und den technologischen Eigenschaften eines Elektro-Stahles

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT219078B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1433401B1 (de) * 1963-03-06 1970-10-01 Asea Ab Vorrichtung zum Entgasen von Metallschmelzen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1433401B1 (de) * 1963-03-06 1970-10-01 Asea Ab Vorrichtung zum Entgasen von Metallschmelzen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT219078B (de) Verfahren zur Erzeugung eines im Thomaskonverter erblasenen Stahles mit den Gütewerten und den technologischen Eigenschaften eines Elektro-Stahles
DE60001576T2 (de) Verfahren zur entkohlung und entphosphorung einer metallschmelze
DE760239C (de) Verfahren zum Herstellen von legiertem Stahl
DE10164610C1 (de) Verfahren zum Erzeugen einer bis zu 30 % Mn enthaltenden Stahlschmelze
DE3226590C1 (de) Verfahren zur Stahlherstellung aus festen,metallischen Eisentraegern
DE1966686C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Magnetstahlblechen mit Würfeltextur
DE1433534A1 (de) Verfahren zur Herstellung von legiertem Stahl
AT309490B (de) Verfahren zur Herstellung von Gußeisen mit kugelförmiger Graphitstruktur sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE2100115C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer hochchromhaltigen Stahllegierung aus einer mit Sauerstoff gefrischten Schmelze
DE3447244C1 (de) Verfahren zur Erzeugung von Gußeisen mit Kugelgraphit und Gußeisen mit Vermiculargraphit
DE1433416A1 (de) Verfahren zur Herstellung von unlegierten und legierten Staehlen mit niedrigen,bei Edelstahl ueblichen Phosphor- und Schwefelgehalten
DE334520C (de) Verfahren der Desoxydation von Flusseisen und Stahl
DE973313C (de) Verfahren zum Herstellen legierter Staehle nach dem basischen Windfrischverfahren
DE3245098A1 (de) Verfahren zum herstellen von hochwertigen staehlen, die im konverter vorgeschmolzen werden
DE686151C (de) Verfahren zur Herstellung von Eisen und Stahl im basischen Siemens-Martin-Ofen ohne Zugabe besonderer Desoxydationsmittel
AT237002B (de) Verfahren zur Herstellung beruhigter Stähle unter Verwendung von Aluminium und Anwendungen desselben
DE1458811C2 (de) Verfahren zur Herstellung von kohlen stoffarmen Stahlen
DE300231C (de)
DE917975C (de) Verfahren zur Steigerung der Elektrostahlerzeugung
AT150283B (de) Verfahren zur Herstellung von grauem Roheisen aus weißen oder meliertem Roheisen.
AT224148B (de) Verfahren zur Erzeugung von Stahl mit beliebigem Kohlenstoffgehalt aus phosphorhaltigem Roheisen sowie Konverter hiezu
DE920967C (de) Verfahren zur Herstellung von Ferromangan
DE526369C (de) Desoxidieren von Nickel und Nickellegierungen
DE567029C (de) Verfahren zur Herstellung von Gussstuecken aus zwei verschiedenartigen Metallen
AT153711B (de) Verfahren zur Reduktion von magnesiahaltigen Rohstoffen im elektrischen Ofen.