AT218666B - Verfahren zur Veredlung von Polyvinylchlorid-Fasern und -Geweben - Google Patents

Verfahren zur Veredlung von Polyvinylchlorid-Fasern und -Geweben

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AT218666B
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Austria
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sep
chlorine content
fabrics
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polyvinyl chloride
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Application number
AT390760A
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Inventor
Walter Singer
Felix Dr Seidel
Dora Goethling
Original Assignee
Wolfen Filmfab Veb
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  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Veredlung von Polyvinylchlorid-Fasern und-Geweben 
Es ist schon lange bekannt, dass das durch Polymerisation des monomeren Vinylchlorids erhaltene Produkt mit ungefähr   ze   Chlorgehalt eine Nachchlorierung bis zu etwa   ze   Chlorgehalt erfahren muss, bevor sich aus ihm brauchbare Kunststoffe herstellen lassen. Für Polyvinylchlorid-Fäden und-Gewebe trifft diese Voraussetzung in gleicher Weise zu ; ihr Chlorgehalt bestimmt massgeblich ihre Verwendungsfähigkeit, insbesondere ihre Beständigkeit in Flüssigkeiten bei höheren Temperaturen. Insofern ist für Polyvinylchlorid-Fäden ein möglichst hoher Chlorgehalt erwünscht.

   Die handelsüblichen Polyvinylchlorid-Fasern und-Gewebe besitzen nur einen durchschnittlichen Chlorgehalt von 62 bis   631o   und zeigen daher bei der Kochwäsche eine derartig grosse Schrumpfung, dass diese einer Zerstörung der ursprünglichen Gebilde gleichkommt. 



   Die vorliegende Erfindung beseitigt bei Polyvinylchlorid-Fasern diese Nachteile in einfacher Weise durch eine Einwirkung von gasförmigem Chlor auf die trockenen Fasern bzw. Gewebe durch die dabei bewirkte Erhöhung ihres Chlorgehaltes. Diese Reaktion lässt sich technisch besonders vorteilhaft bei Temperaturen unter   1000C durchführen..   Durch Einwirkung chemisch aktiver Lichtstrahlen lässt sich der Vorgang der Chlorierung noch erheblich beschleunigen.

   Während die Schrumpfwerte von Polyvinylchlorid-Fasern mit 62,   5%   Chlorgehalt zu 64,   2 - 68. 7'1/0   in siedendem Wasser ermittelt wurden, betragen sie bei Fasern, deren Chlorgehalt gemäss der beschriebenen Erfindung auf 68,   6%   erhöht ist, nur noch 2,2-2,   7% ;   bei Fasern mit noch höherem Chlorgehalt, der sich entsprechend dieser Erfindung ohne weiteres erreichen lässt, fehlt in siedendem Wasser diese Schrumpfungsneigung vollständig. Zugleich bewirkt dieser erfindungsgemässe Veredelungsprozess noch eine Erhöhung der Beständigkeit dieser nachpräparierten Fasern. 



   Beispiel : Durch einen Bausch von   6g Polyvinylchlorid-Fasern (Chlorgehalt 61, 4-62, 4o) wurde bei     750C   Chlor während 4 Stunden in mässigem Tempo (3,8   cms/sec)   geleitet. Nach der beendeten Chloreinwirkung wurden die Fasern 12 Stunden in 400 cm3   5% igue   Natriumthiosulfatlösung eingelegt, danach mit Wasser von Raumtemperatur bis zur vollständigen Entfernung anorganischer Salze gewaschen, noch kurz in Methanol eingelegt und anschliessend bei Raumtemperatur gewichtskonstant getrocknet. Die so behandelte Faser enthielt 66,47 bzw. 67.   31'1/0   Chlor. 



   Dieses Veredlungsverfahren lässt sich bei gleichzeitiger Einwirkung chemisch aktiver Strahlen noch erheblich beschleunigen bzw. auf einfache Weise weiterführen. Bei der Durchführung des vorstehend geschilderten Verfahrens mit derselben Faser wurden u. a. beispielsweise die folgenden Ergebnisse erhalten : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Chloreinwirkung <SEP> Chlorgehalt <SEP> der <SEP> Bemerkungen <SEP> zur
<tb> Std. <SEP> OC <SEP> veredelten <SEP> Faser <SEP> Ausführung
<tb> 4 <SEP> 39 <SEP> 64, <SEP> 31 <SEP> ; <SEP> 64, <SEP> 47 <SEP> ohne <SEP> UV-Licht
<tb> 4 <SEP> 75 <SEP> 66, <SEP> 47 <SEP> ; <SEP> 67, <SEP> 31 <SEP> ohne <SEP> UV-Licht
<tb> 12 <SEP> 75 <SEP> 70, <SEP> 02 <SEP> ; <SEP> 70, <SEP> 14 <SEP> ohne <SEP> UV-Licht
<tb> 6 <SEP> 24 <SEP> - <SEP> 31, <SEP> 5 <SEP> 65, <SEP> 20 <SEP> ;

   <SEP> 65, <SEP> 60 <SEP> in <SEP> Gegenwart <SEP> von <SEP> UV-Licht
<tb> 3 <SEP> 70 <SEP> - <SEP> 75 <SEP> 67, <SEP> 60 <SEP> ; <SEP> 67,90 <SEP> in <SEP> Gegenwart <SEP> von <SEP> UV-Licht
<tb> 


Claims (1)

  1. Die Ermittlung des Schrumpfverhaltens der Fasern durch einstündiges Verweilen in siedendem Wasser ergab bei der nicht präparierten Faser mit 62, 5% Chlorgehalt die Schrumpfwerte von 64, 2. 66,2, 68, 7% bei der veredelten Faser mit 63,23 bzw. 63, 371a Chlorgehalt die Schrumpfwerte von 5, 0, 7, 0, 10, wo 66, 47 bzw. 67,31% Chlorgehalt die Schrumpfwerte von 1, 4, 2, 4'10 70, 02 bzw. 70,14% Chlorgehalt die Schrumpfwerte von 0, 0, 0, 0, 0. 00/0 69,08 bzw. 69, 50% Chlorgehalt die Schrumpfwerte von 0, 0, 0, 0, l, 2% PATENTANSPRUCH :
    Verfahren zur Veredlung von Polyvinylchloridfasern und-geweben, dadurch gekennzeichnet, dass die fertigen Fasern oder Gewebe durch Behandeln mit gasförmigem Chlor, gegebenenfalls unter Einwirkung chemisch aktiver Lichtstrahlen, bei Temperaturen unter 1000C nachchloriert werden.
AT390760A 1959-10-05 1960-05-23 Verfahren zur Veredlung von Polyvinylchlorid-Fasern und -Geweben AT218666B (de)

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