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Der Vorteil des erfindungsgemässen Hemmwerkes liegt darin, dass die zur Berührung kommenden Elemente von Hemmhebel und Schwungscheibe so ausgebildet sind, dass bei Zustellung des Hemmhebels für lange Verschlusszeiten, z. B. 1/30 sec, eine grosse Übersetzung zwischen Hemmhebel und Schwungscheibe besteht. Dieses Übersetzungsverhältnis wird mit Ablauf des Hemmhebels fortlaufend, gegebenenfalls bis zu Null, verändert. Dadurch wird erreicht, dass bei geringerer Zustellung des Hemmwerkes für kurze Zeiten, z. B. 1/250 sec, im Augenblick des Bewegungseingriffes des Antriebsorgans mit einer kleinen Übersetzung gearbeitet wird ; die wirksame hemmende Masse sowie die Wirkung der Rückstellfeder der Schwungmasse sind dann gering, d. h. es kann dementsprechend mit einer grösseren Zustellung gearbeitet werden.
Die geometrische Stufung der die Zustellung des Hemmgliedes bewirkenden Zeitsteuerkurve für die geometrisch gestuften Verschlusszeiten wird somit im Sinne einer arithmetischen Stufung entzerrt.
Die Vorteile und Einzelheiten werden an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine mögliche Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, u. zw. als einstufiges Hemmwerk, Fig. 2 eine andere mögliche Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, u. zw. als zweistufiges Hemmwerk, Fig. 3 eine weitere mögliche Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
In Fig. 1 ist ein um einen Tubus 1 des Verschlussgehäuses 2 zentrisch zur optischen Achse geführter Sektorenring mit 3 bezeichnet, welcher mit dem unter der Wirkung einer gespannten Feder stehenden Antriebsorgan 25 in Eingriff steht. Das Antriebsorgan 25 weist eine Steuerkante 4 auf, mit welcher das Antriebsorgan 25 in Bewegungseingriff mit einem Steuerelement 5 des Hemmgliedes 6 gelangt. Das Hemmglied 6 ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet und um einen gehäusefesten Zapfen 7 drehbar gelagert. Es steht unter der Wirkung einer Rückstellfeder 8.
Der eine Arm des Hemmgliedes 6 ist als Finger 9 ausgebildet, der mit seiner leicht abgerundeten Spitze 10 im Bewegungseingriff mit einer ebenen Steuerfläche 11 einer Schwungscheibe 12 steht. Die Schwungscheibe 12 ist um einen Lagerzapfen 13 drehbar und steht unter der Wirkung einer Rückstellfeder 14. Der Lagerzapfen 13 ist mit einer geringen Exzentrizität gegenüber dem Verschlussgehäuse 2 geführt und mit diesem beispielsweise mittels einer schwergängigenNietung verbunden. Der andere Arm des Hemmgliedes 6 umfasst ausser dem Steuerelement 5 noch einen Abtaststift 15, welcher mit einer geringen Exzentrizität gegenüber dem Hemmglied geführt und mit diesem beispielsweise mittels einer schwergängigen Nietung verbunden ist. Der Abtaststift 15 des Hemmgliedes 6 kommt unter der Wirkung der Rückstellfeder 8 zur Anlage an einer z.
B. gestuften Zeitkurve 16 eines nicht näher dargestellten Belichtungzeiteinstellgliedes.
Das in Richtung des Pfeiles a ablaufende Antriebsorgan 25 läuft mit seiner Steuerkante 4 gegen das Steuerelement 5 des Hemmgliedes 6 und nimmt dieses gegen die Wirkung der Rückstellfeder 8 so lange mit, bis Steuerkante 4 und Steuerelement 5 ausser Eingriff gelangen. Hiebei wird vom Hemmglied 6 über dessen Finger 9 auch die Schwungscheibe 12 zwangsläufig gegen die Wirkung der Rückstellfeder 14 mitbewegt. Die Hemmwirkung wird bestimmt durch das Mass, mit dem das Hemmglied 6 infolge der Einstellung der Zeitkurve 16 in die Bewegungsbahn der Steuerkante 4 eintauchen kann. Bei weitem Eintauchen des Hemmgliedes 6 mit seinem Steuerelement 5 in die Bewegungsbahn der Steuerkante 4 am Antriebsorgan 25 ergibt sich eine grosse Übersetzung vom Hemmglied 6 auf die Schwungscheibe 12 und damit eine grosse Hemmwirkung.
Bei weniger tiefem Eintauchen des Hemmgliedes 6 ist dessen Übersetzung auf die Hemmscheibe kleiner, so dass die wirksame Hemmasse herabgesetzt wird. Eine Beeinflussung der langen gehemmten Zeit kann durch Verstellen des exzentrischen Lagerzapfens 13, eine Beeinflussung. der kurzen gehemmten Zeit kann durch Verstellen des exzentrischen Abtaststiftes 15 erfolgen.
In Fig. 2 ist die Anbringung des Hemmwerkes nach Fig. l an einem andern Verschlussprinzip gezeigt.
Dabei sind der Tubus mit 101, das Verschlussgehäuse mit 102 und zwei zentrisch zur optischen Achse geführte, während des Verschlussablaufs unter Federwirkung bewegte Sektorenringe mit 103a und 103b bezeichnet. Der Sektorenring 103b weist eine Steuerkante 104 auf, mit welcher der Sektorenring 103b in Bewegungseingriff mit dem Steuerstift 1C5 des Hemmgliedes 106 gelangt. Das Hemmglied 106 ist auch hier als zweiarmiger Hebel ausgebildet und um einen gehäusefesten Zapfen 107 drehbar gelagert. Es steht unter der Wirkung einer Rückstellfeder 108. Der eine Arm des Hemmgliedes 106 steht mit seiner abgerundeten Spitze 110 im Bewegungseingriff mit einer ebenen Steuerfläche 111 einer Schwungscheibe 112.
Nach Fig. 2 ist das Hemmwerk der Fig. 1 durch eine nachgeschaltete Stufe mit einer um einen Gehäusezapfen 151 drehbar gelagerten Schwungscheibe 152 erweitert. Die Schwungscheibe 152 steht unter Wirkung einer Rückstellfeder 153, welche sie mittels ihrer Steuerfläche 154 in kraftschlüssiger Anlage an einen Steuerstift 155 der Schwungscheibe 112 hält. Die Schwungscheibe 152 umfasst weiterhin einen Abtaststift 156, welcher für Justierzwecke gegebenenfalls auch als Exzenter ausbildbar ist, der mit einer Steuerkurve 157 des nicht näher dargestellten Belichtungszeiteinstellgliedes zusammenwirken kann. In der dargestellten Einstellung des Belichturgszeiteinstellgliedes mit der Zeitkurve 116 und der Steuerkurve 157
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